Du hast Plastik satt? Dem Planeten geht's schon lang so! Wir verursachen ca. 281.000 Tonnen an Einweggeschirr, Teller oder ToGo Verpackungen im Jahr und die Zahlen steigen. Nehmen wir's in die Hand! Wir wollen aber nicht nur dem Planeten, sondern auch den Menschen die Hand reichen. Pléta der Teller verbannt den Kunststoff von euren Tischen und gibt benachteiligten Frauen in Nepal eine Perspektive. Für die Teller benötigen wir lediglich EINE Ressource, das Laubblatt der Arekapalme.
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09.05.2020

Nepals aktuelle Situation

Paul Harazim
Paul Harazim4 min Lesezeit

Zur aktuellen Corona-Situation in Nepal

Ihr lieben wir danken euch allen für den wunderbaren Support, euren Teamgeist und das uns entgegen gebrachte Vertrauen.

Wir möchten zur aktuellen Situation berichten und denen die gerade zum ersten Mal Berührungspunkte mit Nepal und unserem Projekt haben, das Land und den Ist Zustand ein wenig näher bringen.

Nepal ist ein Land, in dem die meisten Menschen von unter 1000 US Dollar im Jahr leben müssen. Das Land ist stark vom Tourismus abhängig, deshalb sind die Folgen der Corona-Pandemie sehr schwerwiegend.

Durch eine sehr strikte Ausgangssperre konnte bisher ein großer Ausbruch des Virus verhindert werden. Die Infektionszahl liegt bei ca. 100 positiv getesteten Fällen, bislang gibt es keine Verstorbenen. Diese Zahl ist jedoch sehr ungenau da viel zu wenig getestet wird/ fast gar nicht ebenfalls wird mit unzuverlässigen Rapid-Tests aus China getestet, dessen Fehlerquote umstritten ist.
Bisher stehen nur 75 000 Tests zur Verfügung, und 100 000 Weitere wurden bestellt.

Die Auswirkungen der ab den 24.März geltenden Ausgangssperre wirken sich sehr unterschiedlich auf das alltägliche Leben aus.

In Kathmandu gilt zu einer bestimmten Uhrzeit eine Möglichkeit sich mit den täglichen Bedarf an essenzielle Lebensmittel im nächstgelegenen Laden einzudecken, dies wurde so veranlasst, sodass die Polizei sich gezielt auf diese Zeit konzentrieren kann und sehr präsent die Nepalesen überwachen kann. Zwar sind die Straßen leer doch bedeutet das nicht, dass die Not der Menschen nicht vorhanden ist. NGOs und Monasteries, freiwillige Helfer wie unserem unermüdlichen Helfer von Windhorse Rising verteilen zwar Essensrationen und Wassertanks, allerdings erreichen die Hilfsmaßnahmen längst nicht alle bedürftigen Familien und Tiere die auf den Straßen leben. Die Menschen in Nepal schaffen es nicht Ersparnisse anzusammeln, wovon auch, somit haben viele Menschen existenzielle Ängste, Ängste wie an Hunger zu sterben sind präsenter als die Angst vor Corona.
Die medizinische Versorgung ist und war vor Corona schon schlecht und ist nur gegen Bezahlung der Behandlungen zu erwarten somit ist die Situation für die Ärmsten noch schlimmer als zuvor. Es kommen immer neue Probleme auf diese Menschen zu.

Hygiene ist in der Coronakrise das wichtigste, doch war der Zugang zu sauberen Wasser (Trinkwasser) schon vor der Krise ein großes Problem vieler armer Menschen.
Immer wieder macht z.B. die Organisation Viva Con Agua aus Hamburg mit Projekten in Nepal auf ein sehr schwerwiegendes Problem aufmerksam: egal ob hier oder in Nepal: Wasser darf kein Luxusgut sein - doch tragen genau die verschiedenen Einkommensschichten dazu bei.

Händewaschen gilt bei uns als wichtigste Präventivmaßnahme und diese Maßnahme ist in den Haushalten nicht gegeben, in Nepal leben sehr viele Großfamilien unter einem Dach zusammen auf engstem Raum, Risikopatienten können aufgrund der Situation nicht isoliert werden.

Zurzeit ist es ist schwer einzuschätzen, wie sich die Lage in Nepal entwickelt, wir hoffen alle darauf, dass die Pandemie eingedämmt werden kann.

Eine weitere traurige Tatsache ist, dass das Gesundheitssystem auf einen Massenausbruch nicht vorbereitet ist. In Nepal mangelt es an Allem: an Ärzten und an Fachpersonal, an intensiv-medizinischer Versorgung und Ausrüstung - im gesamten Land stehen 400 Beatmungsgeräte zur Verfügung, zwei davon haben wir 2019 in Kooperation zu Löwenstein unserer Facebook Community der Nepal Healthcare Equipment Development Foundation und Windhorse Rising nach Nepal gebracht-, an Schutzkleidung für das Krankenhauspersonal und zuverlässigen, landesweiten Tests ist kaum zu denken.

Aber auch um Nepal herum sieht die Situation nicht gut aus, denn Grenzen zu den beiden großen Nachbarländern Indien und China sind geschlossen..


Ein Großteil der Nepalesen ca. 70% arbeiten in der Landwirtschaft und haben seit der Ausgangssperre keinen Verdienst, die Aussicht auf Verdienst ist ebenfalls sehr düster denn, 80% der landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden exportiert. Da die strengen Regeln der Bewegungsfreiheit soweit eingeschränkt sind, dass niemand das Haus verlassen darf verdorrt aufgrund fehlender Feldarbeiter der reife Weizen auf den Äckern.

Sollte der Lockdown weiter verlängert werden, werden wir in Nepal mit verharrenden Folgen kämpfen müssen, da Indien selbst Ernteschwierigkeiten hat, setzt Indien sämtliche Reis- Obst- und Gemüselieferungen nach Nepal komplett aus. Die Lebensmittelpreise in den Städten haben sich bereits verdoppelt.

Wie es weiter geht ist fraglich, trotzt des positiven Ergebnisses im Crowdfunding können wir nicht anfangen zu produzieren.

Wer uns weiterhin helfen möchte Essen nach Nepal zu bringen, kann dies mit unserem auf Paypal Moneypool machen.
Link: https://paypal.me/pools/c/8oXCUgT6if

Des Weiteren werden wir euch sofort verständigen wenn es mit der Produktion und dem Transport losgeht.

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