SAMSAS TRAUM möchten in den nächsten sechs Monaten die Produktion ihres Albums "Tineoidea II" vorbereiten und die Arbeiten an der Musik und den Texten abschließen. Diese Zeit der Kreativität will sich die Band mit einem Feuerwerk ihres Ideenreichtums erkaufen: SAMSAS TRAUM haben heimlich an drei Ausgaben der „TRAUMA TALES“ gearbeitet, einer Comic-Reihe, deren 48-seitige Hardcover-Bände je fünf in Bildergeschichten verwandelte SAMSAS TRAUM-Songs enthalten.
59.622 €
Fundingsumme
897
Unterstützer:innen
Marie Seiler
Marie Seiler / Projektberatung
Die Kampagne ist ein toller Erfolg! Ich freue mich mit dem Projekt!
16.06.2017

Oh Cookie ...

Alexander Kaschte
Alexander Kaschte2 min Lesezeit

Liebe Menschen,

“Ich finde es erstaunlich, was du aus den Sachen machst, die dir zur Verfügung stehen”, hat kürzlich mein Freund Thorsten Richter zur SAMSAS TRAUMA TALES-Kampagne angemerkt. Ich habe gelacht und mich mit MacGyver verglichen, einem erfindungsreichen Typen aus einer Fernsehserie, der in Problemsituationen aus Alltagsgegenständen die unglaublichsten Dinge baut – und den hier wahrscheinlich fast niemand mehr kennt. Oder doch? Hände hoch, wer sich noch an Angus MacGuyver erinnert.

Ziemlich MacGuyver-artig war auch die Produktion von „Tineoidea oder: Die Folgen einer Nacht“ – nachdem ich wegen eines Mädchen namens Christine nach Fürth gezogen und kurz darauf im Nürnberger Café Fatal abgeschossen worden war, tüftelte ich ketterauchend und Unmengen fränkisches Bier vernichtend in einer Einzimmerwohnung in der Lehmusstraße an dem Album, das SAMSAS TRAUM bis kurz vor den Durchbruch katapultieren sollte. Der Gitarrensound kam aus einem BEHRINGER V-Amp, meine Synthesizer liefen durch ein BEHRINGER Mischpult, einige Gastsänger wurden in dem Raum aufgenommen, in dem ich auch schlief. Weil mein Computer nicht in der Lage war, die vielen aufgezeichneten Spuren zu bewältigen, lieh mir Bernd R., den ich wegen seiner Muskelschwund-Erkrankung betreute, einen alten DAT-Recorder, auf den ich Instrumental-Versionen der „Tineoidea“-Songs spielte, um sie dann im Computer mit Gesang zu unterlegen.

In meiner Zeit in Fürth haben mich weniger als zehn Menschen besucht, ich kaufte jeden Morgen beim Bäcker um die Ecke dasselbe Brötchen und hatte schon die Brücke ausgesucht, von der ich mich vor einen Zug stürzen wollte. Wäre ich nicht eines Abends zu einem L’âme Immortelle-Konzert in den Nürnberger Hirsch gegangen, hätte es „a.Ura und das Schnecken.Haus“ nie gegeben, doch das ist eine andere Geschichte.

Was sich wie eine leidenschaftliche Anekdote aus dem deutschen Musik-Underground nach der Jahrtausendwende liest, war in Wirklichkeit ein untragbarer Zustand, waren in Wirklichkeit Arbeitsbedingungen, die kein normaler Mensch auf Dauer aushält. Ich habe es bis an die Spitze geschafft, weil ich trotz fehlenden Werkzeugs und vieler Rückschläge jeden Tag eines von mir größtenteils als unerträglich empfundenen Lebens stärker, kreativer, ideenreicher, überzeugender, authentischer und MacGuyver-artiger war als viele andere.

Was glaubst du eigentlich, was dabei herauskäme, wenn man mich einmal so arbeiten ließe, wie ich mir es wünsche?

Probiere es aus oder vergiß es.

.:A:.

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