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Projekte / Musik
Nach acht Jahren Reifezeit möchten wir, die Band SANDOW, ein außergewöhnliches Konzeptalbum mit dem Namen „Entfernte Welten“ produzieren. Das Album soll als CD und als Doppel-Vinyl im Sommer 2017 erscheinen. Eine deutschlandweite Tournee soll sich anschließen.
Bad Belzig
14.999 €
15.000 € Fundingziel
97
Fans
213
Unterstützer
11 Tage
18.01.2017, 12:01 Sandow
Es tut noch ein bisschen weh im Oberstübchen, denn wir haben das natürlich schon mal begossen, gestern nacht. Fundingziel erreicht! Ein Wortungetüm, aber dahinter die wunderbare Gewissheit, dass wir mehr geworden sind. Nicht nur das Geld ist mehr geworden, sondern die Freunde, die aus der Diaspora sich wieder meldenden, die Lover and Prayer, die Verrückten, die Wachen und die Schlummernden. Das ist überhaupt das Beste an der Kampagne, dass man so viele Leute zu einer Idee zusammenführt, die sagen: Jungs, macht das jetzt mal mit diesen "Entfernten Welten" und macht das ordentlich! Diese ganze Dankbarkeitswellen machen einen schon ganz schwindlig und altersschwul. Jessas, schon wieder kam ein Hunni rein. Ob wir den noch brauchen können? Aber sicher doch, wir stammen aus dem Land der permanenten Planübererfüllungen und Dienst am Frieden ist die unsere Sache. Wenn wir uns im Wettbewerb der Besten messen, zählt jede Mark Valuta! Jede neue, unverbrüchliche Bruderschaft stärkt uns im Kampf gegen die Bonner Ultras und die Erben der Meuchelmörder von Luxemburg und Liebknecht! High noon. Unser Film hat seinen Höhepunkt erreicht. Jetzt dehnen wir die Sekunden. Noch vierzehn Tage lang. Wir werden es geniessen und dran bleiben. Was jetzt noch oben drauf kommt, geht ins Promobudget und an unsere Gäste, die auf unserem Album Euch überraschen werden. Es tut gut, dass sie alle gekommen sind und das Werk bereichern werden. Es tut noch besser, ihnen eine kleine Prämie auszuschütten.Also lasst uns gemeinsam noch ein paar knisternde Momente erleben und schauen wer noch in den Ring steigt, denn da ist noch Platz an unserer Seite. Seid umarmt, Eure Sandownistas!
17.01.2017, 01:04 Sandow
Die letzten Tage der Kampagne gehen an den Start und es bleibt spannend. Ob wir das schaffen. Oder eben nicht. Wenn nicht, purzeln wir zurück auf die Schwelle von 8000,-€. Das wäre natürlich suboptimal, zu deutsch Scheiße. Ich glaube aber, es wird klappen. Irgendetwas sagt das mir. Diese Kampagne bei startnext hat mich verändert, hat mir Milde und Frohsinn beschert. Ich hatte nicht geahnt, wieviel Unterstützung und Breite wir entfachen können, wenn wir uns bemühen, lange und anhaltend in die vernetzte Runde zu rufen. Als wir bei startnext einstiegen, war Dirk Zöllner und sein Werner Karma-Projekt im Ranking immer vor uns und das hat mich auch nie gewundert. Sie haben eine breite Fanbase, nur lustig fand ich, dass der Osten im Musik-Highscore generell immer vorne lag. Werner, Dirk und wir. Wir hatten Power und wie es aussah auch Zug zum Tor. Nach zwei Wochen kamen alte, fast schon begrabene Sympathien in mir hoch und ich drückte die Daumen für die Kollegen mit. Was heißt eigentlich Kollegen? Das muss ich mal klarstellen. Ja da wird`s halbwegs kompliziert, aber nicht uninterressant. Urschleim. Oktoberrevolution. Man kommt auf die Welt (1968) und schaut sie sich noch nicht gleich mit eigenen Augen und Ohren an. Die gute alte Zone war ja erstmal völlig in Ordnung. Selbst der Gorilla in Kamerun weiß ja nicht, dass er in einem Käfig im Westberliner Zoo eine ruhigere Kugel schieben könnte, als im Stress eines afrikanischen Dschungels. Die Metapher hinkt, ich weiß, aber sie gefällt mir. (Arbeitsregel 1: es ist dem Poeten nicht erlaubt, eine in der Luft befindliche Pointe an der Landung zu hindern). Ich wuchs also auf mit Karat, Rockhaus und Silly. Erstmal. Und ich erkannte in den Texten von Werner Karma, der für Silly die Texte schrieb, eine besondere Sprache und Kraft. Er war ganz klar der beste Texter (so hieß das im Osten). Er hatte Seele. Die sprach zu mir. Ich war vierzehn und gründete mit Chris unseren eigenen Laden. SANDOW. Im Ostradio gab es dann eine neue Band: Chickoree. Das war deutscher Funk, Dirk Zöllners erste Band und ich mochte das, es hatte Pep, auch die Texte hatten Tiefgang. Manchmal gingen wir zu den Konzerten der etablierten Bands. Wir studierten, wie sie es brachten und träumten uns selbst auf große Bühnen. Dann fuhren wir an die Ostsee zum campen. Wir waren Popper und hatten ordentlich was los. Nachts am Lagerfeuer hielten wir die Gitarren in den Wind und den Mädels gefiel das und uns gefiel, dass es den Mädels gefiel. Wir waren sechszehn und hatten schon unfassbare vierzig eigene Songs auf Tasche. Ich will es nicht verheimlichen, die waren noch auf Kindergartenniveau. Aber wir waren dran. Wir würden die Schallmauer schon durchbrechen. Es waren gute Tage. Doch nach drei Wochen auf einem Zonenzeltplatz sieht selbst der smarteste Popper wie eine Drecksau aus. Als wir zurück fuhren, wurden wir in Stralsund unsanft von der TraPo, die Bullen auf den Bahnhöfen, rausgezogen. Feststellung der Identitäten, peinliche Befragung. Gefoltert wurde nicht, aber der Ton war rau. Ich verstand das alles nicht. Waren wir Kriminelle? Was war hier los? Es war so ein unscheinbarer Tag, an dem man unbemerkt ein Gleis wechselte, auf einer unsichtbaren Weiche plötzlich zu einem anderen Leben abbog. Später wurde mir klar, dass wir wie räudige Punks aussahen und deshalb in die routinemäßige Rasterfahndung gerieten. Punks. Das waren diese geheimnisvollen Aussätzigen. In Cottbus gab es vielleicht zehn, fünfzehn Punks. Sie hörten auf so interessante Namen wie Siggi Suppe, Abfall, Titte und Mörder-Mario. Und Harriet gab es, eine außerordentliche Schönheit, immer barfuß und ein schwarzer Irokese schmückte ihr Haupt. Diese Gang sah man manchmal durchs Stadtbild wanken. Trunken und irgendwie sorglos. Abartig, aber bemerkenswert. Ein Jahr später waren wir wieder campen und diesmal landeten wir neben einem Punkerpärchen aus Zittau. Man muss wissen, dass die Punks in der Zone eher die Schlauesten, als die Faulsten waren. Da ging es immer ums Eingemachte. (Arbeitsregel 2: Bilde dich weiter!) Ich hatte inzwischen den halben Brecht gelesen und war durstig nach neuen Welten. Ich schaute anders hin, auf die Früchte der Revolution, die Spießer, den ganzen Zonenkreisverkehr. Die beiden Punks lebten vom Schmuck herstellen. Irgendwie war das halb geduldet. Man konnte im Osten bei billigen Mieten (meine erste Bude später kostete 23 Mark) sich erstaunliche Nischen erkämpfen. Ihre Geister waren frei und ihre Ideen waren anziehend. Aus dem Anett-Rekorder schallte Sham69 und einiges mehr. Wir waren inzwischen New Waver, doch unsere Spielkünste waren derartig beschränkt, das Equip so desolat, dass unser Sound immer ungewollt nach Punk klang. Langsam rutschten wir hinüber. In die schwarze Szene. Die Szene der Punks, der Gammler (ich liebe dieses Wort und Arbeitsregel 3 sagt: Liebe die Wörter!) Also hinein in die Szene der Freejazzverrückten, der Maler, der Ausreiseantragsteller, der Durchgeknallten. Dort pulsierte unbändiges Leben. Da konnte niemand mithalten. Die bedauerliche FDJ-Realität sowieso nicht, aber auch nicht die Bluesszene, die Metall-Heinze und auch nicht die Staatsmugger. Das waren sie inzwischen für uns. Mugger mit Handgelenktasche. Die örtlichen Profis, die Karats und die Sillys. Abgrenzung setzte ein. Die Kraft des Ghettos läuft ja immer über Abgrenzung. Silly heißt zu deutsch ja schon „albern“ und erst der ganze biedere Rest von Reform bis Berluc. Es verbot sich von selbst, sowas auch nur ansatzweise zu goutieren. Die gehörten zur anderen Seite. Abschaum. Maulhuren mit Reisepass. Armseelige Wichtel mit Haus am Müggelsee. Sorry Werner, so lief das damals. Mit uns. Und es fühlte sich gut an, zu einer neuen Bewegung zu gehören, bei der wir uns nur noch an die künstlerische Spitze setzen mussten. Hatten wir gedacht. (Arbeitsregel 4: Größenwahn gibt es umsonst. Täusche Bescheidenheit vor, räume auch mal Dinge ein!) Allright, ich hatte also immer noch mir jedes Silly-Album angehört und wusste, dass Werner nach wie vor eine gute Zeile schrieb. Aber in meinem äußeren Kosmos wäre der Vorgang, sich mit einem Silly-Album zu beschäftigen eine imageschädigende Bankrotterklärung. Darüber sprach man nicht. Meine Szene hörte Sister of Mercey, Joy Division, Tödliche Doris und The Birthday Party. Die schwarze Szene hatte auch gewisse verbindliche Etikette und wir waren jung, das Rückgrat noch nicht sehr ausgebildet. Dann kommt auch schon der nächste Sommer und wir fahren wieder campen nach Rügen. Diesmal aber ist ein DEFA-Team dabei. Wir hatten es mit unser typischen Unnachgiebigkeit den Winter zuvor in einem Zug nach Suhl aufgerissen. Beim Umsteigen in Leipzig hatten Chris und ich auf dem Bahnsteig zwei sehr heiße Bräute aufgetan. Sie stiegen in den Zug und wir dackelten hinterher. Sie verschwanden in einem Abteil. Wir drängelten uns dazu. Und dort saßen Dieter Schumann und Jürgen Wisotzki. Die Macher von „Flüstern & Schreien“. Auf Recherche für ihren DEFA-Rockreport. Wir konzentrierten uns nun auf Dieter und Jochen. Akquise! (Das A und O im Buisness und damit Regel Nummer 5). Sie hatten ihr Portfolio eigentlich schon vollständig. Dachten sie. Denn wir erzählten vom campen und mit dem Fahrrad an die Ostsee fahren und Inhalten und Fragen und Gekreisch am Lagerfeuer und existenzielles Geschwurbel und heiße Nacht und kalter Morgen. Na klar, das war filmisch! Das war kein öder Rockscheiß mit Proberaum und Pressefest. Wir erschienen als wunderbare Protagonisten mit filmischer Landschaft und bekamen einen Mainslot im Film. Junge Punkpoeten mit schwerem Hang zum SaufiSaufi, DenkiDenki und FickiFicki. Wunderbar. Die jungen Ebenbilder von Schumann und Wisotzki. Die Dreharbeiten gingen auch in die Richtung. Der Schnitt setzte uns dann ins richtige Licht. Und Vorhang auf, wer war denn noch im Film gelandet? Man wird es kaum glauben: Silly und Chickoree. Werner, Dirk und wir. In einem Film. Logisch. Ja wer zum dramaturgischen Teufel denn sonst? Naja, Feeling B war auch noch dabei, die können wir hier aber vernachlässigen. Auch weil sie sich im Nachgang für die Wichtigsten hielten. Lächerlich. Geschenkt. 1,2 Millionen Zuschauer. Sicher, da will jeder der entscheidende Part gewesen sein. Aber wir wissen ja, wie wichtig SANDOW für den Film war. Unersetzlich! Und wie der ganze Wahnsinn weiterging (und er geht immer weiter, Regel Nummer 6) erzähle ich im nächsten Blog. And by the way: Macht mal endlich diese verdammte Kasse bei startnext voll! Himmel! Käptn kuk
06.01.2017, 19:31 Sandow
Sehr geehrte Crowds und Krauts . Einmal am Tag linse ich auf die Zahlen bei startnext.com/sandow. Der Balken im grünen Herz steigt. Es ist die befriedigende Beobachtung einer zwar ungewöhnlich langsamen, aber nicht enden wollenden Erektion der finanziellen Mittel, die Fieberkurve des Vertrauens in einen schon Totgesagten. Und dann plötzlich das. Wir schreiben den 4.1. 2017. Zum ersten mal fiel aus unerfindlichen Gründen unser Fundingbudget von 11713€ auf 11563€. Wie seltsam. Es geht also auch in die andere Richtung. Na klar! Es geht abwärts. Das grundlegende Gefühl, wenn man bei SANDOW Dienst tut. Es gibt immer noch ein Tal unter dem letzten. Die Berge werden höher, die Luft wird lauer und die Befindlichkeit einsamer. Es ist der Grundgroove der Bandseele. Seit wann eigentlich? Die Antwort ist recht einfach. Seitdem wir behaupten, Künstler zu sein. Seitdem wir das ernst nehmen. Seitdem die Leute immer nach den alten Stücken fragen. Seitdem wir störrisch wurden und nicht mehr alles bedienen wollten und das wollten wir ja nie. Es ist seit Jesus Christus so. Kommst Du mit einer neuen Nummer hoch, nageln Dich die Leute ans Kreuz dafür, immer das Gleiche zu predigen, zu wiederholen, wiederzukäuen. Wir haben den Finger gezeigt und immer dafür bezahlt. „Er ist anders“ – ja das war unsere erste Hymne. Aber irgendwie stimmte das nach einer Weile nicht mehr, auch im Punk wohnt eine gewisse Spießigkeit und Unbeweglichkeit. Er ist nicht anders. Anders sind nur die wenigsten. Und die bilden keine Rudel. Also raus mit dem Stück aus dem Repertoire. Wir verloren zahlreiche Punks in unserem Publikum. „Born in the GDR“ – die perfekte Ansage zu Zonenzeiten, danach für uns Ballast und Pein, raus damit aus dem Programm. Scharenweise wandten sich die Leute ab. Egal. Wir sind Künstler. Mit uns geht’s abwärts, aber immer genial, immer Avantgarde, immer die, die vorne weg gehen, wenn es abwärts geht. Kommt die BRAVO in die Backstage reingeschneit, schmeiß sie raus, aber ein bisschen tzatziki. Dürfen es 30min beim Bizarre-Festival sein? Aber gerne! Zwanzig Minuten davon verbrauchten wir für unsere Ouvertüre. Dann konnten wir ja immerhin noch drei Titel spielen und die dreißigtausend Leute dachten, jetzt kommt der Hauptact. Irgendein „Die Ärzte“- Nachfolge-Projekt wurde danach gnadenlos ausgebuht. Logisch. Das Stadion wollte jetzt schließlich SANDOW sehen. Die versammelte Managementprominenz wusste nun, wie wir drauf waren. Stinker, für die es bald abwärts zu gehen hat. Oder die Nummer hier. Hat man aus Produzentensicht (Jor Mulder) für das neue SANDOW-Album einen einzigen Radiohit auf Tasche („NAC“ auf der Anschlag), fühlen sich die Herren Künstler plötzlich zu mainstreamig und müssen so ein schreckliches „Tronan Nitzo Dikanfas“ drüber orgeln und das Stück damit radiountauglich machen. Raus mit der Band aus dem Label. Die spinnen ja. Abwärts! Was fällt, das soll man stoßen. Sagte Nietzsche. Andere sagten anderes: „Ach komm, die sind aus dem Osten, lass sie uns zu dem tollen Kinofilm „Freispiel“ einladen. Gemeinsam mit Leuten von Can, Killing Joke, Element of Crime und noch vielen anderen. Das wird gut.“ Besonders wenn die Kollegen von SANDOW Durst haben und die Getränke frei sind. Dann darf sich der Regisseur vom Gitarristen schon mal ein paar Schmeicheleien einfangen: „Du Westarsch!!!“. Ach der ganze Tisch wurde leergefegt, die Flaschen, Aschenbecher, Gläser, auch das vom Regisseur flogen durch den Raum? Hatte der Gitarrist etwa schlechte Laune? Auweia – abwärts! Wen Gott liebt, den prüft er. Und Gott prüfte. Diese großmäuligen, größenwahnsinnigen Kunstvollhorste. Schickte Syphilis, Tod und Alkohol, gute und weniger gute Drogen. Sandte wahnsinnige Manager aus, die angebliche Touren in Spanien und Schweden buchten, die dann in der Klapper landeten. Schickte auch lustige Vorbands, die lustige Sachen machten. Kabel durchschneiden und Gitarren vom Hauptact verstimmen, kurz bevor dieser die Bühne der ausverkauften Volksbühne betritt (Herbst in Peking) oder die alle Verstärker verstellen und den Filmprojektor unscharf drehen, bevor SANDOW loslegt (Rammstein). Die dafür auch noch Geld von SANDOW bekommen, in deren Hotelzimmern auf dem Fußboden schlafen dürfen und sich nie dafür revanchieren werden (schon wieder Rammstein). Schick die Burschen abwärts, lass sie Dreck schmecken, lass sie vor zehn Leuten spielen, lass sie Schulden haben. Lass sie all den Wahn gegen sich selbst richten. Sende Zwietracht, Missgunst, Eifersucht, auf das diese Scheißbande endlich auseinanderfliegt. 1999. Geschafft. Ein paar Jahre später krochen wir wieder aus unseren Löchern. Weil wir wussten, dass wir einmalig sind. Weil wir neuen Druck auf dem inneren Kessel hatten, der raus musste. Ganz gleich ob vor 10 Leuten oder nach Rammstein. Brachten die Kiong und uns selbst wieder an den Start. Mit Gelassenheit und diebischer Würde. Ha! Und ließen uns viel, viel Zeit für das nächste Album. Mit alter Freude und keinerlei Erwartung an irgendetwas. „Entfernte Welten“ – mal sehen wer soweit mit uns raus schwimmt. Gott wohl eher nicht. Er ließ die Studios nach wie vor viel Geld kosten. Wir schmissen die Geldmaschine bei Startnext an und siehe da, so viele alte Freunde zahlten in den Topf ein! Geht doch. Wo waren denn die geliebten Prüfungen, Herrgottnochmal ! Aber es kam der 4.1. 2017 und ihr ahnt schon, ab da ging es wieder abwärts. Von 11713€ auf 11563€. Kinder, sagen wir es mal so, wir werden das wegstecken. Aber vergesst nicht, den Sack könnt nur ihr zu machen. Bis zum 31.1. fehlen noch knapp 3500€, sonst geht es ganz klar a…..ahhhh! Oder wie Bukowski mal sagte „Baby, das Schlimmste kommt noch.“ Auf seinem Grabstein steht „Dont try“. Versuch es erst gar nicht. Ich glaube, wir und ihr schon. kuk
23.12.2016, 21:33 Sandow
Es ist vollbracht. Die Vorproduktion in Lütte ist abgeschlossen und die Intensität der 21 Tage lässt sich erst jetzt danach spüren. Völlige Ermattung und tiefe Müdigkeit. Sämtliche Tracks sind eingespielt und voreditiert, erste Mixe stehen. Ende Januar fahren wir erneut nach Lütte, um alles zu beenden. Dann werden wir das Mastering unternehmen, das Cover muss gestaltet werden und dann lassen wir die „Entfernte Welten“ vom Stapel. Ehe wir dann eine live-fähige Bühnenfassung haben, warten Probearbeiten auf uns, die Video - und Lichtebene muss konzipiert werden. Parallel arbeiten Red Rock Managment, unsere Agentur und majorlabel, unsere Plattenfirma an der Tour und dem Release. Dazu werden weitere Werbepartner hinzugezogen, die die Kampagne begleiten. So wir unser Fundingziel erreichen, werden wir hierfür nun auch noch ein Promobudget zur Verfügung haben. Erstmals in der Geschichte von SANDOW. Es wäre unglaublich wichtig, damit all die Arbeit nicht umsonst war. Es ist schon ein Wahnsinn und man bemerkt es selbst gar nicht mehr, was da für Gelder nötig sind, wieviel Zeit man investiert hat (Monate!!), um schließlich die große Runde anzutreten und das wichtigste leisten zu können: die neue Musik endlich live zu performen. Wir stehen jetzt bei 11163,- und uns verbleiben noch 40 Tage, um den Sack zuzumachen. Das sollte zu schaffen sein. Wir müssen nochmal alles geben, hier in den Foren und powern. Wenn ihr uns Euren Support dabei gebt, könnte die Schlusslawine in Gang kommen. Weihnachten steht vor der Tür und ihr habt uns bereits so sehr beschenkt. Wir haben hier und auf den anderen Plattformen schon sehr oft danke gesagt, dass es immer schnell inflationär wirkt. In Deutsch-Neuguinea war bei Ankunft der deutschen Missionare 1886 das Wort Danke unbekannt. Wenn man jemanden geholfen hatte, war klar, dass der andere dann was bei einem offen hatte. Als Johannes Flier und Christian Keyser den Kotte-Leuten nun das Christentum antrug, war schnell klar, dass man mit dem Gottesdienst nicht weit kam. Wie wollte man dem Schöpfer danken, ohne das entsprechende Vokabular. Es gab für Danke kein dem entsprechendes Wort in den Sprachen der Kotte, Hube und Burrum. Keyser und Flier entschieden sich, statt einer neuen Wortschöpfung kurzerhand für ein deutsches Wort und die Kotte, Hube und Burrum sprechen es heute noch mit verschmitzter Freude aus. Dankescheen! Die Australier haben es dann mit Pidgin-Englisch versucht. Daraus wurde Tenkiu. Nun die Sache ist auch für uns von tieferer Verbindlichkeit. Ihr habt uns etwas gegeben und wir fühlen uns nun heftig beauftragt, dass jetzt sauber zu Ende zu bringen. Es ist etwas, worauf wir uns wirklich von Herzen freuen. Also auf zur letzten großen Etappe im Januar. Rutscht alle gut rüber und laßt es Weihnachten krachen. Eure SANDOWs! PS: Das Foto zeigt uns nach unserem langen Fotoshooting in der falschen Wüste von Mochlitz, gemeinsam mit Marek Kucera, Momo Kohlschmidt und Irena Pratojew, unserem Fototeam
07.12.2016, 16:07 Sandow
Es ist ein Montag im Dezember. Wir fahren ins Studio nach Lütte, unsere Vorproduktion zu „Entfernte Welten“ beginnt. Seit vier Wochen ballern wir auf allen social-media-chanels SOS – und SMS-Greetings in die Welt und erleben, wie unsere Community sich eindrucksvoll zurückmeldet. Zu uns, die sich bisher eigentlich wie selbstverständlich als einsam empfanden. Woche für Woche wird klar, wie breitgefächert, die Leute hinter uns stehen. Es berührt uns sehr. Das hatten wir nicht gewusst, nicht empfunden, dass wir nicht alleine sind mit unserem Tun. Cool Shit. Wir schauen rein in die Liste unser Unterstützer und finden manch vertrauten Namen. Nach über 30 Jahren Sandow fühlt man sich oft „überkontaktet“. Man weiß dann gar nicht mehr, mit wem man eine Wodka-Hochzeit auf den Weg gebracht, mit wem man fast eine halbe Zahnreihe im Infight mit Skinheads riskiert und mit wem man sich gesagt hat: „ Friedrich Nietzsche verstehen nur zwei Menschen auf der Welt, Du und ich.“ Zwischen den Recordings checken wir unser Startnext-Profil und können auch sehen, welche Rewards sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Na klar, am besten geht die Musik selbst über den Tisch, aber auch der Sandow-Salon scheint eine gewisse Anziehung zu haben. Deshalb legen wir noch ein paar smarte neue Köder aus, um das Fundingziel von 15000 zu erreichen. Da gibt es große Kunst für wenig Geld von Chris Hinze (Ha Weihnachten naht!), Fetische wie die erste Drumgitarre (absolut einmalig, auf dem Prügel wurde „Tour de lose“ erfunden) sowie eine SANDOW-Expedition, bei der man die Möglichkeit hat, sich mit uns im Brandenburger Busch anständig zu verlaufen. (festes Schuhwerk und eine dicke Haut wegen SANDOW-Humor mitbringen). Die Trommeln rufen, Berber hat die Drums von Cupidus aufs Band gespielt. Laborzeit naht. Chris macht sich über seine erfundenen Gerätschaften her. Ein halber aufgerissener Klavierflügel z.B., den er mit Eisenschalen bearbeitet. Es klingt, als wenn...besser man beschreibt das nicht, es klingt einfach nach SANDOW. Wenn Chris das Labor betritt, erschafft er immer diese speziellen Sounds, die keine Samplebank der Welt besitzt. Es ist wunderbares Spielmaterial, um die „Entfernten Welten“ anzureichern und auch als solche klingen zu lassen. Studiozeit ist auch immer Reisezeit. Man weiß zwar in welche Richtung das Album gehen soll, aber es kommen viele Entdeckungen und Überraschungen dazu, wenn der Klang anfängt sich vollumfänglich zu mischen. Mit Jürgen Block haben wir einen kongenialen Partner und Co-Produzenten gefunden. Sein Studio verfügt über eine lange Reihe wunderbarer Gitarren und Amps, eine prächtige Sammlung guter Mikes und Kompressoren und als Flagschiff ein riesiges SL4048-Pult, dass mal im Londoner BBC 3-Studio stand, auf dem Nirvana ihre Unplugged-Session aufgenommen hatte, seinerzeit. Der Sound ist warm und Jürgen ist unseren Experimenten sehr zugetan. Er gibt uns ein vertrautes Gefühl, das alles richtig ist, jetzt und hier. Wir nehmen Fahrt auf, operieren auch mit Sounddesign und Aufnahmen der Mangan25-Expeditionen. Lawinenabgänge, Brüllaffen und Funkgespräche eines vermissten Bergsteigers am Nanga Parbat. Wir glauben, ein solches Album hat es noch nicht gegeben und freuen uns auf jeden neuen Tag hier, auch wenn der Weg noch lang ist.
01.12.2016, 15:20 Sandow
Liebe SANDOW-Freunde, wir stehen bei über 9000€ und haben unser Hauptziel die Finanzierung des Albums erreicht. Wir hätten nicht geglaubt, dass das so schnell geht und waren in unseren Träumen vor der Kampagne auch eher bescheiden. Nun haben wir beinahe noch 60 Tage und wir haben nicht vor, die Füße hochzulegen und zu warten, ob es einfach von selbst noch mehr wird, als Sahnehäubchen für Catering, Hotelkosten und was sonst noch so für eine Studioproduktion anfällt. Wir haben nun vor allem die Möglichkeit, länger im Studio zu arbeiten. Genauer, ausführlicher, auch mal die ein oder andere Sache hinterfragen und auszuprobieren. Mehr Budget = mehr Studiozeit = besseres Album. Bei der Veröffentlichung eines Albums gibt es immer noch eine zweite sehr wichtige Komponente, die des Marketings. Bei unseren Alben Stachelhaut oder Anschlag hatten wir dafür keinerlei Budget. Von der Kritik hochgelobt, gingen sie dennoch beinahe unter. Das wollen wir diesmal anders machen. Mit Euer Hilfe wollen wir hier weiter sammeln für ein Promobudget, das unbedingt nötig sein wird. Heutzutage muss man sämtliche Promo nämlich kaufen. Was viele für normalen und freien Journalismus halten, ganz gleich ob Radio oder Print, ist fast immer gekaufter Mediencontent. Nur das weckt die schlafenden Geister in einer Welt der Überschwemmung und Lautschreierei. Also auf zu neuen Zielen, das Fundingziel angepasst und dann erledigen wir diesen Drachen gemeinsam mit Euch gleich mit, wo wir gerade solch einen Lauf haben. Deshalb gehen wir jetzt auf 15000,-€, um alles auf eine optimale Veröffentlichung vorzubereiten. Lasst es uns gemeinsam rocken! Liebe Grüße, Eure Sandowianer!

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