Projekte / Community
Wozu eine App "SendProtest" mit online-Bildarchiv? Brauchen wir ein digitales Bildgedächtnis des weltweiten Protests und der Empörung angesichts gesellschaftlicher Missstände? Wie vermeidet man dabei Manipulationen und Zensur? Welchen Unterschied gibt es zu bereits existierenden sozialen Netzwerken? Können wir moderne Technologien sinnvoll nutzen und durch Empathie und Kreativität einen Beitrag zur Gesellschaft leisten? Wir meinen ja!
8.665 €
8.500 € Fundingziel
7
Fans
19
Unterstützer
Projekt erfolgreich

Projekt

Finanzierungszeitraum 19.03.18 10:01 Uhr - 04.05.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum März bis August 2018
Fundingziel erreicht 8.500 €
Mit dem Geld der Kampagne wird die App „SendProtest“ für iOS entwickelt, um die Reichweite zu erhöhen und es können Bugs der Android-Version korrigiert werden.
Stadt Berlin
Kategorie Community

Worum geht es in dem Projekt?

Unsere Ausgangsidee ist, zivilen Protest nicht den (Rechts-) Populisten zu überlassen. Wir wollen kritisches Denken anregen und digitale Technik sinnvoll nutzen.

Wir haben ein (Kunst-) Projekt entwickelt, an dem sich jede/r beteiligen kann. Es besteht aus einer kostenlosen App und einer frei zugänglichen online-Bilderdatenbank für Protest‐ und Empörungsbilder. Die User können mit der App gesellschaftliche Missstände in Bezug auf das Gemeinwohl und Formen von Protest oder zivilem Ungehorsam weltweit als Foto oder Video dokumentieren und auf die Archivseite hochladen. Die Beiträge aus dem Bildarchiv können auch in Ausstellungen, auf Festivals usw. gezeigt werden.

Die Idee stammt vom Medienkünstler Costantino Ciervo. Zunächst einmal wurde mit einem kleinen, engagieren Team, zu dem die Programmierer Erik Zocher und Florian Hardow sowie die Kunstwissenschaftlerin Manuela Lintl gehören, die App „SendProtest“ für das am meisten genutzte Betriebssystem Android entwickelt. Und wir haben die Internetseite www.sendprotest.com mit dem Bildarchiv online gestellt.

Unser Projekt konnten wir schon auf einigen Ausstellungen, Festivals und Tagungen vor- und zur Diskussion stellen, u.a. 2016 auf dem Art Stays Festival in Slovenien und der EVA (Electronic Media and Visual Arts) Conference im Kulturforum der Staatlichen Museen Berlin, 2017 auf der Berliner re:publica, der größten Konferenz der digitalen Gesellschaft in Europa (https://re-publica.com/de/session/sendprotest-participatory-art-project-app-database) und 2018 im Rahmen der Transmediale Berlin.

Wichtig ist uns vor allem, dass die App „SendProtest“ vollkommen werbefrei und nicht kommerziell ist. Wir sammeln keine Daten und die App...

• dient dazu, einen wirksamen Beitrag für eine offene, solidarische, gerechte und umweltfreundliche Gesellschaft zu leisten.
• ermöglicht engagierten Menschen weltweit, sich gegen Rassismus, Sexismus, Rechtspopulismus, Antisemitismus oder soziale Ungerechtigkeit einzusetzen.
• fordert dazu auf, hinzuschauen statt wegzusehen.
• ermöglicht es den Usern im Gegensatz zu anderen profitorientierten sozialen Netzwerken und Datenkraken wie z.B. Facebook, Twitter oder Instagram, Fotos oder Videos realer Situationen, die Empörung hervorrufen, unmittelbar aufzunehmen und im Archiv zu dokumentieren.
• ermöglicht es den Usern, ihre Bilder kurz zu kommentieren und wahlweise namentlich zu kennzeichnen oder anonym zu senden.
• schließt „Fake News“ oder visuelle Manipulationen aus.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Ziel ist, die App „SendProtest“ für alle nutzbar zu machen. Hierzu muss sie für weitere Betriebssysteme programmiert werden. Nur so können wir potenziell alle Smartphonenutzer/innen weltweit erreichen. Im nächsten Schritt soll die App also für das Betriebssystem iOS programmiert werden. Außerdem wollen wir kleinere Fehlerbehebungen der Android Version vornehmen.

Unser transnationales Online-Archiv mit der stetig anwachsenden Bilderdatenbank (Fotos und Videos) stellt einen bisher einzigartigen Speicher für kritisches Denken dar. Hierin finden sich Beispiele für:

• Natur- und Umweltverschmutzung,
• Verletzung der Menschenwürde,
• urbane oder architektonische Desaster,
• Dokumentation kollektiver öffentlicher Demonstrationen
oder Protestaktionen,
• Einschränkung der Freiheit z. B. durch Kontrolle und
Überwachung
• Formen von Sexismus, Rassismus oder anderweitiger
Diskriminierung
• sowie individuelle Statements von Einzelpersonen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit der bereits programmierten Android-Version der App und der Internetseite mit dem Bildarchiv sind wir schon weit gekommen.

Die Reaktionen haben uns bestärkt und gezeigt, dass viele unser Projekt unterstützenswert finden. Denn App und Datenbank schaffen einen gesellschaftlichen Mehrwert, weil sie

• die Nutzer/Menschen zu Partizipation/Teilhabe auffordern,
• Transparenz fördern,
• einen (Bild-) Speicher für kritisches Denken kreieren, der als offenes Archiv der Allgemeinheit zur Verfügung steht,
• die Menschen für gesellschaftliche Probleme/Missstände vor allem in Bezug auf Demokratie und Gemeinwohl sensibilisieren,
• die Community dazu auffordert, hinzuschauen statt wegzusehen,
• durch die Verbindung von Kreativität und Engagement modernste (Kommunikations-) Technik sinnvoll zu nutzen weiß.

Viele würden gerne bei unserem Projekt mitmachen, benutzen aber kein Android-Smartphone. Also möchten wir die App so schnell wie möglich auch für das zweite große Betriebssystem iOS programmieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Der Löwenanteil aus der Kampagne (85%) fließt in die Programmierungskosten, denn mit dem Geld wird die App „SendProtest“ für das Betriebssystem iOS für alle iPhones entwickelt, um die Anzahl der Nutzer/innen weltweit auszubauen.
Außerdem können wir kleinere Fehler (Bugs) der bereits programmierten Android-Version der App beheben. Wenn noch Geld übrig sein sollte, können wir die Online-Datenbank (Archiv) mit neuen Funktionen ausstatten, um die Recherchemöglichkeiten zu erweitern. Wir haben hierzu schon viele gute Ideen entwickelt.
15% der Summe benötigen wir für alle anfallenden Gebühren sowie Herstellung und Zustellung der Dankeschöns.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein kleines und sehr engagiertes Team aus Berlin und haben schon viel Zeit und Herzblut in das Projekt gesteckt.

Costantino Ciervo ist Video- und Medienkünstler. Er wurde 1961 in Neapel geboren und lebt seit 1984 in Berlin, vor dem Mauerfall in X-Berg, jetzt in einem Wohnatelier in P-Berg. Sein Themenspektrum umfasst Umwälzungen im Bereich wissenschaftlicher und technologischer Forschung und Entwicklung, besonders der Informatik und Kommunikationstechnologie. Außerdem interessieren ihn ethische Fragen im Hinblick auf menschliche Beziehungen. Durch den Gebrauch verschiedener Medien wie Installation, Videoskulptur, Performance aber auch Fotografie, Zeichnungen und Collagen untersucht er komplexe Mechanismen von Gesellschaft und Kultur in der kapitalistischen Welt (siehe www.ciervo.org).
Das Projekt „SendProtest“ soll sich unabhängig von seiner künstlerischen Autorenschaft als „Instrument für mehr Demokratie“ etablieren.

Manuela Lintl, Kunstwissenschaftlerin und Autorin, hat nach dem Studium zunächst in Verlagen und im Kunsthandel gearbeitet. Sie schreibt Kunstkritiken in Zeitungen, Fachmagazinen und seit einigen Jahren auch auf ihrem Blog www.manuelalintl.wordpress.com. Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Berliner Grundschülern im Thälmannpark an einer Schülerzeitung. Seit 2008 arbeitet sie projektbezogen mit ihrem Partner Costantino Ciervo zusammen. „SendProtest“ ist ihr neuestes gemeinsames und erstes partizipatorisches (Kunst-) Projekt.

Die Informatiker Erik Zocher und Florian Hardow haben gemeinsam, noch in der Zielgeraden ihres Studiums, die erste Version der Android-App entwickelt. Erik Zocher hat zudem die Internetdatenbank und Internetseite www.sendprotest.com programmiert und aufgebaut. Als fachkundige Berater bei der Umsetzung der Idee im ersten Schritt haben darüber hinaus die Informatiker Prof. Klaus Rebensburg und Dr. Sebastian Fudickar mitgewirkt.

Impressum
Studio Costantino Ciervo
Costantino Ciervo
Dunckerstr. 74
10437 Berlin Deutschland

Finanzamt Berlin Prenzlauer Berg
Steuernummer: 31/252/61467

Kooperationen

'Il Quarto Stato' (Der vierte Stand), Gemälde von Giuseppe Pellizza da Volpedo (um 1901), 293 cm × 545 cm, Standort: Museo del Novecento, Mailand

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