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Projekte / Bildung
Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Chemikalien: Unsere Klamotten werden unter katastrophalen Bedingungen geschnitten, genäht und gefärbt – von Menschen, die die Folgen davon ertragen müssen. Doch hier kannst du sie solidarisch unterstützen: Mach mit bei unserer Crowdfunding-Aktion und supporte so ArbeiterInnen in der Textil- und Schuhproduktion! Mit der richtigen Message auf deinem fair und ökologisch hergestellten T-Shirt und deinem finanziellen Beitrag für indische SchuharbeiterInnen.
6.543 €
7.500 € Fundingziel
131
Unterstützer*innen
44Tage
Gefördert von Crowdfunding Berlin
21.08.19, 10:40 Anne Neumann
Unsere "Verändere-mit-guten-Botschaften-die-Welt"-Shirts nähen die KollegInnen von Humana Nova in Kroatien. Die Produktion organisieren Doreen und Anton von dna merch aus Berlin. Im ersten Teil unseres Interviews erzählen euch die beiden, was dna merch mit Musik und alternativer Wirtschaft zu tun hat und wie Bekleidungsproduktion politisch sein kann. Hallo ihr beiden, ihr seid zusammen dna merch. Was bedeutet dna mrch und seit wann gibt es euch? Offiziell haben wir dna merch im Oktober 2015 gegründet, einen Monat vor unserer ersten Kampagne hier auf startnext. Die Idee war und ist, Bands, Organisationen und Einzelpersonen T-Shirts anzubieten, die zu ihren Werten und Überzeugungen passen. Deshalb auch merch - bei Konzerten gibt es ja oft T-Shirts mit den Logos der Bands und so an den sogenannten Merch-Ständen, wo auch CDs und Poster etc. verkauft werden. Bei der Gründung war unsere Idee aber bereits gut zwei Jahre alt. Ihr kommt also gar nicht aus der Modebranche. Wie habt ihr es dann geschafft, dna merch aufzubauen? Die größte Herausforderung war im Rückblick der Aufbau unserer eigenen Produktionskette. Als kleines Unternehmen in der Gründungsphase Partnerorganisationen zu finden, die deinen Ansprüchen genügen und die ihrerseits willens sind, Zeit in etwas zu investieren von dem sie nicht wissen, was am Ende tatsächlich bei raus kommt, passiert nicht von heute auf morgen. Überwunden haben wir diese Hürde mit einer Menge Geduld, viel Recherche und auch glücklichen Zufällen. Und wie seid ihr auf die Idee mit den "wert"vollen Shirts gekommen? Da kamen verschiedene Dinge zusammen. Antons Forschungsprojekte und Studienaufenthalte zu Arbeitsstandards und grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, hatten letztendlich immer wieder mit der Frage zu tun, wer was unter welchen Bedingungen produziert. Als Musikfan und Schlagzeuger besucht Anton regelmäßig Konzerte und als er begann, sich für die genaue Herkunft der dort verkauften T-Shirts zu interessieren, stellte er fest, dass dazu in der Regel keine näheren Informationen aufzutreiben waren. Und das selbst dann nicht, wenn es sich um Teile handelte, die als fair und ökologisch beworben wurden. Im gemeinsamen Gespräch - wir sind lange Jahre befreundet und kennen uns bereits aus der Schulzeit – haben wir uns dann gedacht, das muss doch auch anders gehen! Was ist eure Hauptmotivation, an dna merch dran zu bleiben? Was treibt euch an? Wir kommen nicht aus der Mode und unsere T-Shirts sind für uns quasi nur ein Mittel um politisch und unternehmerisch Stellung zu beziehen. Antreiben tun uns dabei wahrscheinlich vor allem zwei Sachen: Zum Einen der Wunsch nach möglichst selbstbestimmter Arbeit. Und zum Anderen geht es uns darum, über die Zusammenarbeit mit den genossenschaftlich organisierten Näherinnen von Humana Nova sowie unserem Worker Empowerment Project * auf alternative Formen des Wirtschaftens und konkrete internationale Solidarität aufmerksam zu machen. Was heißt da "alternative Wirtschaft" genau? Wie wollt ihr politisch wirksam sein? Wir freuen uns, wenn Fragen in den Köpfen der Leute entstehen und den Anstoß geben, selbst aktiv zu werden. Wie demokratisch ist eine Gesellschaft eigentlich, wenn die Menschen keinen Einfluss auf Entscheidungen des Unternehmens haben, für das sie Tag ein Tag aus früh aufstehen und ihre Lebenszeit zur Verfügung stellen? Wie fair, wie gerecht ist eine Welt, wo einige wenige, die eh schon viel zu viel haben, die Profite oben abschöpfen und unten nichts ankommt außer mehr Leistungsdruck oder Charity-Almosen? Übrigens: Unsere T-Shirts eignen sich explizit nicht zur Gewissensberuhigung. Das Märchen vom 100 Prozent fairen T-Shirt erzählen zwar viele andere, es ist aber derzeit leider nicht mehr als ein Märchen. Wer unsere Shirts trägt, bezieht jedoch klar Stellung für mehr Demokratie in der Wirtschaft! Gute Arbeits- und Lebensbedingungen fallen nicht vom Himmel sondern müssen im gegenwärtigen Wirtschaftssystem kontinuierlich erkämpft bzw. verteidigt werden. Das ist gerade auch hierzulande leider etwas in Vergessenheit geraten. Und wo soll es hingehen? Was ist eure Vision für dna merch? dna merch ist für uns beide ein zeitintensives Herzensprojekt, das wir Schritt für Schritt weiterentwickeln. Da wir davon aber (noch) nicht leben können, geht das mal mehr und mal weniger schnell. Unsere Vision ist eine digitale T-Shirtplattform, die sich im gemeinschaftlichen Besitz der Produzent*innen, Betreiber*innen, Anbieter*innen und Konsument*innen befindet. Das wäre dann die erste sogenannte platform coop bzw. Plattformgenossenschaft in der Bekleidungsindustrie. Wir sehen uns als Teil einer internationalen Bewegung, die genug hat vom Plattformkapitalismus und profitmaximierenden Monopolen wie Airbnb, Uber oder facebook und die stattdessen auf kooperativere und dezentralere Ansätze setzt. Nahziele sind die Überarbeitung unserer Webseite und die Ankurbelung des Vertriebs, damit wir neben den anlassbezogenen Kampagnen ein gewisses Maß an Grundrauschen rein bekommen, das uns dann den nächsten Schritt, z.B. die Gründung einer Genossenschaft , ermöglicht. Weiterlesen.... Interview mit Doreen und Anton auf tbd Video schauen Im ersten Crowdfunding-Video von dna merch berichten Doreen und Anton ebenfalls von der Gründungsidee. *) dna merch hat zusammen mit dem globalen Basis-Beschäftigten-Netzwerk ExChains das ‘Worker Empowerment Project‘ ins Leben gerufen. Von jedem verkauften Shirt fließt ein Prozent des Nettopreises in den Auf- und Ausbau unabhängiger und starker Gewerkschaften in Südasiens Bekleidungsindustrie. Mehr Infos dazu unter http://dnamerch.de/angebot/gute-arbeitsbedingungen
14.08.19, 09:39 Helen Gimber
“Wer glaubt, dass Modekonzerne freiwillig faire Arbeitsbedingungen schaffen, glaubt auch, dass Löwen Vegetarierer werden können.” Diesen großartigen Spruch hat sich Sivila ausgedacht - und ihr da draußen fandet ihn gut. Jetzt gibt es ihn schwarz auf weiß(em T-Shirt) ! Wir stellen euch die Menschen und die Geschichten, die hinter den #Shirts4Change-Designs stecken, vor. Mit Caro und ihrem Design “Mit Köpfchen” haben wir angefangen, diese Woche sind Silvia und ihr Veggie-Löwe dran: Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Ich habe mich schon immer für Politik interessiert und dadurch auch für den fairen Handel. Ich achte auf das FairTrade Siegel, auch wenn ich nicht in allem konsequent ethisch korrekt konsumiere, da dies mir nicht möglich ist und manchmal auch die Bequemlichkeit siegt… Bei irgendeiner Demo oder Veranstaltung habe ich mich auf den Verteiler von INKOTA setzen lassen und bin dann auch irgendwann bei einem Treffen aufgetaucht. Mir ist es wichtig, lieber wenig zu tun, als gar nichts. Wie war der Designprozess? Ich habe mich einfach mit einem leeren Blatt Papier und einem Kugelschreiber in die Ecke gesetzt und habe in einem stillen Brainstorming einfach alles aufgeschrieben, was mir an Sprüchen in den Sinn gekommen ist. Anschließend habe ich meine besten Ideen numeriert und andere befragt. Manches kam besser an, als anderes. Der Spruch mit dem Löwen kam irgendwie am besten an. Ich finde, der passt nicht nur zur Modeindustrie, sondern allgemein. Die Politik darf nicht alles dem freien Markt überlassen, sondern muss diesen mit Gesetzen regulieren, damit menschenwürdiges gesundes Leben auch für die Schwächeren in einer Gesellschaft möglich ist und nicht nur für Angehörige der Mittelschicht, die in der Lage sind, zum Beispiel Biolebensmittel zu kaufen und Nachhilfestunden für ihre Kinder zu bezahlen. Leider scheinen manche Minister und Ministerinnen tatsächlich an vegetarische Löwen zu glauben. Was heißt Aktivismus für dich? Aktivismus bedeutet für mich, aus der überwältigenden Auswahl an guten Initiativen, eine Wahl zu treffen, wo ich mich einbringen kann, ohne mich zu übernehmen, und dies dann auch kontinuierlich zu tun. Was begeistert dich an der Stadt, in der du lebst? Ich bin seit 6 Jahren Wahlberlinerin und ich liebe die unglaubliche Vielfalt der Stadt. Du kannst Entspannung im Grünen finden, Dich von Kunst inspirieren lassen, zahlreiche Denkmäler besuchen, viele Bibliotheken aufsuchen und viele unterschiedliche Menschen treffen und überall mit Rad und S-Bahn hinfahren. Es ist immer etwas los und es gibt viele Gelegenheiten andere engagierte Menschen zu treffen und mit ihnen etwas zu bewegen oder sich einfach nur auszutauschen, was sehr bereichernd ist. Als gläubige Katholikin gehöre ich zwar einer kleinen Minderheit an, werde aber auch toleriert. Was möchtest du noch im Leben ausprobieren? Ich will irgendwann irgendwo auf einer Demo eine Rede schreiben und dann auch halten. Das merke ich mir für die nächste Demo! Danke fürs Gespräch! Holt euch jetzt den Veggie-Löwen !
07.08.19, 09:49 Anne Neumann
Ein Teil des Geldes aus unserer Kampagne (wow, schon fast 6.000€) fließt direkt in die Unterstützung indischer Leder- und SchuharbeiterInnen. Per Videobotschaft stellt euch Pradeepan Ravi die Organisation Cividep India und ihre Arbeit im Ledersektor vor. In Trainings lernen die ArbeiterInnen die Arbeitsgesetze und weitere Rechtsansprüche kennen und ihnen wird die große Bedeutung von gemeinschaftlicher Organisation vermittelt. Hallo, ich bin Pradeepan Ravi. Ich arbeite für Cividep India. Die Organisation Cividep hat ihren Sitz in Bangalore. Wir arbeiten zu ArbeiterInnenrechten und Unternehmensverantwortung in mehreren indischen Bundesstaaten. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf Sektoren wie Bekleidung, Leder, Elektronik und Plantagen. Wir arbeiten in diesen Sektoren seit dem Jahr 2000 mit dem Ziel ArbeiterInnen die Fähigkeiten zu vermitteln, sich zu organisieren und selbst zu repräsentieren. Cividep ist auch Teil verschiedener internationaler Kampagnen und Netzwerke, die Druck auf internationale Markenkonzerne ausüben, damit sie Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen. Im Bekleidungs- und Ledersektor sind niedrige Löhne ein sehr großes Problem. Den ArbeiterInnen werden Löhne deutlich unter dem Existenzlohn gezahlt. Sie kämpfen häufig darum, überhaupt über die Runden zu kommen. Arbeitsschutz ist ein ebenfalls ein Hauptproblemfeld in der Lederindustrie. Die ArbeiterInnen sind wegen der schlechten Arbeitsbedingungen starken Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Das sind die Punkte, die die Markenunternehmen und die Zulieferer dringend angehen sollten. Cividep organisiert Trainings für Leder- und BekleidungsarbeiterInnen. In diesen Trainings lernen die ArbeiterInnen die Arbeitsgesetze und weitere Rechtsansprüche kennen. Wir vermitteln Ihnen auch die Bedeutung eines Gemeinschaftsbewusstseins und von Leitungsstrukturen. Unterstützt Cividep und verbreitet die Shirts for Change Kampagne, damit wir unser Fundingziel von mindestens 10.000 € erreichen!
31.07.19, 10:01 Helen Gimber
Auf dem INKOTA-Aktionsworkshop wurden AktivistInnen zu DesignerInnen: Sie haben markante Motive für unsere Crowdfunding-Aktion entworfen. Mehr als 600 INKOTA-Aktive haben dann über die Motive abgestimmt und die beliebtesten sind jetzt zu den Shirts for Change geworden! Jetzt wollen wir euch die DesignerInnen vorstellen, zuerst treffen wir Caro aus Berlin. Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Ich hatte überlegt, Modedesign zu studieren und habe deshalb ein Praktikum in einem Stoffladen mit Atelier absolviert. Dort lernte ich, wie es ist, den ganzen Tag an der Nähmaschine zu sitzen und wie lange man braucht, um ein T-Shirt zu nähen. Eine Arbeitskollegin machte mich auf den Verkauf von fairer Mode aufmerksam - und so fing es an. Wie war der Designprozess? Erst hatte ich eine andere Idee, da ich aber fast immer Frauenköpfe und -körper zeichne, dachte ich mir, dass ich es mir gar nicht so schwer machen muss, sondern einfach bei dem bleiben kann, was ich immer mache. Ich finde die Idee schön, dass man die “guten Gedanken” im Kopf/ in den Haaren hat, es aber nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Was heißt Aktivismus für dich? Ich will aus meiner Ohnmacht als Konsumentin heraus und dass die Firmen, die für Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung verantwortlich sind, in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen - bzw. sich verantworten müssen. Bisher habe ich nicht so viele Erfahrungen mit politischen Aktionen, aber: Mit der Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung von INKOTA standen wir zum 50. Geburtstag von Primark vor der Filiale am Alexanderplatz. Das war spannend, vor allem weil viele Leute erst gar nicht verstanden haben, was wir machen. Eine der besten Fragen war: “Verdient ihr bei Primark so schlecht?” Was hast du am Wochenende gemacht? Ich war auf dem CSD [Christopher Street Day]. Ich wollte ein Zeichen dafür setzen, dass ich in einer offenen Gesellschaft leben will. Hast du ein Lieblingslied? Momentan habe ich gar kein Lieblingslied, aber “ Schön Genug ” von Lina Maly mag ich sehr gern, zur Zeit höre ich auch viel Alin Coen. Danke für das Gespräch! "Mit Köpfchen" sieht nicht nur wunderschön aus, da steckt auch viel drin: Menschenrecht, Arbeitssicherheit, Fairness, Solidarität, Gerechtigkeit, Versammlungsfreiheit & Existenzlohn - Holt euch jetzt ein Shirt "Mit Köpfchen" !
24.07.19, 14:14 INKOTA-netzwerk e.V.
Liebe Un­ter­stüt­ze­rInnen der ersten Woche, ihr seid großartig! Dank euch haben wir innerhalb einer Woche 60% unseres ersten Fundingziels erreicht. Das nennen wir einen gelungenen Start! Nur mit euer Hilfe kann es auch so weiter gehen: Teilt die Aktion mit euren FreundInnen und ArbeitskollegInnen - damit von Flensburg bis Garmisch-Patenkirchen, auf jedem Festival und in jeder Einkaufsstraße, von Oma Inge bis Hipster Jasper alle ihr „ Shirt4Change “ bekommen. Denn die T-Shirts gibt es nur exklusiv und so lange die Crowdfundig-Aktion läuft. Jetzt auf Facebook und/oder Twitter teilen! Sorgt mit uns dafür, dass so viele Menschen wie möglich eine faire Message in die Welt tragen! Aktivistische Grüße, Anne & Helen, INKOTA-netzwerk