<% user.display_name %>
Projekte / Bildung
Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Chemikalien: Unsere Klamotten werden unter katastrophalen Bedingungen geschnitten, genäht und gefärbt – von Menschen, die die Folgen davon ertragen müssen. Doch hier kannst du sie solidarisch unterstützen: Mach mit bei unserer Crowdfunding-Aktion und supporte so ArbeiterInnen in der Textil- und Schuhproduktion! Mit der richtigen Message auf deinem fair und ökologisch hergestellten T-Shirt und deinem finanziellen Beitrag für indische SchuharbeiterInnen.
10.461 €
10.000 € 2. Fundingziel
212
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
Gefördert von Crowdfunding Berlin
11.12.19, 15:09 Anne Neumann
Viele fleißige Hände haben an euren Dankeschöns gearbeitet - jetzt sind sie auf dem Weg zu euch. Schon vor langer Zeit haben die Mitarbeiter*innen von Fair & Organic die Stoffe für eure Shirts hergestellt. In den letzten Wochen haben Doreen und Anton von dna merch organisiert, dass daraus eure Shirts und Beutel produziert werden. Die Kolleg*innen von Printex und Humana Nova in Kroatien haben im November gedruckt, zugeschnitten, genäht, verarbeitet. Letzte Woche haben wir im INKOTA-Büro alles für euch eingepackt und in die Post gegeben. Ab jetzt gilt für euch: Vorfreude, schönste Freude! Die Crowdfunding-Kampagne und die Shirt-Motive haben Aktivist*innen auf unserem Aktionsworkshop 2019 gestaltet. Wenn ihr auch Lust habt, euch im Detail mit den Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Lederindustrie zu beschäftigen und mit neuen Ideen für Veränderungen einzutreten, macht euch schonmal ein dickes Kreuz in den Kalender: Vom 15. bis zum 17. Mai findet in Potsdam unser Aktionsworkshop 2020 statt. Informationen zum Workshop bekommt ihr bei Anne unter [email protected] . An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank dafür, dass ihr uns mit Shirts for Change unterstützt!
09.10.19, 17:19 Anne Neumann
Liebe Shirts4Change-Freund*innen, wow, ihr habt all unsere Erwartungen übertroffen. Mehr als 10.000 Euro konnten wir Dank eurer großartigen Unterstützung für die Shirts4Change und damit für - Arbeiter*innen in der indischen Schuhproduktion, - Baumwoll- und Stoff-Produzent*innen in Indien - und Näher*innen in Kroatien sammeln. Das ist großartig! Genau so toll ist, dass ihr mit eurem Shirt oder Beutel auch Stellung bezieht und eine wichtige Message in die Öffentlichkeit tragt: Hungerlöhne, Überstunden, Umweltverschmutzung – damit muss Schluss sein in der globalen Textil- und Schuhproduktion! Doch wir alle wissen, dass es mehr als ein T-Shirt braucht, um das zu ändern. Deshalb endet unser Engagement auch nicht bei den Shirts4Change – und wir laden euch dazu ein mitzumachen. Wie es weitergehen kann: 1. Informiert euch INKOTA ist Teil der Kampagne für Saubere Kleidung und engagiert sich auf vielfältige Weise für faire Arbeitsbedingungen in der Textil- und Schuhproduktion. Ob Kampagnen-Aktion, Infobroschüre oder Podiumsdiskussion: Am besten informiert über aktuelle Entwicklungen zum Thema seid ihr, wenn ihr unseren Newsletter abonniert. Oder folgt uns bei Facebook und Twitter . 2. Unterzeichnet die Petition Für Fashion ohne Victims: Dafür brauchen wir endlich - ganz im Sinne unseres Shirts "Veggie-Löwe" - einen gesetzlichen Rahmen. Deshalb streiten wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen für ein Lieferkettengesetz. Denn wir finden, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden müssen, Menschenrechte und Umweltstandards zu achten – egal wo sie produzieren lassen. Macht mit, stoppt Gewinne ohne Gewissen und unterzeichnet jetzt die Petition . Und wir kümmern uns mit unseren Partner*innen dna merch, Humana Nova und Fair & Organic in der Zwischenzeit darum, eure Dankeschöns zu produzieren, damit ihr sie spätestens zu Weihnachten in den Händen haltet. Danke nochmal an euch alle! Liebe Grüße, euer Shirts4Change-Team
02.10.19, 10:52 Anne Neumann
Wir haben bisher wahnsinnig viel Unterstützung und Solidarität von sehr vielen Menschen für Shirts for Change bekommen. Ein großes Dankeschön an euch alle da draußen! Jetzt geht’s in den Endspurt – die 10.000€ schaffen wir noch! Wisst ihr noch… als wir im Mai am See zusammen saßen und überlegt haben, wie wir Solidarität mit den Arbeiter*innen zeigen können, die in Indien und anderswo unsere Kleidung herstellen? Da waren wir noch ziemlich unsicher, ob diese Idee mit den Shirts for Change überhaupt fuktionieren kann. Dann haben wir per E-Mail, Facebook und Twitter einen Aufruf in die Welt geschickt: Bitte unterstützt unser Crowdfunding. Menschen aus ganz Deutschland haben geantwortet und uns unter die Arme gegriffen. Was für eine großartige Erfahrung. Hier wollen wir einmal von Herzen danke sagen! Die Weltläden Iller-Lech aus Bayern haben Shirts for Change bei den Allgäuer Festwochen vorgestellt und auch ihren eigenen Fair Fashion Guide präsentiert. Danke! In der Evangelischen Kirchengemeinde Finow in Eberswalde durften wir im Gottesdienst von den Arbeits- und Lebensbedingungen der indischen Arbeiter*innen in der Schuh- und Lederindustrie berichten – die Kollekte wurde für Shirts for Change eingesetzt. Danke! Die puk a malta gGmbH in Berlin hat eine große Veranstaltung, in der wir den Film „Der Preis der Turnschuhe“ zeigen und von Shirts for Change berichten konnten, mit allen Mitarbeiter*innen und Weiterbildungsteilnehmer*innen organisiert. Danke! Die Initiative Soldiner Kiez-Tausch hat unsere Shirts for Change bei einer Tauschparty auf dem PankeParcours in Berlin vorgestellt. Danke! Beim Mitwelt-Festival des FEZ in der Wuhlheide Berlin durften wir bei herrlichstem Sommerwetter von Shirts for Change berichten und die Ergebnisse der Studien von Change Your Shoes vorstellen. Danke! Beim openTransfer Green Camp in Berlin haben wir mit dem Aktionsspiel „Schuhe wachsen nicht auf Bäumen“ mit Menschen über die Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Lederindustrie diskutiert und von Shirts for Change berichtet. Danke! Auch bei der Evangelischen Christusgemeinde in Neuss in Nordrhein-Westfalen durften wir auf dem Gemeindefest im Rahmen einer Präsentation der Ausstellung Change Your Shoes das Shirts for Change Crowdfunding vorstellen. Danke! Der Verein Frauenkultur Leipzig in Sachsen hat uns eingeladen, auf einer Klamotten-Tausch-Party von unserer Arbeit zu berichten. Danke! Im Rahmen der Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenkreis Barnim in Brandenburg duften wir einen Workshop zu Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Lederindustrie gestalten und Shirts for Change vorstellen. Danke! Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt hat uns eingeladen, bei einer Filmvorführung von Machines im Rahmen der Fairen Woche darüber zu sprechen, wie wir Arbeiter*innen in der Bekleidungsindustrie solidarisch unterstützen können. Danke! Zahlreiche weitere Initiativen haben online und offline von Shirts for Change erzählt – zum Beispiel das Café kaputt in Leipzig , der Weltladen Locodemu in Sömmerda in Thüringen und der Blog Fairer Handel Aktuell aus Hessen. Danke! Natürlich haben die Kampagne für Saubere Kleidung mit ihren Regionalgruppen , besonders die Mitglieder der Berliner Aktionsgruppe und die Mitglieder und Mitarbeiter*innen des INKOTA-netzwerks wahnsinnig viel Unterstützung mobilisiert. Doppelt Danke! Eure Shirts-for-Changeler*innen (die Aktivist*innen aus dem Aktionsworkshop vom INKOTA-netzwerk und der Kampagne für Saubere Kleidung mit dna-merch, fair&organic und tellavision)
25.09.19, 15:14 Helen Gimber
Nur noch 12 Tage läuft unsere Crowdfunding-Kampagne. Nur noch 12 Tage könnt ihr euch euer neues Lieblingsshirt sichern. Heute stellen wir Cécile vor, die das wunderbare und sehr beliebte T-Shirt-Design „solidarity” entworfen hat. Die T-Shirt-Designer*innen-Vorstellungsrunde geht damit zu Ende. Falls ihr die anderen Posts noch nicht gesehen habt, hier, nochmal der Hinweis: Caro , Silvia & Dennis . Aber jetzt ist Cécile dran.. Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Seit meinem Studium beschäftige ich mich aktiv mit Mode und Trends. Nach einigen Jahren Erfahrung in der Modebranche habe ich erkannt, welche Schattenseite diese birgt und habe mich dazu entschieden, einen Master in Sustainability in Fashion and Creative Industries zu machen. Ich engagiere mich ehrenamtlich für Menschenrechte und bin aktiv im Kampf gegen moderne Sklaverei. Wie war der Designprozess? Ich bin ein Fan von Linienkunst und habe verschiedene Designs einfach einmal ausprobiert. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass meine Zeichnung in die engere Auswahl kam. :) Was heißt Aktivismus für dich? Aktivismus heißt für mich laut zu sein, wenn andere schweigen und den Mut zu haben etwas zu unternehmen, auch wenn es hoffnungslos erscheint. Was kannst du gut kochen? Vegane Bolognese :) Hast du in letzter Zeit ein interessantes Buch gelesen? Ein Buch vom Zukunftsforscher Matthias Horx kann ich sehr empfehlen: 15½ Regeln für die Zukunft: Anleitung zum visionären Leben. Céciles Design wurde schon über 50 Mal bestellt! Vielleicht schaffen wir 100 bis zum Kampagnenschluss am 7. Oktober! Bitte helft mit, dass wir die 10.000€ als Zeichen für „Gute Arbeit weltweit“ bis zum 7. Oktober erreichen. Bitte macht nochmal ordentlich Werbung für die Shirts for Change-Kampagne !
18.09.19, 16:27 Anne Neumann
Juhuuu, wir haben die Fundingschwelle geknackt! Yeah! Und noch mehr Jippie und herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen! Jetzt haben wir noch bis zum 7. Oktober Zeit, so viele Shirts for Change und damit so viele wichtige Botschaften wie möglich in die Welt zu schicken – lasst uns zusammen die 10.000€-Marke erreichen! Auf unserem Blog stellen wir euch all die wichtigen und richtigen Gründe dafür vor. Unsere „Shirts for Change“-Motive haben keine Profi-Designer*innen entwickelt, sondern Menschen wie du und ich, die sich für menschenwürdige Zustände in der globalen Modeindustrie engagieren. Dabei hatten wir Unterstützung von Sascha Ivan, der immer wieder Shirts zum Beispiel auch mit Kindern aus Indien zu Botschaftsflächen macht. Im Interview erklärt euch Sascha, wie politische Botschaften zu guten Designs werden. Wie arbeitest du mit Menschen, damit sie auch als Ungeübte zu Designer*nnen werden? Mit Wertschätzung auch für kleine Ideen und Erfolge und vor allem, Freude. Wichtig war, dass die neuen Designer für die Kampagne die genaue Hintergrundgeschichte kennen. Sie brauchten Fakten, Bilder und Videos um sich in die Situation hineinzuversetzen und somit Empathie erzeugen zu können. Das ist der Kernimpuls den ich gesetzt habe. Ein bis zwei Design-Grundregeln habe ich natürlich noch mit auf den Weg gegeben. Der Rest passiert dann in den Menschen. Da kann und will ich nichts mehr kontrollieren. Es ist eben die Unvorhersehbarkeit, die diese Designprozesse so spannend und überraschend machen. Ob Symbol, Comicstil, Statement oder Typografie, die Möglichkeiten sind riesig. Was macht ein gutes Design aus? Was denkst du, warum gerade die Designs, die jetzt in der Kampagne sind, im Voting gut abgeschnitten haben? Die Leute wissen es ja nicht (bzw jetzt schon), aber es waren ja noch einige andere sehr sehr coole Designs dabei. Das ganze Setting was Inkota mit seinem Team da geschaffen hat, war großartig. Die Atmosphäre war sehr inspirierend und konstruktiv. Die jetzigen Designs haben es in die Kampagne geschafft, weil sie eine klare und einfache Botschaft transportieren. Die Leute können und wollen sich damit identifizieren. Sogar mehr, die Botschaft in die Welt tragen und Menschen anregen und aufklären. Außerdem sehen die Designs nicht aus wie 0815-Photoshop-Produktionen. Man sieht ihnen den handwerklichen Charakter an. Sie sind außergewöhnlich. Unsere Zielgruppe hat für derartige Produkte eine hohe Wertschätzung. Warum sollte man die Kampagne unterstützen? Weil sie ein wichtiger Impulsgeber und Aufklärer ist. Außerdem ist das Projekt sehr verständlich und transparent. Die Situation der Menschen in den Produktionsländern ist teilweise extrem prekär. Wir haben den Luxus, diese Sorgen und Umstände einfach wegschalten oder -scrollen zu können. Diese Menschen leben dieses Leben jede Minute, jeden Tag. Die Unterstützung derartiger Projekte ist meiner Meinung nach das mindeste was man in unserer Wohlstandsgesellschaft leisten kann. Niemand kann und muss alles leisten. Wenn aber eine solch aufwendige Kampagne mit einem so klaren Projekt auf die Beine gestellt wird, ist eine Unterstützung doppelt gut. A, für die Menschen vor Ort und B, für die Menschen in Deutschland die das alles auf die Beine gestellt haben. Der Gesellschaft zu zeigen, dass solche Projekte erfolgreich laufen können, ist sehr wichtig. Sie sind ein Signal! Wenn du nicht gerade „Shirts for Change“ mit Aktivist*innen entwickelst, machst du bei Tellavision Clothing Kinder zum Beispiel aus Indien zu Designer*innen: Wie erarbeitet ihr da die Designs mit Kindern? Was sind Unterschiede zwischen den Designprozessen mit den Designer*innen bei Tellavision-Clothing und in unserer Kampagne? Die Unterschiede sind enorm. Es fängt ja schon damit an, dass ich auf Kids aus einer komplett anderen Kultur treffe. Hier gibt es, insbesondere bei Mädchen, einige sensible Punkte, die man in der Planung und im Umgang berücksichtigen muss. Die Basis für die Entstehung der Kollektionen aus dem Ausland ist, dass ich mit allen Akteuren vor Ort auf Augenhöhe und mit vollem Respekt zusammenarbeite. Da kann jeder kleine Fehler schon zu heftigen Missverständnissen und im schlimmsten Fall sogar zum Projektabbruch führen. Dazu kommt, dass eventuell sprachliche Barrieren da sind. Englisch ist mit den Kids kein Problem, aber in Indien und Bolivien habe ich schon Dolmetscher gebraucht. Das verändert fast alles. Denn eine sensible und dennoch konstruktive Kommunikation ist das A und O bei den Projekten. Ich kann mich bei all meinen Dolmetschern gar nicht genug bedanken. Sie sind das entscheidende Bindeglied. Ansonsten brauchen Kids natürlich noch einmal ein anderes Handling. Mehr Spielpausen, andere Beispiele und Erklärungen und viel Geduld. Was immer wieder faszinierend ist, mit welcher Überzeugung und Engagement die Kids die Motive malen wollen. Sie wollen eine Message in die Welt bringen und sind stolz auf ihre Designs für die „German Fair Fashion Brand“.
11.09.19, 12:46 Anne Neumann
Wenn eine Textil- oder Schuhfabrik abbrennt oder einstürzt, rücken immer wieder für kurze Zeit die miserablen Arbeitsbedingungen von Millionen Arbeiter*innen weltweit ins Licht der Öffentlichkeit. Sei es der Brand in der Triangle Shirtwaist Factory am 25. März 1911 in New York/USA oder der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes am 24. April 2013 in Sabhar/Bangladesch. Heute erinnern wir uns besonders an die mehr als 250 Menschen, die bei dem Brand der Textilfabrik Ali Enterprises am 11. September 2012. Auch in Indien gibt es immer wieder Feuer in Schuhfabriken. Doch diese gravierenden Vorfälle sind lediglich Ausdruck eines viel tiefer liegenden Problems. Nur wo Arbeiternehmer*innen sich nicht ausreichend gegen Missstände am Arbeitsplatz zur Wehr setzen dürfen, kann es überhaupt zu solchen Katastrophen kommen. Nur in einer Welt, in der die Interessen von Arbeitnehmer*innen nicht zählen, können Menschen gezwungen werden, ein Gebäude zu betreten, das bereits gefährliche Risse hat oder noch Ware aus einer bereits brennenden Fabrik zu retten. An dieses Problem erinnert uns der Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober. 2008 wurde er zum ersten mal vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) ins Leben gerufen. Der IGB-Rechtsindex 2019 zeigt das Problem in eindeutigen Zahlen: 85% der untersuchten Länder haben das Streikrecht verletzt, 80% der Länder verweigern einigen oder allen Beschäftigten Tarifverhandlungen. Die Zahl der Länder, in denen Beschäftigte verhaftet und inhaftiert wurden, hat sich von 59 im Jahr 2018 auf 64 im Jahr 2019 erhöht. In 10 Ländern wurden Gewerkschafter/innen ermordet : Bangladesch, Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Honduras, Italien, Pakistan, Philippinen, Türkei und Simbabwe. Deshalb lasst uns mit der Kampagne Shirts for Change ein deutliches Zeichen setzen. Wir engagieren uns für die Rechte der Arbeiter*innen in der Textil- und Schuhindustrie! Wir sind solidarisch mit allen, die zu Armutslöhnen arbeiten müssen, die unbezahlte und unangekündigte Überstunden machen müssen, die um ihre Sozialversicherung betrogen werden, deren Gesundheit gefährdet wird – und vor allem: die unterdrückt werden, wenn sie sich dagegen wehren. Dafür setzt ihr mit Shirts, Stoffbeuteln, Stickern und Postkarten Zeichen – und finanziert ganz konkret Trainings für Arbeiter*innen aus der indischen Schuhindustrie, die nicht nur ihre Rechte kennen lernen, sondern vor allem auch erfahren, wie sie diese durchsetzen können. Bitte helft mit, dass wir die 10.000€ bis als Zeichen für „Gute Arbeit weltweit“ bis zum 7. Oktober erreichen. Bitte macht nochmal ordentlich Werbung für die Shirts for Change-Kampagne!
04.09.19, 18:21 Anne Neumann
Vor zwei Wochen haben wir euch hier im Blog vorgestellt, wie Anton und Doreen mit dna merch alternative Wirtschaftswege gehen. Das Kernstück dabei ist die Nähereigenossenschaft Humana Nova in Kroatien. Hier werden auch die Shirts for Change genäht. Wie ist Humana Nova entstanden? Wer arbeitet dort? Was genau heißt genossenschaftliche Produktion? Humana Nova gibt es seit 2011. Aktuell arbeiten hier 29 Menschen, darunter circa die Hälfte als Näherinnen. Humana Nova gehören zur ACT Grupa, einem autonomen Community-Zentrum im Nordwesten Kroatiens, das sich der Förderung der sozial-ökologischen Transformation verschrieben hat. Statt um Konkurrenz und Profitmaximierung geht es bei Humana Nova um ein würdevolles Miteinander und die gleichberechtigte Einbeziehung aller, egal wie leistungsfähig sie sind. Es ist daher ein Ort, an dem die Grundprinzipien unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystems in Frage gestellt werden. Würdevoll und gleichberechtigt klingt gut - aber funktioniert das auch immer? Humana Nova und dna merch existieren ja nicht in einer Blase, sondern sind Teil des kapitalistisch geprägten Hier und Jetzt. Das spielt vor allem beim Thema Produktionsauslastung und Höhe der Löhne, die sich die Arbeiterinnen bei Humana Nova derzeit monatlich auszahlen können, eine Rolle. Über den Aufbau solidarischer Vertriebsstrukturen und eine kooperative Preisgestaltung wollen wir gemeinsam mit Humana Nova dafür sorgen, die Auftragslage langfristig zu erhöhen und planbarer zu machen und so eine positive Lohnentwicklung möglich zu machen. Wer mehr darüber erfahren will, was es den Näherinnen bedeutet bei Humana Nova zu arbeiten schaut am besten mal auf unserer Website vorbei. Wie kam eure Zusammenarbeit zustande? Der Kontakt zu Humana Nova kam über einen kroatischen Gewerkschafter zustande, mit dem wir vorher von einer Mitarbeiterin der Kampagne für Saubere Kleidung aus Dresden vernetzt worden sind. Nach einem Kennenlern-Skype und ein paar weiteren Emails besuchten wir Humana Nova im Dezember 2014 zum ersten Mal. Seither sind wir circa zweimal pro Jahr vor Ort und besuchen uns auch gegenseitig. Es verbindet uns mehr als nur eine reine Geschäftsbeziehung. Und auch wenn wir bisher nur einen relativ geringen Anteil am Gesamtumsatz von Humana Nova haben, so sehen sie einen strategischen Partner in uns, genau wie wir in ihnen. Vielen Dank euch für die guten Erklärungen! Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass wir die 10.000€-Marke knacken, damit die Kolleginnen bei Humana Nova loslegen können.
28.08.19, 17:23 Helen Gimber
“sewing the revolution” - wir “nähen” gemeinsam den Systemwandel für gute Arbeit. DAS Motto für alle ModeaktivstInnen schlechthin hat Dennis als T-Shirt-Design entwickelt. Es geht weiter mit der DesignerInnen-Vorstellungsrunde… Caro und Silvia waren schon dran, heute lernen wir Dennis kennen: Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Durch eine Freundin. Sie hat mich zu meinem ersten INKOTA-Aktionsworkshop mitgenommen. Draußen im Grünen haben coole und engagierte Menschen riesige Schuhe gebastelt, die, mit einem Augenzwinker, vor namenhaften Schuhläden zur Show gestellt worden sind. Du hast das Design “sewing the revolution” entwickelt. Wie war der Designprozess? Ich wollte etwas designen, was ich später gerne auch tragen möchte. Etwas verspieltes, buntes und vor allem mit dem Wissen, dass das Fair ist - angefangen von der Nähmaschine! Was heißt Aktivismus für dich? Aktivismus bedeutet für mich, mehr als sich nur zu beklagen und mit den Achseln zu zucken. Hast du einen Lieblingsfilm? Monty Python. Weil der gesellschaftskritische Humor von 1970 immer noch so aktuell ist. Wenn du drei Personen aus der Geschichte zum Essen einladen könntest, welche wären das? Die Rapper Notorious B.I.G. und Tupac. Damit sie ihren Streit klären können. Bob Marley kann da als Mediator unterstützen. Danke Dennis, da würde ich auch gern mit am Tisch sitzen! -- Holt euch jetzt Dennis’ Design und start sewing the revolution, stitch by stitch...
21.08.19, 10:40 Anne Neumann
Unsere "Verändere-mit-guten-Botschaften-die-Welt"-Shirts nähen die KollegInnen von Humana Nova in Kroatien. Die Produktion organisieren Doreen und Anton von dna merch aus Berlin. Im ersten Teil unseres Interviews erzählen euch die beiden, was dna merch mit Musik und alternativer Wirtschaft zu tun hat und wie Bekleidungsproduktion politisch sein kann. Hallo ihr beiden, ihr seid zusammen dna merch. Was bedeutet dna mrch und seit wann gibt es euch? Offiziell haben wir dna merch im Oktober 2015 gegründet, einen Monat vor unserer ersten Kampagne hier auf startnext. Die Idee war und ist, Bands, Organisationen und Einzelpersonen T-Shirts anzubieten, die zu ihren Werten und Überzeugungen passen. Deshalb auch merch - bei Konzerten gibt es ja oft T-Shirts mit den Logos der Bands und so an den sogenannten Merch-Ständen, wo auch CDs und Poster etc. verkauft werden. Bei der Gründung war unsere Idee aber bereits gut zwei Jahre alt. Ihr kommt also gar nicht aus der Modebranche. Wie habt ihr es dann geschafft, dna merch aufzubauen? Die größte Herausforderung war im Rückblick der Aufbau unserer eigenen Produktionskette. Als kleines Unternehmen in der Gründungsphase Partnerorganisationen zu finden, die deinen Ansprüchen genügen und die ihrerseits willens sind, Zeit in etwas zu investieren von dem sie nicht wissen, was am Ende tatsächlich bei raus kommt, passiert nicht von heute auf morgen. Überwunden haben wir diese Hürde mit einer Menge Geduld, viel Recherche und auch glücklichen Zufällen. Und wie seid ihr auf die Idee mit den "wert"vollen Shirts gekommen? Da kamen verschiedene Dinge zusammen. Antons Forschungsprojekte und Studienaufenthalte zu Arbeitsstandards und grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, hatten letztendlich immer wieder mit der Frage zu tun, wer was unter welchen Bedingungen produziert. Als Musikfan und Schlagzeuger besucht Anton regelmäßig Konzerte und als er begann, sich für die genaue Herkunft der dort verkauften T-Shirts zu interessieren, stellte er fest, dass dazu in der Regel keine näheren Informationen aufzutreiben waren. Und das selbst dann nicht, wenn es sich um Teile handelte, die als fair und ökologisch beworben wurden. Im gemeinsamen Gespräch - wir sind lange Jahre befreundet und kennen uns bereits aus der Schulzeit – haben wir uns dann gedacht, das muss doch auch anders gehen! Was ist eure Hauptmotivation, an dna merch dran zu bleiben? Was treibt euch an? Wir kommen nicht aus der Mode und unsere T-Shirts sind für uns quasi nur ein Mittel um politisch und unternehmerisch Stellung zu beziehen. Antreiben tun uns dabei wahrscheinlich vor allem zwei Sachen: Zum Einen der Wunsch nach möglichst selbstbestimmter Arbeit. Und zum Anderen geht es uns darum, über die Zusammenarbeit mit den genossenschaftlich organisierten Näherinnen von Humana Nova sowie unserem Worker Empowerment Project * auf alternative Formen des Wirtschaftens und konkrete internationale Solidarität aufmerksam zu machen. Was heißt da "alternative Wirtschaft" genau? Wie wollt ihr politisch wirksam sein? Wir freuen uns, wenn Fragen in den Köpfen der Leute entstehen und den Anstoß geben, selbst aktiv zu werden. Wie demokratisch ist eine Gesellschaft eigentlich, wenn die Menschen keinen Einfluss auf Entscheidungen des Unternehmens haben, für das sie Tag ein Tag aus früh aufstehen und ihre Lebenszeit zur Verfügung stellen? Wie fair, wie gerecht ist eine Welt, wo einige wenige, die eh schon viel zu viel haben, die Profite oben abschöpfen und unten nichts ankommt außer mehr Leistungsdruck oder Charity-Almosen? Übrigens: Unsere T-Shirts eignen sich explizit nicht zur Gewissensberuhigung. Das Märchen vom 100 Prozent fairen T-Shirt erzählen zwar viele andere, es ist aber derzeit leider nicht mehr als ein Märchen. Wer unsere Shirts trägt, bezieht jedoch klar Stellung für mehr Demokratie in der Wirtschaft! Gute Arbeits- und Lebensbedingungen fallen nicht vom Himmel sondern müssen im gegenwärtigen Wirtschaftssystem kontinuierlich erkämpft bzw. verteidigt werden. Das ist gerade auch hierzulande leider etwas in Vergessenheit geraten. Und wo soll es hingehen? Was ist eure Vision für dna merch? dna merch ist für uns beide ein zeitintensives Herzensprojekt, das wir Schritt für Schritt weiterentwickeln. Da wir davon aber (noch) nicht leben können, geht das mal mehr und mal weniger schnell. Unsere Vision ist eine digitale T-Shirtplattform, die sich im gemeinschaftlichen Besitz der Produzent*innen, Betreiber*innen, Anbieter*innen und Konsument*innen befindet. Das wäre dann die erste sogenannte platform coop bzw. Plattformgenossenschaft in der Bekleidungsindustrie. Wir sehen uns als Teil einer internationalen Bewegung, die genug hat vom Plattformkapitalismus und profitmaximierenden Monopolen wie Airbnb, Uber oder facebook und die stattdessen auf kooperativere und dezentralere Ansätze setzt. Nahziele sind die Überarbeitung unserer Webseite und die Ankurbelung des Vertriebs, damit wir neben den anlassbezogenen Kampagnen ein gewisses Maß an Grundrauschen rein bekommen, das uns dann den nächsten Schritt, z.B. die Gründung einer Genossenschaft , ermöglicht. Weiterlesen.... Interview mit Doreen und Anton auf tbd Video schauen Im ersten Crowdfunding-Video von dna merch berichten Doreen und Anton ebenfalls von der Gründungsidee. *) dna merch hat zusammen mit dem globalen Basis-Beschäftigten-Netzwerk ExChains das ‘Worker Empowerment Project‘ ins Leben gerufen. Von jedem verkauften Shirt fließt ein Prozent des Nettopreises in den Auf- und Ausbau unabhängiger und starker Gewerkschaften in Südasiens Bekleidungsindustrie. Mehr Infos dazu unter http://dnamerch.de/angebot/gute-arbeitsbedingungen
14.08.19, 09:39 Helen Gimber
“Wer glaubt, dass Modekonzerne freiwillig faire Arbeitsbedingungen schaffen, glaubt auch, dass Löwen Vegetarierer werden können.” Diesen großartigen Spruch hat sich Sivila ausgedacht - und ihr da draußen fandet ihn gut. Jetzt gibt es ihn schwarz auf weiß(em T-Shirt) ! Wir stellen euch die Menschen und die Geschichten, die hinter den #Shirts4Change-Designs stecken, vor. Mit Caro und ihrem Design “Mit Köpfchen” haben wir angefangen, diese Woche sind Silvia und ihr Veggie-Löwe dran: Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Ich habe mich schon immer für Politik interessiert und dadurch auch für den fairen Handel. Ich achte auf das FairTrade Siegel, auch wenn ich nicht in allem konsequent ethisch korrekt konsumiere, da dies mir nicht möglich ist und manchmal auch die Bequemlichkeit siegt… Bei irgendeiner Demo oder Veranstaltung habe ich mich auf den Verteiler von INKOTA setzen lassen und bin dann auch irgendwann bei einem Treffen aufgetaucht. Mir ist es wichtig, lieber wenig zu tun, als gar nichts. Wie war der Designprozess? Ich habe mich einfach mit einem leeren Blatt Papier und einem Kugelschreiber in die Ecke gesetzt und habe in einem stillen Brainstorming einfach alles aufgeschrieben, was mir an Sprüchen in den Sinn gekommen ist. Anschließend habe ich meine besten Ideen numeriert und andere befragt. Manches kam besser an, als anderes. Der Spruch mit dem Löwen kam irgendwie am besten an. Ich finde, der passt nicht nur zur Modeindustrie, sondern allgemein. Die Politik darf nicht alles dem freien Markt überlassen, sondern muss diesen mit Gesetzen regulieren, damit menschenwürdiges gesundes Leben auch für die Schwächeren in einer Gesellschaft möglich ist und nicht nur für Angehörige der Mittelschicht, die in der Lage sind, zum Beispiel Biolebensmittel zu kaufen und Nachhilfestunden für ihre Kinder zu bezahlen. Leider scheinen manche Minister und Ministerinnen tatsächlich an vegetarische Löwen zu glauben. Was heißt Aktivismus für dich? Aktivismus bedeutet für mich, aus der überwältigenden Auswahl an guten Initiativen, eine Wahl zu treffen, wo ich mich einbringen kann, ohne mich zu übernehmen, und dies dann auch kontinuierlich zu tun. Was begeistert dich an der Stadt, in der du lebst? Ich bin seit 6 Jahren Wahlberlinerin und ich liebe die unglaubliche Vielfalt der Stadt. Du kannst Entspannung im Grünen finden, Dich von Kunst inspirieren lassen, zahlreiche Denkmäler besuchen, viele Bibliotheken aufsuchen und viele unterschiedliche Menschen treffen und überall mit Rad und S-Bahn hinfahren. Es ist immer etwas los und es gibt viele Gelegenheiten andere engagierte Menschen zu treffen und mit ihnen etwas zu bewegen oder sich einfach nur auszutauschen, was sehr bereichernd ist. Als gläubige Katholikin gehöre ich zwar einer kleinen Minderheit an, werde aber auch toleriert. Was möchtest du noch im Leben ausprobieren? Ich will irgendwann irgendwo auf einer Demo eine Rede schreiben und dann auch halten. Das merke ich mir für die nächste Demo! Danke fürs Gespräch! Holt euch jetzt den Veggie-Löwen !
07.08.19, 09:49 Anne Neumann
Ein Teil des Geldes aus unserer Kampagne (wow, schon fast 6.000€) fließt direkt in die Unterstützung indischer Leder- und SchuharbeiterInnen. Per Videobotschaft stellt euch Pradeepan Ravi die Organisation Cividep India und ihre Arbeit im Ledersektor vor. In Trainings lernen die ArbeiterInnen die Arbeitsgesetze und weitere Rechtsansprüche kennen und ihnen wird die große Bedeutung von gemeinschaftlicher Organisation vermittelt. Hallo, ich bin Pradeepan Ravi. Ich arbeite für Cividep India. Die Organisation Cividep hat ihren Sitz in Bangalore. Wir arbeiten zu ArbeiterInnenrechten und Unternehmensverantwortung in mehreren indischen Bundesstaaten. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf Sektoren wie Bekleidung, Leder, Elektronik und Plantagen. Wir arbeiten in diesen Sektoren seit dem Jahr 2000 mit dem Ziel ArbeiterInnen die Fähigkeiten zu vermitteln, sich zu organisieren und selbst zu repräsentieren. Cividep ist auch Teil verschiedener internationaler Kampagnen und Netzwerke, die Druck auf internationale Markenkonzerne ausüben, damit sie Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen. Im Bekleidungs- und Ledersektor sind niedrige Löhne ein sehr großes Problem. Den ArbeiterInnen werden Löhne deutlich unter dem Existenzlohn gezahlt. Sie kämpfen häufig darum, überhaupt über die Runden zu kommen. Arbeitsschutz ist ein ebenfalls ein Hauptproblemfeld in der Lederindustrie. Die ArbeiterInnen sind wegen der schlechten Arbeitsbedingungen starken Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Das sind die Punkte, die die Markenunternehmen und die Zulieferer dringend angehen sollten. Cividep organisiert Trainings für Leder- und BekleidungsarbeiterInnen. In diesen Trainings lernen die ArbeiterInnen die Arbeitsgesetze und weitere Rechtsansprüche kennen. Wir vermitteln Ihnen auch die Bedeutung eines Gemeinschaftsbewusstseins und von Leitungsstrukturen. Unterstützt Cividep und verbreitet die Shirts for Change Kampagne, damit wir unser Fundingziel von mindestens 10.000 € erreichen!
31.07.19, 10:01 Helen Gimber
Auf dem INKOTA-Aktionsworkshop wurden AktivistInnen zu DesignerInnen: Sie haben markante Motive für unsere Crowdfunding-Aktion entworfen. Mehr als 600 INKOTA-Aktive haben dann über die Motive abgestimmt und die beliebtesten sind jetzt zu den Shirts for Change geworden! Jetzt wollen wir euch die DesignerInnen vorstellen, zuerst treffen wir Caro aus Berlin. Wie bist du zum Thema Mode & Menschenrechte gekommen? Ich hatte überlegt, Modedesign zu studieren und habe deshalb ein Praktikum in einem Stoffladen mit Atelier absolviert. Dort lernte ich, wie es ist, den ganzen Tag an der Nähmaschine zu sitzen und wie lange man braucht, um ein T-Shirt zu nähen. Eine Arbeitskollegin machte mich auf den Verkauf von fairer Mode aufmerksam - und so fing es an. Wie war der Designprozess? Erst hatte ich eine andere Idee, da ich aber fast immer Frauenköpfe und -körper zeichne, dachte ich mir, dass ich es mir gar nicht so schwer machen muss, sondern einfach bei dem bleiben kann, was ich immer mache. Ich finde die Idee schön, dass man die “guten Gedanken” im Kopf/ in den Haaren hat, es aber nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Was heißt Aktivismus für dich? Ich will aus meiner Ohnmacht als Konsumentin heraus und dass die Firmen, die für Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung verantwortlich sind, in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen - bzw. sich verantworten müssen. Bisher habe ich nicht so viele Erfahrungen mit politischen Aktionen, aber: Mit der Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung von INKOTA standen wir zum 50. Geburtstag von Primark vor der Filiale am Alexanderplatz. Das war spannend, vor allem weil viele Leute erst gar nicht verstanden haben, was wir machen. Eine der besten Fragen war: “Verdient ihr bei Primark so schlecht?” Was hast du am Wochenende gemacht? Ich war auf dem CSD [Christopher Street Day]. Ich wollte ein Zeichen dafür setzen, dass ich in einer offenen Gesellschaft leben will. Hast du ein Lieblingslied? Momentan habe ich gar kein Lieblingslied, aber “ Schön Genug ” von Lina Maly mag ich sehr gern, zur Zeit höre ich auch viel Alin Coen. Danke für das Gespräch! "Mit Köpfchen" sieht nicht nur wunderschön aus, da steckt auch viel drin: Menschenrecht, Arbeitssicherheit, Fairness, Solidarität, Gerechtigkeit, Versammlungsfreiheit & Existenzlohn - Holt euch jetzt ein Shirt "Mit Köpfchen" !
24.07.19, 14:14 INKOTA-netzwerk e.V.
Liebe Un­ter­stüt­ze­rInnen der ersten Woche, ihr seid großartig! Dank euch haben wir innerhalb einer Woche 60% unseres ersten Fundingziels erreicht. Das nennen wir einen gelungenen Start! Nur mit euer Hilfe kann es auch so weiter gehen: Teilt die Aktion mit euren FreundInnen und ArbeitskollegInnen - damit von Flensburg bis Garmisch-Patenkirchen, auf jedem Festival und in jeder Einkaufsstraße, von Oma Inge bis Hipster Jasper alle ihr „ Shirt4Change “ bekommen. Denn die T-Shirts gibt es nur exklusiv und so lange die Crowdfundig-Aktion läuft. Jetzt auf Facebook und/oder Twitter teilen! Sorgt mit uns dafür, dass so viele Menschen wie möglich eine faire Message in die Welt tragen! Aktivistische Grüße, Anne & Helen, INKOTA-netzwerk