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Projekte / Social Business
"Du bist der Erste seit Jahren, der mich fragt: Wie geht es dir?" Sich verstanden zu fühlen ist für den Menschen existenziell. In der Ambulanz für Seelische Gesundheit bieten geschulte Geflüchtete psychosoziale Beratung für neuangekommene Geflüchtete an - und das in der Muttersprache. In Einzelgesprächen und Gruppen geben wir gute Strategien im Umgang mit Stress an die Hand und zeigen: Wir hören zu. Wir verstehen dich. Du bist mit deinen Erlebnissen und Sorgen nicht allein. SoulTalk eben.
35.856 €
25.000 € 2. Fundingziel
813
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
Gefördert von Deutscher Integrationspreis 2018
Cofunding 10.000 €
13.08.18, 11:35 Hannah Zanker
Herzlich Willkommen im SoulTalk-Team, lieber Guelle und lieber Fais! Die Einstellung unserer beiden neuen Kollegen verdanken wir Eurer zahlreichen Unterstützung im Rahmen unserer Crowdfunding-Kampagne. Schon bald können wir noch mehr Klientinnen in ihren Muttersprachen beraten - vielen Dank nochmal dafür an Euch alle! Seit Anfang August wurde unser Team um zwei Psychosoziale Berater reicher. Guelle kommt aus Dschibuti und spricht Französisch, Somalisch und Deutsch - Fais ist Somalier und in Kuwait aufgewachsen, er spricht Somalisch, Arabisch, Englisch und Deutsch. Momentan sind die beiden in der Einarbeitungsphase, im September erfolgt dann die erste Schulung nach dem Konzept von Ärzte ohne Grenzen und dann geht es auch schon los mit der Beratungsarbeit!
07.06.18, 13:15 Hannah Zanker
Liebe Crowd! Dank Eurer zahlreichen Unterstützung haben wir es geschafft, nicht nur unser Fundinziel von 25.000 Euro zu knacken sondern sogar noch 10.000 Euro Stiftungsgeld zu bekommen. Jetzt geht es weiter: Wir wollen umsetzen, was wir geplant hatten. Da Abdi in Zukunft beruflich andere Wege gehen wird, suchen wir nicht nur einen sondern sogar zwei neue psychosoziale Berater*innen! Gesucht werden Geflüchtete mit den Sprachen Somalisch, Französisch, Englisch, Russisch oder Armenisch. Leitet die Stellenanzeige gerne an Interessierte weiter. Herzliche Grüße vom SoulTalk-Team aus Schweinfurt
18.05.18, 14:06 Hannah Zanker
Unsere Arbeit interessiert immer mehr Menschen und wir bekommen in den letzten Tagen mehr und mehr Anfragen von Journalisten und anderen Organisationen, die mehr über SoulTalk erfahren wollen. Schaut doch mal in den tollen Artikel der Mainpost: https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Fluechtlinge-Muttersprache-Seele;art742,9952772 - wir sagen "Vielen Dank" an Ursula Lux, die uns für diesen Beitrag in der Erstaufnahmeeinrichtung besucht hat.
14.05.18, 15:41 Hannah Zanker
Liebe Crowd, wir haben uns ein wenig von diesem spannenden Crowdfunding Endspurt erholt und den 3. Platz gefeiert. Jetzt kommt der beste Teil des Projekts: das Versenden der Dankeschöns. Die werden in dieser Woche alle bestellt und gehen dann nach Pfingsten auf die Reise zu Euch - mit einem riesengroßen Dankeschön für Eure Unterstützung. Wir hoffen Ihr freut Euch schon auf Euren Good Karma Tee, das Postkartenset, die Poster und Metallschilder!
07.05.18, 14:58 Hannah Zanker
Liebe Crowd, noch knapp 2 Tage lang läuft unser Crowdfunding: Mittwoch um 12 Uhr Mittag fällt der Vorhang. Wir haben aber auch jetzt schon allen Grund zum Feiern dank eurer Riesen-Unterstützung, die wir bekommen haben und möchten uns bei allen bedanken, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Wie geht es weiter: Wir sind erst einmal mit dem Verschicken Eurer Dankeschöns beschäftigt, danach werden wir uns daran machen, die mit unserem 2. Fundingziel nun möglichen Pläne eines weiteren Beraters zu verwirklichen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten! Was den Integrationspreis betrifft: Im Sommer/Herbst wird eine Jury aus allen im Crowdfunding erfolgreichen Projekten anhand inhaltlicher Kriterien 5 Finalisten auswählen - und die haben die Chance auf den Deutschen Integrationspreis. Ob wir wohl dabei sind? Insh'allah! Grüße vom SoulTalk-Team
29.04.18, 13:57 Hannah Zanker
Liebe SoulTalk-Fans, Wir sind überwältigt von eurer genialen Unterstützung und eurer Crowdlove. Danke danke danke! Aktuell stehen wir auf Platz 3 mit über 70 Unterstützern Abstand zu Platz 4 wie die Übersicht zeigt: https://www.startnext.com/pages/deutscher-integrationspreis/contest/deutscher-integrationspreis-2018-130#contest Es fehlen nur 12 Unterstützer_innen nach oben und unsere verwegene Frage ist: Schaffen wir es bis morgen, 12 Uhr etwa noch auf Platz 2?! (Immerhin umfasst der nochmals 2.000€ mehr Preisgeld). Habt einen be seel ten Sonntag. Motivierte Grüße vom Team SoulTalk
26.04.18, 18:24 Hannah Zanker
Um diese Geschichte zu erzählen, möchte ich an dem Tag beginnen, als die junge Frau uns anruft und freudig erzählt: „Ich habe meine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Ich wollte euch nur Bescheid geben und mich für eure Hilfe bedanken. Ich muss auflegen, der Deutschkurs geht gleich los.“ Als wir sie kennenlernten, saß ein Häufchen Elend in unserem Beratungszimmer: Seit Jahren auf der Flucht, zuerst im Heimatland vor der Zwangsverheiratung, durch die Sahara und Libyen, übers Mittelmeer nach Europa – auf der Flucht wurde sie mehrfach Opfer von Vergewaltigung. Und nun in Deutschland angekommen, hat sie Angst, wieder abgeschoben zu werden. Sie ist so hochbelastet, dass schon laute Männerstimmen genügen, um sie in panische Angst zu versetzen. Sie erzählt Abdi und mir ihre Geschichte, erzählt unter Tränen von ihrer Angst vor Abschiebung, dass sie nachts nicht schlafen kann, und von ihrer Müdigkeit durch das ewige Fliehen, Warten und Bangen: „I am so tired. I just want to have a good life.“ Sie ist ganz allein in Deutschland, die Familie hat sie verstoßen. Schon seit längerem komme ihr manchmal der Gedanke, dass es besser sei, zu sterben. „If I would die or kill myself, who would even care?“ Am Ende des Tages bringt Abdi die Frau in die Klinik. Auch nach ihrem Aufenthalt begleiten wir sie ein Stück ihres Weges. Einmal sagt sie uns, dass ihr an dem Tag unseres Kennenlernens ein völlig neuer Gedanke gekommen sei: Zwei Menschen gibt es auf der Welt, die mir zugehört haben, denen ich am Herzen liege – denen es nicht egal ist, ob ich lebe oder tot bin. Wir sind froh, dass wir an diesem Tag da waren.
25.04.18, 11:23 Hannah Zanker
„Bevor ich dich das erste Mal getroffen habe, sagten mir die anderen, jemand sei da, eine iranische Frau. Ich dachte mir: ‚Aber nein, wir haben doch Gott und das ist nur eine einfache Frau. Angela Merkel kann schließlich auch nichts machen.‘ Nach zwei Monaten merkte ich, dass ich noch mit niemandem gesprochen hatte und es mir echt schlecht ging. ‚Wir haben Gott‘ , habe ich gedacht, ‚aber Gott schickt uns auch jemanden.‘ Und du, Frau Parisa, bist wie ein Geschenk Gottes für uns. Manchmal können wir selber keinen richtigen Weg finden – du kannst uns dabei helfen ihn zu finden. Du hast mir viel geholfen. Ich bin Gott dankbar, dass er dich uns geschickt hat. Dass du für uns da bist, das ist Schicksal.“ Afghanischer Klient zu unserer psychosozialen Beraterin Parisa Zare Moayedi. Nur noch bis 30.4. (Montag) läuft der Wettbewerb um die meisten Unterstützer für Parisa und das Team auf www.startnext.com/SoulTalk - or use the English webpage www.startnext.com/SoulTalk /en
20.04.18, 16:33 Hannah Zanker
Wir sind sehr dankbar für das Erreichen unseres ersten Fundingziels und durch den unglaublichen Support sehr motiviert, auf dem Treppchen zu bleiben. Warum es sich lohnt uns dabei zu unterstützen, erklärt die Geschichte unseres somalischen Beraters Abdifatah: Mein allererster Klient war gerade mal Mitte 20 und allein aus Somalia nach Deutschland gekommen; er hatte mehr als ein Jahr lang in Libyen sehr viel durchgemacht und musste sich auch in Italien erbärmlich durchschlagen. Im Laufe des Gesprächs konnte er Vertrauen fassen und sich zunehmend öffnen. Er erzählte uns, dass er überlegt sich umzubringen. „Lieber sterbe ich als zurückzugehen!“, sagte er angesichts seiner drohenden Rückführung. Wir erklärten ihm, dass er uns sehr am Herzen liegt und dass es Hilfe gibt für Menschen, die in solch großer Verzweiflung stecken. Zusammen mit Alexandra und meiner damaligen Chefin Henrike Zellmann von Ärzte ohne Grenzen haben wir ihn in die nahegelegene Psychiatrie überwiesen. Dort konnte ich für ihn beim Aufnahmegespräch dolmetschen, damit die Ärzte zumindest erste Informationen über sein Befinden haben. Als er nach zwei Monaten aus der Psychiatrie entlassen wurde, kam er zu uns und bedankte sich von Herzen: „Danke, du hast mein Leben gerettet.“ Selbstverständlich ist dies auch ein großer Verdienst der psychiatrischen Klinik und wir mit unserem präventiven Angebot sind dankbar, in solchen Fällen in eine professionelle stationäre Versorgung überweisen zu können. Gleichzeitig ist genau diese mit meist großen Ängsten und Stigmata verbunden, sodass Geflüchtete sie trotz dringendem Bedarf nicht in Anspruch nehmen. Nicht selten können sich unsere Klienten nach einem muttersprachlichen, vertrauensvollen Beratungsgespräch jedoch darauf einlassen, auch solche Hilfen bei Bedarf in Anspruch zu nehmen.
19.04.18, 13:54 Hannah Zanker
Dear supporters, we're very happy to present you our video now also in English: https://vimeo.com/265530763 If you are on our German campaign-page at the moment, please click on the three stripes in the left upper edge and then on the menu "DE" in order to change to "EN". Please note: The ‘Thank You’ Gifts for your contribution are only available in Germany (that's why their descriptions are not translated into English). We’re happy to send you a donation receipt if you wish. Please inform your friends and colleagues about SoulTalk and help us to support mental health and integration of refugees!
13.04.18, 15:14 Hannah Zanker
Was passiert eigentlich in unseren Gruppentreffen zum Thema Stressbewältigung? Zum Beispiel hat die " Wasserglasübung " schon viele Klient_innen zum (positiven) Nachdenken angeregt: Salah füllt ein Glas zur Hälfte mit Wasser und stellen es in die Mitte des Sitzkreises der Gruppe. Etwas überrascht schauen die Gruppenteilnehmer drauf. Was soll das?! Die offene Frage des Beraters: „Was seht ihr?“ So offen wie die Frage, so überraschend sind auch oft die Antworten. „Ich sehe das Leben“ , sagt der Eine, oder auch „Dass ich leer bin“ , sagt ein anderer. „Mein Glas ist fast leer, ich habe keine Aufenthaltsgenehmigung, darf nicht arbeiten und darf nicht zur Schule gehen.“ „Ist wirklich nichts in deinem Glas drin?“, fragt Salah auf Arabisch nach. Eine Stille entsteht. Er erklärt und fragt: „Du hast eine lange Reise hinter dir – du hast es bis hierher geschafft. Was ist das Wasser, was vielleicht in deinem Glas drin ist?“ Die Antwort eines Klienten: „Auch wenn ich keine Aufenthaltsgenehmigung habe, lebe ich nicht in Krieg und Gewalt mehr. Ich bin sicher hier. Hier muss ich keine Angst mehr haben. Das macht mir Hoffnung.“ Denn auch wenn vieles schwierig und zum verzweifeln ist, so wollen wir auch Geflüchteten helfen, die Ressourcen in ihrem Leben wahrzunehmen. Manchmal können es auch Kleinigkeiten sein, die den Tag verschönern. Ein halbes Glas Wasser zum Beispiel. Unterstütze uns JETZT hier auf startnext.com/SoulTalk, damit noch viele Klienten ein halbvolles statt halbleeres Lebens-Wasserglas sehen können. Informiere deine Freunde und Bekannten über unser Projekt, denn unser Crowdfundingtopf ist noch nicht zur Hälfte voll.