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Projekte / Bildung
Sozial-ökologisch-musikalische Arbeit in Brasilien
In einer Gegend nahe der Favelas von São Paulo, die von Armut, sozialem Ausschluss und Umweltverschmutzung gekennzeichnet ist, möchte ich im soziokulturellen Zentrum Aramitan mit jungen Menschen Musikunterricht verwirklichen, Bildungsworkshops zu Themen der Politik, Geschichte Lateinamerikas, zu befreiender Pädagogik und Frieden durchführen und zugleich eine sozialwissenschaftliche Studie zu Perspektiven der lokalen Bevölkerung und indigener sowie afrobrasilianischer Gruppen realisieren.
Embu-Guaçu
5.000 €
5.000 € Fundingziel
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Projekt erfolgreich
 Sozial-ökologisch-musikalische Arbeit in Brasilien

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.12.15 08:57 Uhr - 24.01.16 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 12 Monate
Fundingziel 5.000 €
Stadt Embu-Guaçu
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

In der Organisation Aramitan, in der ich das Projekt verwirklichen möchte, habe ich bereits in diesem Jahr (2015) mit sehr knappen finanziellen Mitteln sechs Monate mitgearbeitet und sie daher von innen kennengelernt. Im Folgenden beschreibe ich zuerst die sozial-kulturell-ökologische Situation, wie ich sie einschätze, skizziere dann die Arbeit des Zentrums Aramitan und nenne zum Schluss meine Aktivität, die ich in diesem Kontext realisieren will.

Problembeschreibung
Die Situation in Embu-Guaçu und in den angrenzenden Favelas von São Paulo ist erstens von erlebter Ausgrenzung geprägt, weil ein großer Teil der dortigen Bevölkerung von struktureller Arbeitslosigkeit betroffen ist und ein weiterer Anteil unter prekären Bedingungen, d.h. ohne soziale Absicherungen und mit sehr wenig Gehalt, arbeitet. Andere müssen täglich zwei oder drei Stunden zum Ort ihrer Arbeitsstelle jeweils hin und zurückfahren, weil sie in der Stadt São Paulo arbeiten, aber wegen ihrer finanziellen Situation außerhalb, in diesem Falle in Embu-Guaçu, wohnen, wo die Miete nicht so teuer ist. Dazu kommt eine miserable Ausstattung der Infrastruktur im öffentlichen Verkehr, sobald man den zentraleren Bereich der Stadt São Paulo verlässt: die genannten Menschen müssen zweimal am Tag in extrem überfüllten Bussen auf zum Teil schlechten Straßen lange Wege zurücklegen.
Zum zweiten reicht die materielle Armut vielfach bis hin zum Hunger, was beispielsweise dazu führt, dass viele Personen ein staatliches Programm der Verteilung von Milch in Anspruch nehmen und viele weitere ihr dringendes Interesse daran bekunden, an dem sich Aramitan beteiligt, indem es sich als Standort der Verteilung zur Verfügung gestellt hat, so dass hier ein bis zweimal pro Woche im Programm registrierte Menschen aus den umliegenden Stadtteilen kommen, um Milch abzuholen. Dies ist an sich eine unwürdige Situation für die Menschen, da es nichts dazu beträgt, eine Situation der Ernährungssicherheit oder gar -souveränität herzustellen, sondern diese eigentliche Aufgabe hinausschiebt; aber solange sich strukturell nichts ändert, ist eine solche Verteilung von “Almosen” unvermeidlich.
Damit verknüpft ist drittens die soziale und kulturelle Armut. Die Qualität der Bildung an den öffentlichen Schulen ist gering, es fehlt an Angeboten und Lernmöglichkeiten im Bereich der Kultur, der Musik, der Kunst, der Kreativität, und das öffentliche soziale Leben findet hauptsächlich in kleinen, sehr simplen Kneipen statt. Die meisten Menschen hier haben von Kind an keine Perspektive und Aussicht, jemals aus ihrer Situation der Armut herauszukommen.
Ein weiterer Aspekt der sozialen und kulturellen Ausgrenzung der Menschen ist viertens eine rücksichtslose Umweltverschmutzung, begleitet vom Mangel an Pflege eines humanen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur, was sich direkt auf der Straße zeigt, wo oft Müll am Straßenrand liegt oder verbrannt wird, weil die Müllabfuhr unzureichend funktioniert, oder wo das Abwasser in Bürgersteigen stakt, weil die BewohnerInnen der anliegenden Wohnungen den Fußboden im Haus waschen und das Wasser mangels Alternativen direkt auf die Straße fließen lassen.
Die Mitarbeitenden von Aramitan führen im Rahmen einer größeren Initiative der brasilianischen Umweltorganisation “SOS Mata Atlântica” einmal im Monat eine chemische Analyse der Qualität des Wassers eines Baches, der durch einen anliegenden Stadtteil fließt, durch. Dabei entdeckten sie einmal im Gartengelände eines Nachbarn, durch dessen Gartengelände der Bach fließt, und zwar in Fließrichtung unmittelbar nach der Stelle, die sie analysierten, ein großes Abwasserrohr, das von einem nahegelegenen neugebauten Wohngebiet herkommt und direkt neben seinem Haus eine Öffnung hat, durch welche das Abwasser in das Gewässer fließt und dieses in eine Kloake verwandelt – an einer Stelle, wo es von der Straße aus nicht sichtbar ist. Dieses Beispiel nenne ich, weil es zeigt, dass eine engagierte nichtstaatliche Organisation aufgrund ihres direkten Kontaktes zur Bevölkerung und zur Natur einen Tatbestand der Umweltverschmutzung aufdeckte, welcher den amtlichen Statistiken des Landes sonst entgangen wäre.
Ein anderer Aspekt des unwürdigen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur zeigt sich darin, dass es für Fußgänger keine angemessene Möglichkeit gibt, sich fortzubewegen, von Sport ganz zu schweigen. Wer zu Fuß geht, muss die Straße, die nicht selten gefährlich ist, oder die immer wieder mit Müll oder Abwasser bedeckten Bürgersteige benutzen oder geht auf einer Eisenbahnschiene trotz vorüberfahrender Güterzüge, was hier allgemeine Praxis ist, obwohl auch dies mir nicht ganz ungefährlich scheint. Es gibt im öffentlichen Bereich keinerlei naturnahe Fußwege und keine menschenfreundlichen Wege am Straßenrand.

Diese trotz des Wirtschaftswachstums Brasiliens seit den 90er Jahren und trotz der engagierten Arbeit an den Millenniumsentwicklungszielen geschehende und hinter medienpräsenten Großereignissen wie Fußballweltmeisterschaft und demnächst den Olympischen Spielen völlig unsichtbar werdende, menschenverachtende und - aufgrund der weltweiten und lokalen Ungleichheit - sozial wie politisch (mit)verschuldete Situation der Ausgrenzung, der Massenarbeitslosigkeit und prekären Arbeit, der materiellen Armut sowie sozialen und kulturellen Verelendung, der Umweltverschmutzung und der Perspektivlosigkeit eines großen Teiles der Bevölkerung außerhalb der zentraleren Gebiete der Metropolen, in diesem Falle São Paulos, führt zu einem Klima wachsender Kriminalität. Anstatt nun dieses Problem von seinen Ursachen her anzugehen und sich darum zu bemühen, materiell, sozial und kulturell ein menschenwürdiges Leben zu erarbeiten, beanwortet man die Situation im Bundesstaat São Paulo mit wachsender polizeilicher Gewalt, in Brasilien überhaupt mit der Diskussion über eine Senkung der Strafmündigkeit von 18 auf 16 Jahre und mit einer Kriminalisierung der Armut sowie auch sozialer Proteste, welche die permanente Unzufriedenheit ab und zu öffentlich artikulieren. Nicht nur kritische Bücher, sondern auch brasilianische Tageszeitungen berichten von Todesschwadronen innerhalb der Militärpolizei, die jedes Jahr in der Umgebung der Metropole Hunderte von Menschen erschießen, obwohl es in Brasilien offiziell keine Todesstrafe gibt. Die latente Kriminalisierung der Armut, welche die allgemeine soziale Wahrnehmung beeinflusst, sorgt dafür, dass es kaum Proteste angesichts dieser Morde gibt.

Zivilgesellschaftliche Antwort
Umso wichtiger ist es deshalb, dass zivilgesellschaftliche Organisationen aus Brasilien selber kreativ und politisch sensibilisiert dieses Problem angehen. Die Vereinigung Aramitan setzt bei der eben skizzierten Problematik vor allem im Bereich der sozialen und kulturellen Armut an, wirkt also "präventiv", um die Ursachen der Verelendung, von Konflikten und Krisen, sowie der Kriminalisierung zu bekämpfen. Sie trägt dazu bei, soziale und kulturelle Alternativen, Anregungen und neue Kenntnisse der Bildung, Lebensfreude und neue Perspektiven zu schaffen. So führt sie beispielsweise mit Kindern und Jugendlichen Kurse einfachen Musikunterrichts (mit Singen, Blockflöten, Trommeln und anderen populären Instrumenten) durch, verwirklicht Capoeira, Theaterwerkstätten und Freizeitgestaltung, realisiert brasilianische Feste mit ihnen gemeinsam, organisiert mit jungen Erwachsenen Zeiten gemeinsamen Arbeitens, Lernens und der Kultur, wie Musikabende, bei denen jede Person etwas Musikalisches oder Literarisches beitragen kann. Weiterhin schafft und pflegt die Organisation personelle Kontakte und Netzwerke mit nahegelegenen Gruppen aus Minderheitenkulturen wie kürzlich mit einem Zentrum afrobrasilianischer Kultur, das sich im selben Stadtviertel befindet, und mit VertreterInnen indigener Völker.
Auf diese und weitere Weisen wirkt Aramitan der Ausgrenzung entgegen und schafft soziale und kulturelle Integration.
Auch in den anderen beschriebenen Problemfeldern ist die Vereinigung aktiv. Dazu gehören die Beteiligung am oben genannten staatlichen Programm zur Verteilung von Milch an die lokale Bevölkerung und die Partizipation am Projekt der Organisation “SOS Mata Atlântica”, die Analysen der Qualität des Wassers im Bundesstaat São Paulo durchführt. Durch diese Tätigkeitsfelder kommen die Mitarbeitenden in einen unmittelbaren Kontakt mit der Bevölkerung und deren Problemen sowie mit der Umwelt und deren Situation, einen Kontakt, der überleitet in bereits begonnene und erweiterbare Tätigkeiten der politischen Lobby- bzw. Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit, indem öffentlich auf die Missstände hingewiesen und die Verantwortungsträger angesprochen werden.
Weitere noch ausstehende bzw. mögliche Detailaufgaben für die Vereinigung Aramitan sind u.a. der Ausbau und das öffentliche Zugänglichmachen der im eigenen Gebäude befindlichen Bibliothek; Ausbau eines Gemüsegartens im Gartengelände neben dem Gebäude und Verknüpfung dieser Tätigkeit mit pädagogischer Aktivität mit Kindern; das Initiieren der Begehbarmachung zugewachsener naturnaher Wanderwege der Umgebung, um dort Exkursionen mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen, Bepflanzungsaktivitäten in Auwäldern etc.

Meine Beteiligung
Aus der beschriebenen Problematik, aus meinen in diesem Jahr gesammelten Vorerfahrungen in der Vereinigung Aramitan und anderen mit ihr zusammenarbeitenden Organisationen, sowie aus meinen bisherigen Kenntnissen und Fähigkeiten, ergeben sich Aufgabenbereiche, in denen meine weitere Arbeit möglich, wünschenswert und sehr nützlich sein wird.


1. Pädagogische Aktivitäten
An der musikalischen Erziehung kann und möchte ich mich beteiligen mit Blockflötenunterricht von Kindern und Jugendlichen der Umgebung von Aramitan und eventuell auch von SchülerInnen und LehrerInnen der nahegelegenen, mit Aramitan personell verbundenen, in einem Favelagebiet arbeitenden Schule der Vereinigung Monte Azul. In Zusammenarbeit mit dem Jugendorchester der Musikschule derselben Vereinigung Monte Azul will ich meine Kenntnisse der brasilianischen Volksmusik „Chorinho“ einbringen, um etwas der verbreiteten Tendenz entgegenzuwirken, sich primär an europäischer Kultur zu orientieren, anstatt mehr die eigenen Reichtümer zu sehen. Dieser Aspekt geht also in Richtung kulturelles Empowerment.
Dazu gehört auch, dass ich Aktivitäten des CAPOEIRA mit organisieren und zugleich von dieser Kultur lernen möchte.

Dann plane ich, im Gebäude der Vereinigung Aramitan oder in einer nahegelegenen Bibliothek wöchentlich oder öfter Gesprächsrunden in politischer Bildungs- und Bewusstseinsarbeit zu gestalten. Damit habe ich in diesem Jahr begonnen, und ich bringe Kenntnisse der Geschichte Lateinamerikas, der Philosophie, der Religionen, Sprachen und Bevölkerungsgruppen Brasiliens, der Pädagogik der Unterdrückten nach Paulo Freire und der Bedeutung einer guten Mensch-Natur-Beziehung für die Lebensqualität ein.
Außerdem konzeptualisiere ich einen friedenspädagogischen Kurs mit Elementen aus dem "fairen Streiten", dem Co-Counseling (Willms/Risse, Münster) und weiteren Quellen.

2. Durchführung einer sozialwissenschaftliche Studie

“Die Ausgeschlossenen sollen nicht ins alte System eingeschlossen werden (was bedeuten würde, den Anderen in das Selbe hereinzubringen), sondern als Gleiche in einem neuen institutionellen Moment (der neuen politischen Ordnung) partizipieren. Es wird nicht für die Inklusion (Einbeziehung/Einschließung), sondern für die Transformation gekämpft.”
Enrique Dussel: 20 Thesen zu Politik (meine Übersetzung aus dem Spanischen), S. 112.

Im Sinne dieses Zitats möchte ich eine sozialwissenschaftliche Studie durchführen, bei der ich Menschen die in Embu-Guaçu sowie auch in nahegelegenen Favelas wohnen, und Personen aus indigenen Völkern und afrobrasilianischen Gruppen in Form von Interviews befrage, was aus ihrer Sicht am wichtigsten ist, um gut zu leben, wie aus ihrer Perspektive die Beziehung zwischen Mensch und Mensch und zwischen Mensch und Natur beschaffen ist, und wie sie ihre Beziehung zur okzidental-europäisch orientierten Gesamtgesellschaft sehen.


3. Advocacy, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit
Advocacy ist hier der übergreifende und zugleich spezifische Begriff und bedeutet „Verteidigung“ eines jeweiligen Anliegens und von Menschen. Es geht hier um die Verteidigung der häufig negierten Rechte der Menschen außerhalb der Metropole São Paulo in Brasilien. Und die Werkzeuge des Advocacy sind Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Es ist mein Ziel, in dem Maße, wie ich die Wirklichkeit der Menschen und der Umwelt in Embu-Guaçu und Randgebieten São Paulos besser kennenlerne, zusammen mit anderen Mitarbeitern von Aramitan die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen und selber zu betreiben. Dazu gehört, Texte zu schreiben und veröffentlichen, Vorträge zu halten und gegebenenfalls mit deutschen, ausländischen oder internationalen Entscheidungsträgern in Kontakt zu gehen.

Durch die unmittelbare Nähe zur lokalen Bevölkerung und auch zur Natur werde ich vermittelt über Aramitan und andere lokale Organisationen einen spezifischen Beitrag zur Erstellung neuer Erkenntnisse zur Situation der Armut und Ungleichheit und zu Perspektiven und Interpretationen der betroffenen Menschen selber leisten. Außerdem fördere ich durch das Lernen von indigenen und afrobrasilianischen Gruppen die kulturelle und religiöse Vielfalt. Denn wenn es sich bei der in der Post-2015-Entwicklungsagenda geforderten neuen globalen Partnerschaft nicht nur um schöne Worte handeln soll, dann geht es darum, dass gerade die ärmsten und bisher marginalisierten Menschen zu Worte kommen und mithandeln können.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Es ist das Ziel, mich/sich selber zu verändern und dadurch einen Beitrag zur Veränderung der Welt zu leisten. Ich selber bzw. die westliche Kultur ist daher "Zielgruppe". Wenn ich Menschen begegne, die vom weltweiten System der Wirtschaft und der Politik benachteiligt und ausgegrenzt werden, in dem ich unter besseren Bedingungen lebe, kann ich mich mit ihnen solidarisieren, indem ich "die Grenze überschreite", also die sozialen Abgrenzungen zwischen den Kulturen in Frage stelle. Alle einseitigen Verhältnisse sind daher umzukehren: Lehrer lernen auch von ihren Schülern, ich erhalte auch "Entwicklungshilfe" von den Verarmten, aus Europa kommend lerne ich von indigenen Völkern.

Bei der soziokulturellen und Bildungsarbeit mit Menschen, die im globalen Kontext von Ausgrenzung und Verarmung betroffen sind, ist es das Ziel, wie der brasilianische Pädagoge Paulo Freire sagte, nicht Wissen zu transferieren, sondern Möglichkeiten zu schaffen, dass sie selber Wissen produzieren, ein kritisches Bewusstsein ihrer eigenen Praxis entwickeln und ihre Autonomie, Neugier und Lebensfreude vergrößern.

Es gibt verschiedene andere Organisationen, Gruppen und Personen, die ich in diesem Jahr kennenlernte, und mit denen ich weiter in Kontakt kommen und zusammenarbeiten möchte: mit der Vereinigung Monte Azul, einer damit verknüpften Musikschule, und mit indigenen und afrobrasilianischen Gruppen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Gerade aus Deutschland und Europa sollten Menschen dieses Projekt unterstützen, weil die Situation der materiellen und auch der soziokulturellen Verarmung geschichtlich und gegenwärtig sehr stark von globalen Verhältnissen verursacht worden ist und noch verursacht wird, indem ein Großteil der Wirtschaft des Nordens von der Arbeit und den Naturressourcen des Südens profitiert und deshalb den Menschen des Südens ihre eigenen Reichtümer nicht zugute kommen. Um sich also einer sozial gerechteren Welt anzunähern, müssen wir uns für die Menschen der benachteiligten Gebiete engagieren und deren Stimme hören.
Meine eigene Beteiligung besteht darin, dass ich diese Arbeit weitgehend ehrenamtlich tue und nur eine Finanzierung brauche, um sie überhaupt durchführen zu können und meine Lebenskosten dabei zu bestreiten.

Weitere Überlegungen sind folgende:
Um die Ziele der Post-2015-Entwicklungsagenda auf globaler Ebene erreichen zu können, bedarf es nicht nur der Veränderung großer wirtschaftlicher, politischer und sozialer Strukturen, sondern auch der Arbeit an der Basis, vor allem der Ermutigung und Stärkung von Basis- und zivilgesellschaftlichen Organisationen selber. Denn diese sind aufgrund ihrer direkten Kontakte und Nähe zur lokalen Bevölkerung und zur natürlichen Umwelt häufig besser als staatliche Akteure dazu befähigt, genaue Daten zur Armut, Ungleichheit und zur Umweltsituation zu erstellen, zur kulturellen und sozialen Integration der am meisten ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen beizutragen, die kulturelle und religiöse Vielfalt sozial einzubeziehen, dadurch präventiv bezüglich Krisen, Konflikten und Kriminalität zu wirken und aufgrund der Vernetzung und internationalen Zusammenarbeit die ärmsten und verletzlichsten Gruppen in einer "neuen globalen Partnerschaft" (wie es diese Agenda formuliert) präsent zu machen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei erfolgreicher Finanzierung werde ich etwa 1000 Euro für die Reisekosten benötigen und den Rest, 330 Euro pro Monat, für die Lebensmittel, den öffentlichen Nahverkehr, eine Auslandskrankenversicherung. Ich kann im Haus der Vereinigung Aramitan wohnen, ohne eine Miete zu bezahlen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die häufig unsichtbar gemachten Menschen in Lateinamerika, ich, meine Ideen und die Möglichkeit, diese im Rahmen der Vereinigung Aramitan zu verwirklichen.

Impressum
Daniel Stosiek
Gustavstraße 8
28217 Bremen Deutschland

Ab dem Beginn des geplanten Projektes wird meine Adresse lauten:

Associação Aramitan
Av. Dr Andre Stucchi 1806
Valflor
Cep 06900-000
Embu Guaçu / SP
Brasil

Tel: +55 11 46614349

Partner

Die Vereinigung Aramitan realisiert soziokulturelle Arbeit mit vor allem jungen Menschen in Embu-Guaçu, südlich von São Paulo, um durch die Interaktion und gemeinsames Lernen das Zusammenleben aller Beteilgten zu verbessern.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Künstler, Kreative, Erfinder und Social Entrepreneurs stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der Unterstützung von vielen Menschen.

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