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Projekte / Bildung
Stolpersteine für jüdische Familien aus Berlin
In einer Übung an der Humboldt-Universität zu Berlin haben wir bisher unerzählte Schicksale jüdischer Verfolgter in Berliner Archiven recherchiert. Zusammen mit dem Inforadio Berlin haben wir aus diesen Geschichten Online-Dossiers erstellt. Als Abschluss möchten wir für die Verfolgten gerne Stolpersteine legen lassen, um in der Öffentlichkeit an sie zu erinnern. Da die Finanzierung für uns als Student*innen schwierig ist, möchten wir hiermit Unterstützung für unser Projekt einholen.
Berlin
1.645 €
1.500 € Fundingziel
69
Fans
46
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Stolpersteine für jüdische Familien aus Berlin

Projekt

Finanzierungszeitraum 23.12.13 16:32 Uhr - 01.02.14 23:59 Uhr
Fundingziel erreicht 1.500 €
Stadt Berlin
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

In einem Uni-Seminar an der Humboldt-Universität zu Berlin haben wir bisher unerzählte Geschichten jüdischer NS-Verfolgter aus Berlin recherchiert. In Zusammenarbeit mit dem Inforadio Berlin sind diese als Online-Dossiers veröffentlicht worden. Um das Gedenken an diese Menschen zu ermöglichen, möchten wir gerne Stolpersteine an ihren letzten Wohnorten legen lassen. Da für einen Stolperstein 120€ Materialkosten anfallen, möchten wir auf diesem Wege um finanzielle Unterstützung für unser Projekt bitten. Für die Verlegung der Stolpersteine kann allerdings eine Wartezeit bis zu zwei Jahren anfallen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel des Projekts ist die Verlegung von acht Stolpersteinen in verschiedenen Berliner Bezirken. Die Verlegungen werden öffentlich sein und können von allen Interessierten besucht werden. Wir wollen mit dem Projekt an Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt, ausgeplündert, vertrieben und ermordet wurden. Auszugsweise hier einige kurze Auszüge aus den Dossiers:

Eugen und Anna Vandewart aus Berlin-Charlottenburg sahen im Hinblick auf eine Deportation im Freitod die letzte Möglichkeit ihre Würde zu wahren. Am Abend des 10. Novembers 1941 gingen sie gemeinsam in den Tod und hinterließen ihren im Ausland lebenden Töchtern einen Abschiedsbrief. Nach über 70 Jahren haben Anne Vitten und Wiebke Zeil, eine der Töchter in England ausfindig gemacht.

Die jüdische Familie Bing lebte im Grunewald. Die Kinder konnten sich nach Großbritannien retten. Der Vater wurde nach Auschwitz deportiert, die Mutter auf der Flucht gefasst. Aus ihrer Haft schmuggelte sie bewegende Briefe nach draußen. Studentin Johanna Kleinschroth berichtet von ihren Recherchen.

Über zwei Jahre dauert der Kampf der jüdischen Familie Lindenberg für ein USA-Visum, damit die Eltern ihren Kindern in die Freiheit folgen können. Doch am Ende ist er vergeblich, die Eltern werden deportiert und ihre Spur verliert sich in Minsk. Susanne Hahn hat die Geschichte recherchiert.

Drei Generationen der jüdischen Unternehmerfamilie Danziger/Gollop aus Charlottenburg wurden von den Nationalsozialisten erst in den wirtschaftlichen Ruin und später über das Sammellager in der Levetzowstraße in den Tod getrieben. Alexander Valerius hat die Ereignisse recherchiert.

Die Studierenden Helen Wagner und Marian Spode-Lebenheim haben die Geschichte des Berliner Ehepaars Hilde und Arthur Freund recherchiert: Er war Jude, sie nicht. Das Paar verlor durch die Nazis sein gesamtes Vermögen. Nach Verhaftung und brutaler Folter stirbt Arthur Freund kurz vor der geplanten Flucht.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Stolpersteine machen die bisher unerzählten Schicksale jüdischer Verolgter auch im öffentlichen Raum sichtbar. Als Student*innen ist es uns finanziell nicht möglich, das Projekt allein zu realisieren. Nachdem wir die Geschichten der Menschen recherchiert haben, ist es uns ein persönliches Anliegen, in der Öffentlichkeit an sie zu erinnern. Ihre Geschichten können auf der Seite http://wegmarken.inforadio.de/ nachgelesen werden. Über Stolpersteine können Sie sich auf http://www.stolpersteine.com/ informieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Von dem Geld werden die Verlegung der acht Stolpersteine a 120€ und die Dankeschöns in Form von Dankesbriefen und Postkarten mit dem Motiv der Stolpersteine für die Unterstützer finanziert.

Wer steht hinter dem Projekt?

Studierende der Humboldt Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin.

Projektupdates

19.05.15

Liebe Unterstützer_innen,

im letzten Jahr am 9. August 2014 wurden die ersten Stolpersteine zu Ehren von Anna und Eugen Vandewart vor ihrer letzten Bleibe in Berlin-Charlottenburg verlegt. Ein Foto könnt ihr in unserem Blog anschauen.

Im Herbst diesen Jahres, wahrscheinlich Ende September, werden nun die Stolpersteine für Familie Gollop verlegt.
Sobald wir genauere Infos haben, lassen wir sie euch über diese Platform zukommen.

Herzliche Grüße aus Berlin
Anne Vitten

29.06.14

Liebe Unterstützer_innen,

wir haben einen ersten Erfolg zu vermelden. Die Stolpersteine für Anna und Eugen Vandewart werden schon sehr zeitnah am 9. August 2014 um 9.00 in der Kirschenallee 5, Berlin-Charlottenburg verlegt.
Wir werden ein kleines Rahmenprogramm gestalten um den Opfern zu gedenken.

Jeder, der daran teilhaben möchte, ist herzlich eingeladen!

Wir danken Euch noch einmal für die großartige Unterstützung,
herzliche Grüße aus Berlin

Anne Vitten

19.02.14

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, Dank Eurer Unterstützung, können wir unS jetzt an die Beantragung der Stolpersteine machen. Wir halten Euch über die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Wenn Ihr irgendwelche Fragen zum Projekt und weiterem Verlauf habt, zögert bitte nicht und schreibt uns! Alle, die Dankeschöns ausgewählt haben, werden demnächst von uns Post bekommen. Herzliche Grüße Das Projektteam

09.01.14

Liebe Freund*innen unseres Stolperstein-Projekts, vielen Dank für die Unterstützung! Schon über 30 Unterstützer*innen und schon über 1000 € zur Finanzierung der Stolpersteine - Wir sind begeistert! Wir freuen uns über das große Interesse an unserem Projekt und über alle kleinen und großen Beiträge. Wir hoffen, dass wir Euch schon bald wieder erfreuliche Neuigkeiten zu unserer Unterstützungskampagne berichten können und danken allen, die helfen, das Gedenken an die jüdischen Menschen mit den Stolpersteinen aufrecht zu erhalten. Herzliche Grüße aus Berlin Helen Wagner

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