Crowdfunding beendet
Ein ca. 30 min. Animationsfilm über Frauen in der Neuen und extremen Rechten. Die fiktionale Geschichte erzählt von Konfrontationen mit rechten Meinungen im engen Umfeld. Der Film soll in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden und Menschen dazu animieren, sich rechten Meinungen entschlossen entgegen zu stellen. Wir haben seit Nov. 2017 Recherche betrieben, Expertinnen getroffen, eine Geschichte entwickelt und sind jetzt in der Animationsphase, anschließend folgt die Postproduktion.
6.171 €
Fundingsumme
70
Unterstütz­er:innen
Charlott Roth
Charlott Roth Projektberatung "Eindrucksvoll durchgezogene Crowd-Finanzierungsrunde."

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 25.11.19 16:53 Uhr - 31.12.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum November 2017 - April 2020
Startlevel 5.000 €

Mit dem Geld werden wir unser wundervolles Postproduktionsteam bezahlen: Soundtechnik, AfterEffects/Schnitt und Filmmusik.

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

Unser Film informiert über verschiedene rechte und extrem rechte Strömungen in Deutschland und zeigt auf, wie diese miteinander verbunden sind. Wir haben den Fokus auf Frauen im rechten Spektrum gelegt und recherchiert, welche Rollen und Positionen sie einnehmen und wie sie sich öffentlich inszenieren. Der Film gibt außerdem einen Einblick in Codes und Symbole, die von Rechten benutzt werden.
Bei unserer Auseinandersetzung mit rechter Rhetorik ist uns klar geworden, dass diese sich bis in konservative, liberale und auch linke Milieus verbreitet. Um diese Entwicklung nicht als etwas "Normales" hinzunehmen, müssen wir sie am Schopfe packen: Wir müssen hinschauen, nachdenken, uns austauschen und rechten Meinungen entschlossen und nachvollziehbar begründet entgegentreten.

In unserem Film ist Eva die Hauptfigur. Sie lebt in einer eher konservativen, mittelgroßen Stadt in Deutschland und arbeitet als Erzieherin in einem Hort. Sie führt eine Beziehung mit Carla, die an der Uni Professorin ist. In der Stadt treten Menschen mit rechten Überzeugungen immer mehr öffentlich in Erscheinung.
Auch in Eva's und Carla's näherem Umfeld werden sie mit rassistischen und ausgrenzenden Meinungen und Aktionen konfrontiert.
Eva findet heraus, dass ihre Kollegin Katrin in einer "völkischen Siedlung" wohnt und in einer rechtsextremen Frauengruppe aktiv ist. Eva stellt eine Recherche über sie an und taucht kurzzeitig in eine Welt ein, die weit außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt. Weiterhin spitzt sich ein Familienkonflikt zwischen Eva und ihrer Schwester Silke zu, die rechtspopulistische Meinungen vertritt und verteidigt.
Carla wiederum hat an ihrer Universität mit der Gründung einer Gruppe von „Patriotischen Frauen“ zu kämpfen, die einen sogenannten „Feminismus von Rechts“ propagieren.

Wie ein roter Faden zieht sich durch den Film die Frage, welches Weltbild rechten Ideologien zugrunde liegt. Dazu entsteht eine Collage aus Gedanken, versuchten Antworten und anknüpfenden Fragen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel dieses Projektes ist es, einen Film zu realisieren, der über Frauen in der Neuen und extremen Rechten, deren Rollen und Positionen sowie über aktuelle rechte Strömungen in Deutschland informiert. Menschen sollen durch diesen Film dazu animiert werden, in Austausch darüber zu treten, wie wir rechten Meinungen entgegentreten können.
Der Film soll in der politischen Bildungsarbeit an Schulen wie auch an außerschulischen Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen bzw. über deren Erfahrungen und Meinungen zu sprechen.
Insbesondere wollen wir Menschen ansprechen, die sich noch nicht viel mit der Thematik beschäftigt haben, und diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation wie unsere Protagonistin Eva befinden und nicht wissen, wie sie mit solch einer Situation umgehen sollen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir alle sind (leider) konfrontiert mit rechten Meinungen und Taten, sei es in unserem nahem oder weiteren sozialen Umfeld, in Freundeskreis, Familie, Schule oder in den Medien, in der Arztpraxis, in der Schlange im Supermarkt usw.
Wir glauben, dass es wichtig ist, Plattformen für einen Austausch über den Umgang mit rechten Ideologien zu schaffen. Mit unserem Film wollen wir eine solche Plattform eröffnen und den Blick schärfen für oft gefährlich unterschätzte rechte und extrem rechte Frauen. Er soll Denkanstöße geben, um gemeinsam Strategien für ein solidarisches Miteinander und gegen menschenverachtende, rechte Meinungsmache zu entwickeln. Die Verbreitung, Sichtbarkeit und Wirksamkeit rechter und extrem rechter Ideologie hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Es ist wichtig, diese Entwicklungen nicht als „normal“ hinzunehmen, sondern ihnen JETZT aktiv entgegenzutreten.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Geld werden wir unser wundervolles Postproduktionsteam bezahlen: Die beiden Soundtechnikerinnen, das Team für AfterEffects und Schnitt und die Produzenten der Filmmusik. Außerdem müssen wir Ausgaben für die Miete unseres Animationsstudios decken und in Lichttechnik investieren.

Wer steht hinter dem Projekt?

Larusch Else: Ich arbeite als freie Künstlerin. Hauptsächlich bin ich in den Bereichen Tanz und Theater tätig und nutze diese beiden Sparten für die Aufarbeitung politischer Themen in künstlerischer, pädagogischer und/oder körpertherapeutischer Arbeit. Die Welt des Animationsfilmes ist für mich ganz neu und in vielerlei Hinsicht sehr groß und aufregend. Mit einer Mischung aus Größenwahn, Naivität und Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand arbeiten wir, unterstützt von vielen wundervollen Helfer*innen mit Herz und Seele an diesem Projekt.

Else Larusch: Ich arbeite seit dem Abschluss meines Kostümbildstudiums als freie Kostüm-und Bühnenbildnerin, vor allem in kollektiven Zusammenhängen.
Da ich schon seit vielen Jahren zeichne, male, sowie Modelle und Figuren baue, war der Sprung zum Stop Motion Film nicht mehr so groß. - dachte ich. Letztendlich war die Herausforderung größer als vermutet, aber der Film ist für mich zu einem Herzensprojekt geworden und ich bin sehr froh über den ganzen Prozess und den nun bald fertig gestellten Film.

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StopMotionFilm über Frauen in der Neuen und extremen Rechten
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