Projekte / Journalismus
Informationsportal über rechte Kundgebungen
"Reportagen und Liveticker von dort, wo es brennt. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" lautet unsere Beschreibung auf Twitter. Als wir im März 2015 unser Projekt starteten, hatten wir keine Ahnung, zu was es sich ein halbes Jahr später entwickeln sollte. Wir twitterten von fremdenfeindlichen Kundgebungen in Dresden, Bautzen, Görlitz und Freital. Im August erreichten wir mit unseren Tweets aus Heidenau drei Millionen Menschen. Jetzt wollen wir gemeinsam mit Euch Straßengezwitscher ausbauen.
4.130 €
3.000 € Fundingziel
114
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
26.12.15, 15:01 Alexej Hock

45% in neun Tagen – der klasse Start beweist, dass starkes Interesse an dem geplanten Informationsportal besteht. Vielen Dank an alle, die durch ihren Beitrag ihr Vertrauen uns gegenüber ausdrücken. Wie auch bei den Spenden für die laufenden Kosten unserer Berichterstattung wollen wir so transparent wie möglich darlegen, wofür das gesammelte Geld aufgewendet wird.

3.000 € ist eine geschätzte Summe, mit der sich eine arbeitsfähige Plattform programmieren und aufsetzen lässt. An Ideen für die Plattform mangelt es nicht, vielmehr entscheidet das Budget, was alles umgesetzt wird. Was schwebt uns da vor? Hier die Grundideen:

(Karto)Grafische Übersicht

Meistens sind es Facebook-Seiten, über die Rechte mobilisieren. Wenn man weiß, welche Facebook-Seiten existieren, kann man bei sorgfältiger Beobachtung herausfinden, wo sich Rechte verabreden. Noch schwieriger bis unmöglich ist es bisher, umgekehrt auf den ersten Blick zu erkennen, wohin Rechte mobilisieren oder wo eine Unterkunft belagert wird, und darüber zu den Organisatoren zu gelangen. Mithilfe einer Karte mit unterschiedlichen ein- und ausblendbaren Ebenen wollen wir genau das ermöglichen.

Ähnlich, wie wir es bereits bei Google Maps ausprobiert haben (Link zur Karte: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=zDoWkW0wiXXw.k3-838Xte2Zw ), wäre eine mögliche Ebene die Verortung rechter Facebook-Seiten. Mithilfe der Karte, die bereits über 10.000 Aufrufe hat, können sich Ortsfremde (ausdrücklich auch Journalisten) leichter orientieren: was sind die wichtigsten Seiten in bestimmten Regionen?

Auf einer weiteren Ebene könnten dann die anstehenden oder laufenden Aktionen eingeblendet werden. Wenn fünf zeitgleich laufende Aktionen mit einer geschätzten Teilnehmerzahl auf der Sachsen-Karte zu erkennen sind, sind die Ausmaße unser Auffassung nach besser zu begreifen als wenn man erst die einzelnen Seiten abklappern müsste um zu schauen, wer möglicherweise eine Demonstration organisiert.

#crowdgezwitscher

Dieser Hashtag drückt eine weitere Idee aus: Wir sind überzeugt davon, dass unter Euch mindestens genauso gute Twitterer sind wie wir. Im Idealfall soll es zu jeder eingetragenen Aktion in der Karte durch Klick auf das Symbol eine Seite geben, auf der Informationen zusammengefasst werden wie etwa Hintergrundinformationen, vergangene Aktionen oder ein Live-Report so wie ihr es von uns Straßengezwitscher gewohnt seid. Jedoch soll diese Berichterstattung nicht nur von uns erfolgen, sondern eben von all jenen, die Lust haben, sich an dem Projekt zu beteiligen, sich an gewisse Regeln halten und bewährt zuverlässig sind. Der Name „Straßengezwitscher“ wird damit zu einer Marke, die eine Berichterstattung nach journalistischen Standards garantiert. Ein Schwarm von mobilen Reportern, anders ausgedrückt: #crowdgezwitscher.

Wenn Ihr noch Fragen oder auch Ideen habt, schreibt uns!