Projekte / Journalismus
Informationsportal über rechte Kundgebungen
"Reportagen und Liveticker von dort, wo es brennt. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" lautet unsere Beschreibung auf Twitter. Als wir im März 2015 unser Projekt starteten, hatten wir keine Ahnung, zu was es sich ein halbes Jahr später entwickeln sollte. Wir twitterten von fremdenfeindlichen Kundgebungen in Dresden, Bautzen, Görlitz und Freital. Im August erreichten wir mit unseren Tweets aus Heidenau drei Millionen Menschen. Jetzt wollen wir gemeinsam mit Euch Straßengezwitscher ausbauen.
4.130 €
3.000 € Fundingziel
114
Unterstützer*innnen
Projekt erfolgreich
15.02.16, 17:01 Johannes Filous

Immer wieder sehen wir uns mit dem Vorwurf konfrontiert, dass die Informationen, die wir zur Verfügung stellen auch von Rechten genutzt werden können und dass es doch besser sei, sie nicht zur Verfügung zu stellen. Diesem Vorwurf möchten wir etwas entgegensetzen. Information, Aufklärung und Hintergrundrecherche sind wichtige Bestandteile in der Auseinandersetzung mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und sind das tägliche Brot eines Journalisten. Mit unserer an sich klassischen Berichterstattung zeigen wir auf, was sich auf den Straßen in Sachsen ereignet. Wir berichten meist live und konzentrieren uns nicht nur auf das Gesprochene auf den Bühnen der Veranstaltungen. Wir ermöglichen durch hochfrequente Live-Tweets einen Einblick in das aktuelle Geschehen, direkt, knapp, wertungsfrei. Unsere Berichte werden durch Videos und Fotos und immer häufiger auch durch eine Nachbereitung ergänzt.Wir berichten über große, bundesweit bekannte Demonstrationen aber auch über kleinere Versammlungen, die sonst keinerlei mediale Präsenz erfahren würden - und genau diese Präsenz ist wichtig. Warum? Weil es wichtig ist, einen öffentlichen Diskurs zu führen. Weil es wichtig ist, dass man sich auch über diese kleinen Veranstaltungen informieren kann. Information ist die Grundlage zur kritischen Auseinandersetzung mit einer Thematik.

Hier ein Beispiel:
In Dresden Laubegast versammelt sich in regelmäßigen Abständen eine Gruppe Rechter vor einer geplanten Geflüchtetenunterkunft in einem Wohngebiet. Diesen, meist unangemeldeten Versammlungen wurde vor allem zu Beginn versucht ein möglichst bürgerlichen Anstrich zu geben. Durch unsere Berichterstattung jedoch, ist einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, dass diese ‚bürgerliche Bewegung‘ durch einen NPD-Mann und die ‚Freie Kameradschaft Dresden‘ maßgeblich unterstützt wird. Neben all diesen Recherchen berichteten wir live von den Veranstaltungen in Dresden Laubegast und dokumentierten unter anderem den Einsatz von Pyrotechnik.


Im Laufe dieser Woche veröffentlichten wir neben den Liveberichterstattungen von mehreren Demonstrationen, eine Serie von Tweets, die sich mit den Flaggen, die bei Pegida in Dresden getragen werden, beschäftigt. Das Magazin ze.tt hat sich mit einigen dieser Tweets etwas genauer beschäftigt und erklärt hier etwas für eine Auswahl an Flaggen etwas mehr, als wir in 140 Zeichen für Euch aufgeführt haben: http://ze.tt/mit-diesen-flaggen-demonstriert-pegida-in-dresden/

Mit dem Ausbau unseres Projektes hin zu einer Informationsplattform möchten wir all diese Informationen bündeln und Journalisten und Interessierten zur Verfügung stellen. Wir möchten außerdem unser Team erweitern, um möglichst viele Aktionen im Raum Sachsen mit einer Liveberichterstattung abzudecken. Dafür benötigen wir Unterstützung von anderen Journalisten oder Interessierten, die sich der Berichterstattung stellen möchten. Wir freuen uns, bereits jetzt mehrere freie Journalisten, Fotojournalisten und Twitterer für unser Projekt gewonnen zu haben und sind überzeugt davon, dass diese Informationen einen wichtigen Bestandteil im Diskurs und der Auseinandersetzung mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darstellen. Es ist wichtig, sich kontinuierlich mit der Thematik auseinanderzusetzen und nicht nur dann, wenn es mal wieder knallt.

Vielen Dank für den enormen Zuspruch bis hierhin. An Ideen und Kooperationspartnern mangelt es nicht. In wenigen Tagen endet die Fundingphase und wir setzen uns an die Umsetzung mit einem professionellen Team.

Hinschauen statt wegschauen. Präzise, verifizierbar und gebündelt. Wir möchten neue Wege gehen und Straßengezwitscher und die Plattform so zu einer Art neuen Nachrichtenagentur heranwachsen lassen. Alleine können wir das nicht stemmen. Dafür benötigen wir euch, die #Crowd und das #crowdgezwitscher.

Über Startnext

Startnext ist die größte Crowdfunding-Commity für Projekte und Startups im deutschsprachigen Raum. Gründer*innen, Erfinder*innen und Kreative finanzieren und starten ihre Ideen gemeinsam mit der Crowd.

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6.869 erfolgreiche Projekte
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