TONIC – Journalismus auf Plakaten
Wir konsumieren Journalismus heute meist digital. Das stört uns nicht. Doch werden Debatten in der Öffentlichkeit dadurch schlechter sichtbar. Plakate mit journalistischen Inhalten – Reportagen, Kolumnen, Themenseiten – scheinen uns die Lösung des Problems. Die Plakate sollen dabei auf einer Seite investigative Geschichten zeigen und auf der anderen ihrem Namen gerecht werden: ästhetisch und plakativ Aufmerksamkeit erregen, in Clubs, Cafés und Bars.
1.107 €
950 € Fundingziel
75
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
20.04.2015

TONIC-Update: Plakate, Redaktion und Website

Fabian Stark
Fabian Stark2 min Lesezeit

Wir haben in den letzten Monaten an uns gefeilt, arbeiten an einem neuen Weg für TONIC und klären euch nun darüber auf:

Vom #Plakatjournalismus stehen noch zwei Poster aus: eines über Flucht durch Europa, eines über Clubdrogen in Berlin. Das mit dem „Journalismus zurück in den öffentlichen Raum“ haben wir uns anders ausgemalt. Mit den Cafés haben wir zu sehr die Wiener Kaffeehauskultur romantisiert, die Plakat-Themen sind uns in die Hände gefallen und wir haben sie auf DIN A2 ästhetisiert. Doch sollten sie irritieren, nicht verschönern. Darum denken wir die Plakate neu und über weitere Formen nach: Wo erregen bestimmte Geschichten am besten und wie erreichen sie die richtigen Leute? Was ist die Beziehung zwischen Aktivismus und Journalismus? Da wir aus unseren Erfahrungen lernen wollen, lassen wir uns für die bleibenden zwei Plakate Zeit; erwarten dürft ihr sie zwischen Juni und August. Danke für eure Geduld!

Auch online will TONIC weniger Contentflow und mehr aufreibende Recherchen, sodass wir mehr über Journalismus lernen und ihr bessere Geschichten lest. Darum verändern wir unsere Struktur von Textbearbeitungs-Redaktion zu Recherche-Teams, arbeiten langfristiger und setzen Themen individuell um. Für jedes Thema wollen wir dann eine geeignete Form suchen: Webreportagen, Geschichten auf Bettdecken oder on stage? Kann man journalistisch-künstlerisch Wirklichkeit schaffen oder eine Straße in ein Museum verwandeln? Wenn wir weiterdenken, was mit den Plakaten begann – der Abschied des Journalismus vom festen Platz –, verändern wir auch unser Selbstverständnis: Wir wissen nicht, ob wir TONIC darum bald besser interventionistisches Recherche-Kollektiv, journalistisches Kreativlabor oder experimentell-narrative Aktionsgruppe nennen sollten. Die Praxis liegt wohl dazwischen.*

Dazu bauen wir bis Sommer eine neue Website und verabschieden uns von ihrer kleinen Schrift und dem Kolumnen-Friedhof in der Sidebar. Dafür kommen größere Gestaltungsmöglichkeiten und ein vollends umgesetzter Gender-Button. Danke Christoph und Felix für das Aussehen TONICs heute wie morgen!

*Auch wenn wir womöglich beim Namen TONIC Magazin bleiben.

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