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Projekte / Literatur
(T)rainwriter - Schreiben 2.0
Mein Name ist Markus. Ich schreibe. Viel zu selten, viel zu wenig. Verquere Gedanken, kaputt im Kopf. Jeden Moment schon in Schriftform sehend streife ich durch mein Leben und will der Welt endlich das geben was sie braucht - meine Geschichten, meine Gedanken. Mitten in die Fresse - mitten ins Herz - mitten in die Augen.
Freilassing
Startphase
Beantworte drei kurze Fragen und hilf dem Starter.

Projekt

Finanzierungszeitraum 31.12.2016 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Fortwährend
Fundingziel 10.000 €
Stadt Freilassing
Kategorie Literatur

Worum geht es in dem Projekt?

Geschichten wie diese.

Und noch so viel mehr.

Gesellschaftskritik wie man sie noch nicht kennt.

Um das echte Leben. Einfach nur das, wie es nun mal ist.

Es folgt ein Beispiel:

(T)rainwriter Pt. 1 - Von der Liebe zum Kind im Manne

Träge und stumpf blicken meine Augen aus der von den fettigen Haaren des Vorgängers milchigen-schmierigen Glasscheibe. Langsam und wirr folge ich den Regentropfen, denen der Fahrtwind obskure Muster aufzwingt.Es regnet und stürmt während Felder, Wiesen, Strassen und Bäume an mir vorbeiziehen - welche Geschichten sie wohl zu erzählen haben? Singen sie Lieder von Schmerz, von Trauer, von Sehnsucht, von Verlangen, von Glück, von Freude?Am Liebsten würde ich sie fragen. Meter für Meter der Gleise abgehen und den Spuren der Vergangenheit hinterherjagen. Doch das tue ich nicht. Ich sitze einfach nur da, das Knie angewinkelt auf dem Lüftungsschacht des Zuges, krampfhaft mühte ich mich ab um die komfortabelste Position zu finden. Doch immer wenn man gerade denkt, dass kein einziger Muskel verspannt und man die Enge des Sitzplatzes irgendwie erträgt zwickt es wieder.

Irgendwo tut es immer weh. Ich schmunzle weil mir klar wird wie sehr eine Zugfahrt das Leben symbolisiert. Immer wenn man denkt es ist...zumindest...okay - tut es wieder weh. Irgendwo. Kleine Schmerzen, große Ängste, kleine Wunden, große Träume.Der Zug wird langsamer, die Bremsen hacken sich in die Räder und bringen sie zum Quietschen, Schreien, Pfeifen. “Nächster Halt....Bernau am Chiemsee” scheppert die viel zu laute Roboterstimme durchs Abteil und weckt all die Schlafträumer aus dem verspulten Halbschlaf den in dieser Form nur eine Zugfahrt beschwören kann. Müde aber dennoch viel zu wach sehe ich ein Pärchen. Eine hübsche Frau, geschätzt Ende 30, hält den Regenschirm und scheint sich von ihrem Mann zu verabschieden. Als ich mir gerade ausmalen will ob es ein Abschied auf Ewigkeit ist oder nur ein ganz simpler morgentlicher Abschiedskuss erkenne ich dass der Mann mindestens 60 Jahre alt ist.Ein alter Mann.Ob seiner hübschen jungen Frau denke ich mir “Der Mann hat vieles richtig gemacht...” und nicke ihm mit einem anerkennend-schelmischen Grinsen zu als er mir gegenüber Platz nimmt. Er ist nicht auffallend gut gekleidet, eher schlicht-sachlich. Ich mustere ihn, mein Nicken scheint er nicht verstanden zu haben. Erste Zweifel keimen in mir auf - was ist es, das ihm diese Frau beschert hat? Ist es überhaupt seine Frau?Er sieht nicht nach einem dieser Manager aus die den Dienstagabend mit einem Luxuscallgirl verbringen und sich von der Dame auch noch zum Zug bringen lassen, weil man ja eh genug bezahlt hat und nur einmal zum Schuss kam in der Nacht.Er sieht auch nicht aus wie ihr Bruder, als er beim leisen Anfahren des Zuges nochmal zu ihr sieht und ihr winkt. Andererseits - wer winkt seiner Frau denn noch im 21. Jahrhundert? Graues, mittellanges Haar bedeckt sein gepflegtes aber faltiges Gesicht.Den Kragen des Mantels hat er hochgestellt - was dieser wohl verdecken soll?Ich wende meinen Blick von ihm ab und versuche das Gesehene in Einklang mit meinem Weltbild zu bringen. Es will aber nicht gelingen. Ginge es um Geld oder Macht würde er wohl kaum in einem überfüllten Zug sitzen, neben Alkoholikern, pubertierenden Schulkindern und langsam verwesenden Greisen. Nein, das ist es nicht. Aber was dann?Er sieht nicht besonders gut aus. Wie ein Mann, der von seiner Hände Arbeit gelebt hat, etwas furchig, mitgenommen und zerwuschelt.Ich kann einfach nichts an ihm entdecken, dass mich beruhigt sagen lässt “Okay....deswegen hat er diese junge Frau an seiner Seite...verdient.”Die Frau war recht groß, schlank, lange glatte blonde Haare. Eine der Damen, die ihr Leben lang auf Händen getragen werden.Es will einfach nicht passen.Dann plötzlich, ohne Vorwarnung passiert das Unfassbare. Aus einem recht abgegriffenen braunen Lederkoffer zieht der Mann ein Buch. Es ist ein “Lustiges Taschenbuch”. Donald Duck, Mickey Mouse, Goofy, Tick Trick und Track. Gott habe ich diese Bücher verschlungen. Immer wenn ich krank war haben mir meine Eltern welche geschenkt - ich war schon fast froh krank zu sein. Zwieback, heisser Tee, Wärmflasche und das lustige Taschenbuch. Ich war ein glückliches...Kind. Genau. Kind.

Da sitzt mir dieser Mann gegenüber, der sich gerade von seiner bildhübschen, 30 Jahre jüngeren Frau verabschiedet hat und...liest ein Comicbuch. Er liest es ohne eine Miene zu verziehen.Sitzt einfach da und liest es. Wie damals der kleine Maki mit 8 Jahren in seinem Kinderbett. Ich verstehe die Welt nicht mehr.Dann klingt aus meinen Kopfhörern ein Lied, das ich schon ewig nicht mehr gehört habe. Es erinnert mich so sehr an meine Kindheit dass mir fast Tränen ins Gesicht schießen. “Nur mit dir” von Purple Schulz. Eine Ballade auf die Liebe, bittersüß und noch viel schmerzvoller. Ich sehe meinen Vater im Auto sitzen, das Lied lauthals mitsingend, meine Mutter lachend auf dem Beifahrersitz. Plötzlich kurz Stille, als bliebe alles stehen. Sie sieht ihn verliebt an. So verliebt, wie man nur einen Mann ansehen kann, der die Liebe verdient. Und ich erinnere mich an die vielen Male, die mir meine Mutter erklärt hat, wieso sie meinen Vater so liebt und niemals damit aufhören wird:

“Weil er sich das Kind im Manne bewahrt hat. Tief in ihm ist er noch ein kleiner Junge.”Wie Schuppen fällt es mir von den Augen.DAS muss es sein. Das ist es, was diesen gewöhnlichen alten Mann so bezaubernd macht für diese eine Frau, die darauf Wert legt. Er ist noch ein Kind und zwar ein verdammt cooles. Sitzt der einfach im Zug und liest dieses Comicbuch. Es ist ihm so scheissegal, was die Leute über ihn denken, denn er weiss - wenn er daheim ist legt er sich neben seine junge, schöne Frau um die ihn viele beneiden. In diesem Moment schaut er kurz auf, mir direkt in die verdutzten Augen. Und er lächelt ebenso schelmisch wie ich es vorhin tat. Als hätte er meine Gedanken gelesen und würde mir sagen “Gut erkannt, junger Freund.” Dann steckt er das Buch wieder ein, steht langsam auf und geht.

Verloren sitze ich da. Eine Begegnung reicher, die mein Denken beeinflussen wird. Ein magischer Moment? Vielleicht. Meine Augen schließen sich. Noch 35 Minuten Fahrt bis München Hauptbahnhof.

Es regnet.Ich lächle den vorbeirauschenden Bäumen müde entgegen und weiss welches Lied sie jetzt singen können: Das Lied von der Liebe zum Kind im Manne.

Ein wunderschönes Lied.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ziel ist es, mir Freiraum schaffen zu können um zu schreiben. So viel zu schreiben, dass der Name (T)rainwriter für eine Marke stehen wird, die Dinge so sieht und anspricht wie sie nunmal sind - und nicht so, wie es unsere weichgespülte, eindimensionale "schön-dass-es-uns-gibt" - Gesellschaft dies propagiert.

JEDEN sollte das interessieren.

Aber vor allem diejenigen, die sich einsam fühlen - einsam mit ihren Gedanken.

Die Mutlosen, die aber doch so viel zu sagen hätten.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Weil wir ECHTHEIT brauchen - mehr denn je.
Wir brauchen Sätze die weh tun, die uns endlich wieder Tränen ins Gesicht treiben, uns endlich wieder unseren Geliebten das sagen trauen was sie uns wirklich bedeuten.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Es wird benutzt um mir beruflich und finanziell Freiraum schaffen zu können - den ich dringend brauche um die Zeit fürs Schreiben zu haben.
Ausserdem sollen schwarze Wolken die über meiner finanziellen Gesundheit hängen eliminiert werden um endlich den Kopf frei zu kriegen für das wofür ich bestimmt bin.

Wer steht hinter dem Projekt?

Meine geliebte Freundin Sonja, meine Familie und meine wenigen aber guten Freunde.

Impressum
Markus Tillack
Kehlsteinstrasse 3a
83395 Freilassing Deutschland

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