Im Februar 2017 habe ich meine philo-poetische Novelle "Tage wie Türkis" veröffentlicht. Seitdem habe ich zahlreiche positive Rückmeldungen für mein Buch erhalten. Immer wieder wurde mir die Frage gestellt, ob das Buch auch als Hörbuch erscheinen wird. Diesem Wunsch nachzukommen, war mir bisher nicht möglich, weil die Verwirklichung eines solchen Projekts als Selfpublisherin, ohne Verlag im Rücken, mit erheblichen Kosten verbunden ist. Mit dieser Kampagne will ich den Wunsch endlich realisieren.
1.531 €
1.500 € Fundingziel 2
51
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
23.09.2019

Die Tage wie Türkis sind eingesprochen

Jennifer Mohr
Jennifer Mohr5 min Lesezeit

Hallo liebe alle,



wisst ihr, wo ich die vergangenen Tage gewesen bin? 

Am 19.9.2019 hatte ich meine voraussichtlich vorletzte Lesung von “Tage wie Türkis” in der LeseZeit in Bad Vilbel. Ein so stimmungs-voller Abend ist das gewesen und eine gute Übung für die darauffolgenden Tage… 



Bereits um 10 Uhr ging’s für mich am Morgen des vergangenen Freitags weiter auf eine dreistündige Autofahrt von Mainz nach Hilden, nur, um mich kurz vorm Ziel bei Köln doch noch schnell durch Stau und stockenden Verkehr zu quälen, um letztendlich auch noch fast zu spät zu kommen. Zu spät zu den Aufnahmen - meines ersten eigenen Hörbuchs! 



Es ist tatsächlich geschafft!


Türkis zum Hören ist seit dem 20. und 21. September im Kasten und ich bin wahnsinnig froh, ein bisschen stolz und mehr als erleichtert. Es war ganz aufregend und die Studioatmosphäre vor Ort war so dermaßen angenehm, dass ich fast ein bisschen traurig bin, weil es schon vorbei ist.



Ich hatte reichlich damit zu tun, alle Eindrücke in mich aufzusaugen. Fühlte ich mich anfänglich noch wie ein Schwamm, hatte ich samstags auf der Heimfahrt eher das Gefühl eines ausgetrockneten Flussbetts. Leute, ich konnte einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen und keinen vernünftigen Satz mehr formulieren :D

Freitags sind wir direkt um 14 Uhr ins Studio. Dort konnte ich Thomas Dellenbusch, dem Inhaber vom KopfKino-Verlag[/url], schon mal bei einigen seiner Hörproben lauschen. Er macht das echt gut! Dann sollte es auch für mich soweit sein. 



Letztendlich habe ich zwei Studiotage und 11 Stunden reine Einsprecharbeit für mein erstes eigenes Hörbuch benötigt. Ihr glaubt nicht, wie oft ich mich verhaspelt und versprochen habe. Maik Dobrint, der extra einen Song für mein Hörbuch komponiert hat, war aber, ebenso wie Thomas, echt geduldig mit mir.



Thomas: “Stopp - Du hast gelesen, “zurückgelegt”. Es heißt aber “zurechtgelegt”.

Jenny: “Alles klar.”

Maik: “Ok. Dann ab: Pferdehaar.”
Jenny: “Alles klar. Ab Pferdehaar.”
Maik: “Kein Problem.” - Los?

Jenny: “Warte, ich muss lachen.” 

Maik: “Kein Problem. - Los?

Jenny: “Ja, los!”

Maik: “Ok, los!”

Jenny: “Erst wenn du das Gefühl hast, deine Haut spannt so richtig, so schrecklich schön, erst dann, wenn deine wildesten Lachfalten sich frech zurückgelegt haben…

Thomas: "STOPP"
Jenny: “Scheiße. Sorry. Duppdiduppdidupp”.
Maik: “Kein Problem. Würdest du bitte damit aufhören auf deine Oberschenkel zu trommeln! Nochmal?
Jenny: “Ja, nochmal.”

Maik: “Bereit?”

Jenny: “Jap.”
Maik: “Und los!”

Jenny: “Erst wenn du das Gefühl hast, deine Haut spannt so richtig, so schrecklich schön, erst dann, wenn deine wildesten Lachfalten sich frech zurechtgelegt haben… 



Der erste Aufnahmetag war dann gegen 18 Uhr vorbei und wisst ihr was, da waren wir erst auf Seite 40 (!) und ich in freudiger Erwartung auf ein besseres Abendessen als meine Autobahnbifi und ein anderes Getränk als stilles Wasser (wie äußerst unpassend bei einem Hörbuch ;) 

Für ein erstes Mal, habe ich mich aber wohl gar nicht so schlecht geschlagen. Wir werden sehen…


Ich kann es noch gar nicht ganz glauben, dass ich jetzt um diese Erfahrung reicher bin. Danke, dass ihr mir dabei geholfen habt, mir diesen Wunsch zu erfüllen.

Dass es anstrengend werden würde, habe ich schon erwartet, dass es aber soso anstrengend wird, hätte ich wirklich nicht gedacht! Respekt an alle Sprecherinnen und Sprecher! Es ist nicht umsonst eine professionelle Ausbildung dazu notwendig. Allerdings konnte ich eine Woche vorher auch auf die wunderbare Hilfe einer lieben Logopädin (Danke, Fabienne!) zurückgreifen. Sie hat mich in Sachen Aussprache, Atmung und Betonung gebrieft und es sich auch nicht nehmen lassen, mich Tag für Tag zu beruhigen, als es ernster und ernster wurde. 
Jetzt fühle ich mich aber mit meinem Hunsrücker “isch, misch, disch”-Dialekt auch wieder ganz wohl.



Es tut mir leid, dass ich euch nicht schon vorher von den bevorstehenden Aufnahmetagen berichtet habe. Ich wollte diese Tage aber ganz bewusst (für mich alleine) genießen und sie auch nur so wenig wie möglich auf den sozialen Netzwerken teilen. Ich bin mir sicher, ihr versteht das. Jetzt bin ich aber umso bereiter für Fragen oder Anmerkungen. Ansonsten, halte ich euch gerne auf dem Laufenden. 



Wenn alles klappt, dann haben wir jedenfalls ein Datum: Im November 2019 könnte das Hörbuch “Tage wie Türkis” fertig werden :) Sobald ich die CD’s in den Händen halte, beginne ich auch mit dem Versand der Dankeschöns! Ich bin ja so nervös. 



Die nächste Bearbeitungsrunde muss allerdings jetzt erstmal von Maik durchstanden werden. Er wird sich alles von mir Eingesprochene nochmals anhören, schneiden, mastern und rendern und ich kann euch sagen, auch das ist nochmal ein ganz schöner Batzen Arbeit. Eine ganze Woche, meinte er. 



Für mich geht es jetzt an das Design und die Texte für das Booklet. Ich habe mich dazu entschieden, euch allen darin schriftlich zu danken!



Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,


Eure Jenny 


Impressum
Frau Türkis
Jennifer Hilgert
Nelly-Sachs-Straße 28
55129 Mainz Deutschland