Als ich 2007 aufs Land zog, habe ich von den Nachbarn eine 45-köpfige Schaf- und Ziegenherde geerbt und mich seither alleine um Finanzierung und Betreuung gekümmert. Inzwischen sind die Tiere älter geworden und benötigen spezielles Futter; auch die Tierarztkosten sind gestiegen. Daher bitte ich Euch um Unterstützung. Als Dankeschön habe ich einen Roman geschrieben, der nur über dieses Crowdfunding erhältlich ist und hoffentlich allen Freude macht, die sich für Tiere und ihre Rechte engagieren.
38.058 €
25.000 € Fundingziel 2
991
Unterstützer*innen
Projekterfolgreich
23.05.2020

Waahnsinn - 25.000 Euro erreicht!

Hilal Sezgin
Hilal Sezgin3 min Lesezeit

Liebe Freundinnen und Freunde (falls ich Euch bitte heute so sprechen darf),
gestern Abend – die Schafe waren geschoren, der Stall war neu eingestreut, und wir alle sanken ziemlich erschöpft in unsere Kissen bzw. Halme – also währenddessen hat das Crowdfunding die 25.000er Marke überschritten, somit ist sogar unser zweites Ziel erreicht!
Ich kann es ehrlich gesagt kaum glauben. Ich freue mich wahnsinnig über Eure Großzügigkeit, über Euer Interesse an dem Buch und Eure Anerkennung für meine Arbeit, die sich darin ausdrückt. Das Ganze gibt mir nicht nur eine wunderbare finanzielle Sicherheit (zumal in diesem Jahr, wo ich äußerst wenig verdienen werde – der größte Teil des Einkommens von Schriftstellerinnen hängt ja an Lesungen und öffentlichen Auftritten, nicht an den Texten selbst), sondern vermittelt mir auch so etwas wie, hhm, wie sag ichs unkitschig?, Nestwärme.
Ich nehme an, die meisten, die sich hier beteiligt haben, wünschen sich so viel Veränderung für unsere Welt und insbesondere mehr Gerechtigkeit für die nicht-menschliche Tiere, so oft sind wir dabei alleine in der Familie oder am Arbeitsplatz, bestreiten alleine ein Bullshit-Bingo nach dem andern, wirken wie bisschen Durchgeknallte („dogmatisch“, „extrem“) inmitten dessen, was sich „Normalität“ schimpft.
Eure rege Beteiligung an diesem Crowfunding erinnert mich mal wieder sehr eindringlich und auf sehr persönliche Weise daran, dass ich nicht alleine bin, dass wir nicht alleine sind; ich kann Euch nicht genug dafür danken und hoffe nur hoffen, dass der Roman ein wenig an Euch zurückgibt, und auch die Bilder von den Tieren, die ich immer mal wieder auf facebook poste. Es ist wunderbar, Teil einer solchen Community sein zu dürfen, die so viel Anteil nimmt.
Übrigens habe ich gerade ein neues „Projekt“ begonnen, von dem ich noch nicht weiß, wie lange ich es durchziehen werde; aber Corona-bedingt sind ja so viele Veranstaltungen ausgefallen, und es gibt so viele interessante Überlegungen zum MenschTier-Verhältnis zu bereden. Darum hab ich jetzt zwei Mal (heute Abend: drei Mal) Buchbesprechungen zu Tierrechtsthemen auf youtube eingestellt, in der Hoffnung, dass manche sie anregend finden, gerade wenn sie selbst wenig Zeit finden zu lesen. Auch dies ist ein Versuch von mir, trotz meiner ohnehin, und derzeit noch stärker, abgeschiedenen Lebensweise mit Euch in Kontakt zu sein und etwas Kleines zu „geben“.
Nun aber zurück zu den Schafen: Ich hänge Euch mal zwei Fotos an, auf denen Ihr seht, wie es hier vor 12 Jahren aussah. In wenigen Monaten wurden 21 Lämmer geboren (ich durfte den letzten Bock erst im Herbst 2007 kastrieren) lassen, vier davon brauchten die Flasche. Ich hab dann so eine Styropowarmhaltebox für vier Flaschen gebastelt, aber immer tanzte einer aus der Reihe. Oder aufm Heu herum. Lämmer sind einfach die Süßesten! Sogar nun, wo die seniorig werden, sind sie natürlich immer noch sehr süß :)
Ganz herzliche Grüße
von Hilal

P.S. Das NDR Kulturjournal hat einen tollen Betrag zu Buch und Schlachthofthema gemacht,: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/kulturjournal/Feuerfieber-Neues-Buch-von-Hilal-Sezgin-,kulturjournal7490.html?fbclid=IwAR0Nv3NRNTB1cpeB39cBPd4co06xyXVcCiRansXsLT--JhWeLp_bcep53mU

09.07.2020

Danke

Hilal Sezgin
Hilal Sezgin1 min Lesezeit
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