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Projekte / Theater
Zeit im Dunkeln
Eine Schauspielerin, ein Schauspieler und ein Musiker/Erzähler entwickeln unter der Regie von Alexander Schmidt einen Theaterabend, bei dem Henning Mankells Stück ZEIT IM DUNKELN mit den Lebensgeschichten von Asylsuchenden aus dem Dreiländereck Polen-Tschechien-Deutschland verknüpft wird. Die Produktion wird in der Kulturfabrik Mittelherwigsdorf bei Zittau Premiere haben und dann auf Gastspielreise gehen.
Mittelherwigsdorf
1.808 €
1.500 € Fundingziel
52
Fans
45
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Zeit im Dunkeln

Projekt

Finanzierungszeitraum 02.10.15 17:22 Uhr - 25.11.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 02.11.2015.-11.12.2015
Fundingziel 1.500 €
Stadt Mittelherwigsdorf
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Henning Mankells Stück ZEIT IM DUNKELN, welches das zentrale Element des Abends sein wird, beschreibt eine Nacht im Leben eines Vaters und seiner Tochter aus einem nicht näher bezeichneten islamisch-afrikanischen Land. Als illegale Flüchtlinge sitzen beide in einer Wohnung in Deutschland und warten darauf, dass „sie“ kommen – mit Papieren und Informationen, wie es weitergeht. Der Vater hält sich permanent bereit für die Weiterreise und klammert sich an den Gedanken, dass sie am nächsten Morgen aufbrechen werden. Die Tochter spricht schließlich aus, was der Vater genauso ahnen muss wie sie: „Nichts stimmt mehr, seit wir in Europa sind. Hier haben alle Lügen angefangen“. Niemand wird kommen, sie sind von den Schleppern übers Ohr gehauen worden. Und: Die Tochter glaubt nicht mehr, dass der Vater für beide einen Weg für beide aus dieser Situation weiß. Sie ergreift die Initiative. Das führt fast zur Katastrophe, nachdem dieser Rollentausch den Vater völlig aus der Bahn wirft. Im Morgengrauen werden die beiden aber schließlich alles hinter sich lassen und hinaus gehen.
Gleichsam als reale Spiegelung dieser fiktiven Geschichte wird der Musiker der Produktion, der Iraner Hosein Alizadeh, davon erzählen, warum er seine Heimat 2014 verlassen hat, wie er nach Deutschland kam, wie er dieses Land und seine Menschen erlebt und wie es weitergehen kann für einen, der an einem völlig fremden Ort ganz neu anfängt. Dazu kommen Teile aus weiteren Lebensgeschichten von Menschen, die alles Vertraute verlassen haben, weil sie – so wie Hosein Alizadeh – um Leib und Leben fürchteten oder mindestens keine Möglichkeit mehr sahen, anders ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Aktuelle Kurzmeldungen aus den Medien fügen dem Ganzen Schlaglichter zum aktuellen Stand der Dinge am Tag der jeweiligen Vorstellung hinzu.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wesentliches Ziel ist, das oben beschriebene Theaterprojekt in der Kulturfabrik Mittelherwigsdorf zur Premiere zu bringen und dann als Gastspiel an möglichst vielen Orten zu zeigen. Nach Möglichkeit an Orten, wo das „Asylproblem“ besonders große Spannungen erzeugt. Denn natürlich – und damit sind wir bei der Zielgruppe – ist es besonders wichtig, die zu erreichen, welche Asylsuchende grundsätzlich als Bedrohung empfinden, ihre Fluchtgründe für unzureichend halten oder aus anderen Gründen mehr oder weniger heftig dafür plädieren, sie gar nicht oder nur in absoluten Ausnahmefällen ins Land zu lassen. Wir glauben, dass das Sich Hineindenken und Hineinfühlen, besonders in konkrete und reale Lebensgeschichten, solche Positionen ändern kann.
Außerdem ist geplant, um die jeweiligen Vorstellungen herum konkrete Hilfe für Asylsuchende zu befördern. Dabei ist an möglichst unkomplizierte, praktische und schnell wirksame Dinge gedacht. Beispielsweise sollen sich Besucher der Vorstellungen direkt in eine Kontaktliste eintragen können, über welche sie an Asylsuchende vermittelt werden, die beispielsweise Hilfe bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen, oder dem Finden eines Sprachkurses helfen. Das klingt sehr simpel, gehört aber nach unseren Erfahrungen gegenwärtig zu den wichtigsten und am schnellsten wirksamen Möglichkeiten, praktische Hilfe für Asylsuchende zu leisten. Und sicher wird sich der eine oder andere unter dem Eindruck eines Theaterabends schneller bereit finden, seine Hilfe zur Verfügung zu stellen, als in einer anderen Situation.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Unterstützen sollte dieses Projekt jemand, weil sie oder er sowohl das Thema als auch die konzeptionelle Idee der Verknüpfung der fiktiven mit den realen Geschichten unterstützenswert findet und außerdem weiß, dass freies Theater fast immer sehr knapp öffentlich finanziert und deshalb auf andere Geldquellen angewiesen ist.
Das Projekt ist eine professionelle freie Produktion. Die bewilligte Förderung ist nicht ausreichend, um alle Kosten so zu decken, dass die Produktion ohne Einschränkungen durchführbar ist. Deshalb werben wir an dieser Stelle um finanzielle Unterstützung einer Theaterproduktion, die sich einem der gegenwärtig brennendsten Themen widmet.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Im Wesentlichen fehlt uns die Finanzierung der Betriebskosten unseres Probenraumes in der Kulturfabrik. Für Heizung und Licht kommt im November und Dezember einiges zusammen. Außerdem gibt es einen Engpass bei den Fahrtkosten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Produzent - Kulturfabrik Mittelherwigsdorf (http://www.kulturfabrik-meda.de/)
Einer der Orte, welche die Region um Zittau kulturell überdurchschnittlich reich machen. Unterstützt wird das Projekt durch die Kunstbauerbühne Großhennersdorf (http://kunstbauerbuehne.de/)

Konzeption/Regie - Alexander Schmidt
Studierte Dramaturgie in Leipzig. Mit Zittau und Umland kulturell verbunden, seit er 4 Jahre am Zittauer Theater engagiert war. Lebt als Freiberufler von Musik und Theater in Dresden.

Ausstattung - Franziska Weiske
Studierte Bühnenbild und Kostüm in Dresden. Bisher zwei Produktionen mit Alexander Schmidt. Beide freuen sich auf die dritte!

Schauspiel - Katja Schreier
Hat in Berlin Schauspiel studiert, will immer noch die Welt verbessern (am liebsten mit Theater) und kümmert sich zur Zeit um Zittauer Flüchtlinge und selbsternannte Adoptivkinder.

Schauspiel - Armin Rößler
Lebt im Dreiländereck Tschechien, Polen, Deutschland, beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Migration und ist der Initiator dieser Produktion. Verdient seine Brötchen ein- bis zweimal im Jahr mit Theater. Ist Ensemblemitglied der Kunstbauerbühne Großhennersdorf und arbeitet sonst in Oberseifersdorf bei Zittau als selbständiger Raumausstatter.

Musik/Erzähler - Hosein Alizadeh
Kam Ende 2013 als Flüchtling nach Deutschland und hat eine zeitlich begrenzte Aufenthaltsgenehmigung. Ist nach seiner kurzen Zeit in Zittau schon so bekannt, als wäre er Jahre dort. Das liegt vermutlich daran, dass er wirklich sehr schön Setar spielt und neben seiner Arbeit im Ausländerbeirat so viel macht, dass man in der Stadt einfach nicht an ihm vorbei kommt.

Impressum
Alexander Schmidt
Traubestraße 12
01277 Dresden Deutschland

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