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Auf dem Gelände eines verfallenen Munitionsdepots bereitet eine junge Schauspieltruppe die Inszenierung von „Ein Sommernachtstraum“ vor. Aus dem Shakespeare’schen Spiel der Verwechslungen wird gegenwärtiger Ernst, und in der Premierennacht kommt es zum Eklat. In dem Film soll es um die Menschen hinter den Künstlern, um deren Identitätskonzepte und Ideale und in letzter Konsequenz um das Streben und Scheitern in jedem gehen.
5.070 €
9.000 € 2. Fundingziel
52
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 ZETTELS KAMPF
 ZETTELS KAMPF
 ZETTELS KAMPF
 ZETTELS KAMPF

Projekt

Finanzierungszeitraum 20.06.18 10:54 Uhr - 31.07.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 23. August - 15. September
Fundingziel 4.500 €

Wir realisieren den Dreh mit einfachen Mitteln. Die fehlende Vollendung wird zum ästhetischen Grundgerüst erhoben, die Erzählung ist genau darauf ausgerichtet.

2. Fundingziel 9.000 €

Wir können etwas mehr aus dem Vollem schöpfen: Wir sind mit Bild und Ton freier und können einige Bilder umsetzen, die sonst abgespeckt werden müssten.

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin
Worum geht es in dem Projekt?

Handlung:
Der Film ZETTELS KAMPF erzählt die Geschichte von acht Schauspielern, die sich in einer alten Offiziersvilla im Wald einquartieren, um dort die Theaterinszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ zu proben. Kurz vor Beginn der Proben stellt sich heraus, dass der Regisseur abgesagt hat. Nach dem der erste Schock verflogen ist, richtet sich das Ensemble in der halbverfallenen Villa ein. Das gemeinsame Leben und Arbeiten auf engstem Raum lässt die Stimmung bald hochkochen. Nur zwei bewohnbare Zimmer für acht Menschen, Katzenwäsche unter der Gießkannendusche, wenig Schlaf und die Herausforderung, ein Theaterstück ohne Regisseur auf die Beine zu stellen, zehren an den Kräften. Am Tag wird geprobt und über den Inhalt und die Bedeutung des Stücks verhandelt, die Nacht verwandelt den ohnehin schon unheimlichen Ort in eine flirrende Kulisse, vor der die Protagonisten spielen, lieben und kämpfen. So entspinnt sich ein chaotischenthusiastisches Spektakel, in dem sich das Shakespeare’sche Verwechslungsspiel mit der Irrfahrt des Theaterensembles durch das Gemenge von Spielern und Figuren, Munitionsdepot und Zauberwald vermischt. In der Premierennacht kommt es schließlich zum Eklat und die verschiedenen Realitäts-Ebenen vermischen sich endgültig.

Titel:
„Zettel“, jene ikonische Figur des Sommernachtstraums, der zum Esel verwandelt, mit der Elfenfürstin Titania eine Liebesnacht teilt, durchzieht die verschiedenen Ebenen des Films. Eine feste Besetzung dieser Figur gibt es nicht. Durch die wandernde Eselsmaske inkarniert sich der ewig naive, ewig künstlerische Charakter in jedem der Akteure auf der Bildfläche. In dieser Verwandlung steckt die Möglichkeit sich vom kämpferischen Werben und Selbstbehaupten zu befreien und eine Brücke ins Komische zu spannen. Zettel zieht nach Don-Quixotischer Manier mit der Lanze der Narrheit gewappnet in die Schlacht gegen den engstirnigen Narzissmus im eigenen Ich und erzählt eine wirklich alternative Geschichte im Gegensatz zu identitären und neofaschistischen Weltbildern. Denn genau an dieser Stelle finden wir uns in einer „aus den Fugen geratenen Zeit“ (Shakespeare/Hamlet) um die digitalen Lagerfeuer herumsitzend, nach Sinn, Einheit und Wahrheit fragend und doch sprachlos vor dem Prisma der Deutungen wieder.

Drehort:
Drehort ist die obskure Kulisse eines verfallenen Militär-Geländes, die angrenzenden Waldstücke und die darauf befindliche ehemalige Offiziersvilla. Das ehemalige Munitionslager wurde 1934/35 von der Wehrmacht erbaut und nach dem 2. Weltkrieg durch die Sowjets übernommen. Nach dem Abzug der Roten Armee gingen die Gebäude teilweise in privaten Besitz über. Das Gelände umfasst Bunkeranlagen und Lagerhallen und eine Reihe von Villen, von denen uns eine als Drehort dienen wird. Das Haus ist mit seiner maroden Erscheinung wie geschaffen für die traumhaft verwunschene Atmosphäre, die den Hauptteil des Films prägen soll. Die Entdeckung der Anlage und ihrer dunklen Geschichte durch die Protagonisten ist für die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität entscheidend. In einer der Lagerhallen soll die improvisierte Theaterbühne ihren Platz finden, durch deren kreative Ausstrahlung die Figuren im Film den Ort zu beleben hoffen.

Zusammenarbeit mit dem Burgtheatersommer Rosslau:
Ein besonderes Merkmal ist die Zusammenarbeit mit dem Sommertheater der Burg Roßlau. Die acht Protagonisten sind gleichzeitig Schauspieler in der diesjährigen Spielzeit des Sommertheaters. Es wird eine Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ unter der Regie von Andrea Pinkowski geben. Damit wollen wir, wenn nicht ein einmaliges, so doch sehr besonderes Zusammentreffen von Fiktion und Realität beleuchten. Gleichzeitig spielt der Film eben diese Konstellation noch einmal von vorn, in leicht verändertem Setting, nach und bewegt sich damit sehr nah an einer fast dokumentarischen Aufarbeitung der realen Theatersituation, die künstlerisch überhöht wird. Filmregisseur Fabian Prokein spielte selbst in den Inszenierungen von „Romeo und Julia“ (2016) und „Peer Gynt“ (2017) mit. Ihm steht damit ein wohlbekanntes, mit dem Stoff vertrautes Ensemble zur Verfügung und es können Teile der Inszenierung in den Film einfließen. Die acht Schauspieler werden sich nach der letzten Vorstellung an die Filmarbeiten machen. Für die Produktion des Films konnte Benjamin Kolass, der seit 2005 den Burgtheatersommer leitet, gewonnen werden.

Impro-Film:
Der auf Improvisation basierende Film avancierte zuletzt zu einem Format, dem immer mehr Beachtung zukommt. Eigentlich ist es kein unbedingt neues Unterfangen, so entstanden z.B. Filme von John Cassavetes, Jean-Luc-Godard und andere bekannte Meisterwerke aus dem improvisierten Spiel. Das bedeutet, dass es kein fertiges Drehbuch, sondern einen roten Faden aus Grundsituationen und Figuren-Konstellation gibt, aus denen die Schauspieler ihre Rollen entwickeln. Dadurch ist es möglich einen ganz persönlichen, ganz intimen Ton in einem einzigartigen Moment zu treffen. In unserem Fall kommt ergänzend hinzu, dass ein eingespieltes Schauspielensemble bereitsteht, die Narration mit der Realität dieses Ensembles zu verschwimmen scheint und sich der Film genau an dieser Stelle auch mit den verschiedenen Deutungen, Wahrnehmungen und Konflikten von Realität und Fiktion beschäftigt. In einer Zeit, in der die mediale Deutungshoheit immer mehr zum Machtinstrument und Manipulationsmoment gerät, ist es uns ein Anliegen an dieser Stelle in eine künstlerische Auseinandersetzung zu treten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir wollen mit der modernen und realitätsnahen Erzählweise einen Film drehen, der ganz nah am alltäglichen Leben und doch mit der Vielschichtigkeit und dem entrückten Setting besonders und fremd anmuten mag. Wir hoffen damit, ein frisches innovatives Seherlebnis zu ermöglichen, das den Zuschauer in seinen Bann zu schlagen vermag. Ziel ist es mit dem Film eine Festivalauswertung zu erreichen und ihn so einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Über verschiedene weitere Distributionswege werden wir nach dem Dreh verhandeln. So steht auch ein Kinovertrieb und/oder eine Video-on-demand Vermarktung zur Debatte. Der Film soll ab 2020 auf Festivals laufen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Der Film ist vor allem ein Ringen um Standpunkte, künstlerischen Ausdruck und Selbstbehauptung. Er erzählt von jungen Menschen, die zum Spiegel der gegenwärtigen Identitätskrisenstimmung werden. Damit bringt er ein sehr aktuelles Thema aufs Tableau und versucht statt neo-nationalistischem Denken einen Ausweg anzubieten, der zum einen das Gemeinschaftliche betont und zum anderen verhärtete egozentrische Denkmuster mit ironischer Selbstreflexion konfrontiert. Das menschliche Streben und Scheitern anzuerkennen und schätzen zu lernen, bleibt als einzige Betrachtungsmöglichkeit bestehen. Damit möchte der Film einen Beitrag zum kulturellen Bewusstsein leisten, das für eine offenherzige Gesellschaft unerlässlich ist.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Burgtheatersommer ist bereits ein großer Schritt hin zur Verwirklichung auf personeller und organisatorischer Ebene getan. Trotzdem ist es schlichtweg nicht möglich, einen Film dieses Umfangs komplett ohne Geld zu drehen.
Dazu brauchen wir euch und eure Unterstützung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Im Herbst 2018 wollen wir 20 Tage drehen. Das Geld wird verwendet für:

- Technik-Equipment (Kamera, Licht, Ton)
- Transport- und Reisekosten, Nebenkosten, Requisiten
- Festplatten & Speichermedien

Wer steht hinter dem Projekt?

Bei dem Filmprojekt ZETTELS KAMPF handelt es sich um eine Low-Budget-Produktion unter der künstlerischen Leitung des Regie-Kamera-Gespanns Fabian Prokein und Jenny Fitz, produziert vom theaterBurg Rosslau e.V. unter der Leitung von Benjamin Kolass.

Regie
Regisseur Fabian Prokein absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Schauspieler am Michael Tschechow Studio Berlin. Nach einem Fest-Engagement am Theater Vorpommern kehrte er 2015 nach Berlin zurück. Seitdem ist er vor allem als Filmemacher tätig, und studiert Regie (Filmarche, Berlin), sowie Filmwissenschaft und Philosophie (FU Berlin).

Kamera
Für die Kamera verantwortlich ist Jenny Fitz (sie studierte an der Neuen Schule für Fotografie) und arbeitet seit dem als freie Künstlerin an Langzeitdokumentationen. Filmische und fotografische Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Michael Tschechow Studio Berlin, nain-Kollektiv und dem Burgtheatersommer Rosslau seit 2013.

Produktion
Benjamin Kolass studierte Literatur und Geschichte in Berlin, und nahm am „Young Entrepreneurs Program” in der Schweiz und den Niederlanden teil. Seitdem ist er an der Schnittstelle zwischen Kultur, Öffentlichkeit und Geld, in Jugendinitiativen, Tagungen und Festivals tätig. Seit 2005 leitet er den Burgtheatersommer Rosslau.

Regieassistenz
Valentin Bartzsch arbeitete drei Jahre als Schauspieler am Theater Ansbach. Mit Fabian Prokein verbindet ihn eine lange Freundschaft und wiederkehrende künstlerische Zusammenarbeit, zuletzt als Schauspieler in Prokeins Film „requiescat in pace”. Als Aufnahmeleiter und Regieassistent wird er seine organisatorischen Fähigkeiten einbringen.

Ausstattung
Lenki Behm absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Herrenmaßschneiderin, es folgten Kostümbildhospitanzen und -assistenzen u. a. am Schauspiel Köln, Staatstheater Dresden, Bayreuther Festspiele und der Oper Leipzig. Seit Sommer 2016 studiert sie Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Weißensee.


Der theaterBurg Rosslau e.V.

Website & Social Media
Impressum
theaterBurg e.V.
Benjamin Kolass
Weisestraße 49
12049 Berlin Berlin Deutschland

Der theaterBurg e.V. ist eingetragen im Amtsgericht Stendal
Vereinsregister des Amtsgerichstendal unter der: VR 34537
Steuernummer: 114/143/07401
Vertretungsberechtigte Personen: Benjamin Kolass
Verantwortlich für den Inhalt dieser WWW-Seite: Fabian Prokein

Kooperationen

theaterBurg Rosslau e.V.

Der Produktionsträger theaterBurg Rosslau e.V. veranstaltet in diesem Jahr seine 21. Spielzeit. Sein Anliegen ist es, alljährlich den Austausch zwischen den angereisten Künstlern und der ansässigen Bevölkerung zu fördern.

Michael Tschechow Studio Berlin

Das Michael Tschechow Studio Berlin ist eine Schauspielschule in Berlin-Kreuzberg. 1984 von Jobst Langhans gegründet, ist es ein wesentlicher Anspruch des Tschechow Studios, selbstbestimmte künstlerische Persönlichkeiten hervorzubringen. Da

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