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Projekte / Theater
Zu spät! Zu spät! Zu spät!
Zu spät! Zu spät! Zu spät! ist der Titel eines Theaterprojekts von Lothar Kittstein und Michael Lippold. Es geht um das Gesellschaftsphänomen des Coachings, um ständige Selbstoptimierung und die Suche nach der USP (=Unique Selling Proposition). Es geht um die drängenden Fragen der Überforderungsgesellschaft: In was steck’ ich da eigentlich? Ist das noch mein Leben? Wohin läuft es? Und soll es das schon gewesen sein?
Köln
2.538 €
2.400 € Fundingziel
51
Fans
31
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Zu spät! Zu spät! Zu spät!

Projekt

Finanzierungszeitraum 20.09.13 15:44 Uhr - 01.12.13 23:59 Uhr
Fundingziel erreicht 2.400 €
Stadt Köln
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

Fünf Frauen und Männer treffen aufeinander. Sie kennen sich nicht. Sie alle sind Teilnehmer an einem Coaching-Seminar, alle unzufrieden mit der eigenen Lebens- und Arbeitssituation. Alle wollen ihrem Leben eine neue Struktur, einen neuen Sinn geben und sich deshalb zum Work&Life-Coach ausbilden lassen.

Das Blockseminar bei Dr. B., einem berühmten Coach, soll Höhepunkt und Abschluss ihrer Ausbildung werden. Der erscheint aber nicht.

Was tun? Abbrechen? Oder besteht der Sinn gerade darin, auf sich selbst zurückgeworfen, umgeben von Fremden, zu seinen Stärken zu finden? Gibt es diesen Coach, auf den alle warten, überhaupt? Ist einer der Teilnehmer der getarnte Coach? Wird aus der Wartesituation ein lehrreiches gruppendynamisches Experiment, oder endet das Ganze als Gemetzel? So wie draußen, im echten Leben?

Am Anfang des Theaterprojekts Zu spät! Zu spät! Zu spät! stand selbst ein Coaching. Die Proben begannen für die Schauspieler im April als Coaching-Seminar, geleitet von einem echtem Coach. Aus den Ergebnissen, Übungen, Videointerviews und Improvisationen entsteht nun ein Theaterstück, in das die privaten Lebensläufe der Darsteller einfließen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Fühlen Sie sich manchmal überfordert?
Haben Sie das Gefühl, immer noch mehr Dinge gleichzeitig tun zu müssen?
Haben Sie STRESS?
Dann wird es höchste Zeit für dieses Theaterprojekt!

Zu Spät! Zu Spät! Zu Spät! balanciert zwischen dokumentarisch „echten“ und fiktionalen Elementen. Ziel ist eine produktive Verunsicherung über die Frage, was „echt“ und was „gespielt“ ist. Gibt es das – das „Eigene“? Bei Sartre waren die Hölle die Anderen. Heute ist die Hölle man selbst auf der Suche nach der USP, der Unique Selling Proposition.

Zu Spät! Zu Spät! Zu Spät! kooperiert mit dem Theater im Bauturm, Köln, dem Rottstr5 Theater, Bochum und dem Theater im Pumpenhaus, Münster. Auf diesen und weiteren Bühnen konfrontieren wir uns und das Publikum mit den drängenden Fragen der Überforderungsgesellschaft:
In was steck’ ich da eigentlich? Ist das noch mein Leben? Wohin läuft es? Und soll es das schon gewesen sein?

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Im Phänomen Coaching spiegeln sich wie in einem Brennglas die Symptome unserer überforderten Gesellschaft: Früher war es so einfach, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gab einen Chef, der war schon immer der Chef und blieb es bis zum Ende. Der Lohn kam jeden Monat. Mochten die Tage auch lang sein, so war doch nach Feierabend Schluss.
Heute verschwimmen die Grenzen zwischen Leben und Beruf. Hierarchien werden flacher, Organisationen flexibler – und alles wird undurchschaubarer. Die Geschwindigkeit nimmt zu.

Das alles erzeugt Stress. Und ein Gefühl von permanenter Überforderung. Wer bei diesem Rennen aus der Kurve zu fliegen droht, begibt sich in Behandlung. Die gute, alte Kontrollgesellschaft, die von klaren Fronten und offener Disziplinierung gekennzeichnet war, hat sich zur Therapiegesellschaft fortentwickelt, in der man nicht mehr hart bestraft, sondern freundlich behandelt wird. Die „weiche“ Selbstkontrolle durch Psychotechniken hat die alten Strategien der sozialen Kontrolle abgelöst.

Und weil nicht jeder gleich als verrückt oder krank abgestempelt werden will, weil er zum Therapeuten geht, hat sich eine Zwischenform besonders schnell verbreitet: das Coaching. Wer heute nicht mehr „klar kommt“, nicht mehr weiter weiß, wer einen Rat braucht, wer schnell(er) vorankommen will, lässt sich coachen. Oder, noch besser: lässt sich gleich selbst zum Coach ausbilden.

Das Theaterprojekt Zu Spät! Zu Spät! Zu Spät! nimmt sich den Biografien an, die dadurch entstehen: Sie sind bizarr, komisch, aber auch seltsam-tragisch und spiegeln die Widersprüche und Sehnsüchte unserer Gesellschaft wieder.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird zum einem Teil für das Bühnenbild und Videoeinsatz auf der Bühne verwendet. Der andere Teil soll dafür verwendet werden, den Eigenanteil, den alle Beteiligten leisten müssen, um diese Herzensangelegenheit zu verwirklichen, möglichst gering zu halten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Text: Lothar Kittstein
Böses Mädchen (2011, Auftrag Theater Bonn, Regie: Michael Lippold), Die Geister von Amnas (2011, Auftrag Theater Oberhausen), Die Bürgschaft (2011, Auftrag Schauspiel Frankfurt/Ruhrfestspiele), Je t’aime :: Je t’aime (2011, Schauspiel Frankfurt), Finnland (2011, Theater im Ballsaal Bonn/fringe ensemble), In my room (2012, Theaterhaus Gessnerallee Zürich), Marylin :: Eine Geschichte von Dir (2013, Schauspiel Frankfurt) u. a.

Regie: Michael Lippold
Böses Mädchen (2011, eingeladen zum Festival Stummer Schrei 2012), Tief in einem dunklen Wald (2012, Text Neil LaButes, Theater Bonn), Kasimir und Karoline (2012, Text Ödön von Horváth, Theater Bonn), Nathans Kinder (2013, Text Ulrich Hub, Rheinisches Landestheater Neuss) u.a.

Bühne + Kostüme: Sarah Bernardy
Engagements u. a. an Rottstr5 Theater, Bochum, Opera National de Nancy, Städtische Bühnen Wuppertal, Opera national de Montpellier, Stadttheater Ingolstadt, Staatstheater Hannover, Städtische Bühnen Osnabrück, Rheinischem Landestheater Neuss

Schauspieler: Sonja Baum, Karin Kettling, Karin Moog, Bernhard Bauer, Tobias van Dieken

Regieassistentin: Janna Dittmeyer

Produktionsleitung: Tobias Bader

Projektupdates

02.12.13

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, GANZ, GANZ HERZLICHEN DANK! Wir freuen uns sehr, dass wir mit eurer Hilfe unser Ziel erreichen konnten, sind gerührt, berührt, begeistert und, natürlich, riesig dankbar. Sobald wir von Startnext die nötigen Informationen erhalten, gehen auch die materiellen "Dankeschöns" an euch raus. Herzliche Grüße von mir und den Künstlerinnen und Künstlern!

28.10.13

Vielen Dank allen unseren bisherigen Spenderinnen und Spendern! Da das Programmheft demnächst in den Druck geht, werden wir Spenden, die ab dem 29. Oktober eingehen und einen "Eintrag im Programmheft" erhalten, mit einem Einlageblatt berücksichtigen. Vielen Dank für das Verständnis!

15.10.13

Allen Förderern und Unterstützern schon einmal vielen Dank! Bitte achten Sie aber darauf, wenn Sie ein Dankeschön bestellen: Wir können es Ihnen nur zusenden, wenn Sie sich anmelden und Ihre Adresse hinterlassen. Dankeschön!

Impressum
Zu Spät! GbR
Michael Lippold
Dürener Straße 232 c
50931 Köln Deutschland

Partner

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