Crowdfunding finished
Drei Studentinnen möchten zum Dialog über un/bezahlte Sorgearbeit anregen und auf die prekäre Situation von Care-Migrant*innen in der häuslichen Pflege aufmerksam machen: "24/7" für eine pflegebedürftige Person verfügbar sein, kaum Rechte, selten Freizeit, wenig Geld. Durch die Einnahmen des solidarischen T-Shirts soll langfristig eine Arbeitskleidung finanziert werden, die Aushandlungsprozesse in der häuslichen Pflege erleichtert. Hilf uns dabei, Pflege zu einem Thema für alle zu machen!
3,119 €
Fundingsum
63
Supporters
Charlott Roth
Charlott Roth Projektberater "Magnificent how the power of the crowd became visible here."
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 caredrobe – Lasst uns über Pflege sprechen!
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About this project

Funding period 10/2/20 12:49 PM - 11/3/20 11:59 PM
Realisation 01.11.2020 - 15.12.2020
Start level 3,000 €

Mit der ersten Charge sammeln wir Startkapital für die Realisierung einer Arbeitskleidung für Care-Migrant*innen. Ein T-Shirt kostet 29,95€, inkl. Versand.

Category Social Business
City Braunschweig

Project description show hide

What is this project all about?

Während die Corona-Pandemie Menschen dazu brachte vom Balkon aus für die tapfere Leistung von Pflegekräften zu applaudieren, blickten wir für ein Semesterprojekt zum Thema "Care" aus etwas weniger Distanz auf die Arbeitsverhältnisse im Pflegesektor. Erkennbar wurde ein brüchiges System, das bei Weitem nicht die Bedürfnisse der Beteiligten erfüllt, sondern stattdessen auf dem Rücken schlecht bezahlter Pflegekräfte stattfindet.

Nachhaltig beeindruckt hat uns die Situation der meist osteuropäischen Care-Migrant*innen in der häuslichen sog. "24-h-Pflege", ohne deren Arbeit die zunehmende Versorgungslücke an Pflegekräften in Deutschland nicht zu schließen wäre. Die Beschäftigung in einem deutschen Privathaushalt bringt in den meisten Fällen extrem prekäre Verhältnisse mit sich: Im Schatten der Privatsphäre und ohne Rechtssicherheit bzw. soziale Absicherung wird von den Care-Migrant*innen Tag und Nacht flexible Abrufbereitschaft und permanente Anwesenheit erwartet, was ebenso wenig als zu entlohnende Leistung anerkannt wird, wie die emotionalen, psychosozialen und kommunikativen Aspekte der Pflegebetreuung. Die Entgrenzung der Arbeit steht einer Begrenzung von Freizeit gegenüber, erschwerend kommen die Isolation der häuslichen Sphäre, sprachliche Barrieren und stark personalisierte Arbeitsbeziehungen hinzu.

Uns wurde klar: Wenn die Situation von Care-Migrant*innen, aber auch die Pflege bzw. Care-Arbeit sich im Allgemeinen verbessern soll, dann benötigen wir einen offenen und breiten Dialog, der zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung von Care-Tätigkeiten führt – sowohl im bezahlten als auch im unbezahlten Bereich. "vierundzwanzigsieben" sollte in keinem Arbeitsbereich den Standard setzen, umso wichtiger ist es, ihn öffentlich zu verneinen und anzuerkennen, dass Care-Arbeit uns alle betrifft.

What is the project goal and who is the project for?

Wir möchten caredrobe als ein Social Entrepreneurship gründen und durch den Verkauf der solidarischen T-Shirts* ganz konkret die Situation von Care-Migrant*innen in der häuslichen Pflege verbessern. Die Einnahmen sollen langfristig die Finanzierung einer Arbeitsgarderobe für die häusliche Pflege ermöglichen, die die Abgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit für Care Migrant*innen erleichtert. (Mehr dazu auf unserer Website)

Gleichzeitig sehen wir es als ungemein wichtig, dass die Aushandlungen über gute und faire Arbeitsbedingungen nicht nur im Privathaushalt stattfinden, sondern den Weg raus in die Öffentlichkeit finden. Dabei sollten wir uns die Frage stellen, auf wessen Kosten unsere Angehörigen gepflegt werden und auch wie wir selbst einmal gepflegt werden möchten. Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für die Situation hier und heute?
Falls das noch nicht Gesprächsstoff genug ist, lässt sich die Ablehnung von "vierundzwanzigsieben" natürlich auch auf andere Lebensbereiche und un/sichtbare Sorgetätigkeiten erweitern :)

*für die Produktion der T-Shirts kooperieren wir mit dem Modelabel STANLEY/STELLA, das mit den wichtigsten Gütesiegeln der Textilwirtschaft ausgezeichnet ist. (www.stanleystella.com)

Why would you support this project?

Über die Hälfte aller Menschen in Deutschland werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Die Wahrscheinlich ist also relativ hoch, selbst einmal davon betroffen zu sein oder für die Pflege einer nahestehenden Person verantwortlich zu sein. Spätestens dann wird es für jede*n von uns relevant, wie gute Bedingungen für Sorgetätigkeiten sein müssen, damit sich alle Beteiligten damit wohlfühlen.
Lasst uns das Thema nicht auf morgen verschieben, sondern jetzt darüber nachdenken, was Care-Arbeit – bezahlt und unbezahlt – für uns bedeutet und welche Arbeitsverhältnisse wir in Kauf nehmen, wenn wir diesen Dialog nicht führen.

Lasst uns an euren Gedanken und Gesprächen über Care-Arbeit teilhaben! Wir freuen uns über jedes Feedback an [email protected] oder über unsere Instagram-Seite: @caredrobe

How will we use the money if the project is successfully funded? 

Wenn wir unser Fundingziel von Minimum 100 T-Shirt-Bestellungen erreicht haben, geben wir die Produktion in Auftrag und alle Unterstützer*innen erhalten ihre Bestellung(en) Anfang Dezember.

Die erste Produktionsphase dient dazu, den Stein ins Rollen zu bringen und die Finanzierung weiterer Produktionen zu sichern. Auf lange Sicht verfolgen wir das Ziel, durch den Erlös der solidarischen T-Shirts eine speziell auf die Arbeit in der häuslichen Pflege entworfene Arbeitsgarderobe für Care-Migrant*innen finanzieren zu können – das eigentliche Herzstück unseres Projekts. Die symbolische Wirkung einer Arbeitskleidung umfasst nicht nur eine Abgrenzung des "privaten Ichs" von der Arbeitssituation im Privathaushalt, sondern greift auch Aspekte des Arbeitsschutzes auf, der in einer "24-h-Betreuung" besonders auf psychischer und emotionaler Ebene zu gewährleisten ist. Mehr Informationen dazu unter caredrobe.de

Who are the people behind the project?

Wir sind Emmelie Althaus, Anna Eckl und Leonie Matt und studieren derzeit Transformation Design im Master an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Wir beschäftigten uns vor allem damit, Methoden und Denkmuster des Designs auf gesellschaftliche Fragestellungen zu übertragen. Ziel unserer Designvorhaben ist das Hinterfragen und die Veränderung bzw. Optimierung von gesellschaftlichen Systemen und Strukturen im Sinne einer ökosozialen Transformation.

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