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Zwei erschöpfte schwäbische Rentner auf Wanderurlaub verirren sich auf der Suche nach einem Gasthaus. Endlich landen sie in einem ehemaligen Landgasthof, der nun ein Flüchtlingsheim ist. Das bemerken sie aber zunächst gar nicht, denn sie werden bestens bewirtet. Als die Gäste die Rechnung verlangen wird klar, dass es kein Gastgewerbe ist, sondern Gastfreundschaft. „Der Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens“ Juda Baruch (1786 – 1837 dt.Literatur- u.Theaterkritiker)
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Michael Schmidt Projektberater "This was a fantastic round of crowd financing."
04.12.2016

Yasin el Harrouk: "I gang hoim" - Die etwas andere Herbergs-Suche

Sanne Kurz
Sanne Kurz2 min Lesezeit

Liebe Fans,

kurz vor Weihnachten, ziemlich genau vor einem Jahr, fand Ysabel die wahre Geschichte um die Herbergssuche in der Zeitung letztes Jahr. - Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte um Fremd sein, Aufnahme und warmherzige Gastfreundschaft finden. Eine zutiefst menschliche Geschichte.

Gestern war ich auf dem Heimatkongress der Bayerischen Grünen. "Heimat ist das, was wir daraus machen", ein Ort, wo wir zur Ruhe kommen können, uns sicher fühlen. Heimat als offener, warmer Begriff, der Zugehörigkeit vermittelt und anbietet und sich dabei stetig neu schafft, durch die und mit denen, die einen Ort Heimat nennen. Heimat muss nicht in "die" und "wir" teilen. Deutsche Vertriebene, deutsche Flüchtlinge, die nach dem 2. Weltkrieg nach Bayern kamen, sind hier heute genau so beheimatet, wie Bayerische, Pfälzische, Italienische und Irische Flüchtlinge, die vor den Hungerwintern ihrer alten Heimat in die USA flüchteten, das gelobte Land, die neue Heimat. - Wir dürfen Heimat nicht den Ausgrenzern und Hassenden überlassen. Gerade nicht zur Weihnachtszeit.

"Die Herberge" ist ein überkonfessionelles und überparteiliches Projekt. Vertreibung und Flucht, genau so wie Menschlichkeit und Gastfreundschaft sind überparteiliche Werte, hinter denen wir als humanistische, demokratische Gesellschaft mit einer breiten Basis stehen.

Am Set dabei und am Projekt beteiligt waren Menschen aller Nationalitäten, politischen und religiösen Überzeugungen, Geflüchtete, die vor 70 Jahren, vor 30 und 3 Jahren zu uns kamen sowie jene, deren Familien schon 100 oder auch 1000 Jahre am gleichen Flecken lebten - obwohl von denen gibt es gar nicht so viele, ehrlich gesagt...

Einer, der sich selbstverständlich als Deutscher begreift, der das Deutscher-sein aber gerade erst behördlich beantragt hat; einer der jedoch ganz, ganz sicher Schwabe ist, denn dazu braucht man keinen Pass, ist Yasin el Harrouk. Er hat uns nicht nur ehrenamtlich wie alle Beteiligten als Darsteller zur Seite gestanden, er hat auch seine Heimatliebe für uns in einem spontanen Rap verewigt.

Unten könnt Ihr den Heimat-Rap "I gang hoim" schauen, teilen und weiter geben.

- Diesen Post will ich unseren Familien widmen, ohne die Heimat nichts wäre. -

Einen weltoffenen 2. Advent, mit Schwäbischem Rap von Marokkanischem Schwob, mit Adventskranz in atheistischem, russisch-deutschem Haus wünscht Euch Eure
Sanne

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