Crowdfunding since 2010

Gemeinschaft gegen Hass im Netz

Wir organisieren die Gegenrede gegen Hass im Internet. Trainiere Zivilcourage und das richtige Eingreifen in Kommentarforen und Sozialen Medien und misch DIch ein: - Schütze die Opfer von Hass-Kommentaren udn Shit Storms - Leiste öffentliche Gegenrede und animiere andere Zuschauer_innen & "friends" - Zeig Täter_innen ihre Grenzen und zeig ihnen einen Ausweg.
Funding period
11/16/17 - 1/14/18
Realisation
Januar bis Juni 2017
Website & Social Media
Minimum amount (Start level): 10,000 €

Gelingt es uns jetzt 10.000€ zu erhalten, gibt uns das Förderprogramm "Demokratie Leben!" 130.000€, damit wir die Plattform entwickeln und bauen können.

City
Lüchow
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22.11.2019

Eine Zukunft für LOVE-Storm

Björn Kunter
Björn Kunter3 min Lesezeit

Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

vor zwei Jahren konnten wir mit Deiner Hilfe den Eigenbeitrag für eine Startförderung durch das Programm Demokratie leben! aufbringen und LOVE-Storm ins Leben rufen. Seit letztem September sind wir online und inzwischen bundesweit bekannt. Doch jetzt ist unsere Zukunft gefährdet. Unsere Startförderung endet im Dezember und das Bundesfamilienministerium wird die Programmlinie gegen Hass im Netz nicht fortsetzen.

Die Bilanz von LOVE-Storm ist beeindruckend. Unser Online-Trainingsraum wurde im Juni mit dem Comenius Edumedia Siegel der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien ausgezeichnet. Innerhalb eines Jahres lernten über 1000 Menschen in Online-Rollenspielen, wie sie Hass und Hetze im Netz Paroli geben können. Über 200 Lehrer*- und andere Multiplikator*innen qualifizierten sich, um die Rollenspiele im eigenen Klassenzimmer durchzuführen. LOVE-Storm Trainer*innen stellten das Konzept bundesweit auf über 60 Fachveranstaltungen vor.

Auch die Aktionsplattform hat sich bewährt. Über ein Notrufsystem melden Betroffene Hassvorfälle im Netz und werden dann durch trainierte LOVE-Stormer*innen unterstützt. Niemand muss Hass im Netz alleine begegnen. Die LOVE-Stormer*innen stärken Angegriffene, mobilisieren andere Zuschauende und grenzen den Hass ein, damit er sich nicht unwidersprochen weiterverbreitet.

Digitale Zivilcourage funktioniert: Oftmals lassen sich Situationen deeskalieren. Betroffene berichten, dass schon einzelne unterstützende Kommentare ihnen geholfen haben, den Schock des Angriffs zu überwinden und wieder selber auf den Angriff reagieren zu können.

Auch in der Öffentlichkeit war LOVE-Storm präsent. Auf den großen #unteilbar Demonstrationen verteilte das LOVE-Storm Team 10.000 Anleitungen zur digitalen Zivilcourage. Als ein Berliner Gericht Renate Künast bescheinigte, dass sie sich sexualisierte Beschimpfungen gefallen lassen müsste, launchten wir die LOVE-Storm App, über die solche Beschimpfungen gemeldet werden konnten. Nach dem Mord an Walter Lübcke startete LOVE-Storm mit Partnern eine Online Petition für ein #NetzohneHass und rief 8500 Unterzeichner*innen dazu auf, einen Tag lang keinen Angriff auf Politiker*innen unwidersprochen zu lassen. Nach dem Anschlag von Halle widersprachen LOVE-Stormer einen Tag lang antisemitischen Verschwörungstheorien auf Facebook. Immer mehr Medien berichten über LOVE-Storm, auch weil Prominente wie Künast, Natascha Kampusch, Sawsan Chebli und andere das Projekt unterstützten.

All das darf jetzt nicht einfach aufhören. LOVE-Storm wird gebraucht: Betroffenen von online-Hassangriffen wollen wir auch zukünftig nicht alleine lassen. Jede Woche fragen neue Schulen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen um Unterstützung an.

Um unsere Arbeit dauerhaft fortsetzen zu können, suchen wir bis zum Jahresende 300 Menschen, die uns jährlich mit 35-250+ Euro unterstützen.

Kannst Du uns mit Deiner Dauer- oder Einzelspende eine stabile Zukunft geben?

Danke für Deine Hilfe!

Björn Kunter
und das ganze LOVE-Storm Team

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Love-Storm gegen Hate Speech
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