Crowdfunding finished
"Palmen in Castrop-Rauxel" - Ein Buch über Träume, Mut & Geld.
Ein Buch über Träume, Mut und Geld. Vollgepackt auf über 200 Seiten mit fesselnden Geschichten, Hintergrundinfos und praktischen Tipps. Wir zeigen dir, wie du neben der Arbeit/Studium/Schule endlich dein eigenes Ding startest!
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21.10.2013

10.000 Euro, eBooks und die 13. Geschichte

Felix Plötz
Felix Plötz6 min Lesezeit

Henning hat uns gestern folgenden interessanten Eintrag auf die Pinnwand gepostet. Der Post ist nicht unkritisch und es geht darin um einige wichtige Fragen zu unserer Crowdfunding-Kampagne. Daher möchten wir gerne hier im Blog antworten.

"Ahoi , Felix und Dennis !
Ich bin etwas zerrissen. Bandbreite und Potential der vorgestellten Geschichten finde ich toll. Aber: Habt ihr das Crowdfundingkonzept nicht verstanden oder nur weiterentwickelt ? Bei 10000 Euro geht ihr, auch wenn ihr kein einziges Buch verkauft, ohne Schulden aus dem Projekt. Wollt ihr euch durch die Protagonisten des Buches ueber Startnext sponsern lassen? Der Palmenmann hat ja den Anfang gemacht. Gesetzt den Fall, ein Typ legt euch fuer die 13. Geschichte wie verlangt 10000 Ocken auf den Tisch. Arbeitstitel: Wie ich aus meiner 12 jaehrigen Tochter einen Pornostar machte . Wie werdet ihr den wieder los ? Oder: Wisst ihr schon wie kaeuflich ihr womoeglich seid ?"


Hallo Henning,
danke für deinen Beitrag hier. Ich finde deine Meinung sehr wichtig und spannend!

Also: Zunächst mal haben wir uns mit 10.000€ tatsächlich ein sehr hoch gestecktes Ziel gesetzt. Das ist uns bewusst und kam auch von vielen Supportern als Feedback, u.a. auch von Van Bo hier auf der Pinnwand.

Warum machen wir das? Warum gehen wir das Risiko ein, dass wir unter 10.000€ rauskommen und das Projekt scheitert? Warum machen wir es uns nicht einfach und veranschlagen nur 5.000€ (womit die Schwelle, dass wir das Geld behalten dürfen und nicht alles rückabgewickelt wird, ja deutlich niedriger ist) und behalten einfach alles on top? Warum überhaupt Crowdfunding und nicht Print-on-demand oder das Buch nur als eBook?

Dafür gibt es 2 Gründe.
1. Unser Buch handelt ja von ganz normalen Typen, die ohne besondere Voraussetzungen etwas Cooles hinbekommen haben. Die nicht mit einem Millionen-Marketingbudget irgendwas mit Gewalt in die Welt gepresst haben, sondern deren Ideen einfach so spannend waren, dass sie ankamen! Dass die Leute, die Nicos Musik hören, Evas Kleider tragen oder Thomas Palmen zuhause stehen haben, das tun, weil sie es GERNE tun und sich bewusst dafür entschieden haben, und nicht weil sie von der Tausendsten Werbung ge-brainwashed wurden…

Wir sind der festen Überzeugung, dass das keine Ausnahmeerscheinungen sind, sondern dass es für sehr viele von uns möglich ist: Seinem Herzen zu folgen, sich richtig reinzuhängen, Gas zu geben und dabei Spaß zu haben und dabei der Welt etwas zu geben, dass sie MÖCHTE.

Geht das wirklich? Schaffen das normale Typen wie du und ich? Oder haben wir uns nur die wenigen Ausnahmen rausgepickt und zeichnen ein ganz unrealistisches Bild von der Welt?

Um das herauszufinden, ist diese Crowdfunding-Kampagne so, wie sie ist.
Sie hat ein sehr hoch gestecktes Ziel, vielleicht ein zu hoch gestecktes. Wir glauben an die Idee und hängen uns voll rein. Aber sehen das andere auch so? Sehen das nur eine Hand voll Leute so wie wir, oder sind es viele? Die Kampagne ist ein bisschen der Proof-of-Concept, ob auch andere genauso hinter dieser Idee stehen und es sich zutrauen, ihr eigenes Ding zu machen. Deswegen gehen wir das Risiko ein, mit 8.000€ zu scheitern, statt mit 5.000€ plus 3.000€ wie die strahlenden Gewinner dazustehen.

Und deswegen wollen wir auch die Crowd hören.

Wenn ich – egal wem, egal wo – von unserem Buch erzähle, höre ich die spannendsten Geschichten, die denen in unserem Buch so nahe kommen. Ich glaube deswegen, dass wir ein sehr realistisches Bild zeichnen und dass es noch eine Million anderer, cooler, faszinierender, witziger Geschichten gibt, wo Leute Ihrem Herzen gefolgt sind, nebenher angefangen haben und damit erfolgreich der Welt etwas geben, das sie möchte!
Diese Geschichten möchten wir von euch hören und sie der Welt erzählen.

2. In diesem Projekt steckt unser ganzes Herzblut. Wir investieren jede freie Minute und das tun wir gerne. Wir wollen, dass dieses Buch so geil wie möglich wird. Und deswegen kommen Print-on-demand und eBook nicht wirklich infrage. Es geht ja auch um Freiheit und wir wollen nicht von Anfang an darauf festgelegt sein, dass nur eine relativ kleine Gruppe von Lesern Zugang hat (die elektronisch lesen) bzw. dass das Buch zwingend auf creme-farbenem 90g Papier herauskommen MUSS. Das möchten wir gerne selbst entscheiden und die Freiheit dazu haben. Deswegen planen wir, es selbst drucken zu lassen, so wie wir das Buch am geilsten finden und nicht, wie die Vorgaben eines Print-on-demand Anbieters sind.

Also: Stehen wir mit der Idee, für die unser Buch steht, alleine da oder hat sie das Potenzial, wirklich etwas zu verändern? Findet die Idee genug Unterstützung, um dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen?

Wir hoffen ja.

Und dabei ist es auch okay, dass der eine unterstützt, indem er das Buch kauft und der andere mit seinem Bild und seinem Namen hinter der Idee steht. Ich finde, das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen darf und die eine ganz persönliche ist.

Zuletzt zu deiner Frage nach der 13. Geschichte.
Ja, wenn das Geld für das Lektorat, das Design, den Druck, etc. daher kommt, dann ist das ok. Es zeigt, dass jemand an die Idee glaubt, weil es selbst erlebt hat(!) und es ihm wichtig ist, diese Erfahrungen mit den Lesern zu teilen. Dass er uns an seinem Weg, seinen Ängsten, Zweifeln und seinem (vielleicht ganz mickrigen?) Anfang teilhaben lassen möchte.

Nein, wir werden keine 12-Jährigen Pornodarstellerinnen, keine Drogenhändler und keine Waffenschmuggler aufnehmen. Ich glaube, das zeigen auch unsere anderen Geschichten, dass wir das nicht vorhaben.

Aber mal ganz ehrlich: Angenommen, du kennst jemanden, der etwas RICHTIG Verrücktes aus Leidenschaft nebenher angefangen hat, dann würde mich das als Leser interessieren! Etwas, das niemandem schadet, sondern was die Welt interessiert (wäre es nicht so, wäre er ja gescheitert und nicht damit erfolgreich). Etwas, wo man denkt, „Wow – das hat der/die sich getraut? Was sollen denn die Nachbarn denken?“. Her damit!! :-)

Ich hoffe, ich konnte dir einen etwas tieferen Einblick geben, was wir uns mit der Kampagne gedacht haben und warum wir an dem ambitionierten Ziel von 10.000€ festhalten und (an dieser Stelle) nicht auf den gut gemeinten Rat von Van Bo und anderen gehört haben.
Wenn du noch Fragen hast, schick mir doch einfach deine Tel. Nr. per PN, dann ruf ich dich an. Das ist sicher praktischer als alles zu schreiben.

Viele Grüße
von Dennis und mir