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trackle ist ein Temperatursensor, der Frauen dabei hilft, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Beim Eisprung steigt die Körperkerntemperatur – und nur rund um den Eisprung sind Frauen fruchtbar. Wenn man also den Temperaturanstieg erkennt, weiß man, wo’s lang geht – je nachdem, ob man schwanger werden will oder gerade nicht. trackle erfasst die Temperatur automatisch und die ganze Nacht lang – so kann man sicher den relevanten, nämlich den niedrigsten Wert ermitteln.
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18.03.2017

Datenschutz ist businesskritisch

Maxim Loick
Maxim Loick3 min Lesezeit

Es ist ja mehr als nur ein Gründungsmythos, dass Katrin eigentlich trackle kaufen wollte, und sie es, da es kein solches Produkt gab, dann einfach selbst erfunden hat. Wir sind mit trackle gestartet mit dem klaren Ziel, dass wir es selbst verwenden wollen.

Bei allen Überlegungen hat von Anfang an immer eine zentrale Rolle gespielt, wie wir mit den gemessenen Daten umgehen wollen. Einerseits ist es hoch sinnvoll, die Daten in der Cloud zu verarbeiten, schon allein aus Gründen der Software-Architektur: Wenn wir das System verbessern, verbessern wir es immer gleich für alle Nutzerinnen, wir können sicherstellen, dass niemand aus Versehen einen Sensor verwendet, der nicht auf dem neuesten Stand ist. Darüber hinaus können wir mit den Daten in der Cloud die Prognosen, die trackle stellt, erheblich genauer validieren und die Sicherheit signifikant erhöhen.

Gleichwohl sind uns auch Geschichten wie diese hier bekannt: Eine Frau berichtet, wie sie ihren Zyklus trackt und tatsächlich schwanger wird. Dann erleidet sie eine Fehlgeburt - erhält aber zum errechneten Geburtstermin Glückwünsche und Windeln von einem Hersteller, weil ihre Daten einfach weitergegeben wurden. Eine Horrorvorstellung. So etwas, haben wir uns geschworen, darf mit trackle niemals passieren!

Wir haben deswegen darüber nachgedacht, wie wir bei trackle mit Daten umgehen wollen:

  • Wir erheben wirklich nur die Daten, die wir zur Berechnung des Zyklus benötigen. Das entspricht auch dem Gebot der Datensparsamkeit, wie die europäische Datenschutzgrundverordnung es fordert.
  • Wir verwenden die Daten nur zur Berechnung des Zyklus - und zu nichts anderem. Wir geben sie nicht an Dritte weiter, unser Businesscase liegt im Verkauf von trackle Systemen und nicht im Verkauf von Daten.
  • Wir schützen die erhobenen Daten gegen Hacker*innen. Dazu haben wir uns mit der ubirch GmbH eine der versiertesten Krytoexpertinnen der Welt als feste Partnerin ins Team geholt (namentlich ist das im Wesentlichen Michael Merz, der schon mit mir schimpft, wenn ich Passwörter verwende, die unter 20 Zeichen lang sind!)
  • Im Moment befindet sich trackle noch im Aufbau, aber sobald wir produktiv in Betrieb gehen, wollen wir uns von unabhängiger Stelle bestätigen lassen, dass wir das alles auch tatsächlich so tun, wie ich hier behaupte.

Im Detail bedeutet das:
Der Sensor übermittelt die gemessenen Daten an die Basisstation nur, wenn er in die Basisstation eingelegt ist. Die Basisstation wiederum überträgt die Daten verschlüsselt an die trackle cloud, dabei verwenden wir das CoAP Protokoll. Ein zentrales Element des trackle Ansatzes ist eine statistische Auswertung aller Meßwerte aller Nutzerinnen. Dies dient der kontinuierlichen Verbesserung unserer Verfahren. Bei dieser Auswertung gibt es keinen Bezug zu personen-identifizierenden Daten. Die Userinnen werden dabei mit einer pseudonymen ID identifiziert.

Die Übertragung von der trackle cloud auf das Smartphone erfolgt über das verschlüsselte TLS-Protokoll. Wer Interesse hat, darf auch unseren Quellcode einsehen, den wir bei Github offengelegt haben. Die von uns eingesetzte Platform der ubirch GmbH haben wir vor allem mit dem Fokus auf Sicherheit, Datenschutz und Datenintegrität ausgewählt.

11.02.2017

FAQ

Katrin Reuter
Katrin Reuter4 min Lesezeit
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trackle - wann kann ich schwanger werden?
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