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Projekte / Science
Mehr als dreitausend Menschen ließ Adolf Haas als KZ-Kommandant von Niederhagen/Wewelsburg und später in Bergen-Belsen sterben oder von der SS umbringen. Einige Häftlinge, auch jüdische, schützte der emporgekommene Bäcker dagegen, solange sie ihn mit Musik und Kunstgegenständen unterhielten. 1944 wurde Haas degradiert, seine Spur verliert sich in den Kriegswirren. Bis heute gilt er als verschollen. Die erste Täterbiografie über Haas unter Verwendung erstmals ausgewerteter Archivalien.
3,257 €
3,000 € Funding goal
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Project successful
Sponsored by Crowdfunding Berlin
10/16/19, 9:50 PM Jakob Saß
Liebe Freunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, die Arbeit eines Autors endet nicht, wenn das fertige Buch endlich im Handel erhältlich ist. Ganz im Gegenteil: Dann geht es erst richtig los! Umso mehr freue ich mich, euch alle als Dankeschön für eure Crowdfunding-Unterstützung zu den ersten Buchpräsentationen im November 2019 einzuladen. Anlässlich des Jahrestages des Novemberpogroms 1938 reise ich für zwei Termine in die Heimat von Adolf Haas: Freitag, 8.11.2019 Mogendorf , Evangelische Kirche, Fuhrgasse 6B, 56424 Mogendorf Beginn: 18 Uhr, Eintritt frei Buchvorstellung in der ehem. Synagoge Mogendorf Samstag, 9.11.2019 Hachenburg , Vogtshof, Mittelstraße 2, 57627 Hachenburg Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei Buchvorstellung in Haas‘ Heimatstadt mit Eröffnungsreden des Hachenburger Bürgermeisters und des Stadtarchivars, im Anschluss Eröffnung der Begleitausstellung „Lebensspuren des KZ-Kommandanten Adolf Haas“ der GeschichtsWerkstatt Hachenburg Ende November stelle ich das Buch in Berlin vor. Hier steht Haas‘ Kolonialerfahrung als junger Marineartillerist im Ersten Weltkrieg im Vordergrund. Ob und wie sich diese Zeit auf seine spätere SS-Karriere auswirkte, diskutiere ich mit dem Historiker Jonas Kreienbaum: Sonntag, 24.11.2019 Berlin , Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin Beginn: 11 Uhr, Eintritt frei Buchvorstellung und Diskussion mit Jonas Kreienbaum, Moderation: Christoph Kreutzmüller Weitere Termine sind für das neue Jahr geplant, darunter 9.2.2020, Gedenkstätte Bergen-Belsen und 17.9.2020, Stadtarchiv Siegen . Ich freue mich sehr auf euer Kommen. Ansonsten natürlich auch über Lesekommentare und Bewertungen zum Buch auf den gängigen Online-Buchshops und auf der Verlagsseite . In den nächsten Wochen erscheinen voraussichtlich noch einige Presseberichte. Bisher schrieb Sven Felix Kellerhoff von der WELT am 6. September ( „Hat dieser KZ-Kommandant den Krieg überlebt“ ) und Armin Fuhrer bei Focus Online am 1.10. ( „Hat Hitlers SS-Kommandant Haas den Krieg überlebt?“ ) über das Buch. Herzliche Grüße Jakob Saß
9/19/18, 10:07 AM Dr. Alexander Schug
Liebe Unterstützer/innen, sicher warten Sie schon gespannt auf die HErausgabe der von Ihnen unterstützten Sass-Biografie. Der Autor arbeitet mit Hochdruck daran, diesen Herbst werden wir das Manuskript bearbeiten und druckfertig machen. Spätestens Anfang 2019 sollte das Buch ausgeliefert werden. Wir bitten um ein wenig Geduld, aber die wird sich lohnen. Danke und Gruß, Alexander Schug (Verleger)
5/24/18, 4:55 PM Jakob Saß
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, mit eurer und Ihrer Hilfe nimmt die Biografie von Adolf Haas immer mehr Gestalt an. Der Großteil des Buches steht, noch ist allerdings offen, wo die Geschichte endet. Wenn ich nicht über den Akten sitze und seinen Karriereweg in der Lager-SS nachverfolge, recherchiere ich hartnäckig weiter zu seinem Verschwinden im April 1945. Ich will mich immer noch nicht damit zufrieden geben, dass ihn die Behörden 1950 einfach für tot erklärten, ohne konkrete Anhaltspunkte. Seit seiner Abkommandierung aus Bergen-Belsen im Dezember 1944 gehörte er dem 18. SS-Panzergrenadier-Ersatzbataillon an, das seit Januar 1945 in Hamburg-Langenhorn stationiert war. Von dort aus wurde er nachweislich mindestens einmal als Beisitzer in einem SS- und Polizeigericht im nahe gelegenen KZ Neuengamme eingesetzt, wo er einen fahnenflüchtigen SS-Führer zum Tode mit verurteilte. Die meisten anderen Beteiligten des „Gerichts“ sowie der KZ-Kommandant Max Pauly setzten sich zu Kriegsende über die „Rattenlinie Nord“ ab und tauchten mehr oder weniger erfolgreich unter. Haas, der keineswegs ein Fanatiker war, der sein Leben für den "Endsieg" geopfert hätte, hatte immer das Talent gehabt, sich aus schwierigen Situationen herauszuwinden. Gut möglich, dass ihm ebenfalls die Flucht gelang, unterstützt von seinen SS-Kameraden. Von Stefan Hördler, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora habe ich erfahren, dass Haas' Bataillon offenbar ein "Sammelbecken der Lager-SS für einen künftigen Fronteinsatz" war, in dem sich auch viele SS-Führer ansammelten, denen eine Flucht gelang. Netzwerke in der SS hatten Haas auch schon in seiner Anfangszeit im Lagersystem geholfen, wie nun detailliert nachweisen kann. Seine "Ausbildung" zum Zweiten Schutzhaftlagerführer absolvierte er im KZ Sachsenhausen. Sein direkter Vorgesetzter, der Erste Schutzhaftlagerführer, war kein anderer als Rudolf Höß, der spätere Kommandant von Auschwitz-Birkenau, bekannt für seine gefühlskalte, pragmatische Grausamkeit. Haas konnte Höß weniger von sich überzeugen, dagegen aber den Sachsenhausen-Kommandanten Hans Loritz, der noch verschlagener war als er selbst. Loritz trieb die Korruption und Selbstbereicherung durch die schamlose Ausbeutung der Häftlinge auf die Spitze. Loritz war Haas' stärkster Fürsprecher, sorgte für gute Beurteilungen und weitere Beförderungen. Haas wiederum nahm sich Loritz zum Vorbild und missbrauchte Häftlinge in seinen eigenen ersten Lagern Niederhagen-Wewelsburg und Bergen-Belsen für seine Unterhaltung und für die Anfertigung von zahlreichen Kunstgegenständen. Die KZ-Kunst brachte er zuhause in Hachenburg unter - im Familienbesitz soll sich bis heute einiges davon befinden. Leider blieben meine Versuche, mit den Nachfahren Kontakt aufzunehmen, bislang ohne Erfolg. Ich folge allerdings einer heißen Spur nach Wiesbaden. Nach dem Krieg haben mehrere Staatsanwaltschaften sowie die Landeskriminalämter Hessen und NRW, intensiv v.a. seit den 60er Jahren, nach dem Verbleib des vermeintlich Verschollenen ermittelt. Die heißeste Spur führt mich gerade nach Wiesbaden, wo es Hinweise gibt, dass er in der Nähe seiner beiden Töchter in den 60er Jahren unbehelligt gelebt haben könnte - womöglich sogar mit seinem richtigen Namen. Das prüfe ich in den nächsten Wochen. Ich halte Sie und euch auf dem Laufenden. Ich freue mich jederzeit über Anregungen, gern per Mail unter j.sass[at]online.de. Ich danke euch und Ihnen noch einmal von ganzem Herzen, dass Sie meine Forschung unterstützt haben! Beste Grüße Jakob Saß
3/5/18, 11:48 AM Dr. Alexander Schug
Liebe Unterstützer/innen, herzlichen Dank für Ihren Beitrag zur Unterstützung unseres Buchprojekts. Die Biografie über den ersten Lagerleiter von Bergen-Belsen kann nun mit zusätzlichem Schub beendet und im kommenden Herbst veröffentlicht werden. Wir werden Sie ab und an auf dem Laufenden halten! Mit Dank und Gruß, Dr. Alexander Schug & Jakob Sass
2/4/18, 7:18 PM Jakob Saß
"Wenn Jakob Saß von seiner Arbeit erzählt, könnte man meinen, der junge Mann wäre Kriminalist. Denn zurzeit liegt seine Kernaufgabe darin, jeder noch so kleinen Spur eines Mannes nachzugehen, der für den Tod von mindestens 3000 Menschen verantwortlich ist." Damit trifft die Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich mein Gefühl bei den Recherchen tatsächlich sehr gut. Gestern am Samstag, 3.2.2018, veröffentlichte sie in der Rhein-Zeitung einen Artikel über mein Projekt, meine neusten Erkenntnisse und meine Suche nach Zeitzeugen. Mit diesem Aufruf könnte es klappen. Ich bin zuversichtlich! Hier der Link: https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-hachenburger-geschichte-historiker-verfolgt-die-spur-eines-massenmoerders-_arid,1765713.html Vielen Dank an alle UnterstützerInnen bis hierher! Jakob Saß
1/18/18, 11:31 AM Dr. Alexander Schug
Liebe Unterstützer/innen unseres Buchprojekts, es geht langsam in die Endrunde. Nur noch knapp 400 Euro fehlen, um das Projekt möglich zu machen: Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in Ihren Netzwerken auf die Biografie über den NS-Massenmörder Adolf Haas aufmerksam machen könnten: www.startnext.com/adolf-haas-biografie Vielen Dank, Alexander Schug (Verleger)
12/12/17, 5:12 PM Dr. Alexander Schug
Liebe Unterstützer/innen, heute ist bei Spiegel online mein Artikel über Adolf Haas erschienen, der das bisherige Wissen zu Haas zusammenfasst: http://www.spiegel.de/einestages/bergen-belsen-kz-kommandant-adolf-haas-und-die-kunst-der-haeftlinge-a-1181222.html Viele Grüße, Jakob Sass (Autor)