Crowdfunding finished
Südbrandenburg hat seit einigen Jahren ein Crystal-Meth-Problem. Gemeinsam mit Suchtexpert*innen erarbeiteten wir deshalb einen Prototyp, der dabei helfen kann, den Weg aus der Sucht zu finden und diesen mit anderen zu teilen. Mit eurer Unterstützung möchten wir daraus eine Plattform entwickeln, die einen einfacheren Zugang zu Therapieeinrichtungen in Brandenburg verschafft und durch authentische Erfahrungsberichte sowohl die Schattenseiten der Sucht als auch Therapie-Erfolge vermittelt.
7,000 €
Fundingsum
100
Supporters
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 ABFAHRT
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About this project

Funding period 1/10/21 6:03 PM - 2/28/21 11:59 PM
Realisation 2021
Start level 6,500 €

Realisierung der Plattform ohne Forum:
– Hosting (2 Jahre)
– Setup
– Programmierung
– Pflege und Support (2 Jahre)
– Promotionskosten

Category Social Business
City Großräschen

Project description show hide

What is this project all about?

 Durch die Auswirkungen unkontrollierbaren Drogenkonsums, die ich in meinem Umfeld miterleben musste, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Suchtproblemen zu helfen. Im Rahmen meiner Masterthesis im Jahr 2019 an der HAW Hamburg setzte ich mich intensiv mit den Auswirkungen der Droge Crystal Meth auseinander. Das in Zusammenarbeit mit Ärzt*innen eines Klinikums in meiner Heimat Südbrandenburg entstandene Konzept mit dem Namen ABFAHRT möchten wir nun mit Eurer Hilfe umsetzen und als Pilotprojekt in Brandenburg starten.

 Vor allem der Süden des Bundeslandes entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der Brennpunkte in Deutschland. Übertriebene Berichterstattung und Wiederholung der immer gleichen Abschreckungsbeispiele sorgten bundesweit für Ausgrenzung und Stigmatisierung von Süchtigen und stellten die Problematik Sucht nicht als Krankheit dar. Es ist mein persönliches Anliegen, mit Hilfe von Erfahrungsberichten, die ich zusammen mit ehemaligen Konsumierenden erarbeitete, Klischees aufzubrechen. Darüber hinaus haben Isolationszustände und eingeschränkte Öffnungszeiten aufgrund der Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig ein einfacher, digitaler Zugang zu Therapieeinrichtungen sein kann.

 In Zukunft soll diese Plattform zum täglichen Begleiter von Nutzer*innen werden, vom Austausch untereinander leben und sich durch den Content der Community weiterentwickeln. Außerdem haben wir den Wunsch, die Plattform von Südbrandenburg zu einem deutschlandweiten Therapienetzwerk auszuweiten.

What is the project goal and who is the project for?

Mit dem Start der Plattform verfolgen wir drei Ziele:

  • Beratung: Digitaler Zugang und direkte Kontaktmöglichkeiten zu therapeutischen Einrichtungen, zu Beginn im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Südbrandenburg
  • Prävention: Sensibilisierung und Aufklärung durch authentische Erfahrungsberichte (Ex-)Konsumierender
  • Community-Bildung: Regionaler Austausch und gegenseitige Hilfestellung in verschiedenen Sucht- und Therapiephasen, in Phase 2 unterstützt durch eine forumähnliche Funktion

Unsere Ziele richten sich besonders an:

  • Potentielle Erstkonsumierende und Konsumierende mit Suchtpotenzial
  • Angehörige, Freunde und Bekannte mit indirektem oder direktem Kontakt zur Problematik
  • „Regionales Umfeld“ in Südbrandenburg, um zum Umdenken im Umgang mit dem Thema Drogensucht zu bewegen

Darüber hinaus wollen wir weitere Unterstützer*innen für unsere Plattform gewinnen und denken dabei in erster Linie an therapeutische/medizinische Expertise, aber auch an Freund*innen und Kolleg*innen, die uns bei anstehenden Aufgaben supporten wollen.

Why would you support this project?

Süchtige benötigen Hilfe und gesamtgesellschaftliches Entgegenkommen, das ihnen oft verwehrt bleibt. Zudem existieren häufig Hemmschwellen bei dem Thema Drogensucht, auch in meiner Heimatregion Südbrandenburg. Der anhaltende Fluss großer Mengen Methamphetamins aus Tschechien und negative Folgen des strukturellen Wandels der Region vom Braunkohlerevier zur Tourismusregion "Lausitzer Seenland" lösten bei vielen Menschen Suchtprobleme aus und stellten damit die Region vor große Herausforderungen, vor allem in Hinblick auf Präventionsmaßnahmen.

Mit unserer Plattform wollen wir zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht und ihren Ursachen sowie einem nachhaltigen Austausch von Betroffenen und Helfenden beitragen.

Bitte unterstützt uns dabei.

How will we use the money if the project is successfully funded?

Phase 1
Programmierung und Hosting (anfänglich zwei Jahre) der Plattform mit Zugang zu suchttherapeutischen Einrichtungen in Brandenburg und zu den ersten Erfahrungsberichten. Außerdem Steigerung der Bekanntheit durch Promotionsmaßnahmen, z. B. Social-Media-Werbung und Druckkosten, um die Wirksamkeit des Projekts zu sichern.

Phase 2
Konzeption, Umsetzung und fachgerechte Administration einer forumsähnlichen Funktion, um einen direkteren Austausch zwischen Betroffenen und Expert*innen zu ermöglichen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 3.000,- EUR. Im Rahmen der Forenhaftung ist eine Moderation vonnöten, die wir anfänglich für die Dauer von 15 Monaten und mit Kosten von 450,- EUR pro Monat kalkulierten.

Who are the people behind the project?

Beim bisherigen Weg des Projekts erhielt ich wichtige Unterstützung von:

  • Lilian Georgi – UX-Designerin und -Konzepterin
  • Steffen Dietz – Digital Creative und Bestandteil des Entwicklerkollektivs konek.to
  • Brain, Jay und Mario – sorgten mit ihrem Mut und ihren geschilderten Erlebnissen für die ersten Erfahrungsberichte auf der kommenden Plattform
  • Prof. Dr. Anke Haarmann – Professorin für Designtheorie und Leiterin des Zentrums für Designforschung der HAW Hamburg
  • Dr. Larissa de la Fontaine und Dr. Karsten Wolff – Leitende Mediziner des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit in Südbrandenburg

An dieser Stelle schon mal vielen Dank dafür!

Michael Scholz – UX-/UI-Designer und Initiator des Projekts

Support now 

Cooperations

ABFAHRT im Berliner Kurier

Ein Beitrag von Florian Thalmann vom 18. Januar 2021, 18:17 Uhr.

ABFAHRT in der Berliner Zeitung

Ein Beitrag von Florian Thalmann vom 18. Januar 2021, 20:11 Uhr.

ABFAHRT in der Lausitzer Rundschau

Ein Beitrag von Rita Seyfert vom 24. Januar 2021, 12:23 Uhr.

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