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Der in Chemnitz geborene Paul-Gerhard "Hadayatullah" Hübsch gehört zu den schillerndsten Figuren der deutschen Gegenwartsliteratur. Der politische Aktivismus der 68er führte ihn über ein psychedelisches Abenteuer in eine Phase der Rastlosigkeit, die erst mit seiner Konversion zum Islam 1969 ihr Ende fand. Der Dokumentarfilm ist eine Annäherung an das Vermächtnis eines Grenzgängers im Zeichen der Vereinigung von Orient und Okzident.
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27.12.2019

Alles scheint (un)möglich!

Tahir Chaudhry
Tahir Chaudhry2 min Lesezeit

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit ein paar Tagen bin ich nun damit beschäftigt, die Korrespondenz von Hadayatullah Hübsch zu lesen. Das waren bisher mehrere hundert Briefe und E-Mails (vor allem zwischen 1999 und 2011): Freunde fragen nach seinem Wohlbefinden, Verlage wollen ein Buchprojekt besprechen, Gläubige fragen um spirituelle Wegweisung, Schüler brauchen Hilfe bei einem Referat, Künstler stellen ihm ihre Werke vor oder Journalisten fragen Interviews an. Das Lesen des Schriftverkehrs hilft mir dabei, mich besser in den Protagonisten unseres Dokumentarfilms hinzudenken und hineinzufühlen. Dabei sammle ich auch die Namen und Adressen von potenziellen Interviewpartnern für den Film. Während ich vorgestern noch freudig auf ein Dutzend Ordner blickte, in denen Hübsch die Briefe fein säuberlich abgeheftet hatte, bat mich sein Sohn Tariq darum, ihm in den Keller zu folgen, um mir den restlichen Briefverkehr anzuschauen. Meine Frau rief noch hinterher: "Hol den doch einfach mit hoch!". Als wir unten vor den Ordnern und Säcken voller Briefe (die ältesten Schriftstücke waren aus den 1970ern!) standen, musste Tariq lachen. Und ich war einfach nur sprachlos. Wie soll ich das alles lesen? Wo fange ich an? Wenn ich nicht aus meiner Erfahrung gelernte hätte, dass alles unmöglich scheint, bevor man es getan hat, würde ich jetzt wahrscheinlich einfach aufgeben. Aber das ist gar keine Option.

Ich bin weiterhin hochmotiviert und sehr gespannt, worauf ich noch alles stoßen werde. In den nächsten Wochen und Monaten treffe ich eine Vorauswahl, die dann von unserem fünfköpfigen Recherche-Team bearbeitet wird. Mit unserem Kameramann habe ich bereits die ersten Skizzen auf Papier gebracht und mit dem Drehbuchautor die grundsätzliche Ausrichtung besprochen. Von Tag zu Tag wird der Film in meinem Kopf klarer und konkreter.

Wir stehen derzeit bei 4.659 Euro und haben jetzt noch gut sieben Wochen, um unsere Fundingziele zu erreichen. Leitet den Link zur Projektseite (www.startnext.de/hadayatullah) gerne an eure Kontakte weiter. Vielen lieben Dank!

Beste Grüße,
Tahir Chaudhry

05.01.2020

Wow.

Tahir Chaudhry
Tahir Chaudhry2 min Lesezeit
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Hadayatullah - 68, Gott und die Nullzeit
www.startnext.com