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Nach dem Erfolg des Messier Guide haben viele Sternfreunde den Wunsch nach einem zweiten Band zu den schönsten Objekten des NGC und IC geäußert. Hier ist er: Der NGC/IC-Guide zeigt die 110 schönsten Sternhaufen, Nebel und Galaxien jenseits von Messier. Kurze Texte, Daten, Karten, Fotos und Zeichnungen sind zu einem einzigartigen Werkzeug kombiniert - mit wasserabweisender Oberfläche und praktischer Ringbindung - für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet.
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Joy Lange Projektberater "This was a fantastic round of crowd financing."
15.10.2021

NGC und IC - was ist das eigentlich?

Ronald Stoyan
Ronald Stoyan2 min Lesezeit

Liebe Sternfreundinnen, liebe Sternfreunde,

was verbirgt sich eigentlich hinter den Kürzeln "NGC" und "IC"?

NGC steht für New General Catalogue of Nebulae and Clusters of Stars. Dieser "Generalkatalog" wurde 1888 von Johan Dreyer veröffentlicht, einem dänischen Astronomen, der hauptsächlich in Irland tätig war (im Bild rechts). Sein Ziel war es, die vielen bis zu diesem Zeitpunkt erfolgten Entdeckungen von Sternhaufen und Nebeln (wozu damals auch die Galaxien gehörten) zu sammeln und neu zu fassen.

Nicht nur die Bezeichnung basierte auf dem "General Catalogue", den John Herschel 1864 herausgebracht hatte (im Bild in der Mitte). Dieser enthielt schon mehr als 5000 Objekte, die von ihm selbst (hauptsächlich am Südhimmel) und seinem Vater Wilhelm Herschel (hauptsächlich am Nordhimmel) entdeckt worden waren. Vater Herschel (im Bild links) war tatsächlich durch Messiers Katalog angeregt worden, den Himmel systematisch nach Sternhaufen und Nebeln zu durchforsten. Seine ersten Entdeckungen fanden 1783 fast parallel zu Messiers letzten Beobachtungen statt. Mit mehr als 2400 Entdeckungen hat er den größten Anteil am NGC.

Der NGC enthält insgesamt 7840 Einträge. Es ist interessant zu wissen, dass mit einer Ausnahme alle visuell, also mit dem Auge am Teleskop und ohne die Hilfe der Fotografie, entdeckt worden sind. Das unterscheidet ihn vom IC, dem Index Catalogue of Nebulae and Clusters of Stars. Eigentlich handelt es sich um zwei getrennte Listen, die 1894 und 1908 erschienen. In ihnen sammelte Dreyer weitere Funde, die nach der Publikation des NGC entdeckt wurden. Die meisten davon gingen auf das Konto der sich schnell entwickelnden Fotografie und sind deshalb wesentlich lichtschwächer als die Objekte des NGC. Insgesamt kamen so noch einmal 5386 Objekte dazu, was beide Kataloge zusammen auf 13.226 Einträge bringt - ohne Dubletten und Fehler zu berücksichtigen.

Es ist nicht leicht, sich in dieser Flut der NGC- und IC-Nummern zurecht zu finden und lohnende Ziele herauszufiltern. Genau diese Aufgabe setzt sich der NGC/IC-Guide. Wie die Auswahl zustande kam, wird in einem der nächsten Beiträge thematisiert.

Clear skies,
Ronald Stoyan

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