Schluss mit glutenfreien Backergebnissen die optisch oder geschmacklich nicht mit glutenhaltigen Backwaren mithalten können. Wir Autorinnen selbst müssen uns nicht glutenfrei ernähren und wissen wie normale glutenhaltige Backwaren schmecken, das macht uns auf diesem Gebiet zu wahren Geschmacksexperten. Aus diesem Grund möchten wir endlich ein glutenfreies Backbuch auf den Markt bringen, das deine Bedürfnisse erfüllt und deine Sprache spricht. Einfache, leckere und gelingsichere Rezepte.
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28.11.2018

Wie schmeckt unser gf Brot im Vergleich zu gh Brot?

Jessica Reiniger
Jessica Reiniger5 min Lesezeit

Unsere Autorin Claudia hat sich einige Gedanken über die glutenfreie Bäckerei gemacht und einen Test gewagt, selbstgebackenes Smartbrot gegen herkömmliches gh Brot von der Bäckerei um die Ecke. Aber lest selbst:

Wisst ihr was mich immer wieder wundert? Wie genügsam Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten sind.

Ich bin viel auf Internet-Seiten unterwegs, die sich mit dem Thema glutenfreies Backen beschäftigen und habe auch eine ansehnliche Sammlung glutenfreier Backbücher und Hefte. Dort findet man eine Vielzahl von toll klingender Rezepte und hochwertig aufgearbeitete Bilder, die einem Lust aufs Ausprobieren machen. Möchte man das schmackhaft klingende Rezept dann ausprobieren, rennt man von einem Reformhaus zum nächsten Bio-Supermarkt, bis man endlich die ganzen Zutaten zusammen hat. Zuhause dann frisch ans Werk gemacht und losgebacken.

Oft scheitert man dann als Anfänger bereits an der Teigkonsistenz, da einfach die Erfahrung fehlt. Das soll mal ein freigeschobenes Brot werden? Das hält ja kaum die Form! Was mach ich jetzt? Der ein oder andere gibt den Teig in eine Kastenform, andere geben bereits hier frustriert auf. Holt man das Brot dann aus dem Ofen, lässt es ohne Form auskühlen und freut sich auf die abendliche Brotzeit kommt hier oft die Ernüchterung. Geschmacklich eventuell gut gelungen, aber leider kompakt und schwer.

Und hier setzt dann die Resignation ein: Naja, ist ja glutenfrei, das geht leider nicht anders… und sooooo schlecht ist es ja nun auch nicht …….. wenn ich gesund werden möchte, dann muss ich da wohl durch.

Kinder sind da ganz anders, die schieben diese Backwaren weg mit dem Kommentar „Mag i ned!“. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich meinem frisch diagnostizierten 7 jährigen Sohn eine Brotzeit mit sehr teurem Brot aus dem Biosupermarkt gemacht habe. Mit Tränen in den Augen fragte er mich, ob er denn die Wurst auch ohne das Brot essen dürfe. Und ganz ehrlich: Ich war froh mich weiterhin „normal“ ernähren zu können und nicht mit ihm tauschen zu müssen.

Gott-sei-Dank sind diese Zeiten vorbei. Seit ich im Internet das Smartmehl und die dazugehörige Facebook-Gruppe „Glutenfrei Backen mit Smartmehl“ gefunden habe, kamen meine alten Backerfolge zurück. Plötzlich schmeckten die Backwaren nicht nur dem kleinen Zöli, sondern die ganze Familie langte ordenlich zu. Brotzeitmachen in der Früh macht wieder Spass, da mein selbstgebackenes Brot nicht aufgetoastet werden muss, um zu schmecken. Es schmeckt immer gleich gut.

Da ich ja in der glücklichen Lage bin, dass ich selbst sehr wohl noch glutenhaltig essen darf, bin ich nun für euch auf die Idee gekommen einen Test zu machen. Mein glutenfreies Brot gegen das Brot vom Bäcker um die Ecke. Also nichts wie ran an die Küchenmaschine und ein leckeres Brot gebacken. Danach bin ich mit meinem fotografierten Brot zum Bäcker und habe mir ein Brot ausgesucht das von außen ungefähr so aussah wie mein selbst gebackenes. Na, könnt ihr erkennen welches von mir ist und welches vom Bäcker?


Optik ist ja die eine Sache, schöne Backwaren herzustellen ist ja nicht unbedingt das Problem. Sie sollen aber auch von Konsistenz und Geschmack den Ansprüchen meiner Familie entsprechen und die sind mittlerweile sehr hoch. Sind sie doch schon sehr verwöhnt von mir. Also schauen wir uns doch mal den Anschnitt der zwei Brote an. Auch hier kann man nicht wirklich einen Unterschied feststellen (außer meine kritische Mama, die wusste sofort welches Brot von mir ist).


Und um den Test nun auch noch zu Ende zu führen, musste natürlich auch ein Geschmackstest durchgeführt werden. Mit verbundenen Augen natürlich, da ja jetzt klar war von wem welches Brot ist. Getestet wurde nur die reine Krume, da die Kruste vom Bäckerbrot, obwohl frisch an diesem Tag gebacken, sehr weich war. Ich persönlich und auch die anderen Probanten hatten Probleme anhand von Geschmack und Konsistenz das Bäckerbrot herauszufinden. Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe es auch nicht geschafft.

Somit ist für mich klar, dass mein Auftrag als glutenfreie Bäckerin und Mutter in Perfektion erfüllt ist. Ich freue mich, dass es mit dem Smartmehl möglich ist Backwaren herzustellen, die mit normaler glutenhaltiger Bäckerware konkurrieren kann.

Dieses Wissen möchte ich mit meinen beiden Mitstreiterinnen Jessica und Olga mit euch teilen. Keiner muss seine Ansprüche herunterschrauben und sich mit glutenfreien Backwaren zufrieden geben die nur so „naja“ schmecken. Das war auch einer der Gründe warum die Idee zu unserem Backbuch entstanden ist.

Wir möchten ehrliche Bilder mit Fokus auf die Krume und Rezepte die auch Anfängern gelingen und deren Zutaten gut erhältlich sind. Deshalb wird es zu den Grundrezepten auch Anleitungen geben, die jeder versteht. Unser Anspruch ist es die glutenfreie Backwelt zu revolutionieren. Jeder soll mit seiner Unverträglichkeit weiterhin genießen dürfen, ohne Abstriche.

Das ist unser Auftrag, den wir aber nur mit eurer Hilfe erfüllen können. Deshalb unterstützt unser Projekt auf Startnext und sichert euch eine Ausgabe unseres Backbuches. Gemeinsam können wir es schaffen.

Was für ein schöner Tag! Eure Claudia von „Zaubersternchens Leben“