Crowdfunding beendet
Ab 2023 werde ich auf einem 0,13 ha Acker in Schallstadt bei Freiburg die Cardy (Cynara cardunculus), eine alte, sehr leckere und widerstandsfähige Gemüsesorte, anbauen. Dies erfolgt händisch/emissionsfrei, in Mischkultur und regenerativ (Humusaufbau). 50% der Fläche wird im jährlichen Wechsel mit insektenfreundlicher Gründüngung bepflanzt, die zum Humusaufbau und Nährstoffeintrag beiträgt. Das Gemüse geht in Direktvermarktung an ausgewählte Restaurants, Märkte u. Projekte der Umgebung
285 €
Fundingsumme
9
Unterstütz­er:innen

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 17.06.22 13:33 Uhr - 19.08.22 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Bereits gestartet/2023
Startlevel 1.740 €

Grundausstattung: Materiallager (Hütte), Regenwasserspeicher, Dornensichere Arbeitskleidung, Folie und Material zum Bleichen, Gemüsekisten, Waage

Kategorie Landwirtschaft
Stadt Freiburg im Breisgau

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Worum geht es in dem Projekt?

Dieses Jahr habe ich bereits über 300 Pflanzen in meinem Privatgarten angepflanzt, um Erkenntnisse bezüglich Sorten, Pflanzdichte, Mischkultur und Ernte zu gewinnen. Die Erkenntnisse, welche ich dort gewonnen habe, kann ich zu großen Teilen auf das zukünftige Projekt in Schallstadt übertragen. 2023 übernehme ich einen Acker bei Schallstadt auf dem bislang konventioneller Spargelanbau betrieben wurde. Dieser Boden ist grundsätzlich hochwertig und der Standort ist ideal für die Bedürfnisse der Pflanze. Durch die konventionelle Bewirtschaftung ist der Boden jedoch ausgelaugt und im Prinzip tot. Bereits im Juni 2022 beginne ich dort mit Gründüngung und Entgiftungsmaßnahmen. Die regenerative Bewirtschaftung wird den Boden schnell wiederbeleben und trägt mittel- und langfristig zum Erhalt eines intakten und humusreichen Bodens bei. Dies erfolgt durch erprobte Maßnahmen in meinem Selbstversorger-Permakultur Garten: Durch die kontinuierliche Zugabe von selbst hergestellter TerraPreta, Bio-Stroh als Mulch-Material und Bio-Luzerne Heu entsteht bereits im zweiten Jahr ein humusreicher, lockerer Boden. Außerdem wird durch die Humusanreicherung im Boden CO2 gebunden.
Die Cardy ist eine alte, hierzulande in Vergessenheit geratene, Gemüsesorte. In der Schweiz bei Genf wird sie angebaut und als Delikatesse geschätzt. Auch als Weihnachtsessen ist sie dort sehr beliebt.
Diese wilde Artischocke von der man die fleischigen Blattstile, ähnlich dem Rhabarber, isst, ähnelt im Geschmack den Artischocken und erinnert an Nüsse und Schwarzwurzeln. Das Distelgewächs ist sehr bitter und wird deshalb im September aufwendig gebleicht. Dazu wird die etwa 1 m2 große Pflanze, die je nach Sorte mit kräftigen Dornen bestückt ist, wie zu einer Palme in Folie eingewickelt. Nach zwei bis 4 Wochen sind die Bitterstoffe durch das Bleichen weitestgehend verschwunden, der Geschmack ist aromatischer und die Pflanze ist nun von Oktober bis Dezember bereit für die Ernte. Und auch die Wurzeln sind eine Delikatesse.
Durch die Direktvermarktung werden Transportwege gespart und die lokale Gemüsepalette wird um eine leckere in Vergessenheit geratene Sorte erweitert. Der Anbau erfolgt weitestgehend emissionsfrei (händische Bewirtschaftung), in Mischkultur mit Gewürzfenchel, Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Tagetes, sodass auch diese Kräuter vermarktet werden können und das Ökosystem von der Vielfalt profitiert. Die Gründüngung enthält neben Phacelia und Sommerwicke auch Ackerbohnen, die ebenfalls in den Verkauf geht.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Das Ziel ist es, einem kleinem Stück Landwirtschaftlicher Fläche ihren Naturgehalt zurückzugeben. Insektenfreundliche Pflanzungen, die zudem als Gründüngung fungieren und der gezielte Humusaufbau werden diese kleine Fläche wieder zu Leben erwecken.
KonsumentInnen können das angebaute Gemüse und die Kräuter auf Märkten erwerben oder in Restaurants genießen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Menschen, die an alten Sorten, dem Erhalt alter Sorten, seltenem Gemüse, leckerem und gesunden Gemüse und Kräutern, dem Erhalt bzw. Aufbau intakter Natur und Böden und gesunder Landwirtschaft interessiert sind, sollten sich für dieses Projekt interessieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Für den Sommer/Herbst 2022 sind noch Investitionen von 2.200 € offen. Dieses Geld ist vorgesehen für:
- 80 € Folie (zum Bleichen den Cardys)
- 60 € Lochgummiband und Doppelknöpfe (zum nachhaltigen wiederverwendbaren einwickeln der Folie)
- 1.280 € Dem Bau einer Hütte/Materiallager
- 300 € Installieren von 2x 1.000 Liter Wassertanks + Dachrinnen und Schläuchen (für eine Notfallmässige Bewässerung)
- 140 € Anschaffung einer Gemüsewaage
- 220 € Gemüsekisten
- 120 € Dornensichere Arbeitskleidung

Für den Frühling 2023 sind noch Investitionen in Höhe von 1.600€ offen:
- 340 € Saatgut Cardy
- 120 € Saatgut Gründüngung
- 60 € EMa für TerraPreta
- 390 € Bio-Stroh
- 180 € Huminsäure
- 510 € Bio-Luzerne Heu oder Pellets

Darüberhinaus wäre ein Gewächshaus wünschenswert, um die Vorzucht der Jungpflanzen zu gewährleisten. Kosten inkl. Materialien für die Vorzucht: 2.500€

Das Maß der Investitionen ist in gewisser Weise relativ. Manche Investitionen müssen nicht sein (Gewächshaus), würden aber den Ablauf erleichtern und den Ertrag steigern. Ich kann Geräte aus meinen Gärten nutzen, muss dann aber sehr gut organisiert sein. Manches fehlt grundsätzlich (Dornensichere Kleidung, Materiallager, Waage, Gemüsekisten...)
Für die Realisierung ist zunächst und für 2022 ein Betrag von 1.500 € notwendig. Besser wären 2.200 €. Für 2023 sind es im Februar 1.600€. Um die Vorzucht zu realisieren wären weitere 2.500€ notwendig. Gesamte Investitionshöhe: 6.300€.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Projekt steht in Kontakt mit dem Ernährungsrat Freiburg und ProSpecieRara Deutschland.
Ich würde den Gemüseanbau gerne mit einer weiteren Person machen, aber bislang hat sich niemand gefunden.

Projektupdates

20.07.22 - Die Finanzieeungsphase reicht anscheinend...

Die Finanzieeungsphase reicht anscheinend nicht, ich hoffe auf mehr Unterstützung!

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