Crowdfunding beendet
Es gibt Wege im Einklang mit der Natur zu landwirtschaften - konkret: ernten und zugleich den Bodenzustand verbessern. Dies verfolgt der Verein Erdling als solidarische Landwirtschaft seit drei Jahren. Wir behandeln unsere Anbauflächen so, dass der Boden seine aktive Lebendigkeit wieder zurückerhält. Damit bleibt er Kulturgut, auf dem nachfolgende Generationen ihre Existenz aufbauen können.
12.414 €
Fundingsumme
117
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 Verein Erdling - Einfach gut im Beet!
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 05.07.17 21:54 Uhr - 28.09.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum ab Oktober 2017
Startlevel 12.321 €
Kategorie Umwelt
Stadt Salzburg

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Worum geht es in dem Projekt?

Konsument = Erzeuger = Gemüse mit wahrem Wert = Nachhaltigkeit
Wir bauen als Verein Erdling gemeinsam Obst- und Gemüse in der Stadt Salzburg und in Oberndorf bei Salzburg an. Unsere Initiative ist nach dem Prinzip einer gemeinschaftlichen Landwirtschaft (GeLa) gestaltet.
Die Besonderheit des Vereins liegt darin, dass er österreichweit die einzige von KonsummentInnen ohne LandwirtIn mit entsprechender Hofstelle gegründete GeLa ist. Zudem ist Erdling derzeit auch die einzige im Bundesland Salzburg.
Träger unserer Initiative und allein für sie verantwortlich sind alle Mitglieder des Vereins. Erdling fördert somit die Beziehung zwischen Erzeugung und Verbrauch und gibt dadurch dem Umgang mit Lebensmitteln eine maßvolle und sozial verantwortbare Gestalt.
Damit wir Lebensmittel von unseren Anbauflächen auch in menschenwürdiger Qualität ernten, haben wir uns für den wesensgemäßen Umgang mit der Ressource Boden als einzig realistischen Weg in die Zukunft entschieden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Wir wollen uns selbst, von den uns zur Verfügung stehenden Anbauflächen ganzjährig mit Gemüse und Obst versorgen. Dabei sind wir KonsumentInnen aktiv in die Erzeugung mit eingebunden.
Was vor drei Jahren mit viel Euphorie von Wenigen begonnen wurde und eine Hand voll Beeren ergab, deckt heute bereits den Gemüse-Halbjahresbedarf von rund 60 Menschen.
Nun gilt es, die Bedingungen so zu gestalten, das Ertragssicherheit und eine ganzjährige Versorgung von 80 bis 100 Haushalten gewährleistet ist.
Wir möchten noch weitere Menschen mit dem nachhaltigen und sinnstiftenden Umgang mit der Natur inspirieren. Erst durch die Vielfalt der beteiligten Menschen wird der Austausch und das voneinander lernen gefördert, soziale Interaktion und Zusammenarbeit stehen dabei im Vordergrund.
Das somit generierte Wissen soll durch Vorträge und Workshops weitergegeben werden. Zudem sind auch neue Mitgleider willkommen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir schonen nicht nur Ressourcen, wir schaffen sie neu!
Fruchtbarer Boden ist endlich und daher unendlich kostbar.
Solch ein Boden ist für uns auf dem Umweg über die Nahrungspflanzen Lebensmittel, Natur, Gesundheit und Zukunft – schlichtweg unsere Lebensgrundlage. Für ein dauerhaftes Fortbestehen dieser sind wir alle verantwortlich.
Damit der Boden unsere Lebensgrundlage sein kann, muss er selbst lebendig sein. Denn nur auf einem lebendigen Boden wachsen nicht bloß, sondern gedeihen kräftige, vitale Kulturpflanzen. Erst dann werden Lebensmittel wieder „Mittel zum Leben“, natürlich und hochqualitativ.
Die Bildung zehn Zentimeter fruchtbaren Bodens benötigte zwei Jahrtausende. Jedoch hat die intensive und agroindustrielle Landbewirtschaftung in den letzten Jahrzehnten unsere Böden in die Degradierung getrieben, in eine Abwärtsspirale bis ins tote Mineral hinein. Um aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen, richten wir auf einem Stück Erde die Bewirtschaftungsweise so ein, dass der Boden seine aktive Lebendigkeit wieder zurück erhält. Boden ist und wird dadurch wieder zum Kulturgut, auf das nachfolgende Generationen ihre Existenz aufbauen können.

Dies erreichen wir durch:

  • sorgfältiges Kompostieren der anfallenden organischen Reste
  • durch reduzierte bzw. minimale mechanische Bodenbearbeitung oder sogar Nullbodenbearbeitung
  • durch Mulchen der Bodenoberfläche
  • durch Aktivbrache
  • durch Herbst-Winterbegrünung.


Die meisten dieser genannten Tätigkeiten werden mit Handwerkzeug ausgeführt.

  • Dadurch sparen wir fossile Brennstoffe,
  • verhindern Bodenverdichtung durch schwere Landmaschinen
  • und es versteht sich von selbst, dass wir vollständig auf jegliche Art von Agrochemikalien verzichten!


Wir freuen uns, auf unseren Ackerflächen einen Humusaufbau bemerken zu dürfen, denn "nicht nur, dass der Atmosphäre überschüssiges CO2 entzogen wird; die Wiederanreicherung unserer Böden mit Humus hat ihrerseits positive Auswirkungen – auf Ernährung, Artenvielfalt oder Wasserverfügbarkeit" (1)
Somit trägt der Verein Erdling ein großes Stück soziale Verantwortung!

(1: Zitat Humusrevolution, letzter Aufruf: 3.7.17; vgl. auch Humus - Der Film, letzter Aufruf: 3.7.17)

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Um eine ganzjährige Gemüseversorgung von 80 bis 100 Haushalten verwirklichen zu können, benötigen wir unter anderem:

  • die Erweiterung unseres Folienhauses auf weitere 500 m² (ca. 8000 €)
  • Entwässerungsgräben auf einer Anbaufläche (ca. 2500 €)
  • Brunnenschlagen für die Wasserversorgung des Folienhauses (ca. 3000 €)
  • eine Handfräse (ca. 2500 €)
  • Aufstockung des professionellen Handwerkszeuges wie z. B. die japanische Sichelhacke (ca. 750 €)
Wer steht hinter dem Projekt?

Erdling – Verein für solidarische kooperative Landwirtschaft entstand im Dezember 2013 in Salzburg. Wir möchten uns mit eigenen Lebensmitteln versorgen. Hierfür pachten wir Ackerflächen und legen Obstwiesen an, auf denen wir selbst Gemüse, Obst, Kräuter und Pilze anbauen.
Durch die Vielfalt der beteiligten Menschen werden der Austausch und das Voneinander-Lernen gefördert. Das so eingebrachte und zusammengetragene Wissen rund um nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung wird allen Mitgliedern und Interessierten zugänglich gemacht. Anstelle von einzelnen fachkundigen ExpertInnen wachsen daraus viele.

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Verein Erdling - Einfach gut im Beet!
www.startnext.com

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