Die Messier-Objekte sind die schönsten Ziele des Deep-Sky. Für Hobby-Astronomen gibt es aber kaum praxistaugliche Hilfsmittel, um alle 110 Sternhaufen, Nebel und Galaxien aufzusuchen, zu fotografieren und zu beobachten. Der MESSIER-GUIDE bietet genau das in einer praxistauglichen Form. Kurze Texte, Daten, Karten, Fotos und Zeichnungen sind zu einem einzigartigen Werkzeug kombiniert - mit wasserabweisender Oberfläche und praktischer Ringbindung - für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet
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11.03.2020

Feature #3: Aufsuchkarten-Duo

Ronald Stoyan
Ronald Stoyan2 min Lesezeit

Wie suchen Sie astronomische Objekte auf: Traditionell per Starhopping mit einem optischen Sucher? Oder verwenden Sie Goto-Steuerungen und Digitale Teilkreise? Wir glauben: Aufsuchkarten sind für beide Gruppen hilfreich, wenn sie intelligent gestaltet sind.

Steht das Objekt hoch am Himmel oder niedrig? Welcher helle Stern ist in der Nähe? Wie liegt das Objekt im Vergleich zu Sternen und Nachbar-Objekten und wie groß ist es? Diese Informationen sind auch relevant, wenn man mit modernen Hilfsmitteln aufsucht. Nichts lässt all diese Informationen so anschaulich vermitteln wie eine gute Aufsuchkarte.

Ich habe mir deshalb überlegt, wie eine Aufsuchkarte aussehen muss, die diese Informationen anschaulich verpackt. Meine Lösung ist ein Duo aus zwei sich ergänzenden Karten (in der Abbildung rot umrandet):

  • Die linke Karte zeigt den Himmelsanblick zur Kulmination des Objekts, also dem optimalen Beobachtungs-Zeitpunkt, der rechts im Seitenregister angegeben ist (siehe Feature #1). Die Karten-Grenzgröße beträgt 4 mag, zeigt also alle mit bloßem Auge gut sichtbaren Sterne. Auf einen Blick ist mit dieser Karte zu erkennen wie hoch das Objekt steht (das Gitter zeigt 10°-Abstände). Die linke Aufsuchkarte hat für alle 110 Messier-Objekte gleichen Maßstab und Grenzgröße.
  • Die rechte Karte zeigt den Detailausschnitt. Hier sind Grenzgröße und Maßstab variabel auf das Objekt abgestimmt: Beides wird so gewählt, dass mit einem optischen Sucher optimal aufgesucht werden kann. Die Karte zeigt aber noch mehr, nämlich helle Nachbar-Objekte und die Größe des Ziel-Objekts. Und über letzterem liegt ein Telrad-Zielkreismuster mit 4°, 2° und 0,5° Durchmesser - auch praktisch wenn man keinen Telrad hat.

Das Aufsuch-Konzept hinter den beiden Karten: Das Auffinden fällt leichter, wenn man einen hellen Leitstern verwendet. Diese Leitsterne sind so ausgewählt, dass man nicht alle Sternbilder kennen muss. Hat man den Leitstern mithilfe der linken Karte mit bloßem Auge gefunden, lässt sich davon im Sucher oder Teleskop mit der rechten Karte das Messier-Objekt aufsuchen. Der empfohlene Aufsuchweg ist auch noch einmal schriftlich angegeben und mit Pfeilen markiert.

Mit diesem einzigartigen Karten-Duo wird das Aufsuchen auch für Einsteiger zum Vergnügen - garantiert!

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