Crowdfunding beendet
Das Pilotprojekt unterstützt LGBTQIA+ -Geflüchtete mit systemischer Beratung und ganzheitlichen Rhythmuserfahrungen mit der TaKeTiNa®-Methode, damit sie selbstbestimmt ihre eigenen Ressourcen aktivieren, um tagtägliche Herausforderungen beim Ankommen in einem neuen Land während der Covid-19 Pandemie besser bewältigen zu können. (For English please visit: www.startnext.com/en/polyrhythms )
13.118 €
Fundingsumme
105
Unterstütz­er:innen
Datenschutzhinweis
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 POLYRHYTHMS for Queer Refugees
 POLYRHYTHMS for Queer Refugees
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 POLYRHYTHMS for Queer Refugees
 POLYRHYTHMS for Queer Refugees

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 08.03.21 09:03 Uhr - 16.04.21 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.05.2021- 31.03.2022
Startlevel 10.000 €

Wenn wir das 1. Fundingziel erreichen, kann eine Gruppe von vier LGBTQIA+-Geflüchteten 3 Monate lang intensiv begleitet werden.

Kategorie Community
Stadt Leipzig

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Worum geht es in dem Projekt?

POLYRHYHTMS for Queer Refugees

Das 12-monatige Pilotprojekt verbindet systemische Beratung und ganzheitliche Rhythmuserfahrungen mit der TaKeTiNa®-Methode.

Die Initiative wurde von Ali Schwartz und Matthias Schirmer gegründet, um LGBTQIA+-Geflüchteten zu unterstützen traumatische Erfahrungen zu bewältigen und Retraumatisierungen vorzubeugen.

LGBTQIA+ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, intersexuell, asexuell, und alles, im Bereich von Sexualität und Identität, was in keine der Kategorien passt.

Dieser einmalige Embodiment-Ansatz kann den Teilnehmenden ein Gefühl von psychischer Stabilität vermitteln und emotionale Resilienz aufbauen.

Was ist ein Trauma?
Die Traumaforscherin Luise Reddemann beschreibt Trauma als eine Extremerfahrung mit dem Verlust von ​Vertrauen, Hoffnung, Stabilität, Geborgenheit, Gerechtigkeit und Sinn. Trauma wird im Körper gespeichert und nimmt verschiedene Formen an, wie etwa Angststörungen, Depressionen, Schlaf- und Essstörungen, Flashbacks und Panikattacken.

Die kurz- und langfristigen Folgen einer (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung (K-PTBS) wirken sich drastisch auf das körperliche und emotionale Wohlbefinden, den Selbstwert und die Fähigkeit, den Alltag angemessen zu bewältigen, aus.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser Pilotprojekt ist auf die Bedürfnislage einer Gruppe Geflüchteter aus Kamerum und Venezuela des Queer Refugees Network (QRN) der RosaLinde e.V., einem LGBTQIA+-Verein in Leipzig, zugeschnitten.

In den systemischen Einzelberatungen mit Ali Schwartz wird stabilisierend und beziehungsorientiert gearbeitet. In einem Umfeld von Respekt und Wertschätzung soll ein sicherer Rahmen entstehen, in dem Teilnehmende ihren Heilungsprozess selbstbestimmt mitgestalten. Dabei werden die Erlebnisse aus den Gruppensettings integriert, stärkende Methoden aus dem Empowerment eingesetzt und stress-reduzierende Methoden aus der Achtsamkeit (MBSR) eingeübt, um eine Reaktivierung von Trauma-Symptomen vorzubeugen.

Bei den Rhythmuserfahrungen mit der TaKeTINa-Methode mit Matthias Schirmer wird Rhythmus als Werkzeug eingesetzt, um Qualitäten wie Resilienz, Intuition und innere Balance zu entwickeln sowie Gemeinschaft und Zusammenhalt zu erfahren. Dabei dient der Körper als Instrument, um komplexe rhythmische Strukturen mit Schritten, Klatschen und Stimme aufzubauen. In diesem Prozess, erlebt das Nervensystem abwechselnd Phasen der Irritation und der Entspannung. Teilnehmende können im Umgang mit dem Rhythmus lernen, wie sie mit inneren und äußere Blockaden auf eine nachhaltigere und kreative Weise umgehen können.

Die Wirksamkeit der Methode wird in über ein begleitendes Evaluationsverfahren erfasst, damit sie auch in zukünftigen Projekten mit Erfolg eingesetzt werden kann.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir sind überzeugt, dass jede Person unabhängig von ihrem Hintergrund und Aufenthaltstitel ein Recht auf gesundheitliche Versorgung und Heilung hat. Damit wir unseren Teil beitragen können, brauchen wir deine Unterstützung. Wir würden uns freuen, wenn wir mit deiner Hilfe das Projekt in die Tat umzusetzen können.

Für viele LGBTQIA+-Geflüchtete ist Trauma ein ständiger Begleiter. Die Art und Weise, wie es in ihr Leben eingreift, lässt sich nicht messen, wohl aber spüren. Es erschwert das Bewältigen der Herausforderungen für einen erfolgreichen Neubeginn hier in Deutschland massiv. Viele Menschen, die bereits in ihren Herkunftsländern vor homo- und transfeindlicher Gewalt fliehen mussten, erleben hier aufs Neue Anfeindung und Ausgrenzung.

50% der Geflüchteten in Leipzig leiden an Angst- oder Traumafolgestörungen. Sie brauchen laut einer Studie der Universität Leipzig von 2019 professionelle Hilfe. ​LGBTQIA+-Geflüchtete sind aufgrund der Mehrfachdiskriminierungen besonders stark betroffen. ​Sie werden vom überlasteten Gesundheitssystem vor allem während der Covid-19-Pandemie kaum berücksichtigt.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wenn wir das 1. Fundingziel von 10.000 Euro mit deiner Hilfe erfolgreich erreichen, wird eine Gruppe von vier LGBTQIA+-Geflüchteten drei Monate lang intensiv begleitet werden: Wöchentlich finden im Wechsel Gruppentreffen und systemische Einzelberatungen mit professioneller Sprachmittlung statt. Der Prozess wird evaluiert und supervidiert.

Wenn wir das 2. Fundingziel von 16.500 Euro erreichen, wird eine Gruppe von vier LGBTQIA+-Geflüchteten 12 Monate lang auf die gleiche Art noch nachhaltiger begleitet. Durch die langfristige Prozessbegleitung ist es möglich tiefer einzutauchen, belastende Erfahrungen noch besser zu verarbeiten und neue Werkzeuge im Alltag zu erproben und anzuwenden. Der Prozess wird ebenfalls evaluiert und supervidiert.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Leipziger Pilotprojekt POLYRHYTHMS for Queer Refugees wurde von Ali Schwartz und Matthias Schirmer entwickelt. Karina Kehlet Lins begleitet das Projekt als Supervisorin.

  • Ali ist Tänzerin, systemische Beraterin (GST) und angehende systemische Therapeutin (DGSF). Sie kommt aus der Philosophie und Pädagogik und ist Teil des mixed-abled Performance-Kollektivs POLYMORA Inc.
  • Matthias ist Musiker, TaKeTiNa-Rhythmuspädagoge und Betzavta-Trainer. Er unterstützt Projekte zur Stadt(teil)entwicklung und für Nachhaltigkeit in Leipzig und leitet u.a. Workshops zur Demokratiebildung.
  • Karina ist klinische Psychologin und systemische Therapeutin mit einem Schwerpunkt auf LGBTQIA+. Sie ist auch Sexualtherapeutin und hat im Carl-Auer-Verlag u.a. "Sprechen über Sex" publiziert.

Das Team arbeitet mit dem Queer Refugees Network der RosaLinde e.V. in Leipzig und dem SprInt-Team (Vermittlungsservice für Sprach- und Integrationsmittler*innen beim RAA Leipzig e.V.) zusammen.

Zuletzt wollen wir all den Unterstützer:innen, die von Anfang an dabei waren, herzlich danken.

Tausend Dank an
Nico, Alessia, Ana, Passainte, Aisha, Ulli, Shterny, Martin, Miriam, Anja vom Crowdfunding Campus, die Künstler:innen Sophie, Kiwie, Sophie, Kay, Jul, Regina, Aurelie, Patrice, und die mental health & body-worker Nino, Jörg, Rene, Valentin, Sylvia, Klaus, Anna und weitere.

Ohne Euch hätten wir das nicht auf die Beine stellen können.
Vielen Dank für eure Unterstützung!

Projektupdates

08.04.21 - Der Countdown läuft: Unser Traum ist es mit...

Der Countdown läuft: Unser Traum ist es mit diesem Projekt Menschen 12 Monate lang zu unterstützen. Wir sind schon bei 5 Monaten, yeah! Jeder noch so kleine Beitrag hilft unserem 2. Fundingziel von 16.500 näher zu kommen. Lasst uns mehr als 100 Unterstützer:innen werden und sucht Euch eines der vielen tollen Dankeschöns aus!

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POLYRHYTHMS for Queer Refugees
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