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Silver Clips - Oma Lust auf Technik machen

Silver Clips - Oma Lust auf Technik machen

Gesundheit und Selbstständigkeit sind dominante Wünsche älterer Menschen. Kommunikations- und Informationstechnologien (IKT) können dazu einen Beitrag leisten. Obwohl Senior/in...

Halberstadt Science
Christian Reinboth
Prof. Dr. Birgit Apfelbaum
SilverClips
4,500 €
3,500 € Funding goal
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 Silver Clips - Oma Lust auf Technik machen

Project

Funding period 25.11.2013 15:11 Uhr - 08.02.2014 23:59 Uhr
Funding goal 3,500 €
City Halberstadt
Category Science
Gesundheit und Selbstständigkeit sind dominante Wünsche älterer Menschen. Kommunikations- und Informationstechnologien (IKT) können dazu einen Beitrag leisten. Obwohl Senior/innen im Haushalt elektronische Geräte nutzen, stehen sie IKT-Lösungen oft zurückhaltend gegenüber. Wir wollen durch crowdfunding-finanzierte Videoclips mit altersgerechten Rollenvorbildern sozialwissenschaftlich ermitteln, wie zielgruppen-gerechte Ansprachen gestaltet werden müssen, um "Oma Lust auf Technik zu machen".

What is this project all about?

Obwohl Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) den Lebensalltag vieler Seniorinnen und Senioren deutlich erleichtern könnten, bestehen in dieser Zielgruppe nach wie vor große Hemmungen gegenüber der persönlichen Nutzung von IKT. Diese Technikscheu ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, so etwa auf mangelnde Informiertheit über technische Möglichkeiten oder auf falsche Altersstereotype auf Seiten der Anbieter von IKT. Hauptgrund dürfte aber die pessimistische Einschätzung der eigenen Technik-Kompetenz älterer Menschen sein: Sie sehen IKT-Lösungen häufig nicht als Lösung, sondern als Problem, da sie sich der Technik nicht gewachsen fühlen.

Im Rahmen des hier vorgestellten Projekts wollen wir an der Hochschule Harz untersuchen, wie Rollenvorbilder – in der Fachliteratur „Alterspioniere“ genannt – idealerweise in Szene gesetzt werden müssen, um ältere Menschen zu motivieren, technische Geräte wie Tablets oder Mobiltelefone mit Gewinn für die eigene Lebensqualität zu nutzen.

Hierfür soll eine Reihe von kurzen Videoclips produziert werden, welche die IKT-Nutzung durch Seniorinnen und Senioren in alltäglichen Situationen darstellen. Diese Videoclips unterscheiden sich in der Art der Inszenierung von Rollenvorbildern - humoristisch oder ernsthaft, männlicher oder weiblicher Alterspionier etc. pp. Allen Videoclips ist die Einbindung der Techniknutzung in alltägliche Situationen gemein, um der älteren Zielgruppe die sinnhafte Übersetzung in das eigene Erlebnisfeld zu erleichtern.

Die Videoclips werden in zwei Veranstaltungen des in Halberstadt ansässigen Vereins „Freunde fürs Leben“ e.V. vorgeführt. Die Forschungsfrage nach der spezifischen Effizienz der Inszenierung von Rollenvorbildern / Alterspionieren soll durch videodokumentierte Gruppendiskussionen - als Verfahren der qualitativen Sozialforschung - beantwortet werden. Die moderierten Gruppendiskussionen schließen unmittelbar an das Zeigen der Videoclips an. Das Verfahren scheint uns angemessen, weil gerade in der Diskussion der Älteren untereinander die relevanten persönlichen Hintergründe, Sinnzuschreibungen und Rationalisierungen offengelegt werden – sowohl im Hinblick auf die Akzeptanz von Rollenvorbildern / Alterspionieren als auch auf die persönliche Motivation zur Nutzung von IKT-Lösungen.

Durch die Erhebung soziodemografischer Merkmale (z.B. Altersstufen, Geschlechter, Bildungsabschluss, Level der Technikaffinität) im Vorfeld der Gruppendiskussionen wollen wir außerdem untersuchen, ob Ausprägungen in der technikorientierten Argumentation und der Diskussion über die Darstellung der Rollenvorbilder / Alterspioniere mit Ausprägungen in soziodemografischen Merkmalen korrelieren. Dies wäre ein Ansatz zur Typenbildung von Technikakzeptanz im Alter und ein wesentlicher Schritt für die adäquate Zielgruppenansprache.

Die für dieses Projekt produzierten Videoclips werden über das Internet frei zur Verfügung gestellt, so dass sie auch z.B. durch Beratungsstellen, Wissensvermittler oder Vereine genutzt werden können. Auch die Forschungsergebnisse werden frei zugänglich publiziert (Open Access).

What is the project goal and who is the project for?

Ziel dieses Projekts ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die bereits angesprochene positive Nutzendarstellung von Technik durch altersgerechte Rollenvorbilder Interesse am „Selbstausprobieren“ von Technik weckt. Darüber hinaus soll untersucht werden, durch welche Art der Inszenierung von Rollenvorbildern / Alterspionieren sich welche Teile der Zielgruppe besonders angesprochen fühlen – wirkt sich etwa das Geschlecht des Rollenvorbilds oder die Art der Nutzung auf die Rezeption der Videoclips aus – und wenn ja, in welcher Weise?

Zielgruppe dieses Projekts sind natürlich alle älteren Menschen, die (noch) unter einer gewissen Technikscheu leiden. Die Ergebnisse des Projekts sind darüber hinaus für Entwickler und Anbieter von seniorengerechter Technik von Interesse, während die Videoclips sicher auch von vielen anderen Seniorenvereinigungen und Wissensvermittlern genutzt werden könnten. Ganz besonders interessiert sind wir übrigens an den Befragungsergebnissen von älteren Frauen, die bereits in mehreren sozialwissenschaftlichen Studien als IKT-fernste Subgruppe der deutschen Bevölkerung identifiziert werden konnten.

Why would you support this project?

Der demografische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Schon heute ist absehbar, dass eine Betreuung älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen angesichts des enormen Wachstums dieser Altersgruppe künftig nur noch für besonders schwere Fälle möglich sein wird. Die gesellschaftliche Zielstellung muss daher lauten, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Wohnumgebung bis in das hohe Alter zu ermöglichen. Dieses Ziel kann wirksam gefördert werden, wenn Senioren und Seniorinnen die Möglichkeiten der kostengünstigen technischen Alltagsunterstützung für sich entdecken und nutzen. Darüber hinaus ist die Motivation älterer Menschen zur Nutzung moderner IKT-Lösungen ein unverzichtbarer Schritt zur Vermeidung bzw. Einebnung von gesellschaftlichen Ungleichheiten, die sich entlang der Einbindung in die digitale Informationsgesellschaft zwischen „Onlinern“ und „Offlinern“ herausformen.

Die Ergebnisse dieses Projekts können im Erfolgsfall gemeinnützigen Wissensvermittlern aber auch Entwicklern und Anbietern von Technik dabei helfen, die Bedürfnisse und Interessen der von ihnen angesprochenen Zielgruppe besser zu verstehen und Hemmschwellen durch eine zielgruppengerechtere Ansprache abzubauen. Mittelfristig kann dies dann dazu beitragen, das Interesse von Seniorinnen und Senioren an der IKT-Nutzung zu erhöhen und diese damit bei der Verwirklichung eines langen und selbstbestimmten Lebens in der vertrauten Wohnumgebung zu unterstützen. Last but not least werden – wie bereits erwähnt – sowohl die Videoclips (als Creative Commons-Lizensierungen) als auch die Untersuchungsergebnisse (als Open Access-Publikationen) allen Interessenten zur freien und vollumfänglichen Nutzung zur Verfügung gestellt, so dass man durch die Unterstützung unseres Vorhabens ein Stück weit auch all denjenigen hilft, die unsere Ergebnisse für ihre eigene wissenschaftliche oder ehrenamtliche Arbeit verwenden können.

How will we use the money if the project is successfully funded? 

Mit dem Geld soll die professionelle Produktion der Videoclips finanziert werden. Hierbei werden unter anderem Ausgaben für die folgenden Posten anfallen:

(1) Aufwandsentschädigung für „laienschauspielernde“ Senior/innen
(2) HiWi-Gelder für Medieninformatik-Studenten (Videoschnitt, -Produktion)
(2) Ggf. Kosten für mitwirkende Schauspieler/innen des Theaters Halberstadt
(2) HiWi-Gelder für die Unterstützung bei Diskussionsvorbereitung und -auswertung

Sollte mehr als die Mindestsumme zusammenkommen, wird jeder weitere Euro in die Verbesserung des Forschungssettings investiert. Sämtliche im Rahmen dieses Projekts produzierten Videoclips (das bezieht sich natürlich nicht auf die Videodokumentation der Gruppendiskussion) werden zeitnah unter einer Creative Commons-Lizenz bei YouTube eingestellt und zudem hochaufgelöst auf der Projektwebseite zum Download angeboten. Jeder Interessent (und damit auch jeder im Bereich der Seniorenarbeit tätige Verein etc.) kann diese Videos somit frei nutzen. Auch die Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung werden im Internet bzw. in Open Access-Zeitschriften veröffentlicht. Das in dieses Projekt investierte Geld fließt somit ausschließlich in Ergebnisse, die jedem Interessenten nach Projektende zur freien Verfügung stehen.

Who are the people behind the project?

Das Projekt wird hauptverantwortlich von Thomas Schatz M.A. durchgeführt, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „komoserv“ (ein Akronym für die „Koordination und Moderation in Servicepartnernetzwerken der ostdeutschen Wohnungswirtschaft“) an der Hochschule Harz forscht. Es wird von der Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Apfelbaum vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften der gleichen Hochschule fachlich begleitet, die seit Jahren an Fragen des seniorengerechten Wohnens und der Nutzung von Technik durch Seniorinnen und Senioren arbeitet. Der in der Stabsstelle Forschung der Hochschule Harz beschäftigte Wirtschaftsinformatiker Christian Reinboth unterstützt das Projektteam bei Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Da alle drei Personen über die Hochschule grundfinanziert sind, kann das via Sciencestarter akquirierte Geld vollständig in die Sachkosten des Vorhabens investiert werden.

Legal notice
Hochschule Harz
Thomas Schatz
Domplatz 16
38820 Halberstadt Deutschland

Tel.: 03943 659 428
Fax: 03943 659 499
E-Mail: tschatz@hs-harz.de
Web: http://www.silver-clips.de

Fragen zum Projekt werden sehr gerne beantwortet (am einfachsten per E-Mail

Partners

Die an den Standorten Wernigerode und Halberstadt angesiedelte Hochschule Harz wurde 1991 gegründet. Derzeit studieren an den drei Fachbereichen Automatisierung / Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Verwaltungswissenschaften 3.300 Studierende.

Der Verein Freunde fürs Leben e.V. widmet sich der Förderung der Altenhilfe, der Unterstützung und Beratung von älteren, gesundheitlich beeinträchtigten bzw. hilfsbedürftigen Personen im täglichen Leben sowie der Förderung von Bildung und Erziehung.

Im ZIM NEMO-Netzwerk TECLA haben sich Unternehmen und Einrichtungen aus den Bereichen Medizintechnik, Sanitätshandel, Wohnungswirtschaft, Pflege und Informationstechnologie zusammengeschlossen. Das Netzwerk wird durch das BMWi gefördert.

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