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Projekte / Wissenschaft
DiaCHIP - wir machen Dr. House arbeitslos
Genervt von ständigen Arztbesuchen mit einer Vielzahl langwieriger Bluttests? Stellt euch vor, es gäbe eine Möglichkeit alle benötigten Kontrollen direkt in der Arztpraxis, schnell und gleichzeitig durchzuführen! Unser DiaCHIP soll genau das ermöglichen.
2.026 €
1.000 € Fundingziel
41
Fans
27
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 DiaCHIP - wir machen Dr. House arbeitslos

Projekt

Finanzierungszeitraum 10.08.15 15:08 Uhr - 30.09.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Januar 2015 - September 2015
Fundingziel 1.000 €
Stadt Freiburg im Breisgau
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

In der modernen Medizin sind ein schnelles Erkennen und eine zuverlässige Unterscheidung zwischen verschiedenen Krankheitserregern von zentraler Bedeutung. Aktuell verwendete Tests sind leider meist zeitaufwendig, teuer oder beides.
Unser Ziel ist es deshalb, eine Methode zu entwickeln, die eine gleichzeitige Detektion mehrerer verschiedener Krankheitsmarker im Blut eines Patienten schnell und kostengünstig ermöglicht. Dazu werden Bestandteile von Krankheitserregern, sogenannte Antigene, in einem definierten Muster an die Oberfläche eines Glasobjektträgers gebunden. Antigene sind jene Komponenten eines Erregers, die vom menschlichen Immunsystem erkannt werden.
Erkrankt nun ein Patient, sind durch die aufgenommenen Bakterien oder Viren genau diese Antigene im Blut vorhanden und der Körper stellt Antikörper gegen sie her. Dies ist eine normale Abwehrreaktion des Körpers und geschieht bei jeder akuten Erkrankung. Wird Patientenblut auf unseren Antigen-Objektträger gegeben, können die darin vorhandenen Antikörper an die am Objektträger befestigten Antigene binden. Eine erfolgreiche Bindung kann als Bild sichtbar gemacht und somit in Echtzeit nachgewiesen werden. Da genau bekannt ist, an welcher Stelle der Antikörper binden konnte und welches Antigen sich dort befindet, kann damit indirekt der Krankheitserreger des Patienten ermittelt werden.

Der DiaCHIP ermöglicht eine zeitnahe und simultane Diagnose mehrerer Krankheiten, sodass dem Patienten lange Wartezeiten auf Testergebnisse und Sätze wie: „Wir möchten gerne noch weitere Tests durchführen,…“ erspart werden. Die daraus resultierende Zeitersparnis kann in eine zielgerichtete Behandlung des Patienten investiert werden und je nach Erkrankung sogar lebensrettend sein. Ein endloses „Fischen im Trüben“ nach der richtigen Behandlungsmethode könnte damit der Vergangenheit angehören. Auch die Kosten für die Diagnose einer einzelnen Krankheit würden durch das Vereinen vieler Tests auf einem Objektträger sinken. Durch das unkomplizierte Handling des DiaCHIP könnte er außerdem nicht nur von Ärzten, sondern auch an medizinisch schwer zugänglichen Orten von eingewiesenem Pflegepersonal verwendet werden.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Unser zentrales Ziel ist es, einen Diagnose-Chip für Breitbrand Screenings herzustellen. Dies wollen wir mit einer neuartigen Methode verwirklichen. Dabei kopieren wir Krankheitsmarker (Antigene) von einer genetischen Vorlage, also von deren "Erbgut" auf einen Objektträger. Der dabei entstehende Diagnose-Chip soll den Nachweis von Krankheitserregern im Blut vereinfachen und beschleunigen. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir uns mehrere Teilziele gesetzt:

  • Zunächst müssen wir die genetische Information der Antigene synthetisieren und als Vorlage an einem Objektträger befestigen.
  • Von dieser Vorlagen können wir die Antigene auf einen weiteren Objektträger kopieren.
  • Auf dem frisch hergestellten Antigen-Objektträger werden wir Wechselwirkungen zwischen Antigenen und dem Immunsystem untersuchen.


Von einer erfolgreichen Umsetzung unseres Projektes könnte so gut wie jeder profitieren. Nicht nur schwer-diagnostizierbare Patienten, sondern unter anderem auch Menschen an medizinisch schlecht zugänglichen Orten, Blutspende-Empfänger oder Menschen, deren Impfstatus überprüft werden muss. Außerdem könnten durch eine klare und einfache Diagnostik Antibiotika gezielter eingesetzt werden und somit gefährliche multiple Antibiotikaresistenzen in Bakterien verringert werden.
Mit Ihrer Unterstützung könnten wir gemeinsam einen Beitrag zur Weiterentwicklung bestehender Diagnostikmethoden leisten und damit im Ernstfall sogar Leben retten.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir sind eine Gruppe von Studierenden, die auf freiwilliger Basis als Team an dem Wettbewerb „iGEM“ teilnehmen. iGEM (international genetically engineered machine) ist ein internationaler und interdisziplinärer Forschungswettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie, der vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) organisiert wird. Von unserem Hauptsponsor dem Signalhaus BIOSS der Universität Freiburg werden wir bereits mit 30 000 € finanziell unterstützt. Dies reicht jedoch leider nicht aus, um alle benötigten Labormaterialien zu kaufen und unser komplettes Team auf die Abschlusskonferenz nach Boston zu schicken. Deshalb sind wir für eine erfolgreiche Umsetzung unseres Projekts auf die Unterstützung von Firmen und privaten Sponsoren angewiesen. Alle unsere Ergebnisse werden nach erfolgreicher Umsetzung selbstverständlich der Öffentlichkeit nicht-kommerziell zur Verfügung gestellt werden, sodass wirklich jeder davon profitieren kann! Nach dem Wettbewerb werden wir unsere Ergebnisse bestmöglich an die einzelnen Arbeitsgruppen weitergeben, damit die Forschung am DiaCHIP auch nach Ende des Wettbewerbs fortgeführt wird und der DiaCHIP als diagnostische Methode eine Anwendung im Patientenalltag findet.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Als Studierendengruppe arbeiten wir komplett auf freiwilliger Basis – ehrenamtlich und nicht kommerziell. Für unsere Forschungsarbeit stellt uns das Signalhaus BIOSS der Universität Freiburg ein Labor zur Verfügung. Benötigte Verbrauchsmaterialien versuchen wir über die Unterstützung von Firmen zu erhalten oder mit den Geldern zu kaufen, die wir vom BIOSS zur Verfügung gestellt bekommen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil und Höhepunkt des Wettbewerbs ist die Teilnahme an einer internationalen Wissenschaftskonferenz in Boston. Dort werden wir unsere Ergebnisse präsentieren und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg repräsentieren.
Die finanzielle Unterstützung durch das BIOSS reicht aus, um einen Teil unseres Teams auf die Konferenz zu schicken. Da wir als Team jedoch gemeinsam an der Umsetzung des Projektes arbeiten, würden wir gerne jedem unserer Mitglieder eine Teilnahme ermöglichen, unabhängig vom jeweiligen finanziellen Hintergrund. Wir würden also mit einem Teil des Geldes (~80%) einen der Flüge in die USA finanzieren. Die restlichen 20% würden wir dafür verwenden, fehlende Forschungsutensilien zu kaufen. Mit den 1000 € sind immer noch nicht alle Kosten gedeckt, weshalb wir uns natürlich auch sehr über finanzielle Unterstützung freuen, die über die 1000 € hinausgehen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir sind ein Team von 19 Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Wir vereinen sowohl verschiedene Fachbereiche (Molekulare Medizin, Biologie, Physik, Chemie, Medizin, Bioinformatik, Biochemistry & Biophysics) als auch verschiedene Fachsemester. Schon im Januar dieses Jahres begannen wir damit, uns zu treffen und mögliche Projektideen zu recherchieren und zu diskutieren. Im April stand dann endlich unser Projekt fest und wir konnten richtig mit der Arbeit beginnen. Seit dem sind wir dabei Materialien zu besorgen, Experimente durchzuführen und deren Ergebnisse auszuwerten. Ende September werden wird alle erfolgreichen Ergebnisse auf einer internationalen Konferenz am MIT in Boston präsentieren.
Bei unserer Arbeit unterstützen uns sowohl Studierende höherer Semester, die bereits erfolgreich an dem Forschungswettbewerb teilgenommen haben, als auch Dr. Nicole Gensch und Junior Professor Dr. Max Ulbrich. Dr. Nicole Gensch ist Leiterin der BIOSS (Centre for Biological Signalling Studies) Toolbox, einem Ressourcenzentrum für MolekularbiologInnen. Dr. Max Ulbrich ist Leiter einer BIOSS-Arbeitsgruppe, die sich mit Einzelmolekülmikroskopie beschäftigt. Außerdem kooperieren wir stark mit der Arbeitsgruppe von Dr. Günter Roth vom Zentrum für Biosystemanalyse, die das Konzept eines biologischen Kopierapparates entwickelt hat. Die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind Experten im Bereich der verwendeten Messmethode und stellen uns das Gerät und ihr know-how für unsere Experimente ohne Gegenleistung zur Verfügung.

Rabea Jesser
Rabea Jesser http://freigem.org/
Impressum
freIGEM e. V.
Anne Seifert
Welckerstraße 7
79108 Freiburg i. Br. Deutschland

Partner

Das Signalhaus Freiburg (BIOSS) ist ein Forschungszentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dessen zentrale Forschungsidee darin besteht, einen Forschungsprozess zwischen analytisch und synthetisch arbeitenden Signalwissenschaftler/innen zu initiieren und zu fördern.

iGEM ist eine Stiftung des Massachusetts Institute of Technology in Boston, die sich um die Förderung der synthetischen Biologie bemüht. Jedes Jahr veranstaltet die Stiftung dafür ein Wettbewerb für Studierende weltweit , an dem diese ihr eigenständiges Projekt entwickeln und umsetzen können.

Das ZBSA ist ein Forschungszentrum für Biosystemtechnik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Es vereint Forschungsfelder wie Genomics, Proteomics, Metabolomics, Mikroskopietechnik und Modellierung.

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