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Projekte / Theater
Ein dokumentarisches Spiel ĂŒber das sonderbare VerhĂ€ltnis von Fußball, SexualitĂ€t und Geschlecht. Eine Produktion von PortFolio Inc. Rechtzeitig zur Fußball-WM und gern auch darĂŒber hinaus.
Berlin
2.036 €
2.000 € Fundingziel
71
Fans
55
UnterstĂŒtzer
Projekt erfolgreich
 EIER! WIR BRAUCHEN EIER!

Projekt

Finanzierungszeitraum 18.03.14 09:49 Uhr - 12.04.14 23:59 Uhr
Fundingziel 2.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Theater

Worum geht es in dem Projekt?

EIER! WIR BRAUCHEN EIER! ist ein dokumentarisches Spiel ĂŒber das sonderbare VerhĂ€ltnis von Fußball, SexualitĂ€t und Geschlecht.


Das sind die Fakten:

Im beliebtesten Sport der Deutschen (fuß)ballt sich ein sonderbares VerhĂ€ltnis zu SexualitĂ€t und Geschlecht:
Es gibt Sexverbote für Fußballer vor wichtigen Spielen und Verrichtungsboxen für Fans am Stadionrand. In der Fankurve haben Frauen nichts zu suchen, und brasilianische Prostituierte erhalten gratis Englischkurse zur Vorbereitung auf die WM. Frauen, die in Deutschland Fußball spielen, werden belĂ€chelt, selbst wenn sie Meistertitel holen. In anderen LĂ€ndern werden ihnen die FuÌˆĂŸe gebrochen, weil Frauenfußball eine grĂ¶ĂŸeres Fehlverhalten darstellt als das Ablegen des Kopftuchs. HomosexualitĂ€t wird tabuisiert bei einer Sportart, die wie kaum eine andere Körperkontakt provoziert und durchzogen ist von Gesten und Ritualen, sprachlichen Wendungen und Verhaltensmustern, die homosexuelle Assoziationen hervorrufen.
Die mĂ€nnliche, heteronormative Welt des Fußballs funktioniert vor allem ĂŒber eine Abgrenzung zu Frauen und Homosexuellen. Der Deutschen liebster Sport ist und bleibt vor allem eins: ein MĂ€nnersport in einer Machowelt. Die letzte DomĂ€ne harter Jungs.


Das ist unsere Idee dazu:

Oliver Kahns Ausspruch “Eier! Wir brauchen Eier!” (2003 in einem Premiere-Interview) bildet in seiner themenbezogenen Vielschichtigkeit den Ausgangspunkt für eine Recherche, die sich dem paradoxen SpannungsverhĂ€ltnis von Fußball, SexualitĂ€t und Geschlecht widmet. Die gesammelten Dokumente (Zeitungsartikel, Interviews, Sachbuchtexte, die FSV-Kampagnie gegen Homophobie, O-Töne von Pressekonferenzen, aktuelle Entwicklungen bzgl. der WM in Brasilien etc.) werden mit FangesĂ€ngen und Sport-Choreographien kombiniert, so dass die groteske Schieflage der Diskurse in einer mĂ€nnlich dominierten Sportwelt sichtbar wird.
Das Ergebnis wird ein Debattenstück sein, das einem guten Fußballspiel in nichts nachsteht: Abwechslungsreich, kontrovers und sexy, mit Freude am Spiel, hochgradig emotional und mit der Möglichkeit zur Nachbesprechung.

Die Aufstellung für das Spiel: Mann gegen Frau. Die Bühne wird kein Fußballfeld. Wahrscheinlich gibt es High-Heels, und vielleicht werden sogar Trikots getauscht.


Das sind die Daten:

Die Premiere ist am 17. April 2014, 20 Uhr, im Theater unterm Dach geplant.
Weitere Vorstellungen sind fĂŒr den 18., 24. und 25. April 2014, jeweils 20 Uhr angesetzt.
Das StĂŒck soll ins Repertoire des Theaters unterm Dach aufgenommen werden und ĂŒber mehrere Monate im Spielplan bleiben.
Es gibt bereits eine Gastspielmöglichkeit beim Sommerblut-Festival in Köln. Der anvisierte Termin ist der 10. Mai 2014.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Fußball und SexualitĂ€t sind universelle Themen, mit denen wir eine große Zielgruppe ansprechen.
Wir möchten Fragen aufwerfen, GesprĂ€che anstoßen und mit den Zuschauern diskutieren. Wir freuen uns auf Menschen, die gesellschaftlich relevante Diskurse interessieren, sowie Personen, die die lĂ€ngst überfĂ€llige Auseinandersetzung mit der komplexen Thematik nicht scheuen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstĂŒtzen?

Bereits vor einem Jahr spukte die Idee zu einem StĂŒck ĂŒber Fußball und SexualitĂ€t in unseren Köpfen. Förderer fĂŒr das Projekt zu gewinnen, gelang uns damals jedoch nicht.

Im letzten Jahr ist jedoch viel passiert, was eine Auseinandersetzung mit der verque(e)ren Verquickung von Sport, SexualitĂ€t und Geschlecht relevant macht: Die fĂŒr Homosexuelle verheerenden Entwicklungen in Russland. Die Feigheit der deutschen und internationalen SportverbĂ€nde wĂ€hrend der Leichtathletik-WM in Moskau 2013, als regenbogenbunt lackierte FingernĂ€gel zum Eklat wurden. Die Ignoranz des IOC wĂ€hrend der Olympiade in Sotschi. Das Coming-Out Thomas Hitzlspergers und die reaktionĂ€re Petition gegen den baden-wĂŒrttembergischen Bildungsplan, der das Thema "sexuelle Vielfalt" in den Unterricht einbetten möchte.

Bei der vorbereitenden Recherche sind wir zudem auf viele absurde Fakten und Anekdoten gestoßen, die wir niemandem vorenthalten möchten.

Wir möchten mit unseren Möglichkeiten, nĂ€mlich der kĂŒnstlerischen Aufarbeitung dieser Debatten und Diskurse dem Zuschauer ĂŒberraschende Sichtweisen auf einen Themenkomplex offerieren, der nur an der OberflĂ€che banal erscheint, aber eigentlich an den Grundfesten unserer gesellschaftlichen Werte rĂŒttelt.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Bezirksamt Pankow hat - sehr kurzfristig - ein Budget bereitstellen können, damit wir das Projekt anschieben können. Da uns das Thema sehr am Herzen liegt, und wir das Projekt in angemessenem Rahmen prĂ€sentieren möchten, brauchen wir Eure und Ihre UnterstĂŒtzung.

Das Geld wird verwendet, um einen Teil des BĂŒhnenbildes sowie einen Großteil der KostĂŒme zu finanzieren. Wir können Werbematerialien (Postkarten und Plakate) drucken lassen und unserem Grafiker einen Obolus zahlen. Außerdem ist es möglich, die Probenpauschale fĂŒr die beteiligten KĂŒnstler anzuheben und unsere Gastspielreise nach Köln finanziell abzusichern.

Wer steht hinter dem Projekt?

PortFolio Inc. ist ein freies Theaterkollektiv aus Berlin, das seit 2010 dokumentarische Theaterprojekte realisiert.
Insbesondere die biografische Doku-Fiction SCHERNIKAU.SEHNSUCHTSLAND ĂŒber den Schriftsteller Ronald M. Schernikau und das DebattenstĂŒck LiEBK!ND, das sich mit dem Diskurs um sexuellen Missbrauch an Kindern auseinandersetzte, wurden von Presse und Publikum begeistert aufgenommen und zugleich kontrovers diskutiert.

AusfĂŒhrliche Informationen sind auf unserer Website www.portfolioinc.de zu finden.


Die Beteiligten:

Marc Lippuner (Regie) war Regieassistent am MĂŒnchner Volkstheater und am Theater Aachen und ist seit 2008 freischaffend als Regisseur und seit einem Aufbaustudium in Kultur- und Medienmanagement auch in diesem Bereich tĂ€tig. Inszenierungen entstanden u.a. in Aachen, Berlin, Deutschlandsberg, Leipzig, MĂŒnchen und Schleusingen.

Michael F. Stoerzer (Regie) studierte Schauspiel in Bern und war Ensemblemitglied an den StĂ€dtischen BĂŒhnen MĂŒnster und dem Staatstheater Meiningen. Seit 2006 ist er freischaffend tĂ€tig. Neben seiner Arbeit als Schauspieler fĂŒhrt er auch Regie und gibt Workshops fĂŒr Jugendliche und junge Erwachsene. Er ist bisweilen in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und arbeitet als Sprecher fĂŒr Hörspiele und HörbĂŒcher.

Halina Kratochwil (Ausstattung) studierte BĂŒhnen- und Filmgestaltung an der Hochschule fĂŒr Angewandte Kunst in Wien und der Gerriet-Rietveld-Academie in Amsterdam. Sie war Ausstattungsassistentin am Wiener Burgtheater und am TAT in Frankfurt/Main. Seit 2001 lebt sie als freiberufliche BĂŒhnen- und KostĂŒmbildnerin wieder in Berlin und arbeitet im gesamten deutschsprachigen Raum.

Judica Albrecht (Spiel) ist GrĂŒndungsmitglied des Jungen Theaters Bremen. Seit 1996 arbeitet sie als freie Schauspielerin u.a. mit Lubricat, Christiane Pohle und vielfach mit Hans-Werner Kroesinger. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin leitet sie u.a. den Jugendclub der Sophiensaele, ist gelegentlich in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und als Sprecherin fĂŒr Hörspiele und Features tĂ€tig.

Thomas Georgi (Spiel) absolvierte seine Schauspielausbildung in Köln und ist seit 2004 freischaffend tĂ€tig. Seine Arbeit fĂŒhrte ihn u.a. nach Bochum, Braunschweig, MĂŒnster und NĂŒrnberg sowie auf zahlreiche Berliner BĂŒhnen. DarĂŒber hinaus war und ist er in diversen Film- und Fernseh-Produktionen zu sehen.

Tatjana Koch (Assistenz) studiert Kulturwirtschaft in Passau und sammelt bei unserer Produktion erste Erfahrungen im Theaterbereich.

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