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Projekte / Kunst
Familiar Facades ist ein multimediales Kunstwerk und besteht aus Streetart, Fotografie, Video und Internet. Überlebensgroßen Fotografien die ich von Asylbewerbern anfertige werden auf Gebäude tapeziert. Ein scanbarer QR Code auf jedem Bild führt zu einem Videointerview der abgebildeten Person. Die Asylberwerber interviewen sich zum teil gegenseitig. Auf der Webplattform sind unter anderem auch Sozialwissenschaftler zu hören welche sich zum Thema Migration und Europapolitik äussern.
5.056 €
5.000 € Fundingziel
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111
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Familiar Facades

Projekt

Finanzierungszeitraum 19.12.2013 18:02 Uhr - 20.03.2014 23:59 Uhr
Fundingziel 5.000 €
Stadt Berlin
Kategorie Kunst

Worum geht es in dem Projekt?

Solidarität, Kunst & Information

Migration von Flüchtlingen ist ein omnipresentes Thema in den Medien. Aber was wissen wir wirklich über deren einzelne Schicksale und Hintergründe. Welche Meinungen, Wünsche und Äusserungen haben sie?

"Familiar Facades" ist ein Multimedia Projekt (Fotografie, Video, Internet) und soll Asylbewerber/innen eine stärkere Präsenz im öffentlichen Raum geben. Überdimensionale Portraits von Asylbewerber/innen an öffentlichen Plätzen machen durch ihre Wirkung auf sich Aufmerksam. Jedes Portrait wird von einem Interview der abgebildeten Person begleitet. Zu diesem gelangt man, indem man mit seinem Smartphone den QR Code (Quickresponse-Code) auf dem Portrait scannt und so auf eine Webplattform weitergeleitet wird. Hier stellt die jeweilige Person sich vor und erzählt ihre Geschichte.

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem soll das Familiar Facades-Webportal die Möglichkeit bieten sich zum Thema Migration, Flüchtlingspolitik und Asyl weiter zu informieren. Auf dem Webportal sollen auch Sozialwissenschaftler durch Interviews und Essays zu Wort kommen.

Trotz scheinbarer Zugeständnisse gegenüber Migranten/innen, ist die Europapolitik stärker denn je bemüht die Zuwanderung generell zu erschweren und die Lockerung von Asylgesetzen einzudämmen.
Wer es trotzdem geschafft hat in die EU zu gelangen und versucht zu bleiben, muss sich auf einen zermürbenden, oft jahrelangen, Kampf gegen die Ausländerbehörden einstellen. Hinzu gesellen sich allerlei Widrigkeiten wie die Art der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften, Behördengänge, die Residenzpflicht und die damit einhergehende Isolation sowie eine ständige Präsenz der Angst vor Abschiebung.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Ich möchte eine Plattform für den interkulturellen Austausch und Begegnung schaffen auf der Migranten/innen sich mitteilen können und wahrgenommen werden. Durch die Mitteilung ihrer Biographie und ihrer Erlebnisse und Empfindungen schaffen sie eine Nähe zum Betrachter/in.

Familiar Facades soll uns Bürger/innen aufmerksam machen, informieren, aufklären und berühren und das Interesse an einer Beteiligung für mehr Demokratie steigern.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Familiar Facades ist ein politisches, unterhaltsames, modernes und ästhetisches Kunstwerk mit humanitärem Anliegen. Es erzählt uns vom Schicksal einzelner Asylbewerber. Aus der Summe der Interviews sollen wir einen Eindruck bekommen wie es um diese Menschen steht.

Nach meiner bisherigen Recherche, habe ich den Wunsch auf einen Whitemap-Bereich innerhalb unserer Gesellschaft, die für sich den Anspruch erhebt demokratisch zu handeln, hinzuweisen.

Eine Webplattform soll als Unterstützung Kommunikation und Austausch fördern, den Blick der Bürger auf Missstände schärfen und uns helfen uns mit Menschen in anderen Lebenssituationen zu solidarisieren.

Familiar Facades ist ein langfristig angelegtes Projekt. Besonders die Internetplatform kann und soll sich weiterentwickeln. Es werden zwangsläufig neue Geschichten hinzukommen, so dass auch immer wieder neue Gesichter das Stadtbild verändern können.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit eurer Unterstützung wird es möglich sein, eine Anschubsförderung einer großen Förderstiftung zu bekommen, da diese meist eine prozentuale Eigenbeteiligung voraussetzen, die wir ohne eure Unterstützung hier bei Startnext nicht aufbringen können.

Der Druck eines Portraits wird abhängig von seiner Größe zwischen 500 und 1500 Euro kosten. Die Größe der einzelnen Drucke ist abhängig davon, an welchem Ort sie aufgehangen werden wird. Die Anbringung der überdimensionalen Bilder wird weitere Kosten für Technik und Logistik verursachen. Das Team rund um Harald Geil arbeitet ohne Honorar.

Wer steht hinter dem Projekt?

HARALD GEIL ist der Künstler bzw. Ideengeber des Projekts. Er wurde 1979 in einer bayerischen Kleinstadt geboren und absolvierte eine Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer. Nach einigen Asisstenzen für den Münchner Künstler und Professor Ludwig Gerhardt, entschied er sich für ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Hier kam er neben der Bildhauerei zum ersten mal mit den Medien Film und Fotografie in Berührung. Anschließend studierte er Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie “August Everding” in München, sowie Regie an der Filmarche in Berlin. Er tingelte als fester Ensemble-Schauspieler ein paar Jahre durch die deutschsprachige Theaterlandschaft mit Stops in u.a. Bremen, Stuttgart, Essligen, Ludwigsburg, München, Klagenfurt.

Harald lebt seit fast sieben Jahren als Schauspieler, Filmemacher und Fotograf in Berlin. Zusammen mit Dennis Leo Hegic, einem migrierten Architekten aus Sarajevo, gründete er 2012 die künstlerische Arbeitsgruppe Filmgeil.
Neben seinem Schaffen für die Werbe- und Kurzfilmindustrie folgt Harald Geil seiner Profession als Schauspieler u.a. an der Bühne für Menschenrechte. Das Stück "Asylmonologe", das Harald Geil auf die Thematik stieß, beschäftigt sich mit Schicksalen von Menschen auf der Suche nach Schutz vor Verfolgung, Hunger, Krieg oder Armut in eine bessere Lebensperspektive innerhalb Europas. Den Erwartungen dort ein normales Leben, ein Stück Demokratie und Frieden genießen zu können, folgt meist Ernüchterung und Resignation. Denn wer hier nicht die richtigen Voraussetzungen erfüllt ist nicht erwünscht. Warum? Harald Geil möchte mit Familiar Facades diesen Fragen auf den Grund gehen und hat die Vision mit diesem Projekt die Solidarität zu stärken und Menschen zusammenzuführen.

Beraten und unterstützt wird er hierbei durch:

MEMOS e.V. beziehungsweise dessen Gründerin JUDITH ALBRECHT. Sie wurde 1975 in Berlin geboren und studierte mit Magisterabschluss an der Freien Universität Berlin Ethnologie, Lateinamerikanistik und Soziologie und promovierte 2011.

Seit 2003 arbeitet sie als Ethnologin im In- und Ausland und als Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschuleinrichtungen. Seit 2011 ist sie Lecturer an der Fakultät für Ethnologie an der Ruhruniversität Bochum.

Im Jahr 2002 hat sie an der Filmwerkstatt Münster die „Masterschool Dokumentarfilm“ absolviert und ist seit 2003 auch freischaffend als Dokumentarfilmerin tätig.

Die regionalen Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf dem Nahen und Mittleren Osten (insbesondere Iran), Libyen und Osta- frika, dort insbesondere auf Tansania und Malawi. Ihre thematischen Schwerpunkte sind Gender, politische Anthropologie Migration, Erinnerung, Transnationalismus- und Diasporaforschung.

Als Ethnologin hat sich Judith Albrecht als Gründerin von „Memos – Verein für Erinnerungskultur zu Krisen und Konflikten“ auf unterschiedliche Weise mit sozialen und politischen Umbrüchen und deren Auswirkungen auf Lebensgeschichten und Biografien beschäftigt.

SOPHIE LAKOW geb. 1988 in Berlin, ist ihrerseits auf dem besten Wege Filmproduzentin zu werden und wird die Produktion von Familiar Facades übernehmen.

Die GALERIE M, zeigt und fördert vorrangig Projekte von professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die in ihrer Arbeit den städtischen Raum in all seinen Aspekten thematisieren.

TIMO SCHNEIDER, geb. 1971, seinerseits Webentwickler, wird mit seinem Können die Infrastruktur für unseren Webauftritt koordinieren.

Projektupdates

10.02.2014

Familiar Facades In den politischen und medialen Debatten über Migration und Zuwanderung nach Deutschland ist es auffallend, dass meist, die Menschen, um die es massgeblich geht, nämlich, Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland migrieren, nicht zu Wort kommen. Dieser Umstand macht deutlich, dass wer sprechen und sich und seine Meinung präsentieren darf und wer nicht, eine Frage von Macht ist. Dies zeigt sich auch daran, dass meist Experten zu Rate gezogen werden, die stellvertretend für die vielen Menschen, ihre Erfahrungen und Perspektiven stehen. Es wird also versucht, Migration zu objektivieren. Des weiteren schafft dieser Umstand die Illusion, dass es etwas wie eine einheitliche deutsche Mehrheitsgesellschaft gibt, der eine einheitliche Gruppe, „die Migranten“, gegenübersteht. Hierbei erscheint es wichtig, immer wieder das „andere“, das „Fremde“ herauszuheben und zu rekonstruieren. Ähnlich wie in Diskursen über Armut und Krankheit, werden in Fragen der Migration, keine Dialoge, im Sinne einer gleichberechtigten Auseinandersetzung und eines Austausch geschaffen, sondern es werden Konzepte, Kategorien und Bilder von Menschen kreiert, die häufig von Rassismen und Stereotypisierung geprägt sind. „Familiar Facades“ ist ein multimediales Angebot sich alternativ zu dem medialen Mainstream zu Migration und der Flüchtlingsbewegung zu informieren, auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Jeder Mensch kann zu einem Flüchtling werden. Dies ist die grundsätzliche Botschaft und man muss kein Experte sein, um mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und sozialen Kontexten ins Gespräch zu kommen. Das Projekt wird in einer Fotoausstellung, auf eine Website und Facebook als Plattform präsent sein. Innerhalb von sechs Monaten fotografiert Harald Geil Menschen, die nach Deutschland gekommen sind und sich auf Großplakaten präsentieren wollen. Während und nach der Fotosession entsteht ein Videointerview. Hier stehen die Geschichten der Menschen im Vordergrund, über ihr Leben in Deutschland, über ihre Heimat, über ihre Flucht, ihre Perspektive auf Deutschland.... etc... Wichtig hierbei ist, dass die Personen selber bestimmten, was ihnen wichtig ist mitzuteilen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Fotograf, die Interviewsituation er und sein gegenüber auflöst, und alle Personen, die sich fotografieren lassen, bittet, selber zum Interviewer zu werden. So entstehen ganz unterschiedliche Gesprächsdokumente, das Interesse und der Fokus der Videodokumente variieren von der Zusammensetzung der Gesprächspartner.... Das Projekt „Familiar Facades“ ist zwar in Berlin angesiedelt, erreicht aber durch die Website und die Facebook Plattform auch andere Menschen und Regionen. Idealerweise, können auch in anderen Städten, die Gesichter von Personen an Hausfassaden erscheinen und ihre Geschichten gehört werden. Die Idee geht somit auf Reisen. Großstädte stellen Orte von auffallender Veränderung und Transformation dar. Das Multimediaprojekt „Familiar Facades“ beschäftigt sich mit Fragen der Urbanität und des Wandels von urbanen Regionen im Kontext globaler Veränderungen. Hierbei stehen die Menschen und Gemeinschaften als soziale Akteur/-innen, als Gestalter/-innen urbaner Lebenswelten und Lebensformen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Interesse liegt vor allem auf den sozialen und kulturellen Mikrostrukturen ebenso wie den Beziehungen, Netzwerken und Alltagsroutinen, in denen sich städtische Vergesellschaftung und Vergemeinschaftung vollziehen. Die Stadt ist ein Raum kultureller Praxis, ein Ort sozialer Interaktion und kultureller Repräsentation. Hierbei sind es die Menschen und ihre sozialen Interaktionen, die einen öffentlichen Raum prägen und dort ihre Spuren hinterlassen. Der öffentliche Raum ist somit auch ein machtbesetzter und umkämpfter Ort. Mit dem Projekt: „Familiar Facades“ soll der Frage nachgegangen werden: Was und wen sehen wir im öffentlichen Raum? Wen und was hören wir im öffentlichen Raum? Überdimensionale Portraits von Menschen und begleitend die Geschichte der abgebildeten Person werden an Hausfassaden tapeziert. Die Portraits werden als schwarz-weiß Fotodruck, samt QR-Code (Quick Response Code) auf dünnem Plakatpapier, an die Hauswände angebracht. Die gut vernetzten Betrachter/innen eines solchen Portraits gelangen nun, via QR-Code, mit dem Smartphone oder Tabletcomputer, zu den persönlichen Videodokumenten. Weiterhin kann man auf der Website über ein Jahr immer wieder neue Interviews und Berichte zu dem Themenkomplex „Flucht und Migration“ finden. Die Inhalte der Website werden jedoch zusammen mit den Beteiligten kreiert, das bedeutet, dass Inhalte erst einmal gemeinsam diskutiert und erarbeitet werden müssen. Facebook als Plattform bietet die Möglichkeit, sich mit allen Interessierten zu vernetzen und schafft eine Möglichkeit, ein anderes soziales Netzwerk aufzubauen...

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