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Der Dokumentarfilm „Hurra! Es ist ein Mädchen!“ stellt in 25 biografischen Skizzen Frauen vor, die das Werden und Wachsen der Stadt Chemnitz in Sachsen im Laufe ihres 875-jährigen Bestehens geprägt, beeinflusst und mitgestaltet haben. Manche haben - und auch sie sind Teil der Geschichte der Stadt - Chemnitz verlassen, um ihr persönliches Glück woanders zu suchen. Dazu gehören u. a. Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Sportlerinnen, aber auch Ärztinnen und politische Aktivistinnen.
4.175 €
5.000 € 2. Fundingziel
60
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
 Hurra! Es ist ein Mädchen!
 Hurra! Es ist ein Mädchen!
 Hurra! Es ist ein Mädchen!
 Hurra! Es ist ein Mädchen!

Projekt

Finanzierungszeitraum 20.09.18 17:56 Uhr - 31.10.18 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 01.11.2018 bis 31.12.2018
Fundingziel 3.000 €

für die Produktion von 2000 DVDs,
für Mehrkosten der Farbkorrektur und Lizenzen für Foto- und Filmrechte, für Anmeldegebühren bei Filmfestivals

2. Fundingziel 5.000 €
Kategorie Film / Video
Stadt Chemnitz
Worum geht es in dem Projekt?

„Die Philosophen haben die Welt bisher nur männlich interpretiert. Es kommt aber darauf an, sie auch weiblich zu interpretieren, um sie menschlich verändern zu können.“
(Irmtraud Morgner, Amanda. Ein Hexenroman, 1983)

Die Schriftstellerin Irmtraud Morgner, von der dieses Zitat stammt, wurde 1933 in Chemnitz geboren und verlebte dort ihre Kindheit und Jugend bis zur Aufnahme ihres Studiums in Leipzig. Ihr Werk ist durchdrungen von Erinnerungen an ihre Heimatstadt und die Orte ihrer Kindheit. Ihre Erzählungen und Romane wurden von der Frauenbewegung der 1970er Jahre begeistert aufgenommen.
Frauen haben seit jeher ihren Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft geleistet, nicht selten blieben ihre Erfolge – anders als bei Morgner, der zu Lebzeiten wie nach ihrem Tod große Beachtung zuteil wurde – eher unbeachtet, geringgeschätzt oder nicht erwähnenswert. Die Aufmerksamkeit lag und liegt häufiger bei Männern und ihrer Leistung.

Wir wollen mit unserem Dokumentarfilmprojekt „Hurra! Es ist ein Mädchen!“ die Leistungen von Frauen aus Chemnitz herausstellen und würdigen, indem Leben und Wirken ausgewählter Vertreterinnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und Epochen filmisch erzählt werden. Chemnitzer Geschichte wird erlebbar durch weibliche Biografien, die sich einfügen in das Gesamtbild der Stadt – von der Gründungsgeschichte bis in die Gegenwart.
Im Film sollen Lebensläufe von Frauen aufgeblättert werden, die anders verliefen als männliche, da sie anderen biografischen Rhythmen unterworfen waren, neben der Arbeit bestimmte die Familie den Takt. Prägend für Frauenbiografien der Vergangenheit waren darüber hinaus versperrte Wege zu Bildung, Politik und bezahlter Arbeit, was beschränkte Entfaltungsmöglichkeiten zur Folge hatte. Umso beachtlicher erscheinen vor diesem Hintergrund die Lebenswege von Frauen wie Gertrud Caspari (1873 – 1948), Martha Schrag (1870 -1957) oder Helene Funke (1869 – 1957).
Von Helene Funke etwa gibt es aus den ersten 30 Jahren ihres Lebens, die sie in Chemnitz verbrachte, fast keine Unterlagen darüber, wo und bei wem sie die Malerei erlernt hat, da Frauen in der damaligen Zeit keinen Zugang zu Universitäten hatten. Sie mussten den Umweg über eine Ausbildung bei einem praktizierenden Künstler wählen. Doch Malerinnen gerieten leicht in Verruf, zweifelhafte Existenzen zu führen, als Gattinnen, Musen oder Modelle ihrer männlichen Kollegen. Helene Funke ging ab 1899 an die Münchner Damenakademie und hielt sich von 1905 bis 1913 in Frankreich auf, bevor sie 1913 nach Wien zog. Als Künstlerin, nicht als Touristin dokumentierte sie in zahlreichen Fotos ihr Leben in Paris.
Die Chemnitzer Kunstsammlungen zeigen vom 4. November 2018 bis 13. Januar 2019 die erste Einzelausstellung mit Werken Helene Funkes in Deutschland.

Synopsis:
Eine Stadtschreiberin heutiger Zeit entdeckt in den Archiven von Chemnitz einen Verweis auf die erste namentlich bekannte Hebamme der Stadt, Mutter Käthe, aus dem Jahre 1522. Dort findet sich auch ein Hebammeneid nebst Unterschriften von Hebammen ab 1750. Die Stadtschreiberin, die die Stadt im Morgnerschen Sinne als Flaneurin durchstreift und Zeugnis von dem gibt, was sie sieht und erfährt, wird so in gewisser Weise zur Geburtshelferin für die weibliche Seite der 875jährigen Chemnitzer Geschichtsschreibung. So führt uns die Stadtschreiberin an Chemnitzer Orte, zu historischen Gebäuden, an Wirkungsstätten von Frauen, die Großes geleistet und damit auch die Geschicke der Stadt bewegt haben.

Geschichte wird in unserem Projekt durch die biografischen Skizzen der nachfolgend aufgeführten Persönlichkeiten erfahrbar:

Anna Keel (1940 - 2010) | Malerin
Beatrix Haustein (1974 - 2002) | Schriftstellerin
Brigitte Stefan (*1952) | Sängerin
Bruni Löbel (1920 – 2006) | Schauspielerin
Elfriede Vey (1922 – 1997) | Radrennfahrerin
Elisabeth Opitz (1902 – 1993) | Bildhauerin/Märchenforscherin
Emy Schmidt-Rottluff (1884 – 1975) | Fotografin
Frieda Freise (1886 - 1938) | Ärztin
Gertrud Caspari (1873 – 1948) | Kinderbuch-Illustratorin
Gertrud Korb (1910 - 1989) | Ärztin
Helene Funke (1869 – 1957) | Malerin, Grafikerin
Helene Wagner (1870 – 1945) | Politikerin
Hildegard Krahmer (1912 – 1985) | Puppenherstellerin
Irmtraud Morgner (1933 - 1990) | Schriftstellerin
Jutta Müller (* 1928) | Eiskunstlauftrainerin
Magdalena Müller (1887 – 1943) | Buchhändlerin
Maria Schmid (1901 – 1983) | Lichtbildnerin
Marianne Brandt (1893 – 1983) | Designerin, Fotografin, Malerin und Bildhauerin
Marie Pleißner (1891 – 1983) | Frauenrechtlerin, Lehrerin
Marie Tilch (1902 – 1981) | Stenotypistin, Kommunistin
Martha Schrag (1870 -1957) | Malerin, Grafikerin
Minna Simon (1845 – unbekannt) | Weiferin, Streiksprecherin
Richenza von Northeim (1087-89 - 1141) | Klostergründerin, Herzogin in Sachsen, Königin und Kaiserin
Rosl Schönfeld (1921 – 2013) | Operettensängerin
Traude Hanf (1912 – 2004) | Tänzerin

Fakten:
VÖ: D 2018
Länge: 145 Minuten
Regie: Beate Kunath in Zusammenarbeit mit Ursel Schmitz
Schauspiel: Martina Hesse
Voiceover: Nina West, Martina Hesse, Andreas Klumpf
Kamera: Beate Kunath
2. Kamera: Ralf Glaser
Schnitt: Beate Kunath
Schnittberatung: Sirko Knüpfer, Elke Koepping, Hendrik Reichel
Requisite: Torsten Neundorf
Licht: Hendrik Reichel
Musik: Ksenija Ladić
Sounddesign / Tonmischung: Sebastian Reuter/Klangkosmonauten
Geräuschemacher: Peter Sandmann
Farbkorrektur: Domingo Stephan/wave-line
Recherche: Beate Kunath, Ursel Schmitz, Andrea Rüthel, Andrea Feldmann, Babett Poetzsch
Text: Beate Kunath, Ulrike Almut Sandig
Grafik/Titeldesign/Poster/Flyer/DVD: Eléonore Roedel
Trailer: Sylvia Steinhäuser
Produktionsleitung: Iris Tätzel-Machute, Ilona Seifert, Beate Kunath
Produktion: [bi:kei] productions/Beate Kunath
in Kooperation mit akCente e.V./Frauenzentrum Lila Villa

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Der Film „Hurra! Es ist ein Mädchen!“ richtet sich an:

a) alle Menschen, die sich für Biografien von Frauen interessieren und im Rahmen der Chancengleichheit zu einer geschlechtergerechten Wahrnehmung historischer Lebensleistungen von Frauen beitragen wollen.

b) alle Menschen, die sich für die Geschichte der Stadt Chemnitz interessieren und bisher wenig bekannte Fakten und Materialien aus den Archiven einer breiteren Öffentlichkeit – auch jenseits der Stadtgrenzen – zugänglich machen wollen.

Ziel unseres Filmprojekts ist eine ausgewogene Darstellung der Chemnitzer Kultur- und Sozialgeschichte. Dazu bedarf es einer historischen Aufarbeitung aus weiblicher Perspektive. „Die Geschichte ist die Lehrerin des Lebens“, schrieb Zygmunt Baumann in „Die Angst vor den anderen“ (2016). Aus unserer Sicht kann nur unter Einbeziehung historischer Erfahrungen und Errungenschaften, also des Tuns vieler Generationen vor uns, die Gegenwart gelebt und reflektiert werden, um unsere Zukunft bewusst und chancengleich zu gestalten.
Zahlreiche Frauen haben das Werden und Wachsen von Chemnitz entscheidend geprägt. Gerade weibliche Biografien können beispielgebend sein für Frauen heute. Dazu müssen unsere Chemnitzer Vorfahrinnen aber erst einmal sichtbar gemacht werden – das sehen wir als vordergründige Aufgabe des Films.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir möchten unseren Film einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen: ihn auf Festivals und bei Sondervorführungen zeigen und ihn auf DVD veröffentlichen!
Ihr unterstützt uns dabei, die vielfältigen Leistungen von Frauen der Chemnitzer bzw. Karl-Marx-Städter Kultur- und Sozialgeschichte bekannter zu machen. Ihr leistet damit euren Beitrag zu einer gleichberechtigteren Wahrnehmung in der historischen Darstellung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Der Film ist bis zu einer Länge von 90 Minuten u. a. durch Einrichtungen wie die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, die Stadt Chemnitz, eins energie in Sachsen, ... und einzelnen Spenden finanziert.
Weil sich im Laufe unserer Recherchen jedoch so viele interessante Frauenbiografien in der Geschichte der Stadt Chemnitz aufgetan haben, haben wir uns entschieden, insgesamt 25 biografische Skizzen in den Film aufzunehmen. Der Film hat sich damit auf insgesamt 2 Teile erweitert und umfasst nun eine Länge von 145 Minuten, also 2.25 Stunden.
Wir benötigen zusätzliches Geld für die Produktion von 2000 DVDs, und um Mehrkosten für Farbkorrektur, Lizenzen für Foto- und Filmrechte sowie Anmeldegebühren für Filmfestivals abzudecken.

Wer steht hinter dem Projekt?

Beate Kunath, Jahrgang 1967. Filmemacherin und Videokünstlerin mit inhaltlichem Schwerpunkt im Dokumentarischen. Ihre bisherige Arbeit umfasst Kurzspiel- und Dokumentarfilme, Musikclips, Videoinstallationen und Fotoserien. Für den halbdokumentarischen Debütfilm „Forbidden Fruit“ (2000), der in Zusammenarbeit mit Yvonne Zückmantel und Sue Maluwa Bruce in Zimbabwe entstand, erhielt sie mehrere Auszeichnungen, darunter im Rahmen der 51. Berlinale 2001 den Teddy-Award.
Die Protagonistinnen ihrer Filme, ob fiktional oder dokumentarisch, sind oftmals Frauen und deren Erfahrungsräume. So auch in ihren drei letzten Dokumentarfilmen, „...geradezu heraus. Irmtraud Morgner in Chemnitz“ (2008), „Dieser eine gemeinsame Tag“ (2013) oder „RAW CHICKS.BERLIN“ (2017).


Ursel Schmitz, Jahrgang 1946. Sozialwissenschaftlerin und Schauspielerin. Sie zeichnet bei „Hurra! Es ist ein Mädchen!“ verantwortlich für die Bereiche Co-Regie, Recherche und Dramaturgie. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit an verschiedenen deutschen Theatern war sie fünf Jahre lang Projektleiterin beim FAES, Verein zur Förderung der Ausbildung und Erprobung im Medium Fernsehen, Chemnitz e. V.. Sie arbeitete bereits im Jahr 2008 mit Beate Kunath zusammen am Film „... geradezu heraus. Irmtraud Morgner in Chemnitz“, bei dem sie Co-Regie führte.

„Hurra! Es ist ein Mädchen!“ ist eine Koproduktion von [bi:kei] productions / Beate Kunath und dem gemeinnützigen Verein akCente e. V. mit dem Frauenzentrum Lila Villa in Chemnitz.
Der Verein akCente e. V. fördert die berufliche, emanzipatorische, kulturelle und politische Bildung von Frauen und Mädchen und unterstützt sie bei der Wiedereingliederung in das Berufsleben. Er führt zu diesem Zweck Projekte und Seminare zur beruflichen Bildung und Qualifizierung jeglicher Art durch.

Website & Social Media
Impressum
[bi:kei]productions/ Beate Kunath
Beate Kunath
Kieselhausenstrasse 23f
09117 Chemnitz Deutschland

Steuer-Nr. 215/242/04921
FA Chemnitz-Mitte

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