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Klassismus beschreibt die Diskriminierung aufgrund von sozialer Herkunft. Klassismus richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse, zum Beispiel gegen arme, erwerbslose und wohnungslose Menschen oder Arbeiter*innenkinder. Klassismus hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung und Anerkennung. Mit „Solidarisch gegen Klassismus“ liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband zu Anti-Klassismus vor.
12.791 €
Fundingsumme
364
Unterstütz­er:innen
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 Solidarisch gegen Klassismus - Sammelband
 Solidarisch gegen Klassismus - Sammelband

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 27.04.20 10:23 Uhr - 07.06.20 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 2020
Startlevel 3.000 €

Mit 3.000 Euro können wir für Autor*innen und Initiativen ein Honorar finanzieren.

Kategorie Bildung
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

Solidarisch gegen Klassismus - organisieren, intervenieren, umverteilen Sammelband

Klassismus beschreibt die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit. Klassismus richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse, zum Beispiel gegen einkommensarme, erwerbslose und wohnungslose Menschen oder Arbeiter*innenkinder. Klassismus hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld.

Mit „Solidarisch gegen Klassismus – organisieren, intervenieren, umverteilen“ liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband mit dem Fokus auf eine anti-klassistische Praxis vor.

Häufig wird in Diskussionen zu Klassismus der weiße Arbeiter in den Vordergrund gerückt. Tatsächlich sind viele trans Personen, alleinerziehende Mütter und Menschen, die Rassismus erfahren, von Klassismus betroffen. Die Beiträge machen die Verwobenheit von Klasse mit Rassismus und Sexismus deutlich.

Die Bandbreite der 27 Texte reicht von aktivistischen Erfahrungen über theoretische Diskussionen bis hin zu persönlichen Essays. Die Beiträge diskutieren Strategien gegen Klassismus in politischen Zusammenhängen und Bildungseinrichtungen und im Kampf gegen Scham. Sie berichten von antiklassistischen Interventionen in die Frauen- und Lesbenbewegung und vermitteln Möglichkeiten, sich gegen das Jobcenter oder Vermieter*innen zu organisieren.

Beiträge (Auswahl)

Was ist Klassismus?

  • Häh, was heißt denn Klassismus – Francis Seeck
  • Feministische Perspektiven auf Klassismus - Diskussion vom Feminist Futures Festival mit Martina Witte, Brigitte Theißl und Tanja Abou
  • Eine Klasse fürs Ich? Über das Privileg, Klassismus zu ignorieren – Janek Niggemann
  • Isoliert und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein – das kennen einkommensarme Menschen auch ohne Corona-Ausnahmezustand - Anne Seeck

Sich organisieren gegen Jobcenter, Chef*in und Vermieter*in

  • Interview mit der Erwerbslosen Initiative Basta
  • Mit existentiellem Stress nicht allein bleiben - Aktivist*innen der Solidarischen Aktion Neukölln
  • „Ich habe wegen der politischen Verhältnisse eine Mordswut im Bauch“ - Interview mit Regina Amer zu Wohnungslosen- Selbstorganisation
  • »In unserem Klassensystem kann ich mir lebhaft vorstellen, wer hier die Arschkarte zieht.« Interview mit Aktivistin Jutta
  • Klasse Haltung entwickeln - Sabto Schlautmann

Anti-klassistische Interventionen, Selbstermächtigung und Umverteilung

  • Prololesben und Arbeiter*innentöchter – Interventionen in den feministischen Mainstream der 1980er und 1990er Jahre - Tanja Abou
  • Klassismus und gemeinsame Ökonomie – Geneva Moser
  • Im Kollektiv zählen alle gleich, aber „gleich“ sein ist auch Arbeit. Erfahrungen im Umgang mit Klassismus in einem Kollektiv politischer Bildungs- und Projektarbeit - Charlotte Hitzfelder und Nadine Kaufmann
  • Die geballte Faust aus der Tasche holen. Ein Erfahrungsbericht über Klassismus in der deutschen Linken – Arslan Tschulanov
  • Mit Klassismus alleine da stehen: Entgegen der Individualisierung klassistischer Diskriminierung – Lena Hennes

Intersektionale Perspektiven auf (Anti-)Klassismus

  • Soziale Herkunft ist wie eine Matratze - Man fällt härter oder weicher. Verschränkung von Klassismus und russlanddeutscher Migrationsgeschichte – Julia Wasenmüller
  • Klassismus und Rassismus - Assimina Gouma
  • Klassismus in der ableistischen Klassengesellschaft - David Doell
  • Interview mit Aktivist Minoas Andriotis

Anti-Klassismus in Bildungseinrichtungen und Sozialer Arbeit

  • Interview mit dem SoFikus - Referat für sozial, finanziell und kulturell benachteiligte Studierende an der Universität Marburg
  • Deren Angst vor uns. Politische Selbstorganisierung an Hochschulen – Andreas Kemper
  • Klassismus - (k)ein Thema für die Soziale Arbeit - Phillipp Schäfer
  • Bildung und soziale Ungleichheit: Impulse für eine klassismuskritische außerschulische Bildungsarbeit - Betina Aumair

Die feinen Unterschiede - Anti-Klassismus, Sprache und Kultur

  • Klassismus in den Medien – Brigitte Theißl
  • Musik und Klasse – Hierarchie lauert überall – Malu Förschl
  • Das Märchen vom „sozialen Aufstieg“. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut: Ein Plädoyer für die Rückkehr des Klassenbegriffs in die Sprache – Olja Avir
  • Klassismus und Sprache – Anita Drexler
  • Durchgehen - Irina Shura Nekrasov_a
Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Zur Zielgruppe gehören alle Menschen, die sich gegen Diskriminierung und für soziale Gerechtigkeit einsetzen möchten.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Über Klasse, soziale Herkunft und Geld wird zu wenig geredet. Auch Bücher dazu, wie man gegen Klassismus und soziale Ungleichheit aktiv werden kann, sind rar. Lasst uns das ändern!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Eure Unterstützung gibt uns das Kapital für:

  • Aufwandsentschädigungen für 27 Autor*innen und Initiativen (bei 3000 Euro)
  • Ein Klassismus-sensibles Lektorat (bei 7500 Euro)


  • Mehr als 7500: Ein faireres Honorar für alle Autor*innen + Fahrtkosten für gemeinsame Lesungen
Wer steht hinter dem Projekt?

Herausgeber*innen:

Francis Seeck ist Autor*in, politische Bildner*in und Wissenschaftler*in und arbeitet zu den Themen Klassismus und Geschlechtliche Vielfalt. Francis ist aktiv beim Institut für Klassismusforschung.

Brigitte Theißl ist Redakteurin beim feministischen Magazin an.schläge, freie Journalistin und Erwachsenenbildnerin.

Der Verlag Unrast:

"Aus den Neuen Sozialen Bewegungen der 80er Jahre entstanden und mit dem Anspruch angetreten, Bücher aus der Bewegung für die Bewegung zu machen, kann der 1989 gegründete Unrast Verlag mittlerweile auf eine 30-jährige Geschichte mit mehr als 500 Büchern zurückblicken, in deren Verlauf nicht nur das Programm immer vielfältiger wurde, sondern sich auch die unausgesprochene Verlagspolitik entwickelte, verschiedene Tendenzen innerhalb der Linken miteinander in Kontakt zu bringen."

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