Crowdfunding beendet
In meinem Film beobachte ich Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt Mosaik in Berlin-Spandau bei ihrer Arbeit. Was anfangs wie ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Behinderung wirkt, erweist sich als ein Ort der Grenzüberschreitung. Hier vollzieht sich sichtbar eine Verwandlung, eine Aneignung von Welt und eine künstlerische Zwiesprache mit ihr.
10.179 €
Fundingsumme
75
Unterstütz­er:innen
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 Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist
 Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist
 Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist
 Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist

Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 08.10.19 12:15 Uhr - 18.11.19 23:59 Uhr
Startlevel 6.000 €

Mit dem ersten Finanzierungsziel können wir den Film fertig stellen:
Tonmischung, Farbkorrektur, Gestaltung der Titel.

Kategorie Film / Video
Stadt Berlin

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Worum geht es in dem Projekt?

"Kunst kommt aus dem Schnabel, wie er gewachsen ist. Kunst wirkt entgiftend. Kunst kann man nicht umarmen. Kunst heißt der Hahn." - antwortet Suzy van Zehlendorf auf die Frage, was für sie Kunst ist. Suzy van Zehlendorf ist eine von 16 KünstlerInnen, die ich in der Spandauer Kunstwerkstatt für Menschen mit Behinderung kennengelernt habe. Von Montag bis Freitag arbeiten sie dort - und Arbeit definiert sich hier als Erwerbsarbeit. Denn die Kunstwerkstatt ist Teil einer ganzen Palette von Werkstätten: zu normalen Arbeitszeiten und gegen Lohn werden hier Tische hergestellt, Kabel konfektioniert und Auftragsarbeiten für die Industrie erledigt. In der Kunstwerkstatt wird Kunst hergestellt - zu denselben Bedingungen. Kunst zu machen ist hier eine gleichberechtigte Arbeit, und die Aufgabe der MitarbeiterInnen der Kunstwerkstatt ist es, den KünstlerInnen assistierend zur Seite zu stehen. Weil sich die KünstlerInnen mittlerweile einen Namen gemacht haben, agiert die Kunstwerkstatt zugleich wie eine Agentur und ist damit Teil des Kunstmarkts, in dem international mit Kunstwerken gehandelt wird.

Beobachtet man die KünstlerInnen bei der Arbeit, kann man sehen, mit welcher Beharrlichkeit sie um den angestrebten Ausdruck ringen. Es zeigt sich dabei etwas Wesenhaftes über die Aufgabe von Kunst: der Welt Gestalt zu geben, sie zu verstehen zu suchen und ihr etwas hinzuzufügen, in dem sich diese Erkenntnis materialisiert.

Aus den Eindrücken, die ich als Gast in der Kunstwerkstatt gewann, entstand die Idee zu diesem Film, der beiläufig zeigt, wie hier Behinderung und Ermöglichung eine große Freiheit schaffen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Bis vor Kurzem hatte ich keinerlei Kontakt zu Menschen mit Behinderung - das ausdifferenzierte Gesellschaftssystem, in dem wir leben, verhindert diese Kontakte mehr als dass es sie fördert, obgleich die Wörter "Diversität" und "Inklusion" dauerpräsent sind. Auch in der Kunstwelt wird unterschieden zwischen Bildern von Menschen ohne Behinderung und der sogenannten Outsider-Art von KünstlerInnen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen. Außenseiterkunst wird anders behandelt, gesondert ausgestellt und oft für wesentlich weniger Geld verkauft als Kunst von Menschen ohne Behinderung - aber warum eigentlich? Sieht man sich nur die Bilder und Skulpturen an, kann man oft nicht erraten, ob sie von AußenseiterkünstlerInnen sind oder von Menschen ohne Behinderung. Woher kommt dieser Wunsch zu unterscheiden?

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Ich versuche meine Filme immer möglichst unabhängig zu machen, deshalb war für mich von Beginn an klar, dass ich ihn nicht für das Fernsehen konzipieren werde. Das schränkte die Möglichkeiten, Geld aufzutreiben ein. Ich konnte aber eine Filmproduktion für mich gewinnen, die sich um Förderung ohne Senderbeteiligung bemühte. Unsere Anträge wurden leider abgelehnt und ich habe den Film ohne finanzielle Unterstützung gedreht und geschnitten. Was jetzt noch zu tun ist, kann ich nicht selbst machen, ich brauche Geld, um diejenigen zu bezahlen, die den Ton mischen, die Farbe korrigieren, die Titel gestalten und den Film untertiteln. Jede Spende bringt mich dem Ziel näher, den Film fertigzustellen.

In Zusammenarbeit mit der Kunstwerkstatt Mosaik e.V. bieten wir Arbeiten von KünstlerInnen an - der reguläre Kaufpreis der Bilder fließt an die Kunstwerkstatt, mit dem Aufschlag unterstützen Sie meinen Film.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem ersten Finanzierungsziel können wir den Film fertig stellen:
Tonmischung, Farbkorrektur, Gestaltung der Titel.

Wenn wir das zweite Finanzierungsziel erreichen, können wir eine Kinovorführkopie, englische Untertitel, Filmplakate und Pressematerial bezahlen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Sabine Herpich
Ich habe Filmmontage an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg studiert und arbeite seit 2006 als Editorin. Seit 2010 mache ich eigene Filme - KUNST KOMMT AUS DEM SCHNABEL WIE ER GEWACHSEN IST wird mein fünfter Dokumentarfilm. Seit 2015 bin ich Kollektivmitglied des fsk-Kinos und Peripher-Filmverleihs.
Lukas Foerster hat ein langes Interview mit mir geführt, in dem man noch mehr über mich und meine Arbeit erfahren kann:
https://www.perlentaucher.de/im-kino/ein-gespraech-mit-der-dokumentarfilmerin-sabine-herpich.html
https://www.sabineherpich.de

Tobias Büchner / Büchner Filmproduktion GbR (Co-Produktion)
Die Büchner Filmproduktion GbR wurde 1995 von den Geschwistern Christiane Büchner und Tobias Büchner gegründet mit dem Ziel, gemeinsame Projekte zu realisieren. 1996 wurde der Spielfilm "Aus der Praxis, für die Praxis" als erste gemeinsame Produktion auf dem Internationalen Forum des jungen Films in Berlin uraufgeführt. Bis heute sind in dieser Zusammenarbeit mehrere Projekte entstanden aus den Bereichen Film, Fernsehen und Neue Medien.
„DAS HAUS DER REGIERUNG" (2002) war die erste Koproduktion gemeinsam mit dem WDR (Redaktion: Werner Dütsch). Der Dokumentarfilm wurde vom Museum of Modern Art in New York aufgeführt und ist im Bestand der dortigen Film-Library. 2008 ist der Kinodokumentarfilm „pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung" in Ko-produktion mit WDR und MDR fertig gestellt worden. Der Film lief weltweit auf 15 Festivals und gewann den Preis für den besten Filmschnitt bei film+ in Köln. Seit 2010 produziert die Büchner GbR auch außen stehende Regisseure wie Dario Aguirre („FIVE WAYS TO DARIO", „IM LAND MEINER KINDER") und Thorsten Trimpop („FURUSATO"). 2015 wurde der Dokumentarfilm „FAMILY BUSINESS" von Christiane Büchner im Deutschen Wettbewerb des Internationalen Filmfests in München uraufgeführt und 2016 mit dem Filmpreis NRW als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. FURUSATO von Thorsten Trimpop gewann 2016 die Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb von DOK Leipzig.
http://buechnerfilm.de/vita-tobias.html

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Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist
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