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Projekte / Film / Video
Die beiden Regisseurinnen ergr├╝nden ihre koreanisch-deutsche Familiengeschichte. Sie wollen herausfinden, warum der Aufbruch ins ferne Europa ihren Eltern nicht das erhoffte Gl├╝ck gebracht hat, sondern viele schmerzhafte Erfahrungen, ├╝ber die lange geschwiegen wurde und die noch immer Schatten auf die Familie werfen. Der Film ist ein Roadmovie, eine Spurensuche, eine Geschichte zweier Generationen - die eine will Antworten, die andere m├Âchte am liebsten alles vergessen.
Berlin
5.480 ÔéČ
5.000 ÔéČ Fundingziel
105
Fans
64
Unterst├╝tzer
Projekt erfolgreich
 Herr Kim und Schwester Lotusbl├╝te oder Das Prinzip von Jeong und Han

Projekt

Finanzierungszeitraum 14.11.12 12:57 Uhr - 12.02.13 23:59 Uhr
Fundingziel 5.000 ÔéČ
Stadt Berlin
Kategorie Film / Video

Worum geht es in dem Projekt?

Die Filmemacherinnen Miriam Rossius und Sou-Yen Kim sind das Ergebnis eines Wirtschaftsabkommens, das zwischen Deutschland und S├╝dkorea in den 1960er Jahren abgeschlossen wurde. Der damalige koreanische Machthaber General Park Chung-Hee bat die Bundesrepublik um Wirtschaftshilfe und erhielt 150 Millionen Mark. Kurz darauf wurden Krankenschwestern und Bergarbeiter nach Deutschland geschickt, die damals dringend gesucht wurden.

Miriams Mutter, Bang Young-Sook, und Sou-Yens Vater, Kim Dong-Hai, geh├Ârten zu jenen Entsandten, die im fernen Deutschland ihr Gl├╝ck suchten. Der Film erz├Ąhlt ihre Geschichte und die ihrer Kinder, die vieles gemeinsam haben:

Vieles aus dem Leben ihres Vaters ist Sou-Yen immer ein R├Ątsel geblieben  bis zu seinem Tod. Dass die ersten Jahre in Deutschland voller Entbehrungen waren, wei├č Sou-Yen zwar, aber sie hat es immer nur in Bruchst├╝cken erfahren. Welche K├Ąmpfe ihr Vater schon Jahre zuvor mit sich und der Familie in Korea ausgefochten hat, will Sou-Yen nach seinem Tod endlich erfahren und selbst im wahrsten Sinne ersp├╝ren: In der Enge und Dunkelheit eines Bergschachts; da, wo fr├╝her das M├Ąnnerwohnheim stand, in dem ihr Vater anfangs lebte. Sie macht Freunde und Weggef├Ąhrten ausfindig, sucht das Gespr├Ąch mit ihrer Mutter. Der Film dokumentiert, wie Sou-Yen versucht, das Leben ihres Vaters St├╝ck f├╝r St├╝ck zu einem Ganzen zusammenzuf├╝gen.

Auch Miriam hat viele unbeantwortete Fragen an ihre Mutter. Als sie 1966 nach Deutschland kam, um Geld f├╝r die Familie zu verdienen, da dachte sie an Beethoven, Heine  aber Alltag hier bedeutete dann: Dienst im Siechenheim, wie die Geriatrie-Abteilung mitleidig genannt wurde, Bettpfannen ausleeren, Essen verteilen. Als gut ausgebildete Krankenschwester mit Fachhochschulabschluss war sie in einem Job gelandet, den man in Korea ungelernten Aushilfen anbieten w├╝rde. Erz├Ąhlt hat sie das lange Jahre nicht, jedenfalls nicht ihrer Tochter Miriam. Ihr ist die Mutter oft ein R├Ątsel. Wenn sie gemeinsam in Korea sind, taucht sie in eine andere Welt ab, in der es eindeutig fr├Âhlicher und sorgenfreier zugeht als in Berlin. Immer steht Miriams Mutter im Dazwischen: zwischen zwei Kulturen, zwei Familien, zwischen westlicher Selbstbestimmung und konfuzianischer Tradition. Bei soviel Dazwischen  wo ist da sie selbst geblieben? Mit ihren eigenen W├╝nschen und Hoffnungen? Und ist sie jemals wirklich in Deutschland angekommen?

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Im Jahr 2013 wird das 50. Jubil├Ąum des deutsch-koreanischen Anwerbeabkommens gefeiert. Zu diesem Anlass soll der Film fertiggestellt werden.

Zielgruppe vordergr├╝ndig:
- deutsches Publikum
- koreanisches Publikum
- Menschen, die sich f├╝r Migrationsgeschichten interessieren

Aber schlussendlich wollen wir ein globales Publikum erreichen, denn Migration ist ein globales Ph├Ąnomen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterst├╝tzen?

Der Film gibt ein St├╝ck deutscher wie auch koreanischer Geschichte wieder, das bis heute kaum bekannt ist.

Dabei sind die damit verbundenen Fakten und Umst├Ąnde au├čergew├Âhnlich. Aber anders als bei t├╝rkischen oder italienischen Gastarbeitern gibt es ├╝ber koreanische Arbeitsmigranten kaum Informationen, wenig Literatur oder Berichte.

Auf einer filmischen Reise zwischen der koreanischen Provinz und dem Ruhrgebiet, zwischen Seoul und Berlin vermittelt "Herr Kim und Schwester Lotusbl├╝te" einen neuen, ungewohnten Blick auf Korea und den rasanten Wandel der vergangenen Jahrzehnte.

F├╝r Korea bedeutete der Kredit aus Deutschland eine Erfolgsgeschichte. Mit dem Geld baute General Park das Land auf, die Devisen, die von Deutschland aus gesendet wurden, taten ihr ├╝briges zum Wirtschaftsaufschwung dazu. Und heute ist Samsung der st├Ąrkste Konkurrent von Apple.

Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille. W├Ąhrend das Land Korea und die Koreaner immer erfolgreicher und wohlhabender wurden, blieb das finanzielle und pers├Ânliche Gl├╝ck der Entsandten aus.

Der Film ist eine Hommage an eine alt gewordene Generation, die bis heute Stillschweigen ├╝ber die Vergangenheit gewahrt hat und nun zu Wort kommen soll - solange es noch geht.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Fakt ist:
Wir brauchen definitiv mehr als 5000 Euro, um den Film zu realisieren und freuen uns daher sehr, wenn unsere Zielvorgabe mehr als "gesprengt" wird.

Das Geld wird f├╝r die Vorbereitung bzw. f├╝r die Produktion des Films "Herr Kim und Schwester Lotusbl├╝te" genutzt.
Es werden Drehreisen nach Korea und innerhalb Deutschlands stattfinden.
Ganz wichtig wird in den kommenden Wochen aber auch die Recherche und Finanzierung (Sichtungs-, Lizenzgeb├╝hren, Kosten f├╝r ├ťbersetzungen u.├Ą) von Archivmaterial, Film wie Fotos. Auch da hilft uns der Funding-Erl├Âs einen riesigen Schritt weiter.

Wer steht hinter dem Projekt?

Sou-Yen Kim ist Deutsche mit koreanischen Wurzeln. 1972 geboren in W├╝rselen bei Aachen, Tochter einer koreanischen Krankenschwester und eines koreanischen ehemaligen Bergarbeiters, arbeitet sie als Journalistin in Berlin. T├Ątig ist sie als Autorin und Redakteurin unter anderem f├╝r den KI.KA, RBB, ZDF, WDR, Radio Bremen. 2004 wurde sie in der Kategorie Information und Kultur f├╝r den Grimme-Preis nominiert, 2005 erhielt sie den Goldenen Spatz von der Deutschen Kinder- und Medienstiftung Goldener Spatz.

Miriam Rossius wurde 1970 in Berlin geboren, ihre Mutter ist Koreanerin, ihr Vater Deutscher. Sie arbeitet als Moderatorin und Autorin u.a. f├╝r Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk, rbb. 2010 erhielt sie f├╝r eine H├Ârfunk-Reportage ├╝ber Istanbul den Columbuspreis vom Verband Deutscher Reisejournalisten.


Projektupdates

13.11.15

DVD-Versand!!!!
An all unsere Unterst├╝tzer!
ENDLICH k├Ânnen wir die DVDs an all jene schicken, die uns entsprechend unterst├╝tzt haben. Damit die DVDs auch jene erreichen, brauchen wir die aktuelle Anschrift (inkl. vollst├Ąndigen Namen) - und dann kann es losgehen.
Unendlichen Dank an euch alle ... und jetzt schnell die Adresse an uns mailen: kimlotus2015@yahoo.de

03.02.13

Liebe Fans und Unterst├╝tzer, wir freuen uns ├╝ber all die guten W├╝nsche und Spenden, die uns bisher erreicht haben. Danke! Euer Zuspruch zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und klargemacht haben, warum uns die Geschichte der Koreaner in Deutschland am Herzen liegt! Und eigentlich liegt es auf der Hand, aber um Missverst├Ąndnisse auszur├Ąumen: Nat├╝rlich betrachten wir keine Koreanerin und keinen Koreaner als ÔÇ×WareÔÇť! Kein Koreaner wurde gezwungen nach Deutschland zu gehen! Koreaner wurden f├╝r ihre Arbeit bezahlt (ihre Geh├Ąlter also nicht als Pfand einbehalten)! Etwas anderes haben wir nie behauptet, aber aus gegebenem Anlass sei dies hier noch einmal klargestellt.

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