Viele Kinder finden heute keinen Zugang zum Lesen mehr. Sie wissen gar nicht, wie viele spannende Abenteuer in der Welt der Bücher auf sie warten. Wir wollen ihnen die Welt des Lesens auf spielerische Weise nahebringen: in einem Live-Lese-Rollenspiel-Event, in dem sie einzeln durch die Gänge streifen, eigene Abenteuer erleben, Fragen beantworten und eigene Entscheidungen treffen, um so ihre ganz individuelle Geschichte erleben und mit nach Hause nehmen zu können.
2.110 €
Fundingsumme
20
Unterstützer:innen
Michael Schmidt
Michael Schmidt / Projektberatung
Das Projekt ist nicht erfolgreich. Kopf hoch, die nächste Möglichkeit kommt sicherlich bald.
23.09.2020

Ein kleiner Blick hinter die Türen …

Frank Friedrichs
Frank Friedrichs4 min Lesezeit

Nachdem wir euch im letzten Blogbeitrag gezeigt haben, wie die Burg der 1000 Türen aussehen könnte, sollt ihr heute erfahren, was euch in der Burg erwartet: Ihr könnt in ein paar kleine Textausschnitte hineinlesen … Spannung!

Das heißt natürlich, dass dieser Artikel etwas textlastiger wird und wir diesmal auf Bilder verzichten werden. Aber schließlich geht es ja um Leseförderung!
Übrigens sind auch die Texte noch Arbeitsfassungen, über die wir uns noch einmal alle gemeinsam unterhalten werden.
Nun aber los! Beginnen wir am Anfang:

Düstere Legenden ranken sich um Burg Rabenstein, hoch oben auf dem Rabenfels. Niemand wagt es, sie zu betreten, kein Mensch ist auch nur auf den Berg gestiegen. Nur du. Denn du bist eingeladen worden.
Noch einmal holst du den Umschlag aus der Tasche, auf dem dein Name steht, und liest den Brief. Die freundlichen Worte eines Mannes, den du gar nicht kennst:
„Guten Tag! Ich bin Graf Reynard und lade dich herzlich zu einen Tag in meiner Burg auf dem Rabenfels ein. Allerdings solltest du nur kommen, wenn dich ein kleines Abenteuer nicht abschreckt. Hier gibt es viele Geheimnisse, die darauf warten, von dir aufgedeckt zu werden. Wenn du diese Einladung annimmst, musst du verstehen, dass ich keine Garantie übernehmen kann. Du bist für dich selbst verantwortlich, und deine Entscheidungen bestimmten deinen Weg – wie immer im Leben.
Ich und alle anderen in der Burg freuen uns sehr auf dein Kommen. Sei mutig und steh zu deinen Entscheidungen!“

[…]

Und ein paar Eindrücke aus dem Inneren der Burg:

Der Burghof ist still, doch du kannst die Kutsche des Buckligen an einer der Mauern stehen sehen. Du bist also wahrscheinlich nicht alleine in der Burg, obwohl es dir in diesem Moment so vorkommt. Ohne darüber nachzudenken, trittst du leiser als gewöhnlich auf. Selbst dein Atmen kommt dir laut vor.
Dann ertönen zwei laute Geräusche gleichzeitig! Jemand ruft deinen Namen, irgendwo von weiter weg. Vielleicht aus einem der unzähligen Fenster, die auf den Hof hinausschauen? Und hinter der Tür direkt neben der Kutsche kreischt eine Frau einmal auf, als hätte sie sich erschreckt.
Und nun?

[…]

Das Haupthaus der Burg ist ein gewaltiger Turm im Zentrum des Hofs. Als du in die dämmrige Vorhalle trittst, kitzelt dich Staub in der Nase und du musst niesen. Wann wurde hier zum letzten Mal sauber gemacht? Eine große Treppe windet sich an den Mauern des Turms entlang – hinauf ins Licht, in dem die Staubkörnchen tanzen, und hinab in die Finsternis.
„Entschuldigung?“, rufst du in den Raum. „Ich bin eingeladen worden.“
„Ach ja? Von wem denn?“, sagt eine Stimme hinter dir, und als du herumfährst, siehst du ein kleines Mädchen, vielleicht fünf Jahre alt, das einen großen Teddybären hinter sich herzieht.
„Von Graf Reynard.“
Sie legt den Kopf schief. „Kenne ich nicht. Ich bin Merle. Kommst du spielen?“

[…]

Als du gerade mit spitzen Fingern das Tuch berührst, legt sich die schwere Hand des Fahrers auf deinen Arm und zieht ihn weg.
„Keine Fonne an die Gläfer, fagt der Meifter immer!“ (Keine Sonne an die Gläser, sagt der Meister immer).
Na gut, du lässt den Arm wieder sinken. „Was ist denn in den Gläsern?“, fragst du, doch der Bucklige zieht den Kopf nur weiter zwischen die Schultern und wedelt mit der Hand.
„Wiftige Fachen.“ (Wichtige Sachen). „Für den Keller!“
„Darf ich mit in den Keller?“, fragst du. Vielleicht kannst du ja doch noch herausfinden, was die geheimnisvolle Fracht ist.

Du merkst: Es erwarten die jede Menge Geheimnisse!

Und wenn du nun lesen willst, welche düsteren Kammern auf der Burg der Entdeckung harren, welcher Weg dich heil wieder hinausbringt und welcher vielleicht dein Verderben sein könnte – dann hilf uns, auch die zweite Stufe der Kampagne zu erreichen. Trag die Kunde von unserem Projekt in die Welt und sorg dafür, dass nicht nur du ein spannendes Spielbuch bekommst, sondern auch viele Kinder ihre Freude am Lesen entdecken!

Impressum
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Frank Friedrichs
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