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Projekte / Bildung
Unser Buch "Architekturen des Gebrauchs" erzählt sechs spezifische Geschichten von öffentlichen Gebäuden der Sechziger- und Siebzigerjahre im Osten und Westen Deutschlands. Am Anfang stand die Ästhetik. Wir fanden die Raumsituationen in und um unsere Gebäudebeispiele einfach schön. Dann haben wir uns gefragt: Woher kommt diese Faszination?
Berlin
5.006 €
7.500 € Fundingschwelle
29
Fans
64
Unterstützer
7 Tage
 Architekturen des Gebrauchs (Buch)

Projekt

Finanzierungszeitraum 30.03.17 12:41 Uhr - 07.05.17 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum Juni 2017
Fundingschwelle 7.500 €
Fundingziel 10.500 €
Stadt Berlin
Kategorie Bildung

Worum geht es in dem Projekt?

Am Anfang stand die Ästhetik. Wir fanden die Raumsituationen in und um unsere Gebäudebeispiele einfach schön. Dann haben wir uns gefragt: Woher kommt diese Faszination für öffentliche Gebäude der Sechziger und Siebzigerjahre?

Wir sind auf Erkundungstour gegangen, haben fotografiert, recherchiert, mit Nutzern, Architekten und unabhängigen Experten gesprochen und möchten unsere Entdeckungen durch dieses Buch mit euch teilen.

Architekturen des Gebrauchs erzählt sechs spezifische Geschichten von öffentlichen Gebäuden der Sechziger und Siebzigerjahre in Ost- und Westdeutschland:

  • Rathaus Elmshorn
  • Alte Parteischule Erfurt
  • Fachhochschule Potsdam
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Hauptbahnhof Ludwigshafen
  • Flughafen Berlin-Schönefeld

Die individuellen Geschichten bilden Veränderungen der gesellschaftlichen Wahrnehmung dieser öffentlichen Bauten ab, zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider deutscher Staaten auf und bieten spannende Anknüpfungspunkte für neue gesellschaftliche Vielfalt und gemeinsame Identität.

Auf eine Phase des bescheidenen Wiederaufbaus in den Fünfziger Jahren folgte eine selbstbewusste Aufbruchstimmug. Verschiedene Gestaltungsansätze der Moderne trafen in der abstrakten Konzeption neuer Architektur aufeinander. Die Bauten wurden nach technischen Funktionsabläufen konzipiert, der reibungslose Ablauf täglichen Gebrauchs war Maxime. Bestimmte moderne Ideale hatten sich etabliert, die Normierung konnte nun endlich in großem Maßstab angewandt werden. Gleichzeitig bot sich für Akteure wie Rudolf Hillebrecht oder Hermann Henselmann die Chance zur Verwirklichung ihrer Ideen. Architektengenerationen fanden in gemeinsamer Zielstellung zusammen: Das Konzept des Wohlfahrtsstaates beziehungsweise des Sozialismus baute auf wirtschaftlichen Fortschritt als Garant für eine hohe Lebensqualität für viele Menschen.

Einerseits schätzen wir die Architektur für ihren abstrakten gesellschaftlichen Anspruch, die industriellen Materialien, die individuellen Details. Gleichzeitig schätzen wir aber auch die vielfältigen Formen der Aneignung, die diese Architekturen erfahren. Was dem Fachmann mitunter kurios erscheinen mag, kann aus Sicht der Nutzer Wertschätzung ausdrücken. Ganz sicher aber erzählt uns die Aneignung von Veränderungen gesellschaftlicher Wahrnehmung, deshalb kann sie Anknüpfungspunkte für Zukunftsvisionen rund um dieses bauliche Erbe bieten.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Bewusst interdisziplinär angelegt, bringt das Buch unterschiedliche Positionen zusammen. Fotos, Zeichnungen, Interviews, Erläuterungen und fachliche Texte regen zur persönlichen Auseinandersetzung und zum Dialog über dieses architektonische Erbe an.

Durch die Bandbreite an Beiträgen kommen sowohl architekturinteressierte Laien als auch Fachleute rund um Architektur und Geschichte auf ihre Kosten.

Alle Unterstützer werden im Buch genannt. Anonyme Unterstützung ist natürlich auch möglich.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wir glauben, dass sich die Beschäftigung mit den Architekturen des Gebrauchs bestens als Grundlage eignet, um zu dikutieren, wie wir unsere Gesellschaft „bauen“ und wer wie an der Stadtentwicklung beteiligt ist.

Es geht um kreative Freiräume, um persönliche Identität, um kulturelles Erbe, aber auch um die Vielfalt der Interessengruppen als Wert an sich. Architektur ist dabei das Medium der Vermittlung, die Denkmalpflege theoretischer Anknüpfungspunkt für eine gesamtgesellschaftliche Debatte.
Außerdem zeigen wir schöne Bilder.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit 7.500 Euro von euch sind die Druckkosten gedeckt und wir können das Buch in einer Auflage von 500 Stück produzieren. Insgesamt betragen die Produktionskosten 10.500 Euro. Wenn diese schon vor dem Druck zusammen kommen sollten, hätten wir mehr Zeit uns auf den Feinschliff zu konzentrieren, damit ein wirklich tolles Buch entstehen kann.

Wer steht hinter dem Projekt?

Dina Dorothea (Architekturjournalistin) und Christopher Falbe (Fotograf) aus Berlin haben das Projekt initiiert und geben das Buch im Weimarer Verlag M Books heraus. Die Gestaltung des Buches erarbeiten wir gemeinsam mit der Berliner Kreativagentur Lauthals. Neben Erläuterungstexten und Interviews mit beteiligten Architekten haben verschiedene Autoren Textbeiträge zu den einzelnen Beispielen verfasst.

Impressum
Dina Dorothea Falbe
Harry-S.-Truman-Allee 10
14167 Berlin Deutschland

Steuernummer: 20/283/01230 - DE 298384357

Partner

Die Kulturlobby Potsdam engagiert sich für unabhängige Kultur- und Kreativ­schaffende Potsdamer sowie für die Anerkennung und Förderung der freien Kulturszene dieser Stadt.

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