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Projekte / Wissenschaft
Atheismus in Ägypten
Um zum Thema "Atheismus in Ägypten" zu forschen, reise ich für 4 Wochen nach Kairo um dort qualitative Interviews zu führen. In der Arbeit sollen die Lebenswelten von arabischen Atheisten erfasst und dargestellt werden. Vor allem die Veränderungen durch den arabischen Frühling spielen hier eine wichtige Rolle.
1.290 €
1.000 € Fundingziel
47
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24
Unterstützer
Projekt erfolgreich
 Atheismus in Ägypten

Projekt

Finanzierungszeitraum 03.07.13 09:11 Uhr - 18.08.13 23:59 Uhr
Fundingziel 1.000 €
Stadt Marburg
Kategorie Wissenschaft

Worum geht es in dem Projekt?

Ich schreibe im Fach Arabistik meine Master-Thesis mit dem Arbeitstitel "Atheismus in Ägypten". Da es zu diesem Thema so gut wie keine Forschung und damit auch sehr wenig Literatur gibt muss ich selbst Daten erheben, die ich dann auswerten kann. Dazu möchte ich qualitative Interviews mit ägyptischen Atheisten führen, die ich auf Motivation, Konsequenzen auf das Alltagsleben und Einflüsse des arabischen Frühlings untersuchen werde. Ich plane also für ca. 4 Wochen in Ägypten diese Interviews durchzuführen. Um das zu finanzieren, brauche ich Ihre Hilfe.

In Ägypten ist es rechtlich nicht möglich als religionslos zu gelten. Man wird in eine (monotheistische) Religion hineingeboren und kann diese praktisch nur in eine Richtung wechseln, nämlich zum Islam. Rein theoretisch könnte man den Islam auch verlassen, dann aber nur zu einer anderen Religion hin. Das aber ist in den letzten Jahren faktisch unmöglich.
Es bleibt also nur das persönliche Bekenntnis, das vom offiziellen Status abweichen kann. So gibt es natürlich Gläubige, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind und relativ unbeheligt leben können. Als Atheist jedoch hat man, religiös betrachtet, das niedrigste Ansehen.
Nun ist das Problem, dass sich bei Diskriminierungen jeder nur um seine Glaubensbrüder/schwestern kümmert. Die Religionslosen bleiben außen vor. Das erklärt auch, warum es keine Forschung zu Atheisten in der arabischen Welt gibt.

Meine Arbeit soll hier Abhilfe schaffen und diese Lücke füllen. Später kann auf diesem Gebiet weitergeforscht werden, eine quantitative Erhebung würde später vielleicht Sinn machen. Schließlich ist völlig unbekannt, wie viele atheistisch eingestellte Personen es in Ägypten und anderen arabischen Ländern gibt.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Mein Ziel ist es, herauszufinden, aus welchen Gründen sich Ägypter zum Atheismus bekennen (Motivation), was das für ihr Alltagsleben bedeutet (sozialer Ausschluss, Probleme auf dem Arbeitsmarkt usw.) und welche Veränderungen es seit dem arabischen Frühling für ihre Situation gegeben hat.
Dabei sollen narrative Interviews geführt werden, die nur sehr leicht strukturiert sind (ohne jede Antwortkategorien), damit die Interviewten selbst die für sie relevanten Dinge ansprechen können.

Vor allem Wissenschaftler aus den Bereichen Arabistik, Sozialwissenschaften und Religionswissenschaften könnten von meinen Ergebnissen profitieren. Natürlich könnte jeder, der sich in irgendeiner Weise mit dem arabischen Frühling beschäftigt, auf den Erkenntnissen meiner Forschung aufbauen.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Wenn Sie ein Interesse daran haben, dass die Lebenswelten von Atheisten in der arabischen Welt, speziell in Ägypten, mehr in den wissenschafltichen Diskurs geraten, sollten Sie mein Projekt unterstützen.
Außerdem wird dadurch einer Gruppe von Menschen in Ägypten eine Stimme gegeben, die für die Schaffung eines säkularen Staates eine wichtige Rolle spielen können, aber sehr oft ungehört bleiben.
Vor allem seit religiöse Fundamentalisten die Revolution der "facebook-generation" gestohlen haben, wird es für atheistisch eingestellte Personen immer schwieriger.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird gebraucht für:
- Hin- und Rückflug (500 )
- Unterkunft und Verpflegung in Kairo (300 )
- Dankeschöngeschenke für Interviewpartner (ca. 50 )
- Diktiergerät, Software zur Trankskription und Datenauswertung (ca. 150 )
Es kommen noch Fahrten zwischen Kairo und Alexandria dazu, da in beiden Städten Interviews stattfinden werden. Ebenso entstehen ja für die Dankeschöns an die Unterstützer noch einige Kosten, bei Überfinanzierung wäre das dann auch gedeckt.
Bei nicht erfolgreicher Finanzierung des Projekts bekommen Sie ihr Geld wieder zurück.

Wer steht hinter dem Projekt?

Johann Esau (26), B.A. Orientwissenschaft (Kulturwissenschaft) 2010. Zur Zeit M.A. Arabische Literatur und Kultur am Centrum für Nah- und Mitteloststudien an der Philipps-Universität-Marburg (http://www.uni-marburg.de/cnms/arabistik/index_html), wo meine Arbeit auch betreut wird.
Erfahrung in der arabischen Welt (Syrien, Jemen, Palästina/Israel, Ägypten) seit 2008. Zuletzt 6 Monate Sprachstudium in Kairo/Ägypten (11/12).

Bilder Copyright:
Banner: emoji / photocase.de
Rest: Johann Esau

Kuratiert von

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