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IDEEN! - Ein Dokumentarfilm über Deutschlands Visionäre
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IDEEN! - Ein Dokumentarfilm über Deutschlands Visionäre

29.06.2011
5 min Lesezeit

Mit dem Projekt "Ideen erfahren" schwangen sich im Jahr  2010 eine Gruppe engagierter Schüler und Studenten auf's Fahrrad, um ein Zeichen für Nachhaltigkeit zu setzen. Gemeinsam fuhren sie quer durch Deutschland und besuchten Visionäre aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, mit denen sie sich über innovative Ideen für eine nachhaltige Entwicklung austauschten. Begleitet wurde das Ganze mit der Kamera. Nun soll daraus ein Dokumentarfilm entstehen, der diese Ideen zeigt und Mut macht, selbst aktiv zu werden. Im Startnext-Interview standen uns die Regisseure des IDEEN!-Films, Bastian Klügel und Claus Reichel, Rede und Antwort.

Bei dem Projekt "Ideen erfahren" handelt es sich zum einen um die Radtour, bei der Schüler und Studenten unterschiedliche Orte besuchen und zum anderen steht das Kennenlernen von unterschiedlichen Ideen, Visionen und Organisationsformen im Mittelpunkt. Wie kam es damals zu der Idee eines solchen Projektes und wieviel Planung steckt darin?

Für die Planung der Radtour ist der Verein „Ideen³ e.V. – Räume für Entwicklung“ verantwortlich. Die Idee zur Radtour hatten unter anderem Andreas Ockert und Dan-Felix Müller. Sie entstand aus dem Aufeinandertreffen mit vielen Menschen, die etwas bewegen wollen, aber dafür nicht den nötigen Raum hatten. So kam es dazu, dass Ideen³ diesen Raum durch eine Radtour geschaffen hat. Denn auf dem Fahrrad kann in der Gruppe ohne Zeitdruck über Ideen nachgedacht und diskutiert werden. An der Planung der Radtour 2010 haben ca. 12 Personen ein Jahr lang mitgearbeitet. Von der Finanzierung bis zur Planung der Logistik musste im Vorfeld schon alles geklärt sein. Man kann sich also ungefähr vorstellen, dass viele Monate Vorbereitung nötig waren.
Unsere Arbeit bestand hauptsächlich darin, die Hintergründe zu den unterschiedlichen Ideen, Stationen und Interviewpartnern zu recherchieren. Daraus haben wir dann ein Konzept entwickelt und mussten dafür natürlich die ganze Dreh-Logistik planen, die Grafiken erstellen, und und und. Auch das war sehr aufwändig, gerade weil wir ja alle ehrenamtlich neben unserem Studium arbeiten.

Was können die Supporter von der Dokumentation erwarten?

Von der Dokumentation darf man sich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit erwarten und was das in einer globalen Welt bedeutet. Nachhaltigkeit ist ja ein sehr oft verwendeter und überstrapazierter Begriff. Wir wollen versuchen mit den Interviews, die wir geführt haben, einen Einblick in die Welt der „nachhaltigen Entwicklung“ zu geben, beispielsweise mit den Konzepten einer öko-sozialen Marktwirtschaft, des Social Business oder des ethischen Bankwesens. Was könnte sich für uns durch diese und andere Konzepte in Arbeit und Wirtschaft, im Kultur- und Bildungsbereich verändern? Es geht aber auch darum, zu zeigen, was man als Einzelner tun kann, um die Welt ein Stück weit zu einem gerechteren Planeten zu machen. Der Film soll eben auch Mut machen. Wir haben in diesen zwei Wochen wirklich Menschen mit Tatkraft und klugen Ideen für die Zukunft kennen gelernt. Den neugierigen, positiven und vorausschauenden Geist, der unter den Leuten herrschte, wollen wir versuchen weiterzugeben. Wir sind eben nicht die "Generation unpolitisch" sondern ganz im Gegenteil, es gibt viele junge Menschen, die unzufrieden sind und deshalb merken, dass sich was verändern muss. Es findet gerade ein Umbruch statt -  weltweit. Die Radtour ist ein kleiner Teil davon. Ganz abgesehen davon wird auch ein Bild vom Land in dem wir Leben entstehen. Wir waren in vielen Städten, aber auch auf dem Land unterwegs. Das Frankfurter Bankenviertel und das Autonome Zentrum in Köln, das Logistikzentrum von dm drogerie markt und die ländliche Idylle auf dem Dottenfelderhof - das waren schon starke Kontraste!

Gab es Situationen, die nicht von der Kamera festgehalten wurden, die jedoch so lustig/informativ/einzigartig waren und von denen ihr gern berichten würdet?

Da wo die Kamera nicht mit dabei war, das war vor allem unsere eigene Arbeit. Wir haben ja tagsüber gedreht und nachts die Clips für die Serie geschnitten. Das war zwar sehr anstrengend, aber da war auch so manche lustige Situation dabei. Da wir oft gecampt haben, mussten wir mit unserem Equipment ein wenig improvisieren. So saßen wir mal im Grill-Bungalow und mal im Heuschober oder haben in der Kabine des Sportlehrers auf der Krankenliege unsere Zelte aufgeschlagen. Ansonsten werden gerade die lustigen/informativen/einzigartigen Situationen im Film zu sehen sein. Deswegen wollen wir noch nicht zu viel verraten!

"Ideen erfahren" soll auch in diesem Jahr wieder mit Schülern und Studenten durchgeführt werden. Kann man nur als Mitglied des Vereins "Ideen³ e.V." daran teilnehmen oder besteht auch für Sudenten und Schüler aus ganz Deutschland die Möglichkeit die Tour mit zu erleben?

An der Radtour Ideen Erfahren können alle interessierten von 16 bis 25 Jahren teilnehmen. Unter www.ideen-erfahren.de kann man sich das Programm ansehen und für die Tour bewerben. Es gibt nur noch wenige Plätze, also am besten schnell bewerben!

Was hat euch zu Startnext gebracht und was bedeutet Crowdfunding für euch?
 
Eigentlich war recht schnell klar, dass wir versuchen wollen, unseren Film mit Crowdfunding zu finanzieren und da ist starnext die beste Adresse. Wir haben auf der Tour ja viele Leute getroffen und schon damals viele positive Rückmeldungen zu unserem Filmprojekt bekommen. Dieses Netzwerk wollen wir jetzt auch nutzen um einerseits unser potentielles Publikum schon vor Fertigstellung des Films zu erreichen. Andererseits hoffen wir natürlich auch, dass die Leute, die Interesse haben, unseren Film zu sehen, mit vielen kleinen Spenden dazu beitragen, dass wir ihn fertigstellen können. Denn, und da zitieren wir ganz frech einen Interviewpartner unseres Films, Franz-Josef Radermacher: "Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, verändert das die Welt!"

Vielen Dank für das Interview, Bastian und Claus. Hier der Clip zum Projekt auf Startnext
 

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