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Projekte / Food
Wir sind Cacao de Paz. Unsere Geschichte beginnt in den Tiefen kolumbianischer Dschungelgärten. Hier haben sich Kleinbauernfamilien zu Kooperativen zusammengeschlossen, um sich mit Kakaoanbau nach fünfzig Jahren Bürger- und Drogenkrieg eine stabile Zukunft aufzubauen. Jetzt brauchen wir euch als Kakaokomplizen um ihren Kakao direkt nach Deutschland zu importieren und zu feinsten Schokoladenspezialitäten verarbeiten zu lassen. A little piece for peace!
16.979 €
25.000 € 2. Fundingziel
331
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
Gefördert von Ideenbeweger
08.10.18, 16:02 Kristof von Anshelm-Möller
Was für ein Wochenende! Das Crowdfunding hat den finalen Satz nach vorne gemacht und ist seit heute (zwei Tage vor Beendigung), exakt um 14:37 Uhr vollständig gefundet – wir sind so aufgeregt und glücklich über so tolles Feedback und die vielen Kakaokomplizenschaften! Das Wochenende war aber auch so aufregend, weil wir auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin in dem Panel Political Entrepreneurship unser Projekt vorstellen durften. Das hat großen Spaß gemacht und es sind sehr interessante Gespräche und viele spannende Kontakte entstanden. Einige dieser tollen Menschen haben uns gebeten die Kampagne doch noch ein wenig zu verlängern, damit sie in ihren Netzwerken nochmal richtig auf uns Aufmerksam machen können. Möglichst viele Kakaokomplizenschaften zu schließen ist uns überaus wichtig für die Nachhaltigkeit dieses Projektes. Deshalb haben wir uns entschieden, der Kampagne noch ein paar Tage zu schenken. Wie bei einem guten Konzert geben wir eine Zugabe und verlängern unser großes Cacao de Paz Crowdfunding bis Sonntag, den 14.10.18! Das ist natürlich eine einmalige Verlängerung, am Sonntag Abend um 0 Uhr ist wirklich und wahrhaftig und 100%ig Schluss, aus und vorbei. Wir bedanken uns jetzt schon für diese besondere Gemeinschaft, die mit der Kampagne gewachsen ist. Wir fühlen uns immens gestärkt und die Guardabosques freuen sich schon, dass es endlich mit dem ersten Export nach Europa losgehen kann. Wir sind begeistert und hoffen, ihr seid es auch! Cacao de Paz Edition No. 2, wir kommen! Und jetzt lasst uns kurz gemeinsam Feiern.
02.10.18, 16:34 Kristof von Anshelm-Möller
Von Oscar Gomez – dem Präsidenten der Guardabosques de la Sierra – haben wir erfahren, welche große kulturelle Bedeutung Kakao für die Bauernfamilien und die indigenen Völker in Kolumbien hat. „Cacao is a plant of power!“
26.09.18, 19:19 Kristof von Anshelm-Möller
Bis der Friedenskakao der Guardabosques in Form von Schokolade oder Nibs in euren Mündern schmilzt, muss er einen weiten Weg zurücklegen: Zwischen Santa Marta und Braunschweig liegen 8.667 km Luftlinie. Die ersten Stunden seiner Reise verbringt der frisch aus der Schale gelöste Kakao auf dem Rücken eines Mulis. Die Bauernfamilien wohnen verstreut im Dschungel, häufig ohne befestigte Straßen. An der Sammelstelle bekommen sie ihr Geld von der Kooperative und der Kakao wird zum Verarbeitungsgebäude gebracht. Etwa zehn Tage dauert die Fermentation und Trocknung des Kakaos, wonach er grob gereinigt in 60 kg Säcke verpackt wird. In diesem Zustand lässt sich Kakao ziemlich gut lagern, nur feucht werden darf er nicht. Der nächste große Hafen ist von Santa Marta etwa fünf Stunden entfernt. In Cartagena liegt der wichtigste Containerhafen Kolumbiens, und von dort legen regelmäßig Schiffe nach Europa ab. Die große Herausforderung beim Containertransport ist unsere verhältnismäßig kleine Menge von einer Tonne Kakao. Ein Container fasst 20 oder 40 Tonnen, unsere 16-17 Säcke müssen also zu einer anderen Ladung beigeladen werden. Da Kakao ein Lebensmittel ist kommen natürlich nur wenige Container in Frage, und eine passende Beiladung zu finden kann etwas kompliziert sein. Die Guardabosques haben sich deshalb mit anderen Kakaoexporteuren zusammengetan und einen gemeinsamen Kakao-Container organisiert. Das ist für die Qualität natürlich das beste. Der einzige Nachteil ist, dass sie sich als Beilader nach der Hauptladung richten müssen was Termin und Route betrifft. Das bedeutet zum Beispiel, dass unser Kakao einen kleinen Umweg über London machen wird. Ein spannender Prozess, über den wir euch auf jeden Fall auf dem Laufen halten. Oder in Oscars eigenen Worten: Ha sido un proceso de aprendizaje pero estamos muy atentos para que todo se de bien.
19.09.18, 14:28 Kristof von Anshelm-Möller
Mit Cacao de Paz wollen wir auch das Exotische und Besondere des Kakaos bekannter machen. Daher ist uns eine sehr pure, sorgfältige Verarbeitung unseres Friedenskakaos besonders wichtig. Alle unsere Produkte werden in einer kleinen Manufaktur im Spreewald hergestellt. Edelmond ist einer der wenigen kleinen Bean to Bar Chocolatiers in Deutschland. Bean to Bar bedeutet, dass von der Bohne bis zur fertigen Tafel alles aus einer Hand gefertigt wird. Als erstes werden die Kakaobohnen bei Edelmond gesäubert, geschält und schonend geröstet. Das Ergebnis sind Kakao-Nibs, die pure, ursprüngliche Form des Kakaogenusses, wie ihn auch die Bauern in Kolumbien selber meistens essen. Für die Schokolade werden die Nibs vermahlen. Bei Edelmond geschieht das wie vor hundert Jahren mit Steinwalzen. Die Kakaobohnen werden – je nach Sorte mit einem Anteil Rohrzucker und vielleicht etwas Kakaobutter – 48 Stunden gewalzt. Dadurch entsteht eine glatte Schokoladenmasse und die flüchtigen Bitterstoffe verdunsten. Die Schokoladenmasse wird dann temperiert und in Handarbeit in die Tafel oder Drops Formen gegossen. Temperieren nennt man das Verfahren, mit dem man für eine bestimmte Kristallstruktur in der Schokolade sorgt, die die Schoki schön glänzend und knackig macht. Anders als bei Industrieschokolade sind bei diesem besonders schonenden Verfahren keine Lecithine nötig und werden auch nicht verwendet. Der besonders aromatische kolumbianische Edelkakao macht außerdem Aromen völlig überflüssig. Daher enthält unsere Schokolade wirklich nur Kakao und gegebenenfalls etwas Rohrzucker. Sonst nichts.
19.09.18, 11:34 Kristof von Anshelm-Möller
Über 100 Unterstützer heißt über 100 Komplizenschaften – wow, wir möchten an dieser Stelle schon einmal Danke sagen! Das fühlt sich schon nach einer kleinen Kakaorevolution an und motiviert uns auch den Rest noch zu wuppen. Teilt das Projekt und lasst uns weitere Kakaokomplizenschaften schließen. Eure Kakaokomplizen Kristof, Marie, Sarah, Sina und Uwe
17.09.18, 12:35 Kristof von Anshelm-Möller
Das Cacao de Paz Team besteht aus vier Designer*innen und einem Agrarwissenschaftler. Da ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass wir neben der Qualität unserer Schokoladenfeinheiten auch ganz besonderes Augenmerk auf das Erscheinungsbild unserer Produkte gelegt haben. Im Dschungelgarten sitzend schleckt sich das Caquetá Springäffchen sein Mäulchen. Es steht sinnbildlich für den kolumbianischen Dschungel und eine Region, die jahrzehntelang durch den Bürgerkrieg kaum zugänglich war und in der nun Kakaobauern beim Aufbau einer friedlichen Zukunft Unterstützung benötigen. Erst vor wenigen Jahren entdeckt, steht der kleine Knilch auch für die Wiederentdeckung des ursprünglichen Kakaogenusses, die Bewahrung der Natur und die Unterstützung des Friedensprozesses und ziert die erste Edition der Friedenskakaoprodukte von Cacao de Paz. Wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht, wie wir unsere besondere Schokolade präsentieren wollen. Deshalb freut es um umso mehr, dass unser Packaging für den German Design Award 2019 nominiert wurde. Es war gar nicht so leicht eine Verpackung zu finden, die in kleiner Auflage möglichst nachhaltig und vernünftig umsetzbar ist. Auf Recyclingpapier mussten wir leider verzichten, da aus diesem Mineralöl-Spuren in die Schokolade gelangen könnten. Dafür ist das gewählte Papier selbstverständlich Food-Zertifiziert, trägt verschiedene Eco- und Nachhaltigkeitslabel und wir haben uns bewusst gegen Verbundstoffe entschieden, die sich nicht recyceln lassen. In Zukunft würden wir gerne noch mehr mit alternativen Materialien experimentieren, im Foodbereich ist dies zwar nicht ganz so einfach, aber wird sind motiviert noch bessere Lösungsansätze zu finden, die auch für kleine Start-ups umsetzbar sind.
15.09.18, 13:38 Kristof von Anshelm-Möller
Liebe #kakaokomplizen ! In unseren Texten findet ihr ja schon einiges an Hintergrundinformationen über die Situation in Kolumbien, und warum Kakaoanbau – verbunden mit fairem Handel – ein Beitrag zum Frieden sein kann. Wenn ihr noch etwas tiefer in das Thema einsteigen möchtet, wunderschöne Bilder sehen und spannende Menschen kennenlernen mögt legen wir euch sehr den Dokumentarfilm »Chocolate de Paz« von Gwen Burnyeat and Pablo Mejía Trujillo ans Herz. Sie berichten über eine der ersten Gemeinschaften, die sich versucht hat der Gewalt zu entziehen, die Friedensgemeinde San José de Apartadó , im Norden Kolumbiens. Die beiden haben den Film in voller Länge und mit Untertiteln ins Netz gestellt. Eine Stunde, die sich lohnt!
11.09.18, 15:30 Kristof von Anshelm-Möller
Auf unserer letzten Reise nach Kolumbien haben wir die Kakaokooperative »Guardabosques de la Sierra Nevada« im Norden von Kolumbien besucht. Sie sind absolute Vorreiter in Sachen natürlichen, fairen und sozialen Anbaus. Wir waren total von ihnen begeistert und haben uns entschieden, dass wir mit genau ihnen zusammenarbeiten möchten. Die Guardabosques de la Sierra Nevada gibt es seit 2010 und es sind etwa 80 Bauern in der Kooperative organisiert. Zusammen bewirtschaften sie ca. 180 Hektar Land. Der Kakao wird auf ihren Farmen zusammen mit heimischen Früchten, wie z. B. Kochbananen oder Manjok in Dschungelgärten angepflanzt. Eine ihrer großen Besonderheiten ist, dass die Kleinbauern und -bäuerinnen ihre Kakaofrüchte sofort nach der Ernte an zentrale Sammelstellen bringen können und direkt bezahlt werden. So haben sie die Möglichkeit gleich vor Ort notwendige Lebensmittel einzukaufen und können sich mit ihren Maultieren wieder auf den Weg zurück zu ihren entlegenen Farmen im Dschungel zu machen. Normalerweise werden Kakaobohnen nur im getrockneten Zustand verkauft, das nimmt wertvolle Zeit in Anspruch und gelingt auch nicht immer, sodass die Ernte im schlimmsten Fall für die Kleinbauernfamilie an Wert verliert. Bei den Guardabosques werden die Bohnen zentral in gemeinschaftlichen Anlagen fermentiert und getrocknet. Seit 2013 haben sie dafür ein zentrales Gebäude, das aus einem Förderprogramm finanziert wurde, dadurch kann die Kooperative gleichbleibende Qualität bei der Verarbeitung garantieren. Für uns sind sie ein Paradebeispiel für Frieden auf ganz verschiedenen Ebenen – unter den Menschen und mit der Natur. Mit diesem Crowdfunding unterstützt Ihr uns dabei, den Guardabosques eine Tonne ihres besonderen Kakaos abzukaufen.