Crowdfunding beendet
COOL AUSSEHEN – das Buch über Mode und Jugendkulturen
22 Autoren der Spitzenklasse beschäftigen sich mit sehr diversen jugendkulturellen Styles, mit dabei: Popper, Rocker, Punks, Mods, Metalheads, Lolitas, Emos und viele mehr. Dazu gibt's über 250 tolle und total authentische Bilder. Das Buch soll am 20. November in einer Auflage von 2.000 Stück erscheinen - die Finanzierung fließt in die Layout- und Druckkosten.
2.818 €
Fundingsumme
82
Unterstütz­er:innen
20.10.2012

AutorInnen Interview zu Kapitel 03. MESSAGES TO RUDY von Christian Tjaben

Diana Weis
Diana Weis3 min Lesezeit

Christian Tjaben hat dieses Kapitel über „Ben Sherman, Dr. Martens, Fred Perry und ihre Markenbotschafter“ in COOL AUSSEHEN geschrieben. Andreas hat ihm ein paar Fragen gestellt:

Christian, warum hast du dir genau dieses Thema ausgesucht?

__CT__Mich hat die "narrative Aufladung" von Marken interessiert und dabei bieten die Geschichten von Dr. Martens, Ben Sherman und Fred Perry und ihre jeweilige Verbindung zur Jugendkultur sehr reichhaltige Bezüge.

Welches ist dein Lieblingslink zum Thema deines Artikels?

__CT__Es gibt eine Reihe recht guter Dokumentationen und alte Footage bei You Tube, z.B. ein paar Filme von Don Letts für die Fred Perry "Subculture" Marketingplattform (z.B. hier http://www.youtube.com/watch?v=hdWNcLJsqWM&feature=player_embedded und hier http://www.youtube.com/watch?v=Ih26uQBff2g&feature=relmfu) oder eine BBC Doku über den britischen Street Style (hier: http://www.youtube.com/watch?v=EsAwqT61Gzg&feature=relmfu). Toll sind auch alte Skinhead-Aufnahmen aus den 60ern und frühen 70ern, die auf YT rumfliegen (wie z.B. hier http://www.youtube.com/watch?v=5CKcLS0MZQ0).

Welchem Modestil hast du selbst in deiner Jugend gefrönt und warum?

__CT__Ich war in meiner Teen-Zeit (Ende 70er, erste Hälfte 80er) zu opportunistisch und verwirrt, um mich irgendwo konsequent anzuschließen. Außerdem musste ich zwischen verschiedenen Sphären in Schule, gleichaltriger Clique und "Szene" (= Leute, die im Schnitt vier, fünf Jahre älter waren als ich) navigieren. Also pflegte ich so ein unbeholfen selbstgebasteltes, vermutlich von außen gar nicht eindeutig wahrnehmbares Image-Gemisch aus Popper, New Waver, Mod und Prä-Gothic (z.B. Karottenhose, ausrasierter Nacken, Trenchcoat, Schnabelschuh-Variante der Chelsea Boots oder schwarze Cowboystiefel, schwarze Jeans, Rollkragenpullover und Harrington Jacke) und hatte in der (Hamburger) U-Bahn vorsichtshalber einfach vor allen anderen Jugendlichen Angst. Einige meiner Kumpels waren modeseitig auch klare Borderliner: Einer verband z.B. gerne Punk a la Dickies mit HipHop a la "Wild Style" (Bondage Trouser trifft Graffiti besprühte Ledermütze a la Grandmaster Flash 1980), ein anderer beispielsweise Psychobilly und deutsche Romantik (Domestos Jeans und Sargträgermantel) usw..

Was machst du sonst noch außer Buchbeiträge zu schreiben?

__CT__Schreibe über Musik und anderes, mache Radio bei ByteFM, arbeite für den Reeperbahn Festival Campus, koche und bin Papa.

Wo bist du im Internet am besten zu finden, welchen Link sollten sich alle Leser, die mehr über dich wissen wollen, am besten mal ansehen?

__CT__Am besten montags 12-14:00 Uhr www.byte.fm "einschalten".

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