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Projekte / Wissenschaft
Datierungen eisenzeitlicher Feldfluren in Schleswig-Holstein
Eisenzeitliche Feldfluren, die mehr als 2000 Jahre alt sein dürften und deren Spuren sich in Altwäldern Schleswig-Holsteins erhielten, sind bisher nur in einem Einzelfall datiert worden, und das nur unzureichend. Zahlreiche geborgene und noch zu bergende Holzkohleproben aus den Wällen zwischen den Parzellen sollen Radiokarbon datiert werden. Damit soll die Einschätzung des Alters dieser Feldfluren auf eine breitere statistisch abgesicherte Grundlage gestellt werden. ENGLISH VERSION: SEE BLOG!
6.760 €
6.300 € Fundingziel
51
Unterstützer*innen
Projekt erfolgreich
06.11.14, 09:36 Dr. Volker Arnold

Augenpulver: Kulturspuren im Südwesten des Riesewohldes, Dithmarschen. Die Holzkohleproben für die Altersbestimmung sollen bei der Markierung oben entnommen werden. Daten © LVermGeo SH.

Im Südwestteil des Riesewohldes, Kr. Dithmarschen, sind mehr oder weniger deutlich alte Bewirtschaftungsspuren im Wald zu erkennen. Meine Theorie ist, dass eine ältere, vermutlich eisenzeitliche Feldflur großenteils im Hochmittelalter noch mal kultiviert wurde, dabei entsanden die parallelen Wölbbeete: eine typische mittelalterliche Flur, wie sie bis Ende des 18. Jahrhunderts im Lande noch überall anzutreffen war. Einige wenige Böschungen bzw. Wälle grenzen jedoch an Parzellen, die keine Wölbbeete aufweisen, so bei der Markierung oben im Bild. Dort sollen Holzkohleproben geborgen und datiert werden, auf deren Alter ich natürlich besonders gespannt bin: ich hoffe, dass die eisenzeitlich sind. Übrigens gibt es auch Parzellen, die tiefer liegen als die Umgebung, so am unteren Bildrand zwischen Waldrand und Waldbach. Ist hier Erdreich abgetragen worden, um andere Parzellen mit Streu und unverbrauchter Erde aufzuhöhen bzw. zu düngen?