Crowdfinanzieren seit 2010

Weil wir mehr als ein Online Magazin sind.

Das DEMOS MAG ist 2021 im Printformat mit dem Ziel gestartet, für demokratische Werte zu sensibilisieren. Anfang '22 wurde mittels Förderung daraus ein Onlinemagazin. Seither haben wir viel erreicht: Das Magazin erfreut sich zunehmender Beliebtheit, die Resonanz ist ermutigend. Lesende schätzen, dass wir Menschen eine Stimme geben, die in herkömmlichen Medien kaum Gehör finden. Da die Förderung im März ausläuft, steht all das auf dem Spiel. Jetzt brauchen wir dich, um das DEMOS MAG zu retten.
Finanzierungszeitraum
02.02.23 - 03.03.23
Realisierungszeitraum
6 Monate
Website & Social Media
Mindestbetrag (Startlevel): 30.000 €

Mit 30.000 € können wir das DEMOS MAG für ein halbes Jahr weiterführen. Erreichen wir das Ziel nicht, bedeutet es das Ende für das DEMOS MAG.

Stadt
Berlin
Kategorie
Journalismus
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Primäres Nachhaltigkeitsziel
4
Bildung
28.02.2023

Abschiedsbrief

Shai Hoffmann
Shai Hoffmann3 min Lesezeit

Es gibt Texte, die einer Redaktion nicht so leicht von der Hand gehen. Die Finger auf der Tastatur fühlen sich schwer an, man ringt um jedes Wort und kämpft mit der ein oder anderen Träne. Dieser Text ist so einer. Denn das ist der vorerst letzte Text, der hier beim DEMOS MAG erscheint.

Unsere Rettungsaktion ist gescheitert. Als wir am 2. Februar 2023 in das Crowdfunding gestartet sind, um eine Anschlussfinanzierung ab März 2023 zu sichern, haben wir gehofft, dass wir es schaffen. Dass unsere Community so stark und der Wunsch nach einem Magazin wie dem DEMOS MAG groß genug ist, um das zu tragen. Leider müssen wir uns eingestehen, dass das ein Irrtum war, deshalb legen wir den Betrieb des DEMOS MAG zum 1. März 2023 vorerst auf Eis. Das ist ein logischer und ökonomisch plausibler Schritt, auch wenn wir in den letzten drei Monaten Förderanträge eingereicht und einige unserer DEMOS MAG Leser:innen ihre Finanzierungsfühler für uns ausgestreckt haben. Solange keine solide Finanzierung gesichert ist, können wir den Betrieb nicht mehr aufrechterhalten.

Was uns besonders schmerzt, ist zu sehen, wie fragil das Fundament unserer Demokratie momentan ist und wie wichtig es eigentlich wäre, immer wieder die Aufmerksamkeit dafür zu schärfen. Denn nicht nur hierzulande wackelt das demokratische Fundament. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass sich mit dem Krieg in der Ukraine und dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien der Spendenfokus hin zu ganz praktischer Hilfe verschoben hat – damit wollten wir nicht in Konkurrenz treten und haben deshalb unsere Werbeaktivitäten für das Crowdfunding zurückgefahren.

Aber es ist nicht nur das: Wenn wir ehrlich kritisch sind, dann kommen wir an der Tatsache nicht vorbei, dass wir in den letzten eineinhalb Jahren nicht genug Leser:innen gewinnen konnten, die uns lesen, teilen und weiterempfehlen. In dem hart umkämpften Markt, in dem wir uns bewegen, auf dem es um Werbegelder und ergo um Klickzahlen geht, war unsere Reichweite nicht attraktiv genug für potentielle Geldgeber:innen.

Dass uns das traurig stimmt – gar keine Frage.

Nun ist es aber an der Zeit, der Wahrheit ins Auge zu schauen und die Flagge zu hissen, auf der ein riesengroßes „DANKE“ steht. DANKE an jede:n Einzelne:n von Euch. Danke, dass Du uns gelesen, geteilt oder für uns geschrieben hast. Deine Stimme ist nicht nur in unserem DEMOS MAG wichtig gewesen, deine Stimme gehört mitten in unsere Gesellschaft – genau wie die vielen anderen diversen Stimmen dieses Landes, die Deutschland unbestritten zu einem pluralistischen Einwanderungsland machen.

Wir danken allen Spender:innen der ersten Stunde, als wir noch ein Printmagazin waren und allen, die jetzt versucht haben, uns zu retten. Allen voran möchten wir uns bei Reinhard Wiesemann und Ali Can von der VielRespektStiftung für die Förderung und das Vertrauen bedanken. Ohne Euch hätten wir nicht für über 90 diverse Autor:innen ein Sprachrohr für Demokratie sein können.

Wir haben für die Idee des DEMOS MAG – demokratische Werte zu fördern – alles gegeben. Wir wollten es zum Fliegen bringen. Jetzt ist es Zeit, zu anderen Ufern aufzubrechen. Manchmal muss man eben eine Tür schließen, damit sich andere öffnen. Das tun wir und hoffen, möglichst viele von Euch auf der anderen Seite der Tür wiederzusehen.

Danke von Herzen.

Adieu.

Linda, Shai & Jeannette – Eure DEMOS MAG Redaktion

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