Crowdfunding beendet
Eine mediale Schlacht aus bedeutungsträchtigem und/oder inhaltslosem, künstlerischem Material. "Der Platz" ist eine interdisziplinäre künstlerische Recherche. Irgendwo zwischen Tanztheater, Medienkunst und Soundkomposition wechseln Deutungsoptionen die Kleider um assoziative Übergriffe im Dschungel individueller und sozialer Automatismen zu provozieren. Der Platz, eine Lecture Demonstration am 05.10.2019 um 20h im Probenraum des Maschinenhaus Essen.
2.500 €
Fundingsumme
13
Unterstütz­er:innen
Shai Hoffmann
Shai Hoffmann Projektberatung "Eindrucksvoll wie hier die Kraft der Crowd sichtbar wurde."
Datenschutzhinweis
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 Der Platz
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Über das Projekt

Finanzierungszeitraum 13.08.19 10:18 Uhr - 22.09.19 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum 16.09.2019 - 06.10.2019
Startlevel 2.500 €

Verlängerte Probenphase, professionelles Equipment, eine Videodokumentation und der soziologische Kommentar von Anil K. Jain sind Gegenstände des Crowdfundings!

Kategorie Kunst
Stadt Essen

Projektbeschreibung anzeigen ausblenden

Worum geht es in dem Projekt?

Vergessene Abmachungen, unfaire Spielregeln und Gesetze entstanden aus einer Reihe an Missverständnissen. Der Platz ist eine künstlerische Recherche der Samadhyana Company unter der Leitung der Choreografin Magdalena Oettl. In der interdisziplinären Klemme: der Automatismus. Erstaunlich nützlich, unerstaunlich parasitisch. Untersucht werden Vergleichbarkeit und Absurdität automatischer Phänomene in privaten und öffentlichen Räumen und nicht zuletzt in der eigenen künstlerischen Disziplin. Tänzer*innen, Musiker und Medienkünsterin schärfen ihren Blick und ertappen sich selbst. Sie suchen multidisziplinäres Material nicht über das Automatische sondern aus dem Automatisierten heraus. Gewohntes, Routiniertes, Instinktives, Konditioniertes - eine Endlosschleife der Reproduktion. Wie verwandt sind unterbewusste Handlungen miteinander? Und wie können sie in der Kunst durch transmediale Vergleiche und Anreicherungen sichtbar gemacht werden?
Unser Rezept bei der Platz: Choreografische Zusammenschlüsse auf Basis der Assoziation. Transformationen entstehend aus Szenen, die sich selbst verspeisen.

Eine Lecture Demonstration mit soziologischem Kommentar von Dr. Anil K. Jain stellt am 5. Oktober 2019 Ergebnisse der Recherche im Probenraum des Maschinenhaus Essen vor. Das Projekt ist gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW, sowie vom Kulturbüro Essen.

Der Platz – eine Lecture Demonstration
Am 05.10.2019 20h
Im Probenraum des Maschinenhaus Essen
Palmbuschweg 7
45326 Essen

Fotos: Jörg Brücker

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Die Recherche untersucht eine choreografische Herangehensweise, die sich an dem Prinzip des GIF (graphic interchange format) orientiert. Es begegnet uns als „Bewegtbildschleife“ im Kontext digitaler Kommunikation, indem es einzelne Bewegungsaspekte aus ihren Kontexten löst, neu verortet und multiple Interpretationsmöglichkeiten schafft. Gezielt werden in künstlerischem Material ästhetische, rhythmische, oder inhaltliche Schnittstellen gesucht um im Stil des GIFs organische Transformationen zu bauen, die über mediale Ebenen hinweg Inhalte verlinken.

Das Prinzip dient uns als choreografischer Leitfaden und soll unter anderem mit Kunstschaffenden aus regionalen Netzwerken sowie mit jedem diversen Zuschauer, der sich auf das Experiment einlässt reflektiert und diskutiert werden. Texte von Anil K. Jain bilden den soziologischen Unterbau des Recherchegegenstands in Worten ab.

Es geht um

  • Die Entlarvung und Sichtbarmachung des Automatismus in Tanz, Musik und Medienkunst
  • Interdisziplinär entstehendes Material
  • Übergänge und Transformationen im choreografischen Prozess,
  • und die Erweckung der Assoziationsfreude eines zeitgenössischen Theaterpublikums.
Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Deine Unterstützung ist in jedem Fall gefragt...

  • Wenn du uns, die Samadhyana und das gesamte Team von Der Platz fördern möchtest.
  • Wenn du dich für Tanz, Musik und Medienkunst sowie für den interdisziplinären Schaffensprozess interessiert.
  • Wenn dir die Transformation von künstlerischem Material im choreografischen Prozess ebenso wichtig ist wie uns.
  • Wenn dich das Spiel mit der Assoziation mit bewegten Bildern neugierig macht.
  • Wenn dich die künstlerische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Automatismus als sozialwissenschaftlich relevantes Themenfeld inspiriert und fasziniert.
  • Wenn dich das Format der Lecture Demonstration lockt. Da es intellektuell und künstlerisch herausfordert, wenn sich Wort und Tat gegenseitig hinterfragen und bereichern, sind wir gespannt auf die Präsentation und euer Feedback!
  • Wenn du Kulturschaffende unterstützen willst unter professionellen Bedingungen zu arbeiten.
  • Wenn du jungen KünstlerInnen eine prozessorientierte Arbeitsphase ermöglichen willst, damit sie eine künstlerische Handschrift entwickeln können, die sich in der Landschaft der zeitgenössischen Bild- Ton- und Bewegungssprachen mit einbringen kann.
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Vor allem bietet uns eure Unterstützung die Möglichkeit mehr kreative Zeit miteinander zu verbringen und mit weniger Zeitdruck zusammen zuarbeiten. Zeit für einen intensiven Arbeitsprozess und eine faire Bezahlung ist der Grundstein für eine produktive und inspirierte Arbeitsphase.

Professionelles Equipment, wie ein weiterer Beamer, eine gute Kamera, Kabelsalate und Adapter dazu, bieten uns Möglichkeiten den Raum für Videoprojektion und Medieninteraktion vielfältig zu gestalten. Im Prozess und im Rahmen der Lecture Demonstration können wir somit unseren Ideen eine angemessene Bühne geben.

Eine professionelle Videodokumentation der Ergebnisse wird uns zudem ermöglichen in weiteren Forschungs- und/oder Produktionsvorhaben an die Rechercheergebnisse anschließen zu können.

Essenziell für das Konzept ist ebenso der soziologische Kommentar, welcher die Themen in Worten reflektiert. Um Anil dabei mehr Zeit zu geben um die richtigen Worte zu finden und ihm zudem noch die Fahrtkosten zu erstatten benötigen wir eure Hilfe!

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, die Samadhyana Companie – das sind Danilo, Ching-Mei, Magdalena, Marco & Roberta – sind Absolventen der Folkwang Universität Essen. Seit 2017 arbeiten wir gemeinsam und erforschen Potentiale von Medien-Interaktion und Soundkomposition im tanztheatralen Kontext. In den letzten Jahren entwickelte Samadhyana bereits mehrere Tanztheaterproduktionen in Kooperation mit internationalen Tänzer*innen und Musiker*innen in interkulturellen und interdisziplinären Spannungsfeldern. Bei Der Platz haben wir Verstärkung

  • von Lucas und Bartek, die die Truppe mit ihren tänzerischen Wahnsinnsqualitäten aufheizen
  • von Saskia, die uns mit ihrem scharfen Blick für Assoziation, situative Bewegung und Dramaturgie von der Seite des Physical Theater coacht
  • und von Anil, der die Schön- und Grausamkeit von Fakten, die Wucht von Inhalt, Zusammenhängen und die Faszination der Dialektik charmant in Satzgefüge zu verpacken weiß. Seine Texte werden uns helfen den Automatismus als Recherchegegenstand greifbar zu machen.

Künstlerische Leitung: Magdalena Oettl (DE)
Dramaturgische Assistenz: Danilo Cardoso (BR)
Tänzer*innen: Ching-Mei Huang (TW), Lucas Lopez (BR), Bartosz Przybylski (PL)
Soundkomposition: Marco Girardin (IT)
Media: Roberta de Lacerda Medina (BR)
Projektleitung: Winfried Hoffmann (DE)
Texte: Anil K. Jain (DE) (Soziologe, Publizist)
Outside Eye: Saskia Rudat (DE) (Theatermacherin, Physical Performerin)

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Kooperationen

Maschinenhaus Essen

Produktionsort der Künste

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