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Projekte / Journalismus
Die Unsichtbaren
In Europa leben über fünf Millionen Einwanderer ohne bürgerliches Recht. Unsichtbar. Sie haben keine Anspruch auf soziale Hilfen, keinen Anspruch auf Krankenversicherung oder Altersversorgung. Ihre Kinder können nicht auf die Schule. Wir wollen diese Menschen in einem Crowdsourcing-Projekt sichtbar machen. Mit Hilfe eines mehrsprachigen Online-Fragebogen wollen wir ihre Geschichten erfassen. Wir wollen mit möglichst vielen Organisationen reden, um möglichst viele Flüchtlinge direkt zu erreichen.
4.000 €
4.000 € Fundingziel
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Projekt erfolgreich
 Die Unsichtbaren

Projekt

Finanzierungszeitraum 15.12.14 16:39 Uhr - 29.01.15 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum bis Mai 2015
Fundingziel 4.000 €
Stadt Nizza
Kategorie Journalismus

Worum geht es in dem Projekt?

In Europa leben fünf Millionen Einwanderer ohne jedes bürgerliches Recht. Sie haben keine Anspruch auf soziale Hilfen, sie haben keinen Anspruch auf Krankenversicherung oder Altersversorgung, ihre Kinder können nicht auf die Schule. Sie dürfen nicht für ihre Rechte eintreten, werden als billige Arbeitssklaven missbraucht und müssen jederzeit mit Polizeiverfolgung rechnen. Sie leben unter uns – aber sie bleiben unsichtbar. Einer von hundert Menschen in Europa ist illegal.

Wir wollen diese Menschen sichtbar machen.

Sie wohnen in einem Zimmer des Mietshauses nebenan, sie arbeiten schwarz in unserem Lieblingsrestaurants, sie reinigen für Hungerlöhne Büros oder ziehen im Auftrag der Mafia Mauern hoch.

Wir kennen sie nicht. Wir wollen nun ihre Geschichten wissen. Wer sind sie? Wie kamen sie zu uns? Wie leben und wohnen sie? Was sind ihre Träume und Hoffnungen?

Wir wollen aber auch wissen: wer profitiert von ihrem Armut? Welche Betriebe oder Branchen können ohne illegale Beschäftigung gar nicht überleben? Wir wollen den Menschen in der Illegalität helfen, eine Stimme zu bekommen.

In unserem neuen europaweiten Projekt wollen wir sie zu Wort kommen lassen.

Es ist ein Crowdsourcing-Projekt: Mit Hilfe eines mehrsprachigen Online-Fragebogen wollen wir die Geschichten der Migranten erfassen. Wir wollen dabei mit möglichst vielen Flüchtlingsorganisationen, NGOs, Kirchenverbände, JuristInnen, Streetworker, SozialarbeiterInnen. zusammenarbeiten, um möglichst viele Flüchtlinge direkt zu erreichen. Denn wir wollen, dass die Verborgenen selbst ihre Geschichten erzählen. Sie sollen von ihren Familien berichten, von ihren Nöten und Sorgen. Wir wollen ihnen das Wort geben.

Aus den vielen Geschichten wollen wir die Wanderbewegungen der Flüchtlinge herausarbeiten und eine Multimediale Erzählstruktur finden, die möglichst viele ihrer Geschichten aus dem Verborgenen holt.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Mit Hilfe des Crowdsourcing-Projektes erstellen wir über einen Online-Fragebogen eine einzigartige Datenbank – in der Datenbank eine Fülle von Geschichten und Hintergründen über die Einwanderungsbewegung nach Europa.

Mit Hilfe des Crowdsourcings und der Datenbank nehmen wir die entscheidende Hürde, an der viele Berichte und Reportagen über die Einwanderer scheitern:

Bislang werden vor allem Einzelschicksalen reportiert. Wir aber suchen hunderte, tausende Geschichten. Wir können damit Bewegungen und Biographien nachvollziehen, die bislang noch niemand hat erklären können. Wir wollen in der Masse der persönlichen Schicksale die Motivationen und Erlebnisse klären, die die Menschen aus aller Welt in Bewegung nach Europa setzen.

Die Europäische Union selbst beruft sich immer nur auf Schätzungen ihrer Mitglieder (zum Beispiel in dem Projekt „Clandestino“) und räumt ein, dass zumindest die quantitativen Zahlen und Statistiken über Geschlecht und Alter der Migranten von „medium quality estimates“ seien. („Comparative Policy Brief - Size of Irregular Migration“, 2009).

Wir hellen dieses Dunkelfeld auf.

Ziel ist es dabei nicht, unerlaubte Einwanderer zu stigmatisieren und ihr Leben in der Illegalität zu skandalisieren. Unser Ziel ist es, die Einwanderer unter uns als Mitmenschen kennenzulernen, von deren Lebenswirklichkeit europäische Gesetze weit entfernt sind. Aufklärerisch wollen wir ihre versteckte Realität sichtbar machen.

Unsere Recherchen können dabei Anstoß sein, die Ausbeutung der Illegalen möglichst einzudämmen. Und ihre rechtliche Situation zu verbessern.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Aus Neugierde auf die unsichtbaren Mitbürger. Wer lebt unter uns?

Aber auch aus Interesse daran, die ermüdende Migrationsdebatte zu verändern.

Wenn alle über Flüchtlingsheime diskutieren und über Aufnahmequoten, wenn der Focus nur noch auf Schlauchboote mit Flüchtlingen und Mauern um Europa gerichtet ist, wollen wir uns den Menschen zuwenden. Wir wollen ihre Geschichte hören.

Unser Anspruch ist es nicht, eine Projekt zu starten, das nach wenigen Wochen in der Versenkung verschwindet. Wir wollen über Monaten hunderte, bestenfalls tausende Geschichten über unsere Crowdsourcing-Seite sammeln.

Wir wollen Karten zeichnen und Hintergründe der Wanderungsbewegungen enthüllen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

CORRECT!V ist durch eine großzügige Grundfinanzierung so ausgestattet, dass wir alle unsere Fixkosten bezahlen können. Aber: das Geld reicht nicht, um jedes Projekt umzusetzen, das wir gerne umsetzen wollen.

Deswegen sammeln wir weiter Geld, um wichtige Projekte starten zu können. Wie eben das Projekt „Die Unsichtbaren“.

Wir können aus unserem Grundetat die Vorleistungen und Verwaltungsgebühren bezahlen. Wir haben den Fragebogen und den Internetauftritt entwickelt.

Jetzt müssen wir aber die Daten beschaffen und das Crowdsourcing starten. Wir wollen den Fragebogen in möglichst vielen Ländern und Sprachen streuen. Und dann mit möglichst vielen Migranten Kontakt aufnehmen.

Das kosten mehr Geld, als wir uns derzeit leisten können.

Nur mit Eurer Unterstützung können wir Reporter zu den versteckten Einwanderern schicken, zu den Organisationen die ihnen helfen und sie unterstützen.

Die arbeitsintensivste Aufgabe in unserem Unsichtbar-Projekt wird es sein, an NGOs, Kirchenvertreter, Flüchtlingsgruppen heranzutreten und sie als unsere Mittelsmänner gewinnen zu können. Jede einzelne Geschichte müssen wir uns erarbeiten.

Das kostet Fahrtgeld und Zeit. Je mehr Geld wir einwerben können, umso größer wird unsere Datenbank, umso mehr Länder können wir bearbeiten, umso kräftiger schlagen die Stories ein.

Jeder Euro, den wir hier sammeln, kommt direkt dem Projekt zu Gute – ohne Abzug von Verwaltungsgebühren.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die federführende Reporterin in diesem Projekt ist Annika Joeres. Sie arbeitet an der französisch-italienischen Grenze am Mittelmeer. Jedesmal, wenn sie den Zug zwischen Nizza und der italienischen Grenzstadt Ventimiglia nimmt, werden ausländisch aussehende Fahrgäste von Beamten aus dem Waggon gezogen. Andere fahren weiter – in ein neues, illegales Leben in Europa. Mit Eurer Unterstützung machen wir die Geschichten dieser Menschen und ihren Anteil an unserem Leben sichtbar.

Hinter Annika steht CORRECT!V, das erste gemeinnützige Redaktionsbüro in Deutschland. Wir wollen mit unseren Recherchen die Gesellschaft durchschaubarer machen. Sehr häufig nutzen wir dafür versteckte oder nur schwer zugängliche Daten – wie in diesem Unsichtbar-Projekt. Unsere Redaktionen sitzen in Berlin und Essen, aber wir wollen für dieses Projekt mit Reportern in Italien, Spanien, Holland, Dänemark, Frankreich und Griechenland kooperieren.

Impressum
PULS - Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH
Christian Humborg
Huyssenallee 11
45128 Essen Deutschland

Einzeln vertretungsberechtigt:
Dr. Christian Humborg, David Schraven
Steuernummer 112/5754/1437
Handelsregister Essen
HRB 25135

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